Samstag, 20. Januar 2018

SÜDAFRIKA: DIE KÜSTE & BETTY'S BAY

Südafrikas Küste ist absolut atemberaubend! Auf unserem Weg von Kapstadt nach Hermanus haben wir natürlich die Straße direkt am Meer entlang genommen und einen Zwischenstop in Betty's Bay eingelegt. Dort lebt eine weitere Pinguinkolonie - in einer völlig anderen Landschaft als Boulder's Beach. Diese Strecke ist ein kleiner Teil der Garden Route, die bis nach Port Elizabeth führt. Diese Fahrt möchte ich bei meiner nächsten Südafrika-Reise unbedingt machen!


Südafrikas Küste
Südafrikas Küste


Unser kleiner Roadtrip am Meer entlang war absolut herrlich. Wir haben die Sonne und die großartige Landschaft genossen und immer wieder angehalten, um staunend den Blick über Meer und Berge schweifen zu lassen. Das ist der große Vorteil, mit dem Mietwagen in Südafrika unterwegs zu sein - man kann anhalten wo und wie lange man möchte. Die zahlreichen Parkbuchten entlang der Straße laden immer wieder zu Pausen ein. Dabei sollte man sich jedoch vor Pavianen in Acht nehmen, die in einigen Gegenden zahlreich vertreten sind. Sogar Warnschilder entlang der Straße gibt es, denn die frechen Affen klauen gern alle erdenklichen Dinge aus dem Auto oder setzen sich einfach selbst hinein. Also Fenster unten lassen und Türen zumachen, wenn ihr aussteigt!


Blick auf das Kap, Südafrika

Von Kapstadt nach Hermanus mit dem Auto


Die Straße von Kapstadt Richtung Hermanus ist gut ausgebaut und beschildert. Statt auf Google Maps habe ich lieber aus dem Fenster geschaut, viele Abzweigungen gibt es sowieso nicht. Der Blick auf die Berge, die sich ins Meer hinein ziehen, ist einfach toll! An manchen Stränden brechen sich die Wellen meterhoch.


Wellen brechen sich am Strand

Südafrika, Berge an der Küste


Schließlich haben wir Betty's Bay erreicht, dort gibt es am Stony Point eine weitere Pinguinkolonie. Seit den frühen 80er Jahren haben sich dort Pinguine angesiedelt, Ende der 80er wurde dann ein Besuchersteg errichtet. Auch Bruthöhlen werden den Pinguinen angeboten (und gut genutzt, überall sieht man flauschige Baby-Pinguine herumwatscheln!). Eine meiner lustigsten Tierbegegnungen in Südafrika fand übrigens hier statt.


Pinguin in Betty's Bay, Stony Point (Südafrika)
 
Pinguin in Betty's Bay, Stony Point (Südafrika)
Pinguin in Betty's Bay, Stony Point


Der Eintritt beträgt 20 Rand, etwas mehr als einen Euro. Zusätzlich zur Pinguinkolonie gibt es auch eine gigantische Anzahl an Kormoranen, die auf Felsen brüten. Von meterhohen Wellen und hunderten Pinguinen lassen sie sich dabei nicht stören.


Stony Point, Südafrika

Kormorane am Stony Point, Südafrika
Kormorane am Stony Point


Wir sind anschließend weiter nach Hermanus gefahren, im nächsten Beitrag möchte ich euch etwas über Whale Watching dort erzählen!


Roadtrip Südafrika

Mittwoch, 17. Januar 2018

SRI LANKAN BREAKFAST: POL SAMBOL, HOPPERS & DHAL

Als ich letztes Jahr Sri Lanka bereist habe, durfte ich die lokale Küche kennenlernen. Da ich hauptsächlich bei einheimischen Familien übernachtet habe (in sogenannten Homestays) und man dort auf Wunsch auch Frühstück und Abendessen bekommt, habe ich die Gerichte schnell zu schätzen gelernt. Vor allem das deftige Frühstück (Sri Lankan Breakfast) hat es mir angetan - ich habe überhaupt kein Problem damit, schon morgens deftige Speisen zu essen. Weil es so reichhaltig ist, kann man sich das Mittagessen dann sparen oder nur einen Snack zu sich nehmen (zum Beispiel Kotthu). 

Je nach Familie kann das Sri Lankan Breakfast sehr unterschiedlich serviert werden. Dazu gehören entweder Hoppers (Reismehl-Pfannkuchen) oder String Hoppers (kleine runde Fladen aus dünnen, selbstgemachten Nudeln), Pol Sambol (aus frischer Kokosnuss), ein Chutney aus Zwiebeln, Chili und Curryblättern, oder alternativ Dhal oder ein Gemüsecurry, frisches Obst (Mango, Papaya, Bananen) und schwarzer Tee. Die Hoppers werden auch gern mit einem Ei serviert (sozusagen ein Spiegelei, das in den Pfannkuchen gegart wird) - ansonsten ist das Frühstück vegan. 


Sri Lankan Breakfast: Pol Sambol, Hoppers, Dhal


Frische Kokosnuss und das entsprechende Gerät, um daraus Kokosraspeln herzustellen, habe ich leider nicht auftreiben können. Man kann das Pol Sambol aber auch mit getrockneten Kokosraspeln herstellen, die man vorher einweicht. Den Dhal habe ich schon am Vortrag zubereitet, so dass man morgens nicht so viel zu tun hat. Mit dem Rezept für die Hoppers bin ich ehrlich gesagt noch nicht so zufrieden - daran werde ich noch weiter herumprobieren müssen.

Die kleine Pfanne*, in der sie normalerweise zubereitet werden, habe ich natürlich auch nicht - in Sri Lanka habe ich sie zwar gesehn, aber sie war nicht geeignet für Induktionsherde (ebensowenig die Pfannen, die ich online finden konnte). In Sri Lanka wird nämlich auf Gas gekocht. Außerdem habe ich noch diesen Waffelautomaten* entdeckt, mit dem man es eventuell auch probieren könnte... Aber ich habe schon so viele Küchengeräte und wollte ihn mir nicht auf gut Glück anschaffen. Die Hoppers im Backofen in einer Muffinform nachzubacken verleiht ihnen zwar die "richtige" Form, macht sie aber auch sehr trocken. 


Sri Lankan Breakfast: Pol Sambol, Hoppers, Dhal
Sri Lankan Breakfast: Pol Sambol, Hoppers, Dhal



Zutaten für 2 Personen

Pol Sambol
100 g Kokosraspeln
1 kleine Tomate
1/4 TL Roasted Curry Pulver
1 grüne Chilischote (frisch)
1 Limette 
1 rote Zwiebel
Salz

Kokosraspeln in etwas lauwarmem Wasser einweichen (mind. 30 Minuten). Nicht zu viel Wasser nehmen, da sie sonst matschig werden. Gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit Zwiebel schälen und fein hacken, Tomate halbieren, Strunk und Kerne entfernen und fein hacken. Chili je nach gewünschter Schärfte mit oder ohne Kerne hacken. Limette auspressen. Alle Zutaten mit den eingeweichten Kokosraspeln vermengen und gut durchziehen lassen. 


Dhal
150 g rote Linsen
1 TL Kurkuma, gemahlen
1 Zwiebel
1 Tomate
1 - 2 rote Chilischoten (frisch)
1/2 TL Fenchelsamen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
6 - 8 Curryblätter (frisch)
Kokosöl

Linsen unter fließendem Wasser gründlich abspülen. Zwiebel schälen und fein hacken. Chili(s) und Tomate fein hacken. Fenchel- und Kreuzkümmelsamen im Mörser zermahlen. In einem Topf Öl erhitzen, darin zuerst die Zwiebel glasig dünsten, dann die Gewürze dazugeben und kurz anrösten. Linsen, Tomate und Wasser dazugeben (so viel, bis die Linsen gut bedeckt sind). Bei mittlerer Hitze 35 Minuten köcheln lassen, gegebenenfalls etwas Wasser nachgießen, falls es zu trocken wird. 

Manchmal wird der Dhal auch mit Kokosmilch zubereitet (aber eher mit frischer Kokosmilch aus der Kokosnuss, nicht der cremigen weißen Milch aus der Dose). 


Hoppers (Rezept für 6 Stück aus dem SZ Magazin)
120 g Reismehl
1/4 TL Kurkumapulver (würde ich weglassen, in Sri Lanka waren unsere Hoppers immer weiss)
1/2 TL Salz
1 TL Zucker
1/2 TL Trockenhefe
80 ml lauwarme Kokosmilch
2 EL Kokosöl
(optional: Eier)

Trockene Zutaten gut vermischen, dann mit Kokosmilch und 140 ml lauwarmem Wasser zu einem flüssigen Teig verrühren. Eine halbe Stunde ziehen lassen. In einer möglichst kleinen Pfanne (oder einer speziellen Hopper-Pfanne*) etwas Kokosöl erhitzen, dann eine Kelle Teig hineingeben und sofort schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Er darf gern in der Mitte etwas dicker sein und außen möglichst dünn. Bei großer Hitze anbraten, bis die Pfannkuchen durch sind, dann beiseite legen. Wer eine kleine Pfanne oder Hoppers-Pfanne hat: bitte nicht wenden, damit sie ihre "Schüsselform" nicht verlieren. Wer eine normale Pfanne verwendet, kann die Pfannkuchen auch wenden. Wenn alle Hoppers fertig sind, möglichst große Muffinförmchen mit Kokosöl einfetten und dann die Hoppers hinein drücken, so dass sie eine "Schüssel" bilden. Im Backofen einige Minuten lang backen, bis die Ränder knusprig sind. Wer mag, kann auch noch ein Ei in jeden Hopper hineingeben. 


Sri Lankan Breakfast: Pol Sambol, Hoppers, Dhal



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Sonntag, 14. Januar 2018

ROTE-BETE-SMOOTHIE MIT INGWER

Smoothies trinke ich immer wieder gern zum Frühstück. Da dürfen es auch gern neue Kreationen sein, auch wenn ich meine Favoriten habe, die ich immer wieder gern zubereite. Diesen Rote-Bete-Smoothie mit Ingwer finde ich sehr lecker, die Kombination mit Blaubeeren und Zitrusfrüchten werde ich mir auf jeden Fall merken!

Es gibt wenig Lebensmittel, die mir absolut nicht schmecken (wenn man mal von denen absieht, auf die ich allergisch bin oder die ich aus ethischen Gründen nicht esse). Dazu gehören zum Beispiel fermentierte Sojabohnen (mein absoluter Albtraum!) oder Weisskohl. Früher stand auch Rote Bete auf der Liste, heute finde ich sie echt okay. Und da sie so gesund ist, versuche ich, immer mal wieder Rote Bete in meinen Speiseplan zu integrieren! 


Gibt es Lebensmittel, die ihr nicht ausstehen könnt?


Rote Bete Smoothie von Transglobalpanparty
Rote Bete Smoothie - gesunder Winterdrink

 
Zutaten für 2 Gläser:
1 kleine Knolle Rote Bete (roh)
1 Handvoll Blaubeeren (gefroren)
1 cm Ingwer, frisch gerieben
1/2 Zitrone
300 ml Orangensaft oder Wasser
2 - 3 Eiswürfel

Rote Bete schälen und reiben. Zitronensaft ausdrücken. Rote Bete, Blaubeeren, Ingwerabrieb, Zitronensaft, Orangensaft/Wasser und Eiswürfel im Mixer zu einem cremigen Smoothie mixen (etwa zwei Minuten auf höchster Stufe). In zwei Gläser gießen und sofort servieren.


Rote Bete Smoothie von Transglobalpanparty

Donnerstag, 11. Januar 2018

SÜDAFRIKA: ROADTRIP ZUM KAP DER GUTEN HOFFNUNG

Eines meiner absoluten Highlights in Südafrika war unser Roadtrip zum Kap der guten Hoffnung. Wir sind von Kapstadt aus über Muizenberg und Boulders Beach zum Kap gefahren und anschließend über den berühmten Chapman's Peak Drive zurück - an einem Tag! Dieser Ausflug war einfach unglaublich, wir haben Pinguine aus nächster Nähe beobachtet, Wale gesehen, waren wandern in einer atemberaubenden Landschaft und sind eine der schönsten Panoramarouten Südafrikas entlang gefahren. Um die Region rund um Kapstadt zu erkunden bietet es sich an, einen Mietwagen zu holen. Damit seid ihr flexibel und könnt auch abgelegenere Gebiete entdecken. 


Südafrika, Kap der guten Hoffnung
Südafrika, Kap der guten Hoffnung


Los geht's: von Kapstadt nach Muizenberg


Früh morgens um kurz nach sieben Uhr haben wir unsere Sachen geschnappt und uns in den Mietwagen gesetzt. Mit im Gepäck: Hut, Sonnencreme, genug Wasser und natürlich meine Fotoausrüstung! Unser erstes Ziel an diesem Tag war das kleine Städtchen Muizenberg. Die Strecke ist in Kapstadt gut ausgeschildert und unkompliziert. Wir haben an einem öffentlichen Parkplatz das Auto abgestellt und erstmal die Füße in den Sand gesteckt - der Blick auf den menschenleeren Strand in Muizenberg war herrlich!


Strand von Muizenberg


Das Örtchen ist auch für seine bunten Umkleidehäuschen berühmt. Es gibt sie an verschiedenen Stränden im Ort, die schönsten sind wohl weiter Richtung Kap an einem Badestrand zu finden. Dort haben wir allerdings nicht nochmal Halt gemacht, zuerst wollten wir frühstücken.


Edwardian Beach Houses, bunte Häuschen am Strand von Muizenberg
Edwardian Beach Houses, bunte Häuschen am Strand von Muizenberg


Um acht Uhr öffnet das Blond & Beard - unser Lokal der Wahl. Wir hatten gehört, dass der Laden sympathisch und das Essen köstlich sein soll. Also haben wir einen Kaffee bestellt und ein deftiges Frühstück: Eggs Benedict! Unser Essen war absolut himmlisch. Genau das richtige um gut gestärkt in unseren ereignisreichen Tag zu starten. Muizenberg ist ein süßes kleines Städtchen, gemütlich und ruhig - eine schöne Abwechslung zu Kapstadt!


Blonde & Beard in Muizenberg


Anschließend haben wir uns im nahegelegenen Supermarkt mit Snacks für den restlichen Tag ausgestattet, denn am Kap gibt es zwar jede Menge Natur aber Verpflegung bringt man besser selbst mit. Dann ging es zurück auf die Straße, direkt an der Küste entlang. Da der Beste gefahren ist (der Linksverkehr war für mich ein absolutes No Go) hatte ich die Möglichkeit, aus dem Fenster zu gucken und alle Eindrücke aufzunehmen, die da so vorbeiziehen... Und plötzlich sehe ich etwas im Wasser - ein Wal! Von der Straße aus konnte ich ihn gut erkennen, so nah war er an der Küste. Unglaublich, für mich als hauptberufliche Walschützerin war das ein Moment, der mich wirklich berührt hat. Wie toll ist es, in einem Land zu leben, in dem diese majestätischen Wesen einfach so von der Küste aus beobachtet werden können?

Es war der erste Wal, den ich in Südafrika gesehen habe - die Delfine in Kapstadt hatten sich ja leider vor mir versteckt. Auf der Fahrt hat mich diese Begegnung noch ziemlich beschäftigt und ich konnte kaum die Augen vom Meer abwenden. Doch schon bald erreichten wir die nächste Station unseres Roadtrips.


Boulder's Beach: Pinguine so weit das Auge reicht!


Eines meiner absoluten Must Sees in Südafrika: der berühmte Pinguin-Strand am Kap. Ich war aufgeregt, als wir uns dem Parkplatz näherten. Kaum hatten wir das Auto abgestellt, erwartete uns auch schon ein kleiner Pinguin auf einer Mauer. Neugierig blinzelte er uns an. Die Pinguine am Boulder's Beach sind eher klein da es Brillenpingine sind. Sie stammen angeblich alle von zwei Brutpaaren ab, die sich dorthin verirrt hatten. Inzwischen gibt es dort Hunderte Pinguine!


Pinguin und Baby am Boulder's Beach, Südafrika
Brillenpinguine am Boulder's Beach


Wir haben vom Parkplatz aus einen kleinen Weg durchs Gebüsch genommen um zum Haupteingang zu gelangen. Dort kann man die Pinguine bereits kostenlos beobachten, manche stehen direkt am schmalen Zaun oder ziehen ihre Jungtiere in kleinen Bruthöhlen auf, die extra für sie dort aufgestellt wurden. Der Zaun dient dazu, die Pinguine etwas vor neugierigen Touristen abzuschirmen - manche Pinguine laufen aber auch auf dem Holzsteg, dem Parkplatz oder sonstwo herum... ;) 

Ich finde es lohnt sich, die paar Euro Eintritt zu bezahlen um die Kolonie direkt am Strand beobachten zu können. Ein Holzsteg führt dort entlang, auf dem man bequem zum Wasser gelangt ohne die kleinen Tolpatsche zu stören. Sie laufen einfach unter dem Steg hindurch, der Touristenpfad behindert sie also nicht. Die Pinguine sind an Menschen gewöhnt und lassen sich nicht stören - anfassen sollte man sie aber natürlich trotzdem nicht! Es sind immer noch Wildtiere und die Nationalparkverwaltung bittet darum, sich respektvoll zu verhalten.


Boulder's Beach, Südafrika - Pinguinkolonie
Boulder's Beach, Südafrika - Pinguinkolonie


Unten am Meer gibt es einen atemberaubenden Ausblick auf die Küste und jede Menge Pinguine. Ich musste alle paar Meter stehen bleiben, um Fotos zu schießen oder die Pinguine zu beobachten. Sie sind einfach entzückend, vor allem die flauschigen Babys waren eine große Attraktion! Ich hätte ihnen stundenlang zugucken können, wie sie auf dem Sand entlang laufen um ins kühle Nass zu kommen. Dort haben sie sich innerhalb von Sekunden in pfeilschnelle, elegante Schwimmer verwandelt - unglaublich!


Aussicht auf die Küste vom Boulder's Beach

Aussicht auf die Küste vom Boulder's Beach


Der Beste hat schließlich zur Abfahrt gedrängt, immerhin hatten wir noch viel vor. Und so eine Pinguinkolonie verbreitet einen etwas unangenehmen Duft, woraufhin der Beste ihnen den Spitznamen "kleine Stinker" gegeben hat ;) Zurück zum Parkplatz, wo wir uns mit ein paar Donuts gestärkt haben, bevor es weiter ging zum Kap!


Strand am Boulder's Beach, Südafrika


Das Kap der guten Hoffnung


Der Nationalpark kostet 125 Rand Eintritt, den man einfach bequem an einem Schalter im Vorbeifahren bezahlen kann. Direkt hinter dem Eingangstor gibt es einen besonders schönen Aussichtspunkt, an dem ihr unbedingt anhalten solltet. Man hat einen magischen Blick über die Küste und aufs Meer - manchmal kann man auch Wale entdecken. 


Aussichtspunkt im Table Mountain National Park

Aussichtspunkt im Table Mountain National Park
Aussichtspunkt im Table Mountain National Park


Anschließend fährt man durch die malerische Landschaft. Entweder direkt mit dem Auto zum Parkplatz am Kap der guten Hoffnung oder zum großen Parkplatz Richtung Leuchtturm. Dort starten verschiedene Wanderwege. Die großen Reisebusse fahren natürlich direkt zum Kap, aber ganz ehrlich - dieser Punkt ist total überbewertet und langweilig. Flach, ein Wendekreisel und ein altes Holzschild für Selfies. Wir waren froh, dass wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht haben.

Vom Parkplatz aus sind wir zuerst dem Weg durchs Gebüsch Richtung Kap gefolgt. Der Duft von Fynbos ist überall, tausende kleine gelbe Blüten und eine wunderbare Aussicht! Die Sonne brennt dort aber erbarmungslos runter, vor allem wenn ihr zur Mittagszeit unterwegs seid solltet ihr euch gut mit Sonnencreme einschmieren und eine Kopfbedeckung tragen. Schattenspendende Bäume gibt es dort keine. Allerdings kann das Wetter blitzschnell umschlagen - wir standen nach strahlendem Sonnenschein 15 Minuten später plötzlich im Regen da... Ohne Jacken oder Schirm!


Transglobalpanparty, Kap der Guten Hoffnung, Michaela Harfst

Wanderweg Kap der guten Hoffnung


Der Wanderweg besteht größtenteils aus federnden Holzplanken, außerdem muss man kaum Höhenmeter überwinden. Es ist ein einfacher Weg, der immer wieder wunderbare Aussichtspunkte bietet. Es lohnt sich auch, Ausschau nach Echsen zu halten - kleine schwarze Agamen und bunte Eidechsen liegen überall am Wegesrand und sonnen sich. 


Agame in Südafrika am Kap der guten Hoffnung


Nach der Hälfte der Strecke führt ein steiler Pfad hinunter zum Diaz Beach. Ein wunderschöner weißer Sandstrand, umgeben von steilen Felsen. Wir sind jedoch nicht hinunter geklettert sondern weiter Richtung Kap gelaufen. Dort gelangt ihr nach einem kleinen Aufstieg auf eine Felsformation, von der aus man einen tolle Aussicht hat. Wer möchte, kann noch runter zum Holzschild laufen, das haben wir uns aber gespart, weil es umgeben von Reisebussen und Touristen war. 

Das Kap der guten Hoffnung ist der südwestlichste Punkt Afrikas. Dort treffen der kalte Benguelastrom und der warme Agulhasstrom zusammen. Der Seefahrer Bartolomeu Diaz entdeckte das Kap 1488 als erster Europäer. Woher der Name Kap der guten Hoffnung kommt, ist nicht eindeutig geklärt - aber Seefahrer wollten diesen stürmischen und gefährlichen Punkt schnell hinter sich lassen.  


Kap der guten Hoffnung, Südafrika

Diaz Beach, Südafrika
Diaz Beach, Südafrika


Zurück zum Ausgangspunkt und von dort aus hoch zum Leuchtturm, das war unser Ziel. Es gibt eine Zahnradbahn, die hinauf fährt, aber der gepflasterte Pfad lässt sich gut zu Fuß erklimmen. Rund um den Leuchtturm hat man einen Blick auf die Steilküste, in der Kormorane nisten.


Nationalpark Tafelberg, Alter Leuchtturm am Kap


Ein Blick zurück lohnt sich ebenso - man sieht die Landschaft vom Kap bis rüber auf die andere Seite zum Meer. Unglaublich!


Kap der guten Hoffnung



Wir sind dann vom Leuchtturm den schmalen Wanderweg weiter zum alten Leuchtturm gelaufen. Ebenfalls wenig Höhenmeter und eine gemütliche Runde. Es ist sehr steil, rechts der Berg auf dem der Leuchtturm steht, links geht es tief hinab. Dazwischen springen immer mal wieder (lebensmüde?) Klippschliefer in einem rasanten Tempo herum, Agamen liegen in der Sonne und wir hatten sogar das Glück, einen Finnwal im Wasser zu erspähen, der mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war. 


Küste von Südafrika

Pfad zum Alten Leuchtturm am Kap der guten Hoffnung


Der Pfad zum alten Leuchtturm ist ein beliebtes Fotomotiv - zu Recht! Schließlich erreicht man das Ende des Weges und kann beobachten, wie sich die Wellen an den Felsen brechen. Der ehemalige Leuchtturm ist klein und unscheinbar im Vergleich zum Neuen - ob ihn wohl mal das ein oder andere Schiff übersehen hat?

Inzwischen war es bereits Nachmittag und wir doch ziemlich erschöpft. Also haben wir uns nach einer kurzen Pause ins Auto gesetzt und sind mit jeder Menge Eindrücke im Gepäck zu unserer letzten Roadtrip-Station gefahren.


Der Chapman's Peak Drive


Diese Panoramastraße sollte man am besten vom Kap aus Richtung Kapstadt befahren, denn in Südafrika ist Linksverkehr. Das heißt, man kann leichter an den Aussichtspunkten anhalten und hat einen besseren Blick auf die Landschaft, wenn man in diese Richtung fährt. Oft ist die Strecke wegen Steinschlag oder Renovierung geschlossen, bitte informiert euch vorher über die Website, ob sie geöffnet ist. Es handelt sich um eine Mautstraße und bei der Einfahrt muss man (je nach Fahrzeug mehr oder weniger) 45 Rand bezahlen. Das lohnt sich, versprochen!


Champan's Peak Drive Panoramastraße
Der Champan's Peak Drive


Immer wieder gibt es kleine Parkplätze am Chapman's Peak Drive, an denen man anhalten kann. Das solltet ihr auch unbedingt machen, denn die Aussicht ist einfach atemberaubend. Hätten wir mehr Zeit in Kapstadt gehabt, wären wir die Strecke zu verschiedenen Tageszeiten gefahren. Aber das Licht am späten Nachmittag war wunderschön, denn es hat die Berge in ein malerisches Blau getaucht!


Hout Bay, Champan's Peak Drive


Nach jeder Biegung der Straße dachte ich mir, schöner kann es ja kaum mehr werden. Aber auf dieser Panoramaroute ist wirklich jeder Meter ein Highlight. In der Ferne sieht man den Tafelberg und den Lion's Head sowie den kleinen Fischerort Hout Bay. 


Chapman's Peak Drive, Hout Bay


Entlang der Strecke kann man auch einiges entdecken, aber nach dem langen Tag waren wir hungrig und müde... Deshalb ging es nach einem letzten Stopp zurück Richtung Kapstadt. So konnten wir den Tafelberg und den Lion's Head mal von der anderen Seite aus bestaunen. 


Tafelberg und Lion's Head in Kapstadt
Tafelberg und Lion's Head in Kapstadt


Unser Roadtrip zum Kap der guten Hoffnung war einer der schönsten Tage, die wir in Südafrika verbracht haben. Die Landschaft ist einfach atemberaubend! Solltet ihr mal in Kapstadt sein, kann ich euch einen Roadtrip ans Kap sehr empfehlen.

Montag, 8. Januar 2018

BUNTES OFENGEMÜSE MIT VEGANER AIOLI

Gesund ins neue Jahr starten fällt mir mit diesem Gericht leicht. Ich hab es am Neujahrstag zubereitet, als mir das Käsefondue von Silvester noch schwer im Magen lag. Das Ofengemüse mit veganer Aioli ist theoretisch Low Carb, aber natürlich könnt ihr auch Brot dazu servieren. Das Gemüse ist wunderbar bunt und gesund. In unter 30 Minuten ist das Essen fertig und ihr dürft losdippen!

Neujahrsvorsätze gibt es bei mir keine - wenn ich etwas verändern will, dann versuche ich es. Unabhängig vom Datum! Ich versuche das ganze Jahr über, mich gesund, abwechslungsreich und wenn möglich vegan zu ernähren. Das klappt nicht immer, aber wenn das Essen so schön aussieht fällt es mir definitiv leichter.

 

Winter-Ofengemüse mit veganer Aioli

Winter-Ofengemüse mit veganer Aioli
Winter-Ofengemüse mit veganer Aioli


Zutaten für 2 Personen:
ca. 10 - 12 Rosenkohl
2 Karotten
1/2 Brokkoli
1 kleine Aubergine
Olivenöl
Salz

Aioli:
100 ml Milch/Cashewmilch/Sojamilch
200 ml Sonnenblumenöl
1 TL Dijon-Senf (vegan)
Zitrone
Pfeffer
1 Knoblauchzehe

Gemüse waschen. Ofen auf 200° C vorheizen. Beim Rosenkohl den Strunk abschneiden und die äußeren Blätter entfernen, dann halbieren. Karotten schälen und in dickere Streifen schneiden. Brokkoli in Röschen zerteilen. Aubergine in Würfel schneiden. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, Gemüse darauf gleichmäßig verteilen. Mit Olivenöl und Salz besprenkeln und im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen, bis das Gemüse gar ist.

In der Zwischenzeit die Aioli vorbereiten: in ein schmales, hohes Gefäß Milch, Senf und Öl gießen. Mit dem Pürierstab auf höchster Stufe ganz unten im Gefäß pürieren, so sollte nach einer Minute eine dicke, weiße Creme entstehen. Saft von einer halben Zitrone und etwas Pfeffer einrühren. Knoblauchzehe schälen und fein hacken, dann mit dem Messerrücken und etwas Salz zu einer Paste verreiben. Die Paste zur Aioli geben und gründlich unterrühren, nochmal abschmecken ob Salz oder Zitrone fehlt. Mit Ofengemüse servieren.

Vegane Aioli

Freitag, 5. Januar 2018

WINTERSALAT MIT MARONEN UND BRIE

WERBUNG: Das Geschirr wurde mir von Kähler zur Verfügung gestellt.


Was gehört für euch in einen Wintersalat? Zuerst dachte ich an den Klassiker: Feldsalat, Apfel oder Birne, Walnüsse. Ich wollte aber mal etwas Neues ausprobieren, mit möglichst regionalen Zutaten und dabei entstand dieser köstliche Wintersalat mit Maronen, Brie und Roter Bete. Letztere wird roh gerieben - das schmeckt vor allem im Salat sehr viel besser als die gekochte Variante! Als Kontrast zu den kräftigen Farben Grün und Rot dient das weiße Geschirr von Kähler aus der Hammershoi Kollektion. Weiß passt für mich zum Frühjahr, weil es oft schneit und ich das Minimalistische nach den oft eher überladenen Feiertagen zu schätzen weiß.



Wintersalat mit Maronen und Brie, Kähler Hammershoi

Wintersalat mit Maronen und Brie, Kähler Hammershoi


Das Geschirr finde ich wunderschön und habe mich sehr gefreut, ein Gericht zu kreieren, das dazu passt. Von Tellern über Schüsseln, von Karaffen bis zu Vasen findet ihr viele wunderschöne Stücke mit dem markanten Streifen-Design in der Hammershoi-Kollektion. Die Salatschüssel ist ziemlich groß, darin könnt ihr genug Salat für vier bis sechs Personen zubereiten. Sie ist glasiert, es macht also nichts, wenn man färbende Zutaten wie Rote Bete verwendet - bei mir war die Schüssel nach dem Abwasch wieder strahlend weiß. Besonders hübsch finde ich die kleinen Salz- und Pfefferstreuer, sie sind definitiv ein Hingucker. Und falls ihr euch auch fragt, wie man sie befüllt (denn sie sind aus einem Stück): unten am Boden gibt es eine kleine Öffnung mit Silikondeckel. Doch jetzt zum Rezept für den köstlichen Salat!


Kähler Hammerhoi Salz und Pfefferstreuer, Wintersalat



Zutaten für 4 Personen:
250 g Salat (Rucola, Radicchio, Babyspinat)
1 Knolle Rote Bete
1 kleine Handvoll Haselnüsse
100 g Maronen (vorgegart, verzehrfertig)
50 g Brie (bei veganer Variante weglassen)

Dressing: 
4 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
1 EL Ahornsirup 
Salz
Pfeffer

Haselnüsse und Maronen grob hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, dann zum Abkühlen beiseite stellen. Alle Zutaten für das Dressing gut verrühren. Salat waschen, in einem sauberen Geschirrtuch trocknen, gegebenenfalls grob hacken und in die Salatschüssel geben. Rote Bete schälen und mit einer scharfen Reibe reiben - wer keine roten Finger möchte, zieht am besten Handschuhe an. Den Brie in mundgerechte Stücke schneiden. Alle Salatzutaten mit dem Dressing vermischen und vor dem Servieren fünf Minuten durchziehen lassen. 


Brie auf Kähler Hammerhoi Kollektion
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