Freitag, 23. Juni 2017

NUDELSALAT MIT ORECCHIETTE

Dieser  Nudelsalat mit Orecchiette ist aus der Kategorie schnell und einfach. Er lässt sich super mitnehmen zu Grillabenden oder zu einem Picknick, oder auch einfach in der Lunchbox ins Büro. Die Kombination aus grünen Bohnen, leicht bitterem Radicchio und cremigem Feta finde ich richtig lecker, dank der Nudeln macht er auch gut satt. Ihr könnt statt Orecchiette Penne oder andere Nudeln nehmen, ich finde aber, dass die kleinen Öhrchennudeln das Dressing besonders gut aufnehmen. 
Momentan sitze ich besonders gern beim Abendessen auf dem Balkon und genieße den Sonnenuntergang und das herrliche Wetter. Kochen möchte ich bei diesen Temperaturen so wenig wie möglich und so ein Nudelsalat ist schnell gemacht.


Nudelsalat mit Orecchiette
Nudelsalat mit Orecchiette
Zutaten für 4 Personen als Beilage:
300 g Orecchiette
150 g grüne Bohnen
150 g Feta
1 kleiner Radicchio
1 Zitrone
3 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Thymian (frisch oder getrocknet)

Grüne Bohnen waschen, die Enden abschneiden und halbieren oder dritteln. Orecchiette nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen, fünf Minuten vor Ende der Garzeit die grünen Bohnen hinzugeben und mitgaren. In der Zwischenzeit Feta würfeln und Radicchio in Streifen schneiden. Zitrone auspressen, den Saft mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian verrühren. Die Nudeln abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Gut abtropfen lassen und mit dem Dressing verrühren, Feta und Radicchio hinzugeben wenn die Nudeln abgekühlt sind. Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen und gegebenenfalls nochmal etwas nachsalzen. 


Nudelsalat mit Orecchiette

Dienstag, 20. Juni 2017

BROWNIES MIT HEIDELBEEREN UND KIRSCHEN

Endlich gibt es jede Menge heimisches Obst! Deutsche Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Brombeeren und Heidelbeeren konnte ich schon entdecken. Natürlich musste ich sofort zuschlagen und weil das letzte Brownie-Rezept schon wieder ein Weilchen her ist, gibt es beerige Brownies mit Heidelbeeren und Kirschen für euch. Der Teig ist etwas fester als normaler Brownieteig, das muss aber so sein - denn die Früchte verlieren beim Backen Flüssigkeit und machen den Teig saftiger. Ich mag meine Brownies eher fest und schokoladig, nicht fluffig wie Kuchen. Deshalb schneide ich sie aber auch in recht kleine Stücke, denn mehr als ein oder zwei kann man davon nicht essen wenn man nicht im Foodkoma landen will ;)


Brownies mit Heidelbeeren und Kirschen
Brownies mit Heidelbeeren und Kirschen

Zutaten für eine 20 x 20 cm Backform:
2 Eier
200 g dunkle Schokolade
100 g Zucker 
140 g Mehl
50 g Butter
1 TL Creme fraiche
1/2 TL Backpulver
2 TL Kakaopulver
1 Prise Salz
50 g Blaubeeren
1 Handvoll Kirschen

Kirschen entsteinen und vierteln. Ofen auf 180° C vorheizen. Schokolade und Butter in einem Topf schmelzen, dann etwas abkühlen lassen. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Creme fraiche und die Schokoladen-Butter-Maße langsam dazugeben und mit dem Handrührgerät einrühren. Backpulver, Kakaopulver und Mehl dazusieben und zu einem glatten Teig verrühren. Zuletzt Heidelbeeren und Kirschen unterheben. Die Backform mit Backpapier auslegen und den Teig gleichmäßig darin verteilen. In den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 25 - 30 Minuten backen (Stäbchenprobe - es sollte kein Teig mehr am Stäbchen kleben bleiben). Auf einem Gitter auskühlen lassen, dann in Quadrate schneiden.


Brownies mit Heidelbeeren und Kirschen

Samstag, 17. Juni 2017

ORANGENBLÜTEN-RISOTTO

Als ich das Bild meines Orangenblüten-Risottos auf Instagram gepostet habe, dachten manche es wäre ein Milchreis. Das ist natürlich auch eine tolle Idee! Ihr könnt gern einen Orangenblüten-Milchreis ausprobieren - dafür lasst ihr Zwiebel, Knoblauch und Parmesan weg. Ihr kocht Milch auf, gebt den Reis und 3 EL Zucker dazu und am Ende der Garzeit das Orangenblütenwasser und die Orangenfilets. So habt ihr einen leckeren Orangen-Milchreis!


Orangenblüten-Risotto
Orangenblüten-Risotto


Das Orangenblütenwasser habe ich in Sevilla gekauft (Azahar wird es dort genannt), ihr bekommt es aber auch in arabischen/türkischen Supermärkten. Fet a Soller aus Mallorca verkauft außerdem getrocknete Orangenblüten, die man mit kochendem Wasser aufgießen kann und so auch Orangenblütenwasser bekommt. Die Blüten würde ich dann aber wieder abseihen, wie bei einem Tee. Außerdem ist die Farbe dann natürlich anders und der Reis bleibt nicht so weiß. Aus der Provence habe ich Lavendelblütenessenz mitgebracht, das stelle ich mir auch toll im Risotto vor!

Es ist immer wieder schön, kulinarische Mitbringsel lange nach dem Urlaub zu verwenden und sich daran zu erinnern, wie gut die Orangenblüten in Sevilla riechen, wenn man dort durch die Straßen läuft...


Zutaten für 2 Personen:
350 g Risotto-Reis (Arborio)
1 Zwiebel
1 - 2 Zehen Knoblauch
50 g frisch geriebener Parmesan oder Grana Padano
1 EL Orangenblütenwasser
1 Orange
1 TL Schwarzkümmelsamen
Olivenöl 
Salz
Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen, erst die Zwiebeln und dann den Knoblauch darin glasig dünsten. Reis hinzugeben und kurz mitrösten. Mit heißem Wasser aufgießen, bis der Reis bedeckt ist, kurz umrühren und bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Parmesan reiben. Orange filetieren: Oben und unten den "Deckel" abschneiden, damit sie fest steht. Dann mit einem scharfen Messer an der Seite die Schale entlang schneiden, so dass keine weiße Haut mehr sichtbar ist. Nun die einzelnen Orangenfilets herausschneiden, Saft dabei auffangen. 

Wenn der Risotto-Reis fast gar ist, Orangenblütenwasser und Orangensaft hinzugeben, umrühren und nochmal kurz köcheln lassen. Dann den geriebenen Käse sowie die Orangenfilets hinzugeben. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken. Risotto in Schüsseln füllen und mit Schwarzkümmelsamen bestreuen.


Orangenblüten-Risotto mit Orangenfilets

Mittwoch, 14. Juni 2017

MIRISSA: WHALE WATCHING & FOOD GUIDE

Mirissa war eine der Stationen, die bereits zu Beginn unserer Reiseplanung feststand. Dort kann man nämlich im Frühjahr Blauwale beobachten. Als passionierte Walschützerin musste ich natürlich diese Gelegenheit ergreifen, wenn ich schon mal nach Sri Lanka reise.


Mirissa - Strand
Strand von Mirissa


Wir haben im Bamboo Garden übernachtet. Dort gibt es ein paar Zimmer, die von einer Familie vermietet werden, die auf dem gleichen Grundstück wohnt. Vom Bamboo Garden waren es nur ein paar Hundert Meter zum Strand sowie zur Hauptstraße mit den Restaurants. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man besser nicht am Strand essen gehen sollte – die Gerichte dort sind sehr auf Touristen ausgelegt, es gibt ein eher westliches Angebot und die sri-lankesischen Gerichte dieser Restaurants, die wir probiert haben, waren leider nicht lecker und ziemlich überteuert. 


Strand in Mirissa

 
Mirissas Strand ist vor allem am frühen Morgen wunderschön. Später wird es sehr voll – wir haben gemerkt, je weiter man nach Westen bzw. Richtung Colombo und Flughafen kommt, desto touristischer wird es. Das bedeutet: viele Deutsche, viele Russen, viele Chinesen und wenig Interesse an einheimischer Küche: Speisekarten mit Schnitzel, Pommes und Spagetthi sind eher die Norm als die Ausnahme... Mirissa ist also nicht gerade die kulinarische Hochburg Sri Lankas, ein paar Restaurant-Tipps habe ich trotzdem für euch:
 
  • Tandoori Hut: Wie der Name schon sagt, gibt es hier indisches Essen und zwar auch viele Gerichte aus dem Tandoori-Ofen. Der qualmt leider die ganze Hütte voll, macht nicht den Fehler euch in die Nähe des Ofens zu setzen ;) Das Essen ist trotzdem absolut großartig, wir waren gleich zweimal dort während unserer drei Tage in Mirissa. Im Laden werden auch Bio-Gewürze aus Sri Lanka verkauft (z.B. Zimtstangen), die ein tolles Mitbringsel sind.

Tandoori Hut Mirissa
  • Coco Loco: Unser absolutes Lieblingslokal, eine kleine Ruheoase! Man kann dort Yogastunden nehmen oder einfach im Garten sitzen und entspannen. Zu essen gibt es neben Avocado-Toast vor allem die köstlichen Smoothie Bowls, serviert in Kokosnussschalen. Der Eiskaffee dort war einer der besten die ich je getrunken habe. 
Coco Loco Mirissa

Coco Loco Mirissa

Coco Loco Mirissa - Smoothie Bowl
  • Wood Space: die Karte und die Idee sind toll – leider liegt das offene Lokal direkt an der vielbefahrenen Hauptstraße. Wir sind deshalb nicht reingegangen, auch wenn es von außen super süß aussah und die Karte gut klang.

Wood Space Mirissa

  • Papa Mango: es gibt hervorragendes Frühstück (mit echtem Kaffee!) und leckere Snacks zu Mittag (z.B. Roti mit Dhal). Es liegt direkt am Strand, die Liegen kann man verwenden, wenn man im Lokal etwas bestellt.


Wie bereits erwähnt waren wir vor allem wegen dem Whale Watching hier. Zwei bis drei Nächte sind auf jeden Fall genug für Mirissa - wenn ihr einen tollen Strand sucht, fahrt weiter Richtung Osten (zum Beispiel nach Tangalle oder Dikwella). Dort ist es ruhiger, es sind weniger Pauschaltouristen unterwegs und die Essensqualität ist allgemein besser.

Whale Watching in Mirissa


Es gibt in Mirissa zwei empfehlenswerte Anbieter, die nachhaltige Wal- und Delfinbeobachtung anbieten: Mirissa Water Sports und Raja and the Whales. Beide haben Experten an Bord, die Hintergrundwissen zu den Arten liefern können, fahren nicht so nah an die Wale heran, nähern sich von schräg hinten statt frontal auf die Tiere zuzufahren und beachten viele weitere Punkte, die „Responsible Whale Watching“ ausmachen. Im Ratgeber von WDC findet ihr jede Menge Tipps und Infos, worauf ihr bei der Buchung eines Walbeobachtungsanbieters achten müsst und welche Kriterien wir Walschützer für sinnvoll halten. Speziell zu Sri Lanka gibt es auch detaillierte Infos, zum Beispiel welche Arten man dort sehen kann, wo in Sri Lanka überall Walbeobachtung möglich ist und in welchen Monaten man am meisten Chancen hat, Blauwale zu sehen.


Hafen von Mirissa am frühen Morgen
Hafen von Mirissa am frühen Morgen


Ich bin mit Mirissa Water Sports zum Whale Watching rausgefahren und berichte euch heute meine ehrliche Meinung über die Ausfahrt. Es geht sehr früh morgens los, bereits um 6 Uhr muss man im Büro im Hafen sein. Um halb 7 läuft man dann zum Boot. Da es zu Mittags sehr heiß wird, fahren fast alle Anbieter früh morgens los. Die meisten haben große, zweistöckige Boote für ca. 70 Personen, es gibt aber auch kleine Boote für 4 – 10 Personen, die man privat anmieten kann. 

Ich persönlich fand es auf dem großen Boot sehr eng – alle Plätze waren besetzt, wir waren glaube ich um die 70 Personen auf dem Boot und der einzige Weg, wo man sich etwas bewegen konnte während der vier Stunden Ausfahrt war an der Reling. Wer in der Mitte sitzt, hat auch kaum Chancen schnell vorn an der Reling zu sein wenn Wale auftauchen und es gibt ein wahnsinniges Gedrängel, weil jeder Fotos machen möchte. An der Reling stehen bleiben darf man nicht, da das Boot recht schnell fährt und man sich nicht gut festhalten kann auf der stürmischen See. Man darf erst aufstehen, wenn die Crew Bescheid gibt und das Boot anhält – das ist aus Sicherheitsgründen sinnvoll, aber kein so schönes Erlebnis wie ich es auf anderen, kleineren Booten hatte. Diese ständigen "Platzkämpfe" an der Reling fand ich etwas anstrengend.


Hafen von Mirissa


Es gab direkt nach dem Losfahren aus dem Hafen ein Frühstück aus Toast, Ei und Banane – woraufhin mir direkt mal kotzübel geworden ist. Der Geruch von aufgewärmtem, frittierten Omelettes und reifen Bananen hat mich fast eine Stunde lang begleitet und beides sind Gerüche, die ich persönlich überhaupt nicht abkann – weder an Land, noch auf einem schaukeligen Boot auf stürmischer See... Dementsprechend bin ich relativ schnell seekrank geworden und es ging mir vier Stunden lang ziemlich mies. Praktisch, dass es genau eine einzige Toilette für 70 Personen gibt, die natürlich durchgehend besetzt war, weil ich nicht die einzige Person war, der übel geworden ist. Seekrank kann übrigens jeder werden, auch erfahrene Kapitäne die schon seit 20 Jahren jeden Tag aufs Meer rausfahren.


Ostpazifischer Delfin vor Mirissa
Ostpazifischer Delfin vor Mirissa


Trotzdem habe ich mich aufgerafft, als Ostpazifische Delfine gesichtet wurden. Obwohl die Delfine so flink sind, konnte ich sogar ein paar Bilder von ihnen machen. Ihr hellgrauer Streifen an der Seite ist charakteristisch für diese Art. Außerdem sind sie recht klein, ihr Maximalgewicht sind 82 Kilo und sie werden höchstens 2,35 Meter lang. Wenn man bedenkt, dass Große Tümmler (also die Art, zu der auch „Flipper“ gehört) bis zu 650 kg wiegen und maximal 3,80 Meter lang werden können... ;)

 
Ostpazifischer Delfin vor Mirissa


Ostpazifische Delfine sind wie die meisten ihrer Artgenossen vor allem durch Beifang bedroht – wenn sie sich in Fischernetzen verheddern, können sie sich schwere Verletzungen zuziehen oder sogar ersticken, weil sie zum Atmen an die Oberfläche müssen. Meeresverschmutzung, Unterwasserlärm, Schiffsverkehr, Störung durch Walbeobachtungsboote – all das kommt noch dazu. Und diese Gefahren bedrohen auch Blauwale! 


Blauwal, Sri Lanka


Das größte Tier unseres Planeten – ein Blauwal kann über 30 Meter lang werden. Dementsprechend ist er auch eher etwas langsamer unterwegs als Delfine. Er kann aber auch Geschwindigkeiten von 30 km/h erreichen. Trotzdem: Schiffskollisionen sind ein großes Problem. So viel Masse muss erstmal umgelenkt werden, wenn ein schnelles Boot oder ein großes Schiff in seine Nähe kommt! Ich war deshalb ziemlich entsetzt, wie nah manche Walbeobachtungsboote an die Wale fahren. Auf diesem Foto sehrt ihr es ganz gut. Der Teil des Blauwals, den man an der Oberfläche sieht, ist ja nur ein Bruchteil seines Körpers. Das meiste ist unter Wasser – und das Boot viel zu nah dran!


Blauwal - Walbeobachtung in Mirissa


Generell ist mir aufgefallen: es sind zu viele Boote unterwegs. Sobald ein Wal gesichtet wird, fahren alle drauf zu – und kreisen die Wale regelrecht ein. Zwischendrin tummeln sich Fischerboote mit Netzen. In der Entfernung sieht man gigantische Frachtschiffe. Alles in allem nicht gerade der beste Ort für eine Walart, von der es nur noch 10.000 – 25.000 Tiere gibt.. So viele Gefahren auf engstem Raum!


Boote - Walbeobachtung in Mirissa
Boote - Walbeobachtung in Mirissa


Mir hat also nicht nur meine Seekrankheit Kopfweh bereitet, sondern auch die Situation der Blauwale vor Sri Lanka. Sie leben dort nicht dauerhaft sondern sind auf der Durchreise, aber trotzdem wäre es wünschenswert, dass sich an der Situation vor Ort etwas verändert. Ein effektives Schutzgebiet oder gesetzliche Regelungen wie viele Boote sich Walen nähern dürfen und wie (zum Beispiel nicht frontal auf das Tier zurasen). Diese Regelungen müssten aber auch überprüft werden. In den letzten Jahren seit Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2009 ist der Tourismus in Sri Lanka explodiert – und die Walbeobachtungsanbieter sind mehr und mehr geworden. 

Meine Kollegin Vanessa aus unserem englischen WDC-Büro war bereits mehrmals in Sri Lanka und hat dort Workshops mit Walbeobachtungsanbietern
veranstaltet, wo sie als Expertin Trainings zum Thema verantwortungsvolle Walbeobachtung durchgeführt hat (Project BLUEprint). Für uns als NGO ist das natürlich wahnsinnig kostspielig und aufwendig – ich hoffe jedoch, dass wir es mit Hilfe von Spenden weiterführen können (wer unsere Projekte unterstützen möchte, kann das hier tun). Die Situation in Sri Lanka wird von Jahr zu Jahr kritischer, weil noch mehr Touristen kommen und Wale sehen wollen. Der Bedarf für weitere Workshops wäre also da – um auch die neuen Anbieter zu schulen, die es beim letzten Workshop noch gar nicht gab.


Blauwal - Walbeobachtung in Mirissa
Ein Blauwal taucht ab


Ihr seht, mir liegt das Thema Walschutz sehr am Herzen und ich bin mit einem zwiespältigen Gefühl von meiner Walbeobachtungstour zurück gekehrt. Positiv war jedoch, dass bei Mirissa Water Sports eine Biologin aus Hawaii mitfahren darf, die momentan wichtige Forschung vor Sri Lanka betreibt. Es gibt also durchaus Anbieter, die sich das Thema zu Herzen nehmen, einen wissenschaftlichen Beitrag leisten wollen und sich verantwortungsbewusster verhalten als andere.

Das Dilemma ist natürlich trotzdem da: Wale beobachten mit einem nachhaltigen Anbieter oder ganz darauf verzichten? Meine persönliche Sichtweise dazu wäre, dass ich als Tourist nächstes Mal versuchen würde, an einem anderen Ort in Sri Lanka Whale Watching zu machen - nicht mehr unbedingt in Mirissa. Diese Stadt ist so überlaufen und alle fahren zu den gleichen Stellen, um Wale zu beobachten. Es gibt noch zwei weitere Whale Watching Hotspots auf Sri Lanka, die noch nicht so touristisch sind – vielleicht wäre das eine Alternative.  


Blauwal vor Sri Lanka


Mirissa hat mich also allen in allem nicht hundertprozentig überzeugt. Der Strand ist schön, aber nur morgens wenn er menschenleer ist. Es gibt gutes Essen, aber leider sehr viel mehr schlechte Restaurants als gute. Man kann nachhaltige Walbeobachtung machen, aber die anderen tun es wahrscheinlich nicht und fahren zu nah ran. Wenn man Mirissa besucht, sollte man also besonders auf die eigenen Entscheidungen Acht geben, um diesen eigentlich schönen Ort durch Tourismus nicht weiter zu zerstören. 


Fischer in Mirissa

Strand von Mirissa


Sonntag, 11. Juni 2017

SOMMERLICHER SÜSSKARTOFFELSALAT MIT NEKTARINEN UND MINZE

Beim Obstkaufen wandern momentan ständig Nektarinen in meinen Korb - ich liebe ihren intensiv-fruchtigen Geruch und den süßen Geschmack! Ob morgens mit gepufftem Amaranth zum Joghurt, als Snack zwischendurch oder eben als fruchtige Komponente im Salat. Sie passen zum Beispiel toll zu Babyspinat oder Rucola - aber auch in diesen herrlichen Süsskartoffelsalat mit Nektarinen, Minze und Pekannüssen! Das hübsche Salatbesteck ist übrigens von Räder (ihr bekommt es zum Beispiel hier*).



Süsskartoffelsalat mit Nektarinen und Minze
Süsskartoffelsalat mit Nektarinen und Minze


Süsskartoffelsalat mit Nektarinen und Minze



Zutaten für 4 Personen als Beilage:
2 - 3 große Süsskartoffeln
3 Nektarinen
1 Bund frische Minze
1 Handvoll Pekannüsse
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Passt auch gut dazu: Avocado; Feta oder Mozzarella

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Süsskartoffeln schälen und würfeln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Süsskartoffel-Würfel darauf gut verteilen. Mit Salz und Pfeffer bestreuen. Im Ofen 20 Minuten backen, bis sie knusprig-braun sind. Dann aus dem Ofen holen und beiseite stellen, damit sie etwas abkühlen können.

Nektarinen entkernen und würfeln. Minze waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. Pekannüsse hacken. Süsskartoffelwürfel mit Nektarinen, Minze und Nüssen in eine Schüssel geben, mit gutem Olivenöl besprenkeln und nochmals mit Salz und Pfeffer würzen.


Süsskartoffelsalat mit Nektarinen und Minze



*Amazon Affiliate: wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision - für euch bleibt der Preis gleich!

Donnerstag, 8. Juni 2017

ALOO GOBI

Dieses Gericht findet man auf jeder Speisekarte von indischen Restaurants - und doch schmeckt es immer anders. Manchmal ist Aloo Gobi trocken und scharf, ein andermal ist es cremig und mild - die Vielfalt an Rezepten ist riesig! Allerdings ist das Gericht durch Zugabe von Kurkuma immer gelb. Mein persönliches Lieblingsrezept für dieses indische Kartoffel-Blumenkohl-Gericht möchte ich heute mit euch teilen und hoffe, es schmeckt euch. Wichtig finde ich, frische Tomaten zu verwenden und keine gehackten Dosentomaten weil sie den Geschmack zu sehr verändern. 

Ich liebe die indische Küche und gehe supergern indisch essen. Die Gerichte sind ja doch relativ aufwendig, vor allem weil es meist nicht bei einem bleibt sondern viele Beilagen gereicht werden:


Aloo Gobi - indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry
Aloo Gobi - indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry

Zutaten für 2 Personen:
5 - 6 kleine Kartoffeln
1/2 Blumenkohl
3 - 4 Tomaten
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
5 cm frischer Ingwer
1 TL Koriandersamen 
1 TL Kurkuma
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL Garam Masala
Salz
rote, getrocknete Chilischote(n)
4 - 5 frische Curryblätter
frischer Koriander
Öl  

dazu: Reis & Chilifäden

Reis aufsetzen. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Kartoffeln schälen und würfeln. Blumenkohl in Röschen zerteilen. In einer großen Pfanne Öl erhitzen, dann erst die Zwiebeln glasig dünsten, dann Knoblauch und Ingwer dazugeben sowie die Senfsamen. Koriandersamen malen und mit Kurkuma, Garam Masala und gehackter Chili vermischen. Die Gewürzmischung mit den Curryblättern und Kartoffelstücken in die Pfanne geben und anrösten, dann etwas Wasser angießen und bei geschlossenem Deckel fünf Minuten köcheln lassen. 

Tomaten grob hacken. Blumenkohl hinzugeben sowie die gehackten Tomaten und weiter köcheln lassen, bis Kartoffeln und Blumenkohl gar sind. Gegebenenfalls noch etwas Wasser nachgießen. Mit Salz abschmecken. Koriander von den Stielen zupfen und hacken, Reis in einem Teller anrichten und das Aloo Gobi darauf verteilen. Mit Koriander und Chilifäden garnieren.


Aloo Gobi - indisches Kartoffel-Blumenkohl-Curry
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