Sonntag, 26. Juni 2016

DURBACH: WEINPANORAMA-WANDERWEG

Bei unserem Aufenthalt im Hotel Ritter in Durbach haben wir natürlich nicht nur das Hotel genossen sondern auch die Region erkundet. Dort gibt es wunderbare Wandermöglichkeiten, das Dorf ist auch sehr hübsch und hat ein paar nette Cafes. Besonders ans Herz legen kann ich euch den Weinpanorama-Wanderweg


Durbach Weinpanorama-Wanderweg


Insgesamt hat er 15 km, das war uns dann doch etwas zu weit, also haben wir abgekürzt und sind praktisch vom Ortskern direkt Richtung Schloss Staufenberg. Der Anfang ist sehr steil und führt durch die Weinberge, man hat einen schönen Blick auf die Kirche. 


Durbach Kirche


Nach 20 Minuten habt ihr das erste Mal einen tollen Ausblick von oben runter ins Tal und könnt eine kurze Pause einlegen, bevor es weiter steil nach oben zum Schloss geht.


Weinpanorama-Wanderweg Durbach

 
Das Schloss Staufenberg selbst kann man theoretisch von der anderen Seite her auch mit dem Auto erreichen, dort gibt es einen Parkplatz. Das Schloss selbst hat eine Menge zu bieten, einen Hofladen zum Beispiel, eine tolle Chocolaterie wo man Schokoladen, Pralinen, Macarons oder Eis kaufen kann.. Mein Mitbringsel von dort war weiße Schokolade mi zitroniger Knallbrause! Außerdem gibt es ein Weingeschäft und natürlich das Panorama-Restaurant. 


Schloss StaufenbergSchloss Staufenberg


Von der Terrasse des Restaurants habt ihr wirklich einen atemberaubenden Blick auf das Tal und jede Menge Sonne! Die Preise finde ich auch wirklich in Ordnung, eine Portion Kässpätzle gab es zum Beispiel für 8,90 Euro. Ihr könnt aber natürlich auch einfach nur etwas trinken, bevor es weiter geht auf dem Wanderweg.

Schloss StaufenbergSchloss Staufenberg


Wir sind den Wanderweg-Schildern gefolgt - die Strecke ist immer gut ausgeschildert. Statt Wanderkarten zu lesen haben wir also die Aussicht genossen. Der Weg hat nach dem steilen Anstieg zum Schloss nicht mehr viele Höhenmeter zu erklimmen. Der Hund hat die Tour sehr genossen, wir konnten ihn eigentlich den ganzen Weg lang ohne Leine laufen lassen. Da die Tour sozusagen am Tal entlang führt, kann man auch jederzeit abkürzen und frühzeitig zum Ortskern Durbach zurück kehren.


Weinpanorama-Wanderweg Durbach


Weinpanorama-Wanderweg Durbach


Wir sind dann am nächsten Tag noch ein Stück am Durbachtalweg entlang gelaufen, der auch sehr hübsch ist. Das Weingut Andreas Laible ist angeblich ebenfalls einen Besuch wert, wir haben es leider nicht mehr geschafft. Uns hat es in Durbach sehr gut gefallen, einen Ausflug dorthin kann ich wirklich empfehlen, vor allem den Besuch beim Schloss!


Weinpanorama-Wanderweg Durbach

Donnerstag, 23. Juni 2016

10 DINGE, DIE MICH ZUM BLOGGEN INSPIRIEREN

Was inspiriert dich? Diese Frage höre ich oft, wenn ich erzähle, dass ich seit fast sechs Jahren blogge. Heute bekommt ihr die Antwort - 10 Inspirationsquellen fürs Bloggen!

1. Lebensmittel

 
Die wie ich finde, wichtigste Inspirationsquelle für Foodblogger! Was hat der Markt gerade saisonales zu bieten? Eine Zutat, die ich entdecke und einfach mal mitnehme, inspiriert mich dann häufig zu einem neuen Rezept. Natürlich kaufe ich nicht planlos ein, ich überlege mir meistens schon zu Hause, was ich in etwa kochen möchte und habe einen Einkaufszettel. Trotzdem, wenn mich etwas besonders anlacht, nehme ich es mit und überlege mir zuhause, wie ich die Zutat am besten einsetzen könnte.


Lebensmittel - saisonal, regional oder aus der ganzen Welt
Roter Quinoa mit Gemüsepfanne


Das kann regionales Gemüse sein, aber auch mal Obst aus der ganzen Welt. Ihr findet hier von der bayerischen Brotzeit bis zur Maracuja Creme brulee einfach alles! Es macht mir Spaß, mit neuen Zutaten zu experimentieren, die ich bisher noch nicht verwendet habe. 

2. Zeitschriften & Bücher


Ich bin kein Mensch, der jede Woche ein Dutzend neue Rezept-Zeitschriften kauft. Aber ab und zu landet auch mal ein Magazin im Einkaufskorb - besonders gern mag ich aktuell die Slowly Veggie und die Sweet Paul. Das ändert sich aber auch schnell wieder, manchmal kaufe ich monatelang keine einzige Zeitschrift.

Da mein Kochbuchregal irgendwann aus allen Nähten geplatzt ist, habe ich radikal aussortiert und Bücher, die nicht zu mir passen, verschenkt. Trotzdem landen natürlich auch neue Bücher bei mir - aber immer zu Themen, die mich wirklich interessieren und zu meinem Blog-Konzept passen. Die besonders spannenden findet ihr dann in den Rezensionen hier auf dem Blog.

Ob das ein Buch über vegane Grillrezepte ist oder wieder ein Meisterwerk meines Lieblingskochs Yotam Ottolenghi - wichtig ist, dass sie tolle Photos haben. Reine Text-Kochbücher sind nichts für mich, ich brauche etwas fürs Auge, um mich zum Nachkochen inspirieren zu lassen. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich oft eigene Ideen einbringe oder ein Gericht nur vom Photo / den Zutaten nachkoche statt den Rezept-Text zu lesen. Kochen ist Kreativität, jeder kann selbst etwas aus den Gerichten machen! Das wünsche ich mir auch von euch - beim nachkochen selbst Ideen einbringen und kreativ werden. Über Anmerkungen freue ich mich immer, wenn ihr Rezepte die ihr hier findet, ausprobiert und verfeinert!


Kochbücher als Inspiration - zum Beispiel von Ottolenghi
Brokkoli mit Skordalia nach Ottolenghi


3. Andere Blogs!


Rechts in der Seitenleiste findet ihr immer meine derzeitigen Lieblingsblogs. Ich lese natürlich viel mehr als jene die dort stehen, setze mir aber eine Grenze von 50 Blogs für die Blogroll, damit es nicht zu voll wird. Was gibt es schöneres, als sich von anderen Foodies für Zutaten, Rezepte oder Ideen begeistern zu lassen? An dieser Stelle ein ganz dickes Lob an die Foodblogger - ihr seid meine Vertrauensbasis Nummer 1! Wenn ich wirklich Insider-Tipps für tolle Restaurants in einer Stadt oder das perfekte Rezept für Brioche suche, dann garantiert in einem anderen Blog. Das erwähne ich im jeweiligen Beitrag natürlich auch und verlinke zum Originalrezept.

Oft haben Rezepte auf den Plattformen gehypter Kochmagazine oder aus der Gruselplattform chefkoch nicht funktioniert, enthalten Fertigpulver-Zutaten oder schmecken mir schlicht und einfach nicht. Bei Blogs weiss ich, dass ich dort gute Rezepte finde, die wirklich gekocht wurden und nur gepostet werden, wenn es klappt und schmeckt. Sonst wäre natürlich der Ärger bei den Followern groß ;) 


Naan-Brot a la Schön & FeinGanesha-Figur


4. Restaurants & Kochkurse


Ob Michelin-Sterne-Restaurants wie das Le Ciel oder der Wilde Ritter, oder eine Garküche in Thailand - fremde Küchen sind eine tolle Inspiration! Jemand verwendet frischen Estragon in seiner Sauce? Wow. Statt Reis wird aus Quinoa ein Risotto aka. Quinotto? Genial! Sowas probiere ich dann auch gern daheim aus, meist ohne Rezept, einfach draufloskochen.

Toll sind auch Kochkurse - wer diese anbietet, hat meist schon eine Menge Erfahrung in der Küche und viel zu erzählen. Auf dem Blog findet ihr zum Beispiel Rezepte und einen Bericht über einen Veggie-Kochkurs in Bangkok, oder auch einen Erfahrungsbericht vom Kochkurs im Hofgut Hafnerleiten in Niederbayern. Egal wo auf der Welt - in fremde Küchen gucken inspiriert! 


Kochkurs in BangkokKochkurs in Bangkok
Koch-Workshop in Bangkok (Thailand) mit May Kaidee

5. Events


Als Blogger wird man durchaus manchmal zu Events eingeladen. Jahrelang habe ich das eher gemieden, aus Zeitgründen, aber auch, weil ich eigentlich nicht so der Socializer bin. Dieses Jahr habe ich trotzdem endlich mal einige Events besucht, weil mich die Themen oder die Menschen dahinter besonders interessiert haben. Zum Beispiel war ich beim FoodBlogDay in München, durfte von Denise (Foodlovin) und Kahla Porzellan Geheimtipps über das Foodstyling erfahren, mit Alpro darüber nachdenken was mich am Bloggen glücklich macht und mein eigenes Wildkräuter-Pesto mit ufop zusammenmischen.


Foodstyling beim FoodBlogDay MünchenFoodstyling beim FoodBlogDay München
Noch so eine Sache bei Events - die Workshops sind nicht immer unbedingt vegetarisch ;)
Hier zum Beispiel beim FoodBlogDay in München


Ein besonders schönes Event war auch das Dinner von GreenPearls, die nachhaltige Hotels nach strengen Kriterien auswählen und bewerben. In fünf Gängen wurden Zutaten von 11 Hotels verwendet, die aus unterschiedlichsten Ländern mitgebracht wurden. Unter anderem aus den Malediven, Österreich und Italien! Zutaten aus so unterschiedlichen Ländern können zusammen ein sehr stimmiges und köstliches Menü ergeben.

Beim Event von Food&Farm habe ich mit einem bayerischen Kartoffelbauer über alte Sorten philosophiert und die Redakteur*Innen ausgefragt, wie sie eigentlich die Themen für ihr Magazin finden. Ganz nebenbei gab es auch dort leckeres, regionales Essen. Ihr seht - Austausch mit Menschen, die man sonst nicht getroffen hätte, ist eine tolle Inspirationsquelle. Ob das nun Köche, andere Foodblogger, Firmen oder Zeitschriften sind...

6. Reisen


Meine Leidenschaft! Mit meinen Eltern bin ich glücklicherweise schon als Kind viel gereist, mit 14 bin ich das erste Mal aus dem bayerischen Hinterland per Mitfahrgelegenheit nach Berlin gefahren, mit 19 spontan nach Wien umgezogen und von dort aus habe ich meine ersten langen Fernreisen nach Nepal und Brasilien unternommen. 


Brasilien, Rio de JaneiroNepal - Pokhara, Annapurna
Links: Brasilien/Rio de Janeiro, rechts Nepal/Annapurna Gebirge bei Pokhara


Als studierte Kultur- und Sozialanthropologin interessieren mich fremde Kulturen natürlich besonders - auf dem Blog kann ich diese Leidenschaft perfekt mit Rezepten und Reiseberichten verknüpfen. Alle Berichte sind in meinem Travelguide gesammelt, aber ihr findet hier auch gesellschaftskritische Themen wie die Auswirkungen der Fußball-WM auf ein Land wie Brasilien und eine Antwort auf die Frage, ob Tourismus die Gentrifizierung fördert

Ich liebe es zu reisen und versuche euch an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen oder einfach neue Inspiration zu bieten, welche Orte auf der Welt ihr noch entdecken könnt! Auch praktische Tipps finden hier ihren Platz, zum Beispiel wie man ohne Kohle und mit wenig Zeit 14 x in einem Jahr verreisen kann


Koh Phayam, Thailand
Mönch auf Koh Phayam, Thailand


Von meinen Reisen bringe ich natürlich auch viele Rezepte mit. Entweder verraten mir Einheimische ihre lang gehüteten Rezepte, oder ich probiere etwas in einem Restaurant und koche es daheim nach. Das macht großen Spaß und führt dazu, dass auf Transglobal Pan Party österreichische Powidltascherl, spanische Tapas oder ein nepalesischer Kartoffelsalat zu finden sind.

7. Dokumentationen & Filme


Ich bin ja ein totaler Serienfan, aber ich liebe auch Dokumentationen. Zum Beispiel die berühmte Reihe Chef's Table, die ihr auf Netflix findet und in der in jeder Folge verschiedene Chefköch*Innen vorgestellt werden. Ob Italien, Brasilien oder Schweden - hier geht es um spannende Menschen, die ihren Traum verwirklicht haben. Toll finde ich auch die AEG Doku Tasteology, die ihr kostenlos auf YouTube angucken könnt. In vier Episoden geht es um die Themen „Source“, „Chill“, „Heat“ und „Experience“:

"Beginnend mit dem Kultivieren von Pflanzen und der Haltung von Tieren (Source), über die ideale Lagerung (Chill) und optimale Zubereitung (Heat) bis zum Anrichten auf dem Teller (Experience) – jeder einzelne Schritt trägt dazu bei, ein perfektes Geschmackserlebnis zu erreichen."




Ästhetisch ansprechende Dokus sind eine tolle Inspiration für Menschen, die Kochen lieben! Aber wenn eine*r meiner lieben Foodblogger-Kolleg*Innen bei Serien wie dem Perfekten Dinner dabei ist, schaue ich auch da gern mal rein ;) 

Filme inspirieren mich übrigens ebenso - zum Beispiel die Komödie "Chef" (die auf Deutsch irrsinnigerweise "Kiss the Cook" heißt) und in der ein Koch mit seinem Foodtruck einmal quer durch die USA fährt. Oder das Drama "My Blueberry Nights", bei dem mir besonders die tollen amerikanischen Pies im Gedächtnis geblieben sind... Und kennt ihr die zauberhafte Romantik-Komödie Julie & Julia, in der eine Foodbloggerin alle Gerichte aus einem Kochbuch von Julia Child nachkocht? Auch der Bollywood-Film "Die Hüterin der Gewürze" hat meinen Geschmack getroffen. Kulinarische Film-Empfehlungen sind hier immer willkommen, schreibt mir eine Email oder kommentiert hier auf dem Blog oder auf meinen Social-Media-Kanälen, wenn euch etwas unterkommt :)

8. Familie & Freunde


Eine extrem wichtige Inspirationsquelle für das Kochen ist natürlich meine Familie. Meine Eltern haben immer schon gekocht, da gab es keinen Kartoffelbrei der aus Pulver angerührt wurde, sondern wir haben gemeinsam Kartoffeln geschält und gekocht, sie mit Milch, Butter und Muskatnuss vermengt und zu einem cremigen Brei verarbeitet. Mit meiner Mutter habe ich an kalten Wintertagen ihren großartigen Linseneintopf gegessen oder als Kind mit ihr ein Lebkuchenhaus gebastelt (und sie dabei so fluchen gehört wie nie zuvor). Mit meinem Papa stand ich oft sonntags am Herd und habe ein leckeres Mittagessen mit frischem Gemüse gekocht. Einige Rezepte, die mir viel bedeuten, stammen außerdem von meiner geliebten Großmutter - manchmal interpretiere ich diese aber auch neu


Mozzarella-Sticks, Erbsen-Minz-Dip
Mozzarellasticks mit Erbsenpürree


Man mag denken, ich wäre ein super anspruchsvoller Esser, den niemand bekochen will weil es sonst Kritik hagelt. Das Gegenteil ist der Fall! Ich liebe die Pizzen von meinem Freund, oder wenn eine Freundin einfach mal mit ihrem ganz eigenen Stil für mich kocht. Über Spagetthi mit Pesto, Rucola und Tomaten freue ich mich zum Beispiel auch immer - man muss mir kein Fünf-Gänge-Menü servieren, um mich glücklich zu machen. Und ganz nebenbei inspirieren mich die Rezepte meiner Freund*Innen auch, etwas ähnliches nachzukochen. 

9. Feiertage und besondere Anlässe


Weihnachten, Ostern & Valentinstag werden auf Foodblogs regelrecht zelebriert! Der Valentinstag war mir früher ziemlich egal, heute freue ich mich auch mal darauf, etwas Rotes oder etwas mit Herzchen zu backen! Oder eine vegane Variante eines typischen Weihnachtsrezeptes wie Bratensauce zu kreieren... 


Herz Cake PopsCarrot Cake
Valentinstag: Herz Cake Pops; Ostern: Carrot Cake


Diese Anlässe sind Inspirationsquelle, denn plötzlich muss man sich mit einem bestimmten Motto auseinandersetzen. Das heißt nicht, dass ich diese Feiertage jedes Jahr alle mitmachen muss, aber manchmal freue ich mich darauf und überlege mir etwas passendes. 


10. Mit offenen Augen durch die Welt gehen


Der letzte Tipp lautet: lasst euch einfach inspirieren. Mir ist es auch schon passiert, dass ich ein Gericht gekocht habe, dessen Motto die Farbe Grün war. Dass ich Lust habe auf ein indisches Vier-Gänge-Menü. Oder dass ich mich über Coca Cola ärgere und euch erzähle, warum das so ist. Alles kann Thema auf deinem Blog sein, wenn du das möchtest! Dein Blog, deine Party...

Trotzdem freue ich mich natürlich auch über Kommentare von Lesern und anderen Bloggern - denn die inspirieren mich manchmal ebenso zu Beiträgen. Also danke an euch alle, dass ihr hier seid und diesen (unendlich langen) Beitrag lest!


Ela von Transglobal Pan Party

Montag, 20. Juni 2016

SCHOKO-SMOOTHIE MIT AVOCADO

Leider ist die Holunderzeit schon fast wieder vorbei.. Ich liebe es ja, wenn überall im Park und an den Straßen die weißen Blüten duften! Holundersirup ist auch absolut herrlich, ich glaube dafür habe ich noch gar kein Rezept auf dem Blog - erstmal gibt es aber einen leckeren Schoko-Smoothie, der sogar gesund ist. Kein Zucker, keine Schokolade! Schmeckt wie flüssiger Schokopudding, so kann man einen Tag doch gut beginnen oder? ;)

Die Avocado im Smoothie sorgt für Cremigkeit, natürlich könnt ihr aber auch Bananen oder Hälfte/Hälfte machen. Bananen sind etwas süßer im Geschmack. Der Rohkakao* gibt dem Smoothie seinen schokoladigen Geschmack. Studien haben ergeben, dass bei regelmäßigem Verzehr von Rohkakao die Rate an Schlaganfällen, Herzkreislauferkrankungen und das Krebsrisiko sinken! Was für ein Grund, jeden Morgen Schoko-Smoothies zu trinken, oder?
 


Avocado Schoko Smoothie
Gesunder Schoko-Smoothie mit Avocado


Die Holunderblüten bestimmen momentan auch meine Küchendekoration - wenn der Sommer schon verregnet ist und es nicht wirklich warm werden mag, dann hole ich mir zumindest ein paar Blumen in die Wohnung. Die hübsche Vase rechts mit dem türkisfarbenen Teil ist übrigens von Räder*. Ich liebe ihre Keramik, wie man sehen kann - das Vogel-Schälchen und die Feder-Dose sind auch von dieser Marke und haben von Frühling bis Sommer einen dauerhaften Platz in meiner Küchendeko.


Sommerdeko mit Holunder


Zutaten für 2 Gläser:
1 Avocado
250 ml Mandelmilch
2 TL Rohkakao*
1 TL Honig oder Agavendicksaft
1 Prise Zimt

Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale heben. Mit Mandelmilch, Rohkakao, Honig/Agavendicksaft und Zimt im Standmixer zu einem cremigen Smoothie mixen (mindestens 90 Sekunden). 


*Amazon Affiliate: wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision - für euch bleibt der Preis gleich!

Freitag, 17. Juni 2016

SEMANA SANTA IN SEVILLA

Es ist DAS Highlight des Jahres in Sevilla – schon Wochen vorher gibt es kein anderes Thema mehr in der Stadt! Ich war einige Tage vor Beginn der heiligen Karwoche vor Ort und habe viel gelernt über die Bedeutung der Osterprozession für die Sevillanos. Als Anthropologin ist es für mich natürlich besonders interessant, fremde Kulturen und Bräuche zu studieren. Die Semana Santa ist nicht nur für Einheimische ein wichtiges Event, auch Touristen kommen extra Mitte März in die Stadt. Was es mit den heiligen Osterprozessionen in Spanien auf sich hat erfahrt ihr in diesem Beitrag!


Semana Santa Sevilla: Paso Jesus / Macarena
Semana Santa Sevilla: Paso Jesus / Macarena - Copyright: Manon Dolet

Semana Santa – was, wann, wo?


Von Palmsonntag bis Ostersonntag findet die sogenannte Heilige Woche (Semana Santa) in Spanien statt – die größte und bekannteste Feier ist in der Innenstadt von Sevilla. Die Prozessionen werden von Bruderschaften (Hermandades) organisiert – zu jeder Kirche oder Kapelle gehören eine oder mehrere Hermandades. Ihnen wird ein fester Tag in der Karwoche zugewiesen, an dem ihre Prozession stattfindet. Es gibt einen Stundenplan, der an den meisten Kirchen aushängt und wo auch alle Teilnehmer der Prozession aufgelistet sind – das können mehrere hundert Personen sein. Bei rund 60 Prozessionen in der Karwoche kommen da einige Menschen zusammen…

Jede Kirche in Sevilla hat außerdem ihre eigenen Pasos, das sind Statuen von Jesus oder Maria auf einer rechteckigen Holzplatte. Es gibt einen Paso del Christo, eine Statue die eine Szene aus der Leidensgeschichte von Jesus Christus darstellt. Jeder Paso sieht anders aus, je nachdem welches Motiv er darstellen soll. Die zweite Statue ist der Paso de la Virgen, er stellt die Jungfrau Maria dar und ist mit einem Baldachin bestückt. Diese Pasos sind hunderte Kilo schwer und aus echtem Gold und Silber!


Paso Monte Sion Sevilla
Pasos Monte-Sion Sevilla

Jede Prozession hat eine festgelegte Reihenfolge: zuerst das Leitkreuz, ebenfalls verziert mit Gold und Silber. Es führt die Prozession an. Dann kommt der erste Teil der Büßer (Nazarenos del Christo). Sie gehen in Zweierreihen und tragen riesige Kerzen und Symbole der Bruderschaft, außerdem leicht gruselige Outfits mit spitzen Kapuzen... Die Gruppe der "penitentes" trägt außerdem Holzkreuze auf den Schultern! Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, gehen einige von ihnen barfuß.

 
Penitentes - Semana Santa in Sevilla
Penitentes - Semana Santa in Sevilla - Copyright: Manon Dolet


Anschließend kommt der Paso del Christo, er wird meist von 40 – 50 Männern (Costaleros) getragen. Ich konnte sie in der Vorwoche nachts in den Straßen beim Üben beobachten und war beeindruckt, wie viele starke Männer es braucht, um diese Statue zu heben... Sie haben ordentlich geschwitzt - während der Semana Santa hängt von den Seiten auch noch ein Samtvorhang herunter, der die Träger verdeckt. Die Temperaturen darunter möchte man sich nicht vorstellen...

Manche Hermandades haben ihre eigene Kapelle, die dem ersten Paso folgt und dramatische Musik spielt, die man schon von weitem hören kann. Nach dem Paso del Christo kommt der zweite Teil der Büßer, die Nazarenos de la Virgen, gefolgt vom Paso de la Virgen.

Die Kirche der Hermandades ist der Startpunkt der Prozession, ihr Ziel ist die Kathedrale im Zentrum. Es gibt eine offizielle Strecke, an der Klappstühle und Logen aufgestellt sind, die man mieten kann (als Tourist ist das aber wahrscheinlich schwierig - die Plätze sind Wochen vorher ausgebucht). Nachdem die Pasos in der Kathedrale angekommen ist, halten die Hermandades dort Buße. Danach verlassen sie die Kathedrale und treten in der gleichen Formation den Rückweg in ihr Viertel an. 


Nazarenos Semana Santa Sevilla
Nazarenos Semana Santa Sevilla - Copyright: Manon Dolet

Besondere Pasos und Kirchen


Einige Pasos sind besonders berühmt – beispielsweise die Marienstatue der Macarena-Kirche. Sie ist das absolute Highlight und stellt den Jesus in den Schatten ;) Wenn die Leute sie während der Prozession sehen, weinen sie und rufen ihr Komplimente zu. Ich habe die Statue einige Tage vor Beginn der Semana Santa in der Kirche besichtigt. Die Einheimischen stehen bereits Schlange, bevor die Kirche öffnet, um sie zu sehen. Ihr Gesicht ist eindrucksvoll, wie man auf dem Foto sehen kann:

Maria, Macarena in Sevilla

Jesus, Macarena in Sevilla


Die Macarena-Prozession ist außerdem die längste von allen während der Semana Santa. Viele Stunden zieht sie sich hin, bis die Statue in der Kathedrale ankommt.


Macarena - La Virgen
Der Paso der Jungfrau Maria (Kirche Macarena) - Copyright: Manon Dolet


Besonders dramatisch ist auch die Prozession der Kirche Monte-Sión in der Calle Féria, denn die Costaleros müssen die beiden Pasos auf ihren Knien aus der Kirche tragen. Wenn man das Gewicht der Statuen bedenkt… 


Monte Sion - Semana Santa in Sevilla
Monte Sión / Semana Santa in Sevilla - Copyright: Manon Dolet


Vor dem Paso seht ihr die spitzen Hüte der Nazarenos. Die Kirche Monte-Sión und ihre beiden Pasos habe ich mir ebenfalls angeschaut, als ich in Sevilla war. Sie sind wirklich beeindruckend. Die Kirchenmitglieder sind sehr stolz auf ihre Statuen und hatten nichts dagegen, dass ich sie fotografiert habe.


Und was halten die Einheimischen davon?


Sevillanos sind im Vergleich zu uns Deutschen recht kirchentreu. Sie gehen jede Woche zum Gottesdienst, junge Männer treten schon im Teenageralter den Bruderschaften bei und engagieren sich dort das ganze Jahr über. Die Semana Santa selbst ist ein absolutes Muss bei den Einheimischen. Besonders treue Fans werden „capillitasgenannt. Sie wissen alles über ihre Bruderschaft und ihre Kirche, die speziellen Verzierungen der pasos, die Prozessionen der letzten Jahre… Und natürlich, wo man den besten Blick hat!

Natürlich gibt es auch Menschen, die von dem ganzen Trubel genervt sind... Erasmusstudenten oder Expats zum Beispiel, also Ausländer die in Sevilla leben und mit diesem Kult wenig anfangen können. Aber auch Einheimische flüchten gern mal während der Osterwoche in andere Regionen Spaniens. Denn wer einigermaßen zentral wohnt, wird draußen ständig auf eine Prozession zu stoßen und dann gibt es kein Durchkommen mehr! 


Paso Jesus in Sevilla
 

Insider-Tipps für die Semana Santa


Am besten ihr reist schon ein paar Tage vor der Semana Santa an, dann könnt ihr die Statuen der wichtigsten Kirchen bereits vorab besichtigen. Es lohnt sich außerdem, nachts durch die Straßen der Altstadt zu spazieren, denn die Hermandades üben wie zuvor erwähnt bereits Wochen vor der Semana Santa, die schweren Statuen durch die Straßen zu tragen und studieren ihre Kommandos für das Auf- und Absetzen der Pasos ein. Die Statuen selbst sind dann verhüllt, aber man bekommt einen besseren Eindruck von den Trägern und ihrer Technik als während der eigentlichen Prozessionen.


Vorbereitung zur Semana Santa in Sevilla
Vorbereitung zur Semana Santa in Sevilla - Übungsrunde mit einem verhüllten Paso


Holt euch die Semana Santa App fürs Smartphone, in der die genauen Strecken der Prozessionen aufgeführt sind – so wisst ihr, wann ihr wo sein müsst. Ein gutes Indiz sind auch die Samt-Vorhänge an Balkonen – wo eine Prozession entlang gehen wird, schmücken die Sevillanos die Strecke mit Tüchern und Palmzweigen! 

Der öffentliche Verkehr ist natürlich massiv betroffen und in der Altstadt während der Karwoche nahezu außer Gefecht gesetzt. Wenn ihr zum Flughafen oder Bahnhof müsst, plant genug Zeit ein und informiert euch rechtzeitig, wie ihr dorthin gelangt. Hotels sind wochenlang im Voraus ausgebucht und auch teurer als sonst, also rechtzeitig reservieren! Am besten ist es natürlich, wenn ihr euch ein Zimmer mit Balkon oder Fenster zu einer der Gassen sichert, in denen die Prozessionen vorbeiziehen. Von oben hat man den besten Blick und muss nicht im Gedränge stehen!


Semana Santa in Sevilla
Semana Santa in Sevilla - Copyright: Manon Dolet

Dienstag, 14. Juni 2016

SÜSSER FLAMMKUCHEN MIT ERDBEEREN

Von meinen Reisen bringe ich ja auch immer Rezepte mit... Aus dem Schwarzwald unter anderem die Idee für einen süßen Flammkuchen! Beliebt sind die Varianten Apfel-Calvados oder auch Flammkuchen mit Himbeeren, bei mir gibt es aber ein außergewöhnliches Rezept mit Erdbeeren und Minze. Um dem ganzen noch eine besondere Note zu verleihen, habe ich Rosa Pfefferbeeren eingesetzt. Die Kombination hat mich total umgehauen und war richtig lecker!

Ich bin kein Fan von süßen Pizzen, aber da Flammkuchen ja ohne Hefe gemacht werden und der Teig hauchdünn ist, schmecken sie mir auch in der süßen Variante. Natürlich findet man im Schwarzwald und im Elsass unzählige Variationen, darunter auch viele vegetarische herzhafte Optionen. Zum Beispiel mit hauchdünnen Zucchinistreifen und frischen Tomaten, oder mit besonderem Käse aus der Region. Demnächst gibt es hier also auch noch ein Rezept für eine herzhafte Variante!


Flammkuchen mit Erdbeeren und Minze
Flammkuchen mit Erdbeeren und Minze


Zutaten für 2 Flammkuchen:
200 g Mehl
2 TL Öl
100 ml Wasser
Prise Salz
2 TL brauner Zucker
100 ml Creme fraiche
ca. 15 Erdbeeren
2 - 3 Zweige frische Minze
Rosa Pfefferbeeren

Mehl mit Salz vermischen, Öl und Wasser hinzugeben. Zu einem geschmeidigen Teig kneten, dann 30 Minuten abgedeckt stehen lassen. Ofen auf 220° C vorheizen. Den Teig in zwei Kugeln teilen und jeweils auf einer bemehlten Platte oval ausrollen. Die Teigfladen mit Creme fraiche bestreichen und mit etwas braunem Zucker bestreuen. Im Ofen ca. 10 Minuten backen, bis der Flammkuchen am Rand leicht braun wird.

In der Zwischenzeit Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und in Scheiben schneiden. Minze waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. Den fertigen Flammkuchen mit Erdbeerscheiben belegen, Minze darüber streuen sowie einige zerdrückte Rosa Pfefferbeeren.


Flammkuchen mit Erdbeeren und Minze

Flammkuchen mit Erdbeeren und Minze

Samstag, 11. Juni 2016

FACHWERKDORF SASBACHWALDEN & SCHNAPSWANDERWEG

Deutschland hat so schöne Ecken, die es zu entdecken lohnt. Darunter zum Beispiel den Schwarzwald! Ich habe zwei Tage in Sasbachwalden* verbracht, das seit 2012 Teil der Deutschen Fachwerkstraße ist. Ihr kennt ja sicherlich diese Klischee-Bilder aus dem Schwarzwald, von weißen Häusern mit schwarzen Holzbalken? Genau die findet ihr in Sasbachwalden! 


Sasbachwalden im Schwarzwald

Fachwerkdorf im Schwarzwald


Die ältesten Häuser im historischen (und denkmalgeschützten) Ortskern sind aus dem 17. Jahrhundert. Interessanterweise befinden sich viele Restaurants in diesen Häusern, so dass es ein sehr lebendiger Ort ist, an dem viel los ist. Es macht Spaß, durch die Straßen von Sasbachwalden zu spazieren und sich die unterschiedlichen Häuser anzusehen. Jetzt im Frühjahr und Sommer sind diese natürlich auch mit Blumen verziert und alles ist wunderschön bunt!


Blumendorf Sasbachwalden


Die Fachwerkhäuser sind nicht nur hübsch anzusehen, sie erzählen auch eine Geschichte. Je reichhaltiger ein Haus mit Holzbalken verziert war, desto wohlhabender waren seine Besitzer. Es gibt Häuser, die wirklich nur Quer- und Längsbalken haben, andere hingegen haben interessante Verzierungen, die nicht der Stabilisierung des Bauwerks dienen:


Fachwerkdorf Sasbachwalden im SchwarzwaldFachwerkdorf Sasbachwalden im Schwarzwald

Fachwerkdorf Sasbachwalden im Schwarzwald


Diese typischen Muster haben auch eigene Namen. Zum Beispiel "Halber Mann" und "Ganzer Mann". Diese Fachwerkfiguren sind teilweise an keltische Runen und deren Bedeutung angelehnt, was im Laufe der Zeit in Vergessenheit geraten ist. 

Mitten im Ortskern liegt auch einer der typischen Schnapsbrunnen. Brenner aus der Region bieten ihren Selbstgebrannten in kleinen Brunnen oder Schränken entlang eines Wanderweges an. Für 70 - 80 Cent, die man einfach in eine Kasse wirft, darf man sich ein Stamperl genehmigen. Darunter sind viele spannende Sorten wie Topinambur oder Wildkirsche. 


Schnapsbrunnen SasbachwaldenSchnapsbrunnen Sasbachwalden


Die einzelnen Schnapsbrunnen werden jeweils vom Brenner betreut und liegen auf seinem Gelände. Entlang eines eigenen Wanderweges kann man so verschiedene Schnäpse aus der Region probieren! Die etwas abgelegeneren Schnapsbrunnen bieten auch nicht-alkoholische Getränke an, so dass man beim Wandern nicht so viel Mitschleppen muss. Es gibt verschiedene Wanderrouten, kürzer oder länger, die zu den Schnapsbrunnen in der Region führen.


Schnapsbrunnen Sasbachwalden


Der Ort Sasbachwalden besteht nämlich nicht nur aus dem historischen Fachwerkdorf, interessanterweise zieht er sich entlang einer sieben Kilometer langen Panoramastraße von 200 - 1164 Höhenmeter! Das ist wirklich außergewöhnlich, denn wenn man von einem zum anderen Ende fährt, passiert man sozusagen auch verschiedene Vegetationszonen. Am unteren Teil des Dorfes sind viele Wiesen, wenn man weiter fährt befinden sich bis 450 Metern Höhe die Weinberge und ganz oben sieht es dann wirklich aus wie im Schwarzwald, mit vielen Nadelbäumen... Dort befindet sich auch die Schwarzwaldhochstraße und der Gipfel der Hornisgrinde. 


Schwarzwald


In Sasbachwalden gibt es außerdem einen Bike Park und einen abwechslungsreichen Mountainbike-Trail mit vier Kilometern Länge. Auch Paraglider habe ich dort entdecken können! Wie vielfältig der Schwarzwald ist, hat mir mein Ausflug in die Region Sasbachwalden klar gemacht. Es ist eine wunderschöne Ferienregion, die viel zu bieten hat - auch für jüngere Leute. Egal ob Sport, Wanderwege, Kulinarik oder Kultur - für jeden ist etwas dabei!


*Kooperation mit der Ferienregion Sasbachwalden
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