Sonntag, 23. Juli 2017

FREGOLA SARDA MIT ZUCCHINI & SCHNITTLAUCH

Seit ich weiß, dass ich allergisch auf Sellerie bin, verwende ich kaum mehr Gemüsebrühe. Früher dachte ich immer, sie wäre unabdingbar um Risotto oder Suppen zu kochen. Das stimmt aber nicht - ich vermisse sie überhaupt nicht. Dieses Risotto aus Fregola Sarda ist wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass hochwertige Zutaten keine Geschmackverstärker benötigen. Die kleinen gerösteten Pastakügelchen sind im Prinzip schon pur total lecker, zusammen mit gebratenen Zucchini, frischem Schnittlauch und etwas Parmesan werden sie zu einem köstlichen Risotto (oder Fresotto?).


Risotto aus Fregola Sarda mit Zucchini und Schnittlauch
Risotto aus Fregola Sarda mit Zucchini und Schnittlauch


Fregola Sarda kommt aus Sardinien und ist hier nicht so einfach zu bekommen. Ich habe sie online bestellt*, ihr findet sie aber wahrscheinlich auch in italienischen Feinkostgeschäften. Vielleicht muss ich auch mal nach Sardinien und mir einen großen Sack voll Fregola Sarda von dort mitnehmen ;)


Zutaten für 2 Personen: 
1 Tasse Fregola Sarda*
1 Zucchini
2 Schalotten
1/2 Bund frischer Schnittlauch
Parmesan (für vegane Variante einfach weglassen)
Olivenöl
Salz
Pfeffer


Schalotten schälen und fein hacken. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen, dann die Schalotten darin glasig dünsten. Fregola Sarda hinzugeben, kurz anrösten und dann mit Wasser aufgießen, bis die Kügelchen bedeckt sind. Bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, ab und zu umrühren oder Wasser nachgießen. In der Zwischenzeit Zucchini halbieren und in Scheiben schneiden. In einer zweiten Pfanne die Zucchini in Olivenöl anbraten. Schnittlauch hacken.

Wenn die Fregola Sarda gar ist, Parmesan sowie die gebratenen Zucchinischeiben und den gehackten Schnittlauch einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.


Risotto aus Fregola Sarda mit Zucchini und Schnittlauch


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Donnerstag, 20. Juli 2017

EIN TAG HEIMAT

Manchmal ist das Leben schon komisch. Man wohnt fast zwanzig Jahre an einem Ort, ist froh endlich dort weg zu sein und zieht von Großstadt zu Großstadt. Zehn Jahre später verbringt man, wie so oft, einen Tag bei der Familie in der alten Heimat und plötzlich macht es Klick - und man findet es schön. Was am atemberaubenden Sommerwetter liegen kann, an den grünen Wiesen und bunten Feldern, Natur pur!


Urdonautaler Auerochsen im Altmühltal


Zurück ins Altmühltal ziehen möchte ich trotzdem nicht. Das hat viele Gründe und diese werden sich, wage ich mutig zu behaupten, auch nicht mehr ändern. Aber es ist trotzdem schön zu wissen, dass man die Heimat mit anderen Augen sehen kann.


Schutter


Urlaub daheim ist so angesagt wie nie zuvor, die Nord- und Ostsee sind dieses Jahr bei deutschen Urlaubern beliebter als Süditalien, Ägypten & Co. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, von Terroranschlägen, Messerattacken, Prügeleien unter Touristen, Wasserknappheit auf Inseln und schlimmen Waldbränden in Südeuropa hört man in letzter Zeit viel zu oft. Ich möchte mir das Reisen davon nicht kaputt machen lassen, wähle aber natürlich meine Urlaubsziele mit diesen Meldungen im Hinterkopf. 


Urdonautaler Auerochsen im Altmühltal


Deshalb ist es schön zu wissen, wie sehr man die eigene Heimat genießen kann. Letztes Jahr habe ich den Schwarzwald zum ersten Mal besucht und viele Orte dort entdeckt, die wunderschön sind. Außerdem ist mir Freiburg ans Herz gewachsen. In ein paar Wochen reise ich an die Ostsee, auch eine kleine Premiere da ich als Erwachsene noch nie dort war - von München aus ist es einfach sehr weit, jetzt zieht es mich aus beruflichen Gründen dorthin und ich werde die Chance nutzen, um noch ein paar Tage dranzuhängen. 

Eigentlich hat mich Bayern erst so richtig begeistert, als ich die Seen und Berge entdeckt habe. Wie ihr wisst, fahre ich zum Beispiel oft zum Ammersee, der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist. Aber auch andere Regionen können sehr schön sein - ich bin gespannt, welche Orte mich in den nächsten Jahren noch faszinieren werden!


Burg Wellheim

Wie steht ihr zu dem Ort, an dem ihr aufgewachsen seid? Macht ihr Urlaub in Deutschland oder reist ihr lieber ins Ausland?


Urdonautaler Auerochsen im Altmühltal

Montag, 17. Juli 2017

MANGO-NICECREAM MIT BLAUBEEREN

Sonntagmorgen, der Bäcker hat zu, es hat schon über 22 Grad und es wird mal wieder ein richtig heißer Tag. Das perfekte Frühstück für so ein Szenario: Nicecream! Also gesundes Eis ohne Zucker, vegan, glutenfrei, leicht, fruchtig. Dafür müsst ihr im Prinzip nicht mal vorher Obst einfrieren. Das macht es zwar einfacher aber die Kombi aus frischem Obst und Eiswürfeln funktioniert genauso, wenn ihr einen guten Standmixer habt. Diese Mango-Nicecream mit frischen Blaubeeren und Blütenpollen ist nicht nur ein Hingucker auf dem Frühstückstisch sondern schmeckt auch richtig lecker!

Blütenpollen finde ich ja total faszinierend, ich esse sie im Müsli, Joghurt, aber auch "salzig" in Sommerrollen oder im Salat. Da ich allerdings fiesen Heuschnupfen habe, muss ich sie im Sommer vorsichtig einsetzen - ein halber Teelöffel auf der Nicecream geht aber in Ordnung ;) Ohne Blütenpollen ist das Rezept vegan.


Mango-Nicecream mit Blaubeeren
Mango-Nicecream mit Blaubeeren


Zutaten für 2 Personen:
1 große Mango, reif
5 Eiswürfel
150 ml Kokosdrink oder leichte Kokosmilch
2 Aprikosen
1 Handvoll Blaubeeren
1 TL Maca-Pulver
1/2 TL Kurkuma-Pulver
Blütenpollen (für Veganer*Innen weglassen)

Mango schälen und würfeln. Aprikosen halbieren und entkernen. Im Standmixer Mango, Aprikosen, Eiswürfel, Kokosdrink, Maca- und Kurkumapulver auf höchster Stufe ca. 3 - 4 Minuten mixen, bis ein cremiges Eis entsteht. In Gläser füllen, mit Blütenpollen und Blaubeeren dekorieren.


Mango-Nicecream mit Blaubeeren

Freitag, 14. Juli 2017

APRIKOSENKUCHEN

Ein schneller und einfacher Sommerkuchen, das war der Plan. Ich wollte einige Reste dafür verwenden (zum Beispiel Aprikosen und eine halbe Packung Mascarpone) und das improvisierte Rezept hat erstaunlich gut geklappt! So gern ich beim Kochen kreativ bin, beim Backen halte ich mich meistens doch an bewährte Mengenangaben. Aber einen Rührteig ohne Ei konnte ich dann doch noch zusammenschustern. Eier verwende ich so wenig wie möglich - und sie lassen sich beispielsweise im Rührteig ganz einfach durch Maisstärke und Öl ersetzen. Die Mascarpone macht den Teig saftiger, man kann sie aber im Prinzip auch weglassen und etwas mehr Flüssigkeit verwenden, dann ist der Aprikosenkuchen vegan.


Aprikosen-Kuchen
Aprikosenkuchen


Die Tortenplatte ist von Villeroy & Boch* aus der Kollektion "La Classica Contura" - ich mag sie gern, weil sie die perfekte Größe hat und man den Kuchen darauf auch problemlos transportieren kann.

 
Zutaten (26 cm Springform):
250 g Mehl
2 EL Maisstärke
1/2 Packung Backpulver
100 g Zucker
50 ml Sonnenblumenöl
200 ml Milch bzw. Pflanzendrink
100 g Mascarpone oder für die vegane Variante etwas mehr Flüssigkeit
8 Aprikosen

Backofen auf 185° C vorheizen. Zucker mit Sonnenblumenöl verrühren, dann Mascarpone unterrühren. Mehl, Maisstärke und Backpulver hinzusieben und nach und nach die Milch dazugeben. Zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Backpapier bespannen, einfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen. Aprikosen halbieren und in den Teig drücken. Mit etwas Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Ofen 30 - 35 Minuten backen (Stäbchenprobe: es sollte kein Teig mehr am Holzstäbchen kleben bleiben, dann ist er fertig). Vor dem Anschneiden auf einem Gitter auskühlen lassen.


Aprikosen-Kuchen


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Dienstag, 11. Juli 2017

QUINOA-SALAT

Dieser leckere Quinoa-Salat ist aus schwarzem und weißem Urkorn-Quinoa, das nicht nur super schmeckt sondern auch noch toll aussieht. Schön bunt und gesund wird er durch Radicchio, Schnittlauch, Mais und Feta. Der Quinoa-Salat ist eine tolle Grillbeilage, lässt sich aber auch gut zu einem Picknick im Park oder an der Isar mitnehmen. Auch im Büro macht er etwas her, die kleinen schwarzen und weißen Kügelchen wecken schnell das Interesse der Kolleg*Innen ;) 


Quinoa-Salat mit Feta, Mais und Radicchio
Quinoa-Salat mit Feta, Mais und Radicchio


Gerade im Sommer liebe ich Salate, weil man sie gut vorbereiten bzw. mitnehmen kann. Im Kühlschrank halten sie sich mehrere Tage frisch, so dass ich nicht jeden Tag kochen muss. Einfach ein super Essen! In Quinoa stecken außerdem jede Menge gesunde Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Eisen und Ballaststoffe. In meiner Küche gibt es dieses Korn trotzdem nur gelegentlich und nicht als Grundnahrungsmittel, weil ich den übertriebenen Quinoa-Boom nicht unterstützen möchte. In den südamerikanischen Anden, wo das Korn her kommt, wird es für die Menschen nämlich teurer, weil wir mit unserm Superfood-Trend die Nachfrage und damit den Preis in die Höhe treiben. Das ist eine bedenkliche Entwicklung!


Quinoa-Salat mit Feta, Mais und Radicchio


Ich versuche deshalb, nur Fair Trade Quinoa in Bioqualität zu kaufen und auch diesen nicht zu oft. Wie immer gilt für mich die Prämisse, je abwechslungsreicher meine Ernährung ist, desto besser. Ich muss also nicht jede Woche Quinoa essen, auch wenn ich ihn lecker finde und gern neue Lebensmittel ausprobiere. Im Alltag greife ich dann aber doch meist auf regionalere Grundnahrungsmittel zurück. Den Salat könnt ihr auch mit Couscous oder Bulgur statt Quinoa zubereiten.


Zutaten für 4 Personen als Beilage:
200 g schwarz-weißer Quinoa oder Couscous/Bulgur
100 g Feta
1/2 kleiner Radicchio
1/2 Zitrone
1 kleine Dose Mais
1/2 Bund Schnittlauch
3 EL Sesamöl
Salz
Pfeffer

Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten (ich musste ihn 25 Minuten kochen). Wenn er gar ist, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Schnittlauch hacken, Feta würfeln, Mais abgießen und gründlich spülen, Radicchio in Streifen schneiden. Für das Dressing Zitrone auspressen, mit Sesamöl, Salz und Pfeffer verrühren. Das Dressing und die anderen Zutaten zum Quinoa geben und gut vermischen. Vor dem Servieren mindestens eine halbe Stunde durchziehen lassen. 


Quinoa-Salat mit Feta, Mais und Radicchio

Samstag, 8. Juli 2017

BUNTE ZOODLES MIT TOMATEN, PISTAZIEN UND KRESSE

Im Sommer liebe ich Zucchini-Nudeln (auch Zoodles genannt) in allen erdenklichen Variationen. Ihr kennt ja schon meinen Thai-Zucchini-Salat und die Zucchini-Spagetthi mit roher Tomatensauce, heute gibt es aber eine neue Variante - bunte Zoodles mit gelben Tomaten, grünen Pistazien und Rote-Rettich-Kresse! Das Gericht ist einfach wunderschön, weil es so farbenfroh und gesund aussieht. Das Auge isst ja bekanntlich mit ;) Außerdem sind Zoodles low carb und glutenfrei.


Bunte Zoodles mit Tomaten, Pistazien und Kresse
Bunte Zoodles mit Tomaten, Pistazien und Kresse


Um die Zoodles herzustellen braucht ihr keine riesige Küchenmaschine, ein einfacher Julienne-Schneider* genügt völlig. Der passt in jede Schublade und lässt sich auch mal mitnehmen, wenn ihr bei Freunden kochen wollt. Küchenmaschinen die viel zu viel Platz wegnehmen, nerven mich sehr in meiner kleinen Küche, deshalb habe ich wirklich nur die behalten, die ich auch immer wieder benutze. 


Zutaten für 2 Personen:
1 gelbe Zucchini
1 grüne Zucchini
1 Zitrone
20 g Pistazien, grob gehackt
1/2 Topf Rote-Rettich-Kresse
1 Handvoll gelbe Cherry-Tomaten
Olivenöl
Salz

Zitrone auspressen und den Saft in eine große, möglichst flache Schüssel geben. Zucchini waschen, dann mit dem Julienne-Schneider vom oberen bis zum unteren Ende lange Streifen schneiden. So lange Streifen schneiden, bis ihr die Kerne erreicht habt - diese könnt ihr für eine Gemüsepfanne oder eine Sauce verwenden, für Zoodles eignen sie sich nicht. Die Zucchinistreifen zum Zitronensaft geben und mindestens 30 Minuten marinieren, dabei gelegentlich mit den Händen ein bisschen durchmischen, damit alle Nudeln etwas Zitronensaft abbekommen. Den Zitronensaft abgießen (ihr könnt ihn z.B. für ein Salatdressing weiterverwenden) und dann Olivenöl, Salz, halbierte Tomaten, Pistazien und Kresse hinzugeben. Der Salat hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Tage.


Bunte Zoodles mit Tomaten, Pistazien und Kresse

Bunte Zoodles mit Tomaten, Pistazien und Kresse


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