Mittwoch, 15. Februar 2012

REZENSION: VEGAN FOR FUN


Da ich Kochbuch-Rezensionen auf anderen Blogs immer sehr gerne lese, möchte ich meinen LeserInnen nun auch die Möglichkeit bieten, meine Meinung zu einigen Kochbüchern nachzulesen. Meine Sammlung ist noch relativ übersichtlich, ich habe da meine Lieblings-Klassiker, aber ab und zu schafft es dann doch ein neues Kochbuch in mein Regal. So wie letztens "Vegan Cookies invide my cookie jar" von Isa Chandra Moskowitz & Terry Hope Romero. Passend dazu gehts jetzt direkt weiter mit dem nächsten veganen Kochbuch, das mir freundlicherweise vom Becker Joest Volk Verlag zugeschickt wurde:

"Vegan for fun" von Attila Hildmann. Den Untertitel "Junge vegetarische Küche" fand ich zuerst etwas verwirrend - vegan oder vegetarisch, was denn nun? Beim Durchblättern der Rezepte und Texte wird aber schnell klar, dass es sich um ein veganes Kochbuch handelt. Das hat mich wirklich gefreut, denn gerade Rezepte für Pizza oder Vanilleeis, Torten und Pralinen sind ja im veganen Bereich eher unbekannt. Die Photos im Buch sind wunderschön, das gesamte Layout gefällt mir sehr gut - ich bin ja auch ein absoluter Fan von Photos in Kochbüchern. Das steigert meine Motivation, sie auch wirklich nachzukochen, enorm.


So sieht das gute Stück aus. 
Nach dem ersten Durchblättern sind direkt einige Gerichte auf meiner To-Cook-Liste gelandet... Bärlauchgnocchi mit Pilzen in Mandelcreme (wow - endlich eine vernünftige Alternative zu Sojasahne!), Tagliatelle mit grünem Spargel in Safran-Orangen-Creme (allein beim Lesen des Rezeptes läuft mir das Wasser im Mund zusammen...), Kartoffel-Steinpilz-Ravioli in Brokkoli-Sahne, Halfmoon-Saté mit Wokgemüse, Tofu mit Kräuterkruste...

Dazu kommen dann die Party-Rezepte/Snacks. Hier sprangen mir sofort die Knusprigen Tofunuggets mit selbst gemachtem Curryketchup ins Auge, außerdem das Oliven-Tomaten-Focaccia mit Auberginendip. Ich bin ja sowieso ein großer Focaccia-Fan, aber das sieht absolut köstlich aus. 

Das nächste Kapitel "Vegan TO GO" beinhaltet Müsliriegel, Sandwich-Rezepte, usw.. Vor allem lacht mich da die Türkische Pizza mit Minze-Joghurt-Dip an. 

Das vorletzte Kapitel heißt "Leicht und lecker", auch spannend - mal sehen, was ich daraus nachkoche.

Und zu guter Letzt natürlich die Desserts...  Attilas Cremeschnitte ist wohl eine Art Milchschnitte-Ersatz, sieht aber sehr lecker aus. Als ich "Birnenstrudel mit Pistazienpesto" gelesen habe, war sofort klar - das muss ich nachbacken. Keine Frage. Ob ich mich allerdings an Panna Cotta mit Karamellsoße rantraue, weiss ich noch nicht. Mit Agar-Agar hab ich nicht sooo gute Erfahrungen gemacht, ehrlich gesagt hat das bei mir noch nie funktioniert. Hat jemand von euch Tipps für mich in Sachen Agar-Agar??
Definitiv nachgekocht werden auch noch die Attinello-Pralinen mit weißer Reismilchschokolade, Mandeln und Kokosmilch. Erinnert mich stark an Raffaelo, aber da ich das Zeug liebe, umso besser! Das gesamte Dessertkapitel ist spannend und innovativ - großes Kompliment an dieser Stelle an den Koch!

Aber auch die autobiographischen Texte, Warenkunde und Einkaufstipps finde ich sehr gelungen. Insgesamt ein schönes Buch, das man gern öfter zur Hand nimmt und durchblättert! Kaufempfehlung für Leute, die gern mal in die vegane Küche reinschnuppern wollen oder ein bisschen Abwechslung zu den üblichen milchproduktlastigen Gerichten möchten.

In der nächsten Zeit folgt dann also das ein oder andere Rezept aus diesem Buch - ihr dürft gespannt sein auf den Praxistest!

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