Mittwoch, 24. August 2016

VORARLBERGER RIEBEL

In Vorarlberg habe ich gelernt, wie man einen echten Frühstücksriebel zubereitet. Früher war Riebel eine Mahlzeit der ärmeren Dorfbewohner und Bauern, denn die Zutaten dafür hatte jeder zuhause (Milch, Butter, Grieß). Es gibt Riebel aus Weizen aber auch aus Mais oder eine Mischung aus beidem. Er ist ein bisschen körniger als der Weizengrieß, den man in deutschen Supermärkten bekommt. Ich habe mir einige Packungen in Vorarlberg gekauft, so dass ich ihn auch zuhause zubereiten kann!

Jede Vorarlberger Familie hat ihre eigene Vorliebe, wie der Riebel zubereitet werden muss. Manche mögen ihn wie lockeren Couscous, also kleine Körner und gut zerteilt, andere bevorzugen ihn etwas weicher oder stückiger. Klassisch wird er zum Frühstück gegessen, denn er macht gut satt und hält lange vor, was bei harter körperlicher Arbeit auf dem Land wichtig ist. Dazu wird Apfelmus oder Kaffee serviert - es gibt aber auch Rezepte für herzhaften Riebel, zum Beispiel mit Pilzen. Spannend, wie ein Gericht aus so wenigen Zutaten ganz unterschiedlich zubereitet wird!

 
Vorarlberger Frühstücksriebel


Das Rezept habe ich von Wolfgang Mätzler aus der Schtubat in Vorarlberg, dem ich beim Riebel-Kochen über die Schulter gucken durfte. Lieben Dank dafür!

 
Zutaten für 4 Personen:
500 ml Milch
300 g Riebelgrieß
Prise Salz
8 TL Butter

Milch und 4 TL Butter aufkochen, eine Prise Salz hinzugeben und den Riebelgrieß langsam mit einem Holzkochlöffel einrühren. Hitze ausschalten und umrühren, dann den Deckel aufsetzen und einige Minuten quellen lassen. In einer Pfanne 4 TL Butter erhitzen, den Grieß hineingeben und anrösten. Er darf knusprig-braun werden. Mit einem Pfannenwender grob zerteilen.

Dazu Apfelmus oder Kaffee servieren.


Vorarlberger Frühstücksriebel

Montag, 22. August 2016

REISEBLOGGER-LEBEN - ZUHAUSE SEIN.

Das Reiseblogger-Leben stellen sich meine Freund*Innen, Leser*Innen, Eltern und einige andere ganz wunderbar vor. Man ist ständig unterwegs, sieht neue Orte und kann von spannenden Erlebnissen erzählen. Wenn ich ehrlich zu euch sein darf: in den meisten Fällen ist es allerdings mehr Arbeit als Urlaub. Man hetzt von einem Termin zum anderen, ob das jetzt eine zweistündige Hausführung in einem Hotel ist, ein Treffen mit einem lokalen Erzeuger von Bioprodukten oder ein Essen mit jemand vom Tourismusamt. Entspannung, Ruhe, sich treiben lassen? Meistens nicht der Fall auf einer Presse- bzw. Recherchereise für den Blog!

Deshalb genieße ich es momentan sehr, auch mal zuhause zu sein. Daheim sein ohne Termine und Pläne ist für mich wie Urlaub. Während andere erst abschalten können, wenn sie mal wegfahren, ergeht es mir gerade genau andersherum. Ich sitze in meiner Münchner Wohnung, genieße die Sonne auf dem Balkon. lese Zeitschriften und vernichte die kulinarischen Mitbringsel aus Frankreich (Veilchenbonbons und Eiswasser mit Lavendelsirup sind hier gerade meine Favoriten, außerdem ein Drink aus Kokosmilch, Eiswürfeln und Zitronenzesten). 

 
Fernweh Magazine


Dann kommt auch die Muße zum Schreiben - unterwegs habe ich dafür einfach keine Zeit, oft nehme ich mir nicht mal mehr etwas zu Lesen mit auf Recherchereisen. Ich komme sowieso nicht dazu, etwas zu lesen. Sollte ich eine halbe Stunde im Hotelzimmer für mich haben, verbringe ich diese damit, meine Eindrücke mit euch auf Instagram oder Twitter zu teilen. 

Das ist kein Jammerpost. Ich reise gern, und ich liebe es, euch davon zu berichten. Mein Herz hüpft, wenn jemand einen Kommentar hinterlässt und sagt - da fahre ich auch hin, danke für deine Tipps! Und all diese Erlebnisse in meinem Kopf zu sammeln, als Anthropologin durch die Welt zu reisen und Menschen besser verstehen zu lernen, das ist eine großartige Erfahrung. Aber daheim sein ist auch mal schön und manchmal eben erholsamer als Reisen - sozusagen Staycation ;)


Balkon DIY Regal
Urlaub auf dem Balkon ;)

Ich muss ehrlich sagen, dass ich es auch sehr genießen, wieder in meiner eigenen Küche zu kochen nachdem ich tagelang nur Restaurants besucht habe. Als Allergikerin kann das nämlich mühsam und gefährlich sein, als Vegetarierin je nach Urlaubsziel ziemlich nervig - (nein, Hühnerbrühe ist nicht vegetarisch). Andererseits kann man sich tolle Inspirationen holen und einfach mal zurücklehnen, ohne selbst am Herd stehen zu müssen. 

Dieser Blog entstand im Jahr 2010 eigentlich als Rezepteverzeichnis für Freund*Innen, mit denen ich meine Rezepte aus aller Welt teilen wollte. 2012 kam der erste Reisebericht - über Borneo, eigentlich mehr ein Tagebuch einer anstrengenden Reise, die den Besten und mich an den Rand der Verzweiflung trieb, uns aber auch viele wunderschöne Orte gezeigt hat. Heute findet ihr im Travelguide von Städtereisen-Tipps, über spezielle Veggie Food Guides bis zu Hotelrezensionen, Wanderausflügen und Fernreisen alle möglichen Berichte. Nicht zu vergessen all die Rezepte, die ich auf Reisen sammle oder die in meiner kleinen Wohnung in München gekocht werden.


Vegane Schoko & Vanille MuffinsTürkische Manti mit Joghurtsauce
 Vegane Schoko & Vanille Muffins / Türkische Manti mit Joghurtsauce


Nach über 900 Beiträgen ist Zeit zu sagen: Ich hoffe, es gefällt euch hier, ihr fühlt euch wohl und inspiriert, zum Kochen und auswärts essen, zum Reisen aber auch dazu die Heimat zu genießen. Danke für eure Unterstützung in den letzten sechs Jahren! Aufmunternde Worte, hilfreiches Feedback, jede Menge Denkanstöße und tolle Tipps haben dazu beigetragen, dass mir dieser Blog seit vielen Jahren so viel bedeutet! Und egal wo ich bin, er ist auch ein bisschen "Zuhause" das von überall erreichbar ist! :)




Mein Beitrag zur Blogparade "Staycation" von Reiseum

Samstag, 20. August 2016

HYERES & HALBINSEL GIENS

Die Stadt Hyeres ist auf unserem Roadtrip das nächste Ziel, sie liegt an der Côte d’Azur. Gegenüber von Hyeres befindet sich die Halbinsel Giens*, die über zwei Tomboli mit dem Festland verbunden ist. Das ist eine echte Besonderheit, denn Giens war früher eine Insel – jetzt verbinden die kilometerlangen Sandstreifen sie mit dem Festland. Dort befinden sich auch ein langer Badestrand und das Paradies für Kitesurfer - in einem extra abgetrennten Gebiet sieht man Dutzende von ihnen auf dem Wasser.


Hyeres und Halbinsel Giens
Hyeres und Halbinsel Giens

Hotel Le Provencal


Unser erstes Ziel auf Giens ist das Hotel Le Provencal. Es liegt im Süden der Halbinsel, hoch oben auf einem Felsvorsprung mit Panoramablick auf die Île d’Hyères! 


Hotel Le Provencal in Giens


Dort beziehen wir unser geräumiges Zimmer im modernen Design mit hellem Holz. Einige alte Stücke wie der gemütliche Holzstuhl erinnern an die Familiengeschichte, denn das Hotel wird bereits seit 1951 als Familienbetrieb geführt. Derzeit wird es nach und nach modernisiert. 


Hotel Le Provencal in Giens

Die Hotelanlage ist riesig – ein zwei Hektar großer Privatpark gehört zum Hotel. Dort befindet sich ein Barbeque-Restaurant, in dem tagsüber gegrillt wird, sowie die Bar du Soleil, wo man zu Mittag Kleinigkeiten essen kann. Unten an der Küste befindet sich das Schwimmbad, das mit Meerwasser gefüllt ist. Wer trotzdem lieber direkt im Meer schwimmt, geht einfach zur Bucht hinüber.


Hotel Le Provencal in Giens, Swimming Pool am Meer

Im Gebäude des Le Provencal befinden sich die zwei anderen Restaurants, ein kleines Bistro zur Straßenseite und ein schickes Restaurant mit Meerblick, in dem man sowohl zum Frühstücksbuffet als auch zum Dinner kulinarisch bestens versorgt wird. Vom Frühstück war ich wirklich begeistert, es gibt frisch gepresste Säfte und herrliches Nussbrot. Am Abend haben wir ein leichtes Dinner zu uns genommen: Gemüsetarte, eine kalte Tomatensuppe mit Burrata und zum Nachtisch ein Himbeertörtchen.


Gemüsetarte im Restaurant Le Provencal, Giens

Tomatensuppe im Restaurant Le Provencal, GiensNachtisch im Restaurant Le Provencal, Giens


Erwähnenswert ist auch der hübsche Laden gegenüber vom Hotel – bei Merci Marius findet ihr die schönsten Mitbringsel! Hier werden nur Produkte kleiner Designermarken verkauft, sowohl regionale, französische als auch internationale Firmen sind vertreten. Kleidung, Schals, Schuhe oder Accessoires, Badetücher und Duftkerzen aber auch gerahmte Drucke sind im Angebot.


Merci Marius in Giens

Vogelbeobachtung & Salinen


Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen – es ging zur Vogelbeobachtungin die Salinen bei Hyeres! Bis 1995 wurde dort tatsächlich Salz abgebaut, heute ist es ein Schutzgebiet. Über 260 Vogelarten und 300 verschiedene Pflanzenarten findet man dort. Wir haben uns für eine Vogelbeobachtungs-Führung entschieden, denn nur so darf man die Salinen betreten. Die Tour dauert zwei bis drei Stunden, kostet fünf Euro und ist auf Französisch. In einer kleinen Gruppe erfährt man vom Biologen und Vogelexperten alles über die heimischen Arten, warum die Salinen als Lebensraum so wichtig für sie sind und warum Flamingos eigentlich rosa sind.

Reiher in den Salinen, Hyeres

Salinen, Hyeres


Flamingos? Ganz recht – sie leben in diesem Gebiet! Wer viel Glück hat, kann sie in einem der Salzbecken entdecken. Leider konnten wir sie nicht sehen, dafür aber verschiedene andere Vogelarten. Auch so waren die Salinen sehr schön und besonders anzusehen. Nehmt euch aber einen guten Sonnenschutz mit, Schatten gibt es dort kaum!

Vogelbeobachtung in den Salinen, Hyeres

Vogelbeobachtung in den Salinen, Hyeres


Whale Watching


In der Nähe von Hyeres bzw. generell im Departement Var gibt es viele Angebote für verantwortungsvolle Walbeobachtung. Wir hatten geplant, an einer Walbeobachtungstour teilzunehmen – leider hatten wir auch hier kein Glück. Das Boot unseres gebuchten Anbieters war defekt, die anderen Anbieter entweder krank oder ausgebucht. Trotzdem eine tolle Aktivität, die ich euch sehr ans Herz legen kann wenn ihr mal in der Region seid. Wir haben den Whale Watching Trip zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt – ich werde euch noch davon berichten!


Finnwal im Pelagos Schutzgebiet
Finnwal im Pelagos Schutzgebiet


Wanderung Halbinsel Giens


Vom kleinen Hafen bei Madrague aus kann man in einer vier- bis fünfstündigen Wanderung über die Halbinsel Giens bis um Crique de l’Indien und zurück wandern. An der Küste entlang gibt es einen tollen Ausblick aufs Meer und die Insel Porquerolles. Wer möchte kann noch weiter bis zum Port Du Niel gehen, der Wanderweg zwischen diesen beiden Punkten ist allerdings recht beschwerlich. Man legt viele Höhenmeter rauf und runter hinter sich. Wanderschuhe sind auf der gesamten Wanderung notwendig, bitte nehmt auch genug Wasser mit, da es im Sommer sehr heiß werden kann.


Giens Badebucht


Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 unseres Roadtrips!
 


*Reise auf Einladung vom Departement Var

Donnerstag, 18. August 2016

THAI ZUCCHINI SALAT

Ich liebe thailändisches Essen, vor allem Papayasalat (genannt Som Tam). Leider gab es den in Thailand fast immer nur mit Fischsauce und Shrimps - da die Papaya in der Sauce mariniert wird, war es auch nicht möglich, ihn ohne Fischsauce zu bestellen. In einem Kochkurs in Bangkok habe ich dann aber gelernt, wie man den Papayasalat vegetarisch bzw. vegan zubereiten kann und seither gibt es ihn, sobald ich grüne Papaya auftreiben kann! Da das aber leider nicht allzu häufig ist, habe ich einfach mal eine Variante mit gelber Zucchini probiert. Und die kommt durchaus an das Original heran!


Thai Zucchini Salat
Thai Zucchini Salat imt gerösteten Erdnüssen und Koriander


Der Teller mit dem "Knick" ist übrigens aus der neuen Kollektion von Kahla namens O - The Better Place*, die ich wirklich schick finde. Das Geschirr ist schlicht, weiß und dezent, durch die abgewinkelte Seite hat es aber etwas besonderes - und definitiv einen Wiedererkennungswert!
 


Zutaten für 4 Personen als kleine Vorspeise oder Beilage:
1 große gelbe Zucchini
1 - 2 Zehen Knoblauch
1 frische grüne Chili oder 1 - 2 getrocknete rote Chilis
1 Limette
1 TL brauner Zucker
2 EL Sojasauce
1/2 Bund frischer Koriander
2 - 3 EL Erdnüsse

Zucchini waschen und mit einem Spiral- oder Julienneschneider in lange Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken, die Chili ebenfalls hacken. Limette halbieren und den Saft in eine Schüssel ausdrücken, Knoblauch, Zucker, Sojasauce und Chili hinzugeben. Das Dressing gut verrühren, dann über die Zucchinistreifen geben und einziehen lassen. Erdnüsse hacken und in einer Pfanne ohne fett anrösten. Korianderblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Erdnüsse und Koriander erst kurz vor dem Servieren auf den Salat geben.


Thai Zucchini Salat


*Geschirr wurde mir von Kahla Porzellan zur Verfügung gestellt

Montag, 15. August 2016

OSPREY RUCKSÄCKE IM URLAUBS-TEST

Wenn man in den Urlaub fährt ist nicht nur wichtig, was man mitnimmt sondern worin man es verstaut. Für meinen Südfrankreich-Roadtrip war klar - ich werde wandern gehen, aber auch Städte besichtigen. Klar kann man theoretisch beides mit einem normalen Tagesrucksack bewältigen, aber aus verschiedenen Gründen habe ich mich entschlossen, lieber zwei jeweils passendere Rucksäcke dafür mitzunehmen und war mit dieser Entscheidung sehr zufrieden. Von meinen Erfahrungen will ich euch heute ausführlich berichten!


Osprey Raven 14 im Einsatz in Marseille
Osprey Raven 14 im Einsatz in Marseille


Osprey Kyte 36 - Wanderrucksack für Frauen



Da der Beste und ich immer häufiger Wandern gehen und inzwischen auch längere Touren machen, musste ein guter Wanderrucksack her. In Südfrankreich waren drei Halbtages-Wanderungen eingeplant. Dafür habe ich mir den Osprey Kyte 36* ausgesucht - er hat genau die perfekte Größe für Wanderungen von einem bis mehreren Tagen, ist aber nicht ganz so riesig wie der Backpacker-Rucksack mit dem ich beispielsweise nach Thailand gereist bin.

Seit ich das erste Mal spezielle Frauen-Rucksäcke getragen habe kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen. Ich bin zwar mit 183 cm ziemlich groß, aber habe trotzdem eine eher schmale Figur. Die meisten "Standard"-Rucksäcke sind mir viel zu breit gebaut und das Gewicht verteilt sich nicht optimal, was zu Rückenschmerzen führen kann. Nicht nur die Breite, auch der Schulter- und Hüftgurt sind speziell geschnitten, was für eine optimale Gewichtsverteilung sorgt.


Osprey Kyte 36 Wanderrucksack für Frauen
Osprey Kyte 36 Wanderrucksack für Frauen


Bei der Halbtagestour zu den Calanques Morgiou und Sormiou waren sieben Liter Wasser im Gepäck. Bei 34 Grad im Schatten und eine Wanderung über steile Kalkfelsen in der prallen Sonne war das absolut notwendig für zwei Personen. Für einen normalen Tagesrucksack wäre das zusätzlich zu Snacks, Kamera, Wechselobjektiv etc. definitiv zu viel Gewicht gewesen. Bei den Temperaturen war ich auch froh über die AirScape Rückenplatte - ein spezielles Ventilationssystem, das dafür sorgt, dass man nicht sofort den ganzen Rücken vollschwitzt. 

Der Rucksack hat jede Menge Stauraum - wie auf den Bildern zu sehen, hatte ich je links und rechts griffbereit eine Wasserflasche in den seitlichen Außentaschen. Die anderen Flaschen waren im inneren des Rucksacks verstaut. Zusätzlich kann man aber ein Trinkblasensystem installieren, für die spezielle Trinkblase von Osprey gibt es ein extra Fach. Dazu später mehr!


Osprey Kyte 36 - Wanderung in den Calanques bei Marseille
Osprey Kyte 36 im Einsatz: Wanderung in den Calanques bei Marseille


Wichtig finde ich auch die dehnbare Tasche vorne, wo zum Beispiel die Wanderkarte griffbereit war ohne zu knicken. An den seitlichen Hüftgurten gibt es zusätzliche Taschen, beispielsweise um das Handy griffbereit zu haben weil man ständig Fotos für Instagram schießen will bei dem unglaublichen Ausblick ;)

Der Rucksack an sich wiegt insgesamt nur 1,45 kg, was ich echt okay finde. Und die Farbe ist natürlich auch ein absoluter Knaller, oder? Ich werde ihn definitiv noch öfters einsetzen bei Wandertouren, oder auch wenn ich mal übers Wochenende wegfahre. 


Osprey Kyte 36 - Wanderung in den Calanques bei Marseille


Osprey Raven 14 - Bike-Rucksack für Frauen



Wer mich kennt, weiss, dass ich eigentlich so gut wie nie Rad fahre. Was will ich also mit einem Bike-Rucksack? Die meisten Tagesrucksäcke sind mir schlicht und einfach zu groß. Sie bedecken oft den ganzen Rücken, sind schwer und haben viel mehr Stauraum als ich brauche. Da ich eine Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) habe, versuche ich es zu vermeiden, meine Schultern einseitig zu sehr zu belasten und trage deshalb keine Handtaschen wenn ich stundenlang in der Stadt unterwegs bin.


Osprey Raven 14 - Bike-Rucksack
Osprey Raven 14 - Bike-Rucksack


Wenn ich also nur Handy, Geldbeutel, eine kleine Trinkflasche und eine Strickjacke dabei habe, reicht mir die Größe des Raven 14* vollkommen aus! Gerade für Städtetrips ist dieser Rucksack optimal, wenn man am Abend noch ein bisschen durch die Stadt läuft und nicht Unmengen an Zeug mit herumschleppt. In Marseille und Nizza habe ich den Rucksack zum Beispiel getragen, dort hat der Beste auch die Fotos von mir gemacht, die ihr in diesem Beitrag sehen könnt.

Auch zur Arbeit nehme ich den Osprey Raven inzwischen gern mit, dann kommt eben noch eine Dose mit Hundefutter dazu oder eine Bento-Box mit meinem Mittagessen - vom Platz her kein Problem. Der Rucksack hat außerdem viele Schlaufen (z.B. für den Hunde-Maulkorb) und ein wasserdichtes kleineres Fach am oberen Teil. Da kommt beispielsweise mein Handy hinein, wenn ich im Regen zur Arbeit laufen muss und keinen Schirm sondern nur eine Regenjacke trage. Kratzfrei ist der Innenteil des Fachs auch (das heißt innen weich gepolstert), so dass man seine Sonnenbrille ohne Case verstauen kann. 


Osprey Raven 14 im Einsatz in Marseille


Außerdem hat der Bike-Rucksack noch eine Besonderheit: eine Drei-Liter-Trinkblase wird mitgeliefert. Dafür gibt es ein extra Fach, man kann sie aber auch komplett herausnehmen und beispielsweise beim Wanderrucksack anbringen. Von der Trinkblase führt ein Schlauch nach vorn, er ist mit einem Magnet am Schultergurt befestigt. Man kann also trinken ohne die Hände dafür zu benutzen - total praktisch! Toll finde ich die Trinkblase aber vor allem, weil ich grundsätzlich nur Leitungswasser trinke und mir ungern Plastikflaschen für unterwegs kaufe (siehe mein Beitrag "Warum ich mit Plastik ein Problem habe").

Auch dieser Rucksack hat eine AirScape-Ventilation (ich sag nur Regen und Ubahn-Fahren, das ist wie in der Sauna - wenn ich in der Arbeit ankomme und einen normalen Rucksack trage, ist mein ganzer Rücken nassgeschwitzt - das passiert mir jetzt nicht mehr so leicht!). Der interne Schlüsselclip hilft mir, meinen Schlüssel sofort zu finden wenn ich ihn brauche statt ewig in großen Fächern herumzuwühlen - eine Handtasche ist manchmal wie ein schwarzes Loch ;) 


Osprey Raven 14 im Einsatz im Viertel Le Panier in Marseille


Als Bike-Rucksack hat er natürlich auch eine Schnalle um den Radhelm außen am Rucksack zu befestigen und Reflektoren. Zum Radfahren ist die Trinkblase natürlich auch extrem praktisch. Was ich auch so noch nicht gesehen habe - im unteren Fach gibt es ein herausnehmbares ToolWrap, ein Werkzeugbeutel in dem man Radzubehör organisieren kann. Brauche ich jetzt nicht unbedingt, finde ich aber ziemlich einfallsreich. Was ich auch noch nicht kannte ist das Kompressionsfach mit Abflussloch vorne - Stauraum für nasse Artikel! Als Hundebesitzerin optimal, weil ich manchmal nasse Handtücher oder staubige Liegedecken transportiere, die mir so nicht das ganze Innenfach einsauen ;)

Ich habe den Fahrrad-Rucksack ein bisschen zweckentfremdet als Nicht-Bikerin, aber für mich macht das absolut Sinn!


Osprey Raven 14 Fahrrad-Rucksack in Marseille



Fazit - warum Osprey?



Ospreys Rucksäcke kenne ich schon lange, der Beste hat seit Jahren einen Tagesrucksack von dieser Marke und viele Reiseblogger schwören auf den Osprey Farpoint als Handgepäcksrucksack. Osprey bietet außerdem seine Rucksäcke in verschiedenen Größen an, denn es gibt ja große und kleine, breite und schmale Menschen - da passt nicht jedem der gleiche Rucksack. Ich habe die Packsizer App ausprobiert - jemand macht ein Foto von dir und mit der App wird dann berechnet, in welcher Größe du das jeweilige Produkt kaufen sollst. Die Infos bekommst du einfach per Email.

Toll finde ich auch die All Mighty Guarantee - Ospreys Produkte sollen lange halten und es ist möglich, sie reparieren zu lassen. Auch im Sinne von Umweltschutz - statt ein Produkt wegzuwerfen kann man es bei Osprey reparieren lassen. Materialdefekte werden auf Lebenszeit kostenlos repariert oder ersetzt! Kundenservice ist mir wichtig und ich hatte bereits einen billigeren Tagesrucksack, der leider nach drei Jahren kaputt war. Das ist schade, denn ich habe lieber langlebige Produkte die etwas mehr kosten und sich reparieren lassen! 

Abgesehen davon ist das Design einfach genau mein Ding. Ich liebe die Farben, ich liebe den Look und die Funktionalität der Produkte und deshalb empfehle ich euch die Rucksäcke von Osprey. Das würde ich nicht machen, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, ich hoffe das wisst ihr. Ich bin auf jeden Fall überzeugt, dass mir die beiden Rucksäcke für eine lange Zeit gute Dienste leisten werden. 

Osprey Kyte 36 Wander-Rucksack


*Artikel wurden mir von Osprey zum Testen zur Verfügung gestellt

Freitag, 12. August 2016

MEZZE: GRÜNE BOHNEN MIT FETA

Im Supermarkt haben mich die frischen grünen Bohnen angelacht und ich musste sie einfach mitnehmen. Zufällig ist auch Feta im Einkaufskorb gelandet - als ich dann am Abend überlegt habe, was ich mit den grünen Bohnen kochen soll, kam ich auf diese Kombination. Irgendwie hatte ich mir überlegt, in meinen beiden türkischen Kochbüchern etwas dergleichen zu finden, das war leider nicht der Fall. Also habe ich ein ganz puristisches Gericht zubereitet, eine Art Mezze die man perfekt als Beilage zu Hummus oder Manti essen könnte.

Dazu gab es bei mir außerdem scharf angebratenes Sojahack, gewürzt mit geräuchtem Paprikapulver. Das war auch eine tolle Kombination. Die grünen Bohnen mit Feta fand ich jedenfalls sehr lecker und werde sie bestimmt wieder kochen. Vor allem mit frischen grünen Bohnen sind sie jetzt im Sommer ein Traum!


Mezze: Grüne Bohnen mit Feta
Mezze: Grüne Bohnen mit Feta

Zutaten für 4 Personen:
200 g grüne Bohnen
70 g Feta
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Grüne Bohnen waschen und die Enden abschneiden. Halbieren oder dritteln (je nach Länge). In kochendem Salzwasser garen, bis sie bissfest sind. Abgießen, dann mit Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und den Feta darüber zerkrümeln.
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