Sonntag, 30. Dezember 2012

JAHRESRÜCKBLICK 2012

Das Jahr 2012 war sehr ereignisreich für mich und meinen kleinen Blog. Ich habe unglaublich viel gekocht und gebacken, Give-Aways verlost und Reiseberichte geschrieben. Deshalb möchte ich heute für euch die wichtigsten Ereignisse und die besten Rezepte aus dem Jahr 2012 zusammenfassen!

Zuerst allerdings erstmal ein herzliches Dankeschön an meine 460 Facebook-Fans, an über 50 Follower auf Twitter, an 27 Leser auf Bloglovin' und auch an jene, die meine Photos auf pinterest und foodgawker anschauen! Ohne euch wäre mein Blog nur ein Tagebuch. Das muss auch mal gesagt werden... Danke auch an alle Blogs, die mich zum Kochen und Backen und Photographieren inspirieren. Ich bin von so viel Kreativität und Liebe zum Kochen umgeben, das ist einfach wunderbar.

Beginnen möchte ich mit den 15 besten deftigen Rezepten aus dem Jahr 2012:



Orangen-Ingwer-Risotto
Dinkel mit gebratenem Gemüse
Bayern Royal / Spätzle mit Feigen
Türkisches Omelette / Menemen
Tagliatelle mit Safran und Gewürzbutter
In Zitronenöl marinierter Mozzarella
Ebly Rosso mit Basilikumblüten
Mango-Belugalinsen-Salat
Ratatouille mal anders
Rosa Beete Gnocchi
Erbsen-Bohnensalat mit Pinienkernen
Tagliatelle mit Zitronensauce
Veganer Wildeintopf
Süsskartoffeln in Cayennepfeffer-Ingwer-Erdnuss-Sauce
Pastinaken-Pilzpfanne mit Dinkel


Natürlich gab es auch eine Menge süsse Rezepte im Jahr 2012:



Auch einige Marmeladenrezepte sind zusammengekommen:

Meine allerliebsten Cookies dieses Jahr waren die veganen Chocolate Chip Chai Spice Shortbread!


Da mir das Thema Fairtrade durchaus sehr wichtig ist, habe ich eine Fairtrade-Schokoladenwoche veranstaltet, in der ich euch zuerst das Konzept von Fairtrade und dann jeden Tag eine andere faire Schokoladensorte vorgestellt habe.

Außerdem habt ihr es ermöglicht, dass eines meiner Rezepte (Parmesan-Wildreis mit Frühlingsgemüse und Frischkäsenocken) im Cookbook of Colors von Uwe / Highfoodality erscheinen wird. Vielen Dank nochmal für eure Unterstützung beim Voting!



Zuletzt dürfen natürlich meine Reiseberichte aus Malaysia, Brunei und Singapur in diesem Jahresrückblick nicht fehlen. Bisher sind es 8 Beiträge, es folgen allerdings noch mindestens drei weitere.

Ich hoffe ihr hattet ein schönes Jahr und euch haben einige Rezepte dieses Jahr auf meinem Blog zum Kochen und Backen angeregt. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr

Samstag, 29. Dezember 2012

GEBRATENE POLENTA

Gebratene Polenta mache ich ziemlich häufig, denn die knusprigen Stückchen sind das perfekte Fingerfood. Passt auch hervorragend zu gebratenem Mangold oder anderem Gemüse als Beilage.


Ich kaufe meistens die Polenta von Kattus, weil ich mit anderen Sorten öfters so meine Probleme hatte (zu hart, Geschmack nicht gut, etc.) - aber ihr müsst eure persönliche Lieblingssorte selbst herausfinden. 

Mit diesem Beitrag möchte ich beim Event von Küchenplausch mitmachen:

Zutaten für 2 Personen:
1 - 1,5 TL Salz
3 EL geriebener Parmesan
1 EL Butter
150 g Instant-Polenta
250 ml Wasser
2 - 3 Zweige Rosmarin
Olivenöl

Wasser aufkochen, Salz und Polenta einrühren und Herd ausschalten. Polenta mit der Resthitze quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Sobald sie fest wird, Butter und Parmesan dazugeben, unterrühren und dann auf ein Backblech mit Backpapier verteilen (nicht zu hoch - max. 1,5 cm!). 

Jetzt muss die Polenta mindestens eine Stunde (je länger desto besser) auskühlen. Danach in Rauten oder Dreiecke schneiden und diese zusammen mit dem Rosmarin in einer beschichteten Pfanne in Olivenöl ausbacken (Boden sollte leicht bedeckt sein). Auf jeden Fall mindestens 5 Minuten von jeder Seite! Sie muss richtig schön knusprig werden. Der Rosmarin dient nur der Aromatisierung des Olivenöls.


Einen Teller mit Küchenkrepp bereit stellen und die gebratenen Polentarauten darauf kurz abtropfen lassen, damit sie nicht so fettig sind. Die Polenta schmeckt auch kalt sehr gut!

Dienstag, 25. Dezember 2012

ORANGEN-INGWER-RISOTTO

Wer mir auf Facebook und Twitter folgt, hat es schon mitbekommen: ich bin stolz. So richtig stolz. Auf dieses traumhafte Risotto! Denn es ist das beste Risotto, das ich jemals gekocht habe und außerdem in den Top 10 meiner besten Gerichte. Die begeisterten Köche und Köchinnen hier werden wissen, was ich meine - dieser Moment, in dem einfach alles gelingt und man es kaum mehr fassen kann, dass so etwas Gutes so einfach ist.

Das bunte Photo passt ja auch zum Weihnachtswetter in Deutschland, bei meinen Eltern hat es derzeit 12° C! Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Zeit mit eurer Familie oder FreundInnen und gutes Essen.

Natürlich will ich dieses phantastische Rezept mit euch teilen! Ich habe dafür Lotao Rising Sun verwendet, eine spezielle Bio-Fair-Trade-Reissorte aus Indonesien. In meinem Studentenbudget ist dieser außergewöhnliche Reis eigentlich nicht wirklich leistbar, aber mein herzallerliebster Freund hat ihn gekauft, da wir ihn verwenden wollten, um am Contest von Lotao teilzunehmen. Drückt mir die Daumen, dass ich gewinne - in diesem Risotto steckt mein ganzes Herzblut und es war so unglaublich köstlich! Vielleicht sollte ich der Jury eine Portion schicken ;)

Zutaten für 2 Personen:
2 Orangen
250 g Risotto-Reis (Arborio) oder Lotao Rising Sun
2 Schalotten
1 Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe
1 Messerspitze Safranpulver
2 cm frischer Ingwer
ca 500 ml Gemüsebrühe
frischer Koriander
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
ca. 100 g frisch geriebener Parmesan
2 EL Olivenöl

Schalotten, Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken. Den Saft einer Orange auspressen und beiseite stellen. Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, dann zuerst Schalotten und Ingwer anbraten. Knoblauch und Lorbeerblatt dazugeben, kurz anschwitzen und dann den Reis hinzugeben. Gut rühren, wenn der Reis leicht glasig wird, mit etwas Gemüsebrühe aufgießen. Rühren, Deckel auf die Pfanne und nach ein paar Minuten wieder rühren und gegebenenfalls Brühe nachgießen. Die Brühe sollte immer nach und nach hinzugegeben werden und nicht auf einmal. Dabei aufpassen, dass nichts anbrennt. Nach etwa 15 - 20 Minuten sollte der Reis langsam gar werden. In der Zwischenzeit könnt ihr die zweite Orange filetieren (wer nicht weiss, wie das geht - einfach "Orange filetieren" googeln) und den Koriander von den Stielen zupfen und hacken. 

Wenn der Reis fast gar ist, den frischen Orangensaft und das Safranpulver hinzugeben. Dann den Parmesan und den Grossteil vom gehackten Koriander einrühren. Mit etwas schwarzem Pfeffer abschmecken. Nun das Risotto in Schüsseln füllen, Orangenfilets darauf anrichten und schwarzen Pfeffer und etwas Koriander darüber verstreuen - fertig! Nun dürft ihr genießen!


Sonntag, 23. Dezember 2012

BREZENKNÖDEL MIT TOMATEN UND MEERRETTICH

Dieses Rezept ist aus dem Kochbuch "Greenbox" von Tim Mälzer, über das ich bereits berichtet hatte. Ich habe die Menge an 2 Personen angepasst und statt Spinat Rucola genommen. Das Gericht ist durchaus ein bisschen aufwändiger, nichts für zwischendurch ;) Die Kombination ist aber sehr außergewöhnlich und lecker! 

Zutaten für 2 Personen:
2 - 3 Brezen vom Vortag (ohne Salz)
2 Scheiben Weissbrot
80 g Rucola
1 EL Olivenöl
Salz
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 ml Milch
750 g Sahne
Pfeffer
1 Ei (M)

8 reife Tomaten (versch. Sorten)
100 g Creme fraíche
Zitronensaft
Meerrettich (frisch)

Brot und Brezen fein würfeln und in eine Schüssel geben. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und Zwiebeln, dann Knoblauch darin glasig dünsten. Rucola hacken und dazugeben, kurz andünsten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Sahne und Milch dazugeben, kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Wenn abgekühlt, Ei unterrühren.

Dann alles zu den Brotwürfeln geben und durchmischen, dann mit den Händen verkneten. Nun etwa 10 Minuten ruhen lassen. 


Mit den Händen Knödel daraus formen.



In einem breiten Topf Salzwasser erhitzen, wenn es fast kocht herunterschalten (sollte nicht sprudeln) und die Knödel hineingeben. Sie müssen jetzt etwa 15 - 20 Minuten im siedenden Wasser garen.


In der Zwischenzeit Tomaten waschen und in Scheiben schneiden, dann auf zwei Tellern anrichten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Creme fraîche mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Die Mischung über den Tomaten verteilen und mit geriebenem frischen Meerrettich bestreuen. Die Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen, kurz abtropfen lassen und auf den Tomaten anrichten.

Freitag, 21. Dezember 2012

DIY: SPITZTÜTEN

Eigentlich bin ich ja gar nicht gut was Basteln und Handarbeits-Sachen angeht. Bei mir muss immer alles sehr schnell und einfach gehen, da ich schnell die Geduld verliere. Deshalb gab es bisher auch kaum DIY (Do it yourself) Anleitungen auf meinem Blog... Abgesehen von den Pralinenschachteln und ein bisschen Deko. Aber hier habe ich jetzt für euch diese hübschen Papiertüten, die ihr zum Beispiel mit gebrannten Mandeln, Weihnachts-Cantuccini oder Pralinen füllen könnt!

So sieht jedenfalls das ungefüllte Ergebnis aus:


Ich wollte euch aber etwas sehr einfaches zeigen, das schnell und einfach geht und nicht so viel Geschick erfordert. Die grobe Anleitung für die Tüten habe ich online gefunden (der Link funktioniert leider nicht mehr).


Ihr benötigt:
Tonpapier (z.B. grau oder lila)
eine scharfe Bastelschere
doppelseitiges Klebeband
dünnes Masking Tape

etwa 30 Minuten Zeit für 4 Tüten


Zuerst schneidet ihr aus einem Blatt Tonpapier eine Form mit folgenden Maßen aus: Die lange Seite ist 22 Zentimeter lang, die gegenüberliegende 13,5 Zentimeter, die rechte Seite 15 Zentimeter. Das sieht dann etwa so aus:


Diese Vorlage verwendet ihr nun, um auf den anderen Tonpapierblättern die Form einfach beliebig oft abzuzeichnen. So müsst ihr nicht jedes Mal aufs Neue abmessen!

Wenn ihr alle Formen fertig ausgeschnitten habt, nehmt euch eine und rollt sie erstmal probeweise zusamen. Die lange Spitze ist oben, ihr schiebt einfach die rechte (kurze) Seite über die Linke. Wenn ihr etwas herumprobiert habt und euch sicher seid, wie es gerollt werden soll (aufpassen, dass unten kein Loch entsteht!), geht es ans Zusammenkleben. Hierfür schneidet ihr vom doppelseitigen Klebeband 3 Streifen ab und klebt diese an die obere (13,5 Zentimeter) Seite:


Nun rollt ihr die Spitztüte genauso zusammen wie vorher und klebt vorsichtig die Enden zu. Von innen sieht es etwa so aus:


Die fertige Papiertüte:




Nun geht es ans Verzieren. Ihr könnt entweder Schneeflocken / Sterne aus kleinen Papier-Quadraten ausschneiden und diese darauf kleben (siehe erstes Bild). Oder ihr verwendet ein dünnes Masking-Tape und klebt es entlang der Kante fest:


Damit nichts herauskullert, könnt ihr Plastik-Spitztüten verwenden und diese in die Papiertüten stecken, oder ihr verwendet Zeitungspapier als Innenfutter, das ihr oben einfach mit einer hübschen Schnur zusammenbindet. Alternativ könnt ihr die Spitztüte natürlich auch zukleben, einfach die lange Seite als "Deckel" herunterklappen.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

BORNEO 8: KOTA KINABALU TEIL 1

In meinem letzten Bericht über die Nasenaffen in Bandar Seri Begawan / Brunei hatte ich euch ja schon vorgewarnt, dass der nächste Bericht wieder etwas ernüchternder wirkt... Die Fahrt von Brunei nach Kota Kinabalu haben wir uns eigentlich sehr schön vorgestellt, da wir mit der Fähre fahren wollten. Geendet hat es aber wie fast immer auf Borneo während Ramadan in einem ziemlichen Chaos ;)

Wir haben nur 24 Stunden in Brunei verbracht, da in unserem Budget leider nicht mehr drin war. Nach unserer wunderbaren Bootstour sind wir zurück ins Hotel und direkt ins Bett, da wir am nächsten Tag um 4.30 Uhr aufstehen mussten, um unseren Bus zum Hafen zu erreichen. Glücklicherweise war der Busbahnhof nur etwa 50 Meter von unserem Hotel entfernt. Wir haben uns also ohne Frühstück (natürlich hatte um diese Zeit noch nichts auf) und vollgepackt auf den Weg gemacht und tatsächlich auch direkt den richtigen Bus gefunden. Das war aber auch so ziemlich das einzige, was an diesem Tag funktioniert hat!

Nach etwa 45 Minuten Fahrt mussten wir plötzlich in einen anderen Bus umsteigen, der einen Teil der Strecke zurück fuhr, wo wir dann wiederum in einen anderen Bus umsteigen mussten. Natürlich sprach niemand gut genug Englisch, um ums zu erklären, was vor sich ging, wir haben uns einfach an den 2 anderen Touristen im Bus orientiert, die aber ebenso wenig wussten, warum das ganze jetzt so abläuft. Endlich am Hafen angekommen, sind wir erstmal eine halbe Stunde herumgeirrt um einen Eingang zu finden, bis uns die Militärpolizei angeschrien hat, wo wir hin sollen, und dass die Fähre wahrscheinlich ausfällt. Wir müssten eine andere Fähre nehmen. Also haben wir uns auf den Boden zu den anderen Touristen gesetzt und etwa 2 Stunden gewartet, bis endlich ein winziger Schalter aufgemacht hat, an dem Tickets verkauft wurden. Wir haben uns also angestellt, durften nach etwa 45 Minuten dann auch ein Ticket erstehen, einen Ausreisestempel aus Brunei kassieren und natürlich wieder warten.

Schlecht gelaunt - und noch immer ohne Frühstück, denn man konnte nirgendwo etwas zu essen kaufen - haben wir die japanischen Touristen um uns herum beobachtet, die bestens vorgesorgt hatten und sich Kekse und Sandwiches schmecken liessen...

Als wir die Fähre endlich betreten durften (etwa gegen 11 Uhr Mittags), stellten wir mit Begeisterung fest, dass es einen kleinen Shop auf der Fähre gab, der allerdings noch nicht geöffnet war. Mein Freund hat es trotzdem geschafft, sich durch eine Horde anderer Touristen zu kämpfen und kam mit grausigem Instant-Coffee und etwas, das sich "Checker" nannte, zurück (eine Art Biskuit-Rolle - von der wir im Laufe der Fahrt schätzungsweise 20 Stück gegessen haben, weil es das einzige im Fährenshop-Angebot war).


Lustigerweise befand sich auch meine persönliche Erzfeindin aus Miri an Board, eine etwa 50jährige Engländerin, mit der ich im Frauen-Schlafsaal des Dillenia Hostels erbittert um die Fernbedienung für die Klimaanlage gekämpft hatte. Sie bestand auf die 15 °C im Schlafsaal, während mir die Zähne geklappert haben... Schlussendlich konnte ich aber siegen und die Klimaanlage ausmachen, was zu stundenlangem Seufzen und Bettdecken-Herumschlagen ihrerseits geführt hat, das ich schlaflos bei akzeptablen 19° C genossen habe (der Raum war so runtergekühlt, dass es Stunden dauerte, diese Temperatur zu erreichen).

Unsere Fähre endete in Labuan, einer Insel etwa 8 km von der Westküste Borneos entfernt. Wir gingen davon aus, dort in eine Fähre nach Kota Kinabalu umzusteigen. Allerdings mussten wir erstmal durch die Einbürgerung, denn wir kamen ja von Brunei. Fast niemand sprach Englisch. Meine Erzfeindin stellte sich in der Reihe für Malays an, bis sie andere Touristen freundlicherweise darauf hinwiesen, dass sie dort wohl eher nicht hingehört. Natürlich drängte sie sich mit einer Tüte Bananenchips in der Hand genau vor uns in die Ausländerreihe ;)

Nach unendlichem Anstehen, einem neuen Visum für Malaysia und der verzweifelten Suche nach dem entsprechenden Ticketschalter für die Anschlussfähre kamen wir beim richtigen Büro an. Dort wurde uns freundlich mitgeteilt, die Fähre sei voll und die nächste Fähre würde morgen fahren. Was uns praktisch an den Rand der Verzweiflung getrieben hat, denn Labuan ist so ungefähr einer der hässlichsten und teuersten Orte, die wir uns zum Übernachten hätten aussuchen konnten. So ganz habe ich es nicht verstanden, aber es hatte irgendwas mit einer steuerfreien Zone zu tun und mit Öl und Brunei. 


Völlig verzweifelt haben wir also ein unglaublich teures Ticket für ein Speedboat gebucht, das uns an die Küste Borneos fahren sollte - nach Menambok. Wir hatten zwar keine Ahnung, wie wir von dort aus nach Kota Kinabalu kommen sollten, wollten aber einfach nur weg von Labuan.

Die Fahrt mit dem Speedboat war typisch Borneo. Speedboat ist so ungefähr das unpassendste Wort, mit dem man die alte Rostschüssel beschreiben hätte können. Gut, dass wir erstmal durch einen sehr förmlichen Security-Check mit Gepäck-Scan mussten, um dort einsteigen zu können. Unser zahnloser Fahrer trug einen modischen Vokuhila und seine grau-braune Jeans war so dreckig, dass sie wahrscheinlich das letzte Mal gewaschen wurde zu einer Zeit, in der Vokuhilas noch in waren. 

Das Boot war außerdem derart vollgestopft mit Menschen, dass ich praktisch halb-halb auf meinem Freund und auf einem französischen Rucksacktouristen sass, der während der Fahrt ein Magnum und 3 Bounties gefuttert hat (was mit der steuerfreien Zone auf Labuan zusammenhing, da dort scheinbar irgendwelcher westlicher Süsskram ziemlich billig war). Wir hatten natürlich durch den ganzen Stress die Chance verpasst, uns etwas zu essen zu besorgen. Das Boot war oben offen und durch die schwere Beladung praktisch halb unter Wasser, was den Fahrer jedoch nicht daran gehindert hat, so schnell wie möglich quer in die entgegenkommenden Wellen zu fahren, so dass jedes Mal schätzungsweise 30 Liter Wasser über uns drüber geschwappt sind. Angefühlt hat es sich, als würde man mit einer Seifenkiste frontal gegen eine Wand fahren. 

Nach 45 Minuten Horrorfahrt krochen wir aus dem Boot ans Festland. Panisch, hungrig und furchtbar genervt rannten wir vom Bootssteg zur nächsten Straße, an der (Hallo Ironie!) ein Reisebus wartete, der morgens etwa um 8 Uhr in Brunei gestartet war auf dem Weg nach Kota Kinabalu. Gut, dass mein Freund in diesem Moment kein Foto von mir gemacht hat, allein die Erinnerung daran weckt in mir Gefühle, irgendetwas zu zertreten ;)

Der Bus war natürlich fast voll. Wir konnten trotzdem zwei Plätze ergattern. Ungefähr zu dem Zeitpunkt wurde uns klar, dass wir in Kota Kinabalu nicht mal ein Hostel gebucht hatten. Aber (fragt mich nicht wieso) wir waren optimistisch genug, daran zu glauben, schon eines zu finden. Mein Freund rannte nach dem Besetzen seines Platzes raus zum Laden und kaufte ein paar grauenhaft schmeckende, staubtrockene Kekse, die wir kurz vor dem Verhungern herunterschlangen und dabei neidvoll den Franzosen beobachteten, der direkt vor unseren Augen im Restaurant draussen völlig entspannt eine Portion Fried Noodles bestellte. Langsam wurden wir nervös, denn der Busfahrer wollte noch immer nicht losfahren. So ganz klar war uns nicht, auf was genau er wartete. Der Franzose stieg ein und bekam (keine Ahnung wie) einen guten Sitzplatz weit vorne. Der Bus fuhr los.

Die nächsten Stunden verbrachten wir übel gelaunt neben einer Gruppe malaysischer Teenager, die während der gesamten Fahrt Musik auf ihren MP3-Playern hörten und dabei laut mitsangen. Ich war selten in meinem Leben gezwungen, etwas nervigeres zu ertragen als die Stimme eines pickligen 16jährigen Malays, der lautstark kitschige Hari-Raya-Lieder mitsingt. In Kota Kinabalu angekommen, machten wir uns direkt auf die Suche nach einem Hostel. Was sich als äußerst schwierig gestaltete, denn ungefähr jedes Hostel das wir betraten, war ausgebucht. Restlos ausgebucht.

Hostel Nr. 8 (?) hatte dann endlich ein Zimmer für uns. Ich frage mich bis heute, warum uns das nicht gewundert hat, da ja eigentlich alles ausgebucht war. Wir haben unser Gepäck abgeladen, das Zimmer bezahlt und sind erstmal Essen gegangen (genau, Fried Rice der nach nichts schmeckt, so wie immer auf Borneo - war mir aber in dem Moment herzlich egal). 


Völlig erschöpft fielen wir dann um 9 Uhr in unser Bett. Gottseidank liessen wir noch kurz das Licht an, denn wir waren nicht die einzigen Bettbewohner.... Innerhalb von etwa 30 Minuten tötete ich 6 Bettwanzen und diverse andere Insekten. Bis ich schließlich heulend ins Erdgeschoss lief und die Hostelbesitzerin anflehte, uns ein anderes Zimmer zu geben.

Was sie glücklicherweise auch getan hat - die "Hochzeitssweet" (das einzige freie Zimmer) mit eigenem Bad. Ich konnte keine Wanzen entdecken, nur Kakerlaken auf dem Boden, die mir aber zu dem Zeitpunkt schon unfassbar egal waren. Nach diesem Horrortag wollten wir einfach nur noch schlafen....! Allerdings hatten wir noch genug Energie, uns über das furchtbare Kunstwerk im Zimmer lustig zu machen...



Mehr Berichte aus der Horrorstadt Kota Kinabalu und unserer anschließenden Flucht nach Kinarut gibt es demnächst! Dann wieder mit mehr Bildern und weniger Text.

Montag, 17. Dezember 2012

GEBRANNTE MANDELN

Heute habe ich wieder eine Idee für ein hübsches Weihnachtsgeschenk für euch. Gebrannte Mandeln sind auf dem Weihnachtsmarkt inzwischen wahnsinnig teuer, dabei kann man sie so einfach selbst machen! 


Verziert mit einer Schleife und einem Etikett mit Masking Tape wird daraus ein hübsches Weihnachtsgeschenk!


Zutaten:
200 g Mandeln (ganz, mit Schale)
200 g Zucker (normal, weiss)
100 ml Wasser
1/2 TL Zimt
zerstossene Samen von 3 - 4 Kardamom-Kapseln
gemahlene Muskatblüte
1 EL Vanillezucker

Ein Bachblech mit Backpapier belegen und es neben den Herd stellen. Wasser in einem breiten Topf zum Kochen bringen, dann den weissen Zucker, Vanillezucker und die Mandeln dazugeben und gut rühren. Zuerst sieht das ganze sehr flüssig aus. Einfach immer mal wieder umrühren und ansonsten vor sich hin köcheln lassen. Jetzt die Gewürze dazugeben, dabei brav weiterrühren. Es fängt langsam an einzudicken. Nach etwa 6 Minuten schäumt es, ist aber immer noch zu flüssig. Ihr solltet den Herd nicht verlassen, denn dann kommt plötzlich der Moment, in dem der Zucker trocken wird und sich um die Mandeln legt. Jetzt sofort den Topf auf das Backblech leeren und grob zerteilen. Wenn ihr zu lange wartet bis ihr den Topf vom Herd nehmt, beginnt der Zucker wieder zu schmelzen und die Mandeln werden klebrig.

Die gebrannten Mandeln müssen jetzt erstmal abkühlen, dann kann man sie noch weiter zerteilen. Das dauert maximal 45 Minuten, danach sind sie komplett ausgekühlt. Nicht der ganze Zucker legt sich auch wirklich um die Mandeln, bei mir blieb etwas zerbröselter Zucker übrig. Den habe ich einfach in ein Glas gegeben und werde ihn für Cupcakes etc. zum Verfeinern verwenden!

Ein kleiner Tipp noch: Den Topf am besten direkt nach dem Ausleeren wieder mit einer Menge Wasser auf den Herd stellen, so lösen sich die Zuckerreste und ihr bekommt ihn gut sauber!

Samstag, 15. Dezember 2012

HONIGKUCHEN-STERNCHEN

Da Weihnachten immer näher rückt, gibt es nun nochmal ein Plätzchenrezept für euch! Gefunden habe ich es auf der Website von Brigitte, allerdings ein bisschen abgewandelt - bei 20 Minuten Backzeit wären mir die Plätzchen aber sowas von verbrannt... ;) Jeder Ofen ist anders, also immer im Auge behalten. Außerdem dran denken, dass die Plätzen beim Rausnehmen noch weich sind, aber innerhalb von Minuten beim Abkühlen hart werden!

Diese Honigkuchen schmecken ganz phantastisch, vor allem in Kombination mit der weissen Schokolade. Viel Spaß beim Nachbacken!

Zutaten für ca. 50 Stück:
100 Gramm brauner Zucker
65 Gramm Honig
2 EL Milch
50 Gramm Butter
250 Gramm Mehl
½ Päckchen Backpulver
15 Gramm Kakaopulver
1 Päckchen Vanillezucker
½ TL Zimt (gemahlen)
50 Gramm gehackte Nüsse (z.B. Paranüsse, Cashews, Mandeln...)
Mehl (zum Ausrollen)
100 Gramm weiße Kuvertüre

Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Zucker, Honig, Milch und Butter zusammen aufkochen und rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen.

Mehl, Backpulver, Kakao, Vanillezucker und Zimt mischen und zuerst mit einem Löffel, dann per Hand mit der Zuckermischung verkneten. Nüsse dazugeben und in den Teig einarbeiten.

Den Teig auf Backpapier etwa 1 cm dünn ausrollen und Sterne daraus ausstechen. 


Die Plätzchen auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und im vorgeheizten Ofen etwa 10 Minuten backen. Nach dem Backen mit dem Papier vom Blech ziehen (sie sind noch etwas weich, härten aber beim abkühlen aus!). Am besten auf einem Gitter abkühlen lassen.

Kuvertüre hacken und in einem heißen Wasserbad schmelzen lassen, dabei gut verrühren. Die Kekse etwa zur Hälfte in weiße Kuvertüre tauchen und auf Backpapier oder auf ein Gitter legen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

MINI-MARMORGUGL

Diese zauberhaften, saftigen Mini-Marmorgugl möchte ich euch heute präsentieren! Das Rezept ist von Lurch und war bei der Lurch FlexiForm Mini-Gugelhupf 6er braun dabei, die ich für diese Gugl verwendet habe. Sie ist nicht ganz so klein wie die Minigugl-Form, die ich für meine veganen Bananen-Minigugl und Schoko-Marzipan-Minigugl verwendet habe, da würde das Teig-Mischen im Förmchen dann nicht ganz so gut klappen.


Zutaten für 6 Stück:
90 g weiche Butter
70 g Zucker
1 Ei
110 g Mehl
1 TL Backpulver
6 EL Milch
1 EL Kakao

Puderzucker
Weihnachtsgewürz (Zimt, Koriander, Vanille, Orange...)


Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Butter mit Zucker und Ei schaumig rühren. Mehl mit Backpulver mischen und untersieben. Die Milch dazugeben und glattrühren. Form ausfetten (mache ich zur Sicherheit auch bei Silikonformen), dann ca. die Hälfte vom Teig in die Förmchen füllen. Anschließend den restlichen Teig mit dem Kakaopulver mischen. Nun den dunklen Teig in die Förmchen füllen. Mit einer kleinen Gabel durch die Förmchen ziehen, so dass sich der Teig mischt.

Förmchen ab in den Backofen und nach etwa 15 Minuten Stäbchenprobe machen. Wenn kein Teig mehr daran kleben bleibt, raus mit den Mini-Marmorgugl! :)

Mit Puderzucker und Weihnachtsgewürz bestäuben. 



Mit den Förmchen von Lurch war ich sehr zufrieden. Ich habe sie zum Testen zugeschickt bekommen und sie natürlich so schnell wie möglich ausprobiert! Das Silikon ist schön fest (gibt ja auch eher wabbelige/unstabile Formen), die Kuchen liessen sich völlig problemlos herauslösen und das Ergebnis ist perfekt! Die Größe finde ich genau richtig als Nachtisch oder zum Nachmittagskaffee.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

SPEKULATIUS-GLÜCKWÜNSCHE

Heute hat meine beste Freundin Marie Geburtstag, der ich auf diesem Weg ganz, ganz herzlich gratulieren möchte! 

Lass den Kopf nicht hängen, Süsse! Du hast es bald geschafft!


Ich hatte ihr Spekulatius gebacken und zugeschickt, der eigentlich histaminarm sein sollte, es aber irgendwie doch nicht ist, wie ich leider erfahren musste... Deshalb an dieser Stelle kein vollständiges Rezept sondern nur das meiner Spekulatius-Gewürzmischung, die ich auch für meine Spekulatius-Karamellcreme verwendet habe:

Spekulatius-Gewürz:
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL Ingwerpulver
1 Messerspitze schwarzer Pfeffer
1/2 TL Koriandersamen
4 Kapseln Kardamom, davon die schwarzen Kerne
2 Prisen Muskatnuss
2 Prisen Nelkenpulver
2 Prisen Anispulver

Ein Rezept für den entsprechenden Teig findet ihr zum Beispiel hier. Viel Spaß beim Weihnachtsplätzchen-Backen!

Dienstag, 11. Dezember 2012

BORNEO 7: BRUNEI NASENAFFEN

Seit meinem letzten Reisebericht über Brunei und das Water-Village in Bandar Seri Begawan ist schon wieder einige Zeit vergangen, dabei wollte ich euch doch so schnell wie möglich endlich diese wunderbaren Bilder der Proboscius Monkeys (aka Nasenaffen) zeigen! 


Die Nasenaffen gibt es ausschließlich auf Borneo. Was ich gar nicht wusste - sie sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher! Das konnten wir leider nicht beobachten, da wir sie nur in den Bäumen gesehen haben. Allerdings konnte mein Freund ein Krokodil im Wasser neben unserem Boot entdecken, das allerdings schnell wieder abgetaucht ist.. Diese Echse hier ist uns übrigens zuerst gar nicht aufgefallen, da farblich sehr gut getarnt ;)


Wir sind also mit unserem Guide auf dem Boot am Palast des Sultans vorbei Richtung Mangrovenwälder geschippert. In unserem Reiseführer stand, dass es dort die größte Population an Nasenaffen geben soll, was einer der Gründe für uns war, überhaupt nach Brunei zu fahren (damals wussten wir ja noch nicht, dass wir allgemein begeistert sein würden!). Zwar hatten wir schon einige Touren durch den Regenwald gemacht, allerdings immer ohne Nasenaffen zu sichten. Die Bootstour gab uns nun endlich die Gelegenheit, das nachzuholen!

Schon ein paar Minuten, nachdem wir am Flussrand entlang gefahren sind, haben wir eine gute Stelle erreicht, an der man laut unserem Guide öfters Nasenaffen beobachten kann. Und so war es auch! Motor aus und erstmal beobachtet... Die Nasenaffen sind sehr, sehr scheu, weshalb es auch kaum möglich ist, sie in Zoos zu halten oder sich Ihnen wirklich zu nähern. Doch dann sahen wir ein Weibchen in den Bäumen herumturnen!


Und hier sind Bilder von einem Männchen, sehr charakteristisch mit der riesigen Nase und dem Trommelbauch ;)



Wir waren wirklich beeindruckt von der Größe der Affen, ihrer Statur und ganz besonders von Ihrem Gesicht, das unglaublich viel Emotion zeigt. 



Wir fuhren weiter zu einer anderen Stelle, an der wir den Nasenaffen dann so richtig nah kamen! Eine ganze Familie sass dort in den Bäumen. Warum genau sie sich diesen (kahlgefressenen) Baum ausgesucht hatten, haben wir nicht so ganz verstanden, denn Nasenaffen ernähren sich ausschliesslich von Blättern - für uns aber umso besser, da wir sie perfekt beobachten konnten!




Das war wirklich einer der Höhepunkte unseres Urlaubs. Im nächsten Bericht erzähle ich euch über unsere Horror-Fahrt von Brunei nach Kota Kinabalu.

Montag, 10. Dezember 2012

ORANGEN-CHICOREE-SALAT

Woran das wohl liegt, dass man gerade in der Winterzeit gern bittere Lebensmittel wie Rosenkohl oder Chicoree auch gern isst? Vielleicht einfach saisonale Gewöhnung ;) Dieser Salat ist für mich genau die richtige Mischung mit der fruchtig-süssen Orange und dem bitteren, knackigen Chicoree. Leider nicht meine Idee, sondern eine großartige Kreation meiner Freundin Sophia! Besten Dank fürs Teilen und liebe Grüße nach Portugal (wo ich jetzt auch gern wäre, wenn ich so aus dem Fenster ins dunkle, kalte Berlin gucke)!


Zutaten für 2 Personen:
2 kleine Chicoree
1 Orange
2 TL gutes Olivenöl
1 TL Weißweinessig oder weißer Balsamico
Salz
Pfeffer
(evtl. etwas Oregano)

Den Strunk vom Chicoree abschneiden, die Blätter zerteilen und gut waschen. Dann in feine Streifen schneiden. Die Orange filetieren - geht am besten, indem man oben und unten eine Scheibe abschneidet, so dass die Orange gut steht, und dann wird die Schale inklusive weißer Haut von oben nach unten mit einem scharfen Messer abgesäbelt! Anschließend einfach nur noch die einzelnen Filets rechts und links von der Haut einschneiden und herauslösen. Die Filets zum Chicoree geben, die Reste von der Orange darüber auspressen, Olivenöl und Essig dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, wer mag kann noch ein bisschen Oregano dazugeben. Gut vermengen, kurz durchziehen lassen und fertig!

Samstag, 8. Dezember 2012

REZENSION: LECKERES AUS DER WINTERKÜCHE

Vor einiger Zeit hatte ich euch bereits ein Buch aus dieser Reihe vorgestellt: "Geschenke aus der Küche". Es hat mir recht gut gefallen und deshalb möchte ich euch ein weiteres Buch aus der Reihe von Anne Iburg und Alexandra Renke vorstellen. Passend zur Jahreszeit heisst es Leckeres aus der Winterküche: Herzhafte Genüsse kreativ verpackt (Herzhafte Genüsse kreativ verpackt) und ist im Topp-Verlag/Kreative Manufaktur erschienen.

Copyright: Topp-Verlag

Das Buch enthält sowohl Rezepte für zu Hause als auch zum Verschenken, und die schönen Verpackungsideen sind eine tolle Anregung für Weihnachtsgeschenke. Allerdings möchte ich euch gleich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass im Buch sehr spezielle Dekorationsartikel verwendet werden, die schwer zu bekommen sind. Ich habe versuchsweise einige der Bordüren oder Garne online gesucht und manche davon nicht finden können. Die DIY Ideen also 1 zu 1 nachzumachen wird kaum möglich sein. Wer das Buch aber als Anregung kauft, um selbst kreativ zu werden, kann sich auf jeden Fall eine Menge Inspiration holen. Zudem enthält das Buch Vorlagen, mit denen zumindest die Schachteln und Etiketten einfach nachgebildet werden können.

Soup-to-go-Becher für eingelegte Rüben / Copyright: Topp-Verlag
Das Buch ist unterteilt in folgende Kapitel: Deftiges aufs Brot, Leckeres zum Festessen, Kleine Snacks, Gesundes mit Wintergemüse, Vorlagen, Die kreative Manufaktur, Autorinnen und Impressum.

Jedes Rezept nimmt eine Doppelseite oder teilweise sogar zwei Doppelseiten ein (Rezept + DIY Anleitung). Die Fotos wirken sehr appetitanregend und das Layout ist übersichtlich gestaltet. Außerdem wird genau angegeben, wieviele Gläser à wieviel ml benötigt werden, was ich praktisch finde! Es ist kein vegetarisches Buch, sprich es sind auch einige Rezepte mit Fleisch enthalten. Insgesamt lohnt es sich aber wegen der Verpackungsanleitungen und der vegetarischen Rezepte durchaus, es sich anzuschaffen!

Schürzenetiketten für Orangen-Rotkohl / Copyright: Topp-Verlag
Meine Lieblingsrezepte, die ich gern ausprobieren würde, sind zum Beispiel eine indische Reismischung mit passender selbstgemachter Verpackung, Rosenkohl mit Walnüssen und Cranberries oder ein Kürbis-Paprika-Relish. Von den Verpackungsideen der anderen Rezepte lasse ich mich aber auch gern inspirieren. Ich finde zum Beispiel die Idee sehr süss, Strickmanschetten für Gläser anzufertigen oder Holzbesteck mit Masking-Tape zu bekleben.

Wer noch Inspiration für Weihnachtsgeschenke und deren kreative Verpackung sucht, sollte sich das Buch unbedingt mal anschauen!


Leckeres aus der Winterküche. Herzhafte Genüsse kreativ verpackt. Von Anne Iburg und Alexandra Renke (112 Seiten, 22,2 x 23,5 cm, Hardcover, ISBN: 9783772459078, erschienen am 13.08.2012 im Topp Verlag/Kreative Manufaktur, Preis 14,99 €)
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