Dienstag, 29. Januar 2013

REZENSION: QUINOA, AMARANTH, TEFF & CO

Heute möchte ich euch ein neu erschienenes Kochbuch vorstellen, das mich wirklich begeistert hat. Es heisst Quinoa, Amaranth, Teff & Co: glutenfreie und vegetarische Genussrezepte von Erica Bänziger und ist im November 2012 im Hädecke Verlag erschienen.


Copyright: Hädecke Verlag
Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt: Vorwort, Was ist Gluten?, Einführung, Aperitif & Salate, Frühstück, Suppen, Hauptspeisen (Pasta, Spätzle & Co; Blinis, Puffer & Omelettes; Eintöpfe & Gratins), Nachspeisen (Desserts, Gebäck), Register.

In der Einführung werden Amaranth, Erdmandel, Teff, Quinoa, Hirse, Kastanie, Buchweizen und Mais auf jeweils zwei bis vier Seiten erklärt (Herkunft, Geschichte, Gemüse, Anbau, Inhaltsstoffe, Küchepraxis, Produkte...). Zwischen den Erklärungen sind die jeweiligen Produkte in schönen, schlicht gehaltenen Doppelseitenphotos abgebildet. Ich kann beispielsweise Teff und Erdmandel noch überhaupt nicht und daher hat es mich auch interessiert, wie diese aussehen. Die Erklärungen habe ich als sehr informativ und gut zu lesen empfunden.

Hirsegrieß-Kürbis-Gratin, Copyright: Hädecke Verlag, Foto: Andreas Thumm
Das Layout der Rezepte ist übersichtlich, jedes Rezept hat seine eigene Seite und fast alle Rezepte sind bebildert. Die Photos sind schlicht und machen Appetit. Die Rezepte finde ich allesamt sehr außergewöhnlich. Da ich mit den genannten Zutaten bisher kaum gekocht habe (höchstens mal mit Quinoa und Amaranth), sind die Ideen allesamt neu für mich. Das Buch macht aber auf jeden Fall Lust zum Nachkochen!

Einige Rezepte sind beispielsweise: Brennnesselspitzen in gepufftem Amaranth, Sommersalat mit schwarzem Quinoa und Büffelmozzarella, Erdmandel-Energiedrink, Mais-Quark-Spätzle, Buchweizen-Kichererbsen-Crêpes, Teffmakkaroni-Spinat-Gratin, Süsse Hirsekugeln mit Hagebuttensauce, Kastanienschaum...

Also wem jetzt nicht das Wasser im Mund zusammenläuft... ;) Große Empfehlung von meiner Seite! Layout toll, Rezepte innovativ, Photos schön. Alles zusammen ein tolles Kochbuch!


Quinoa, Amarant, Teff & Co. Glutenfreie und vegetarische Genussrezepte. Von Erica Bänziger (140 Seiten, 32 Farbfotos, 24,6 x 19 x 1,6 cm, Hardcover, ISBN 978-3-7750-0638-5, erschienen am 15.11.2012 im Hädecke Verlag, Preis 19,90 €)

Sonntag, 27. Januar 2013

LÖFFELKEKSE

Kennt ihr diese kleinen Kekse, die man oft zum Kaffee dazubekommt? Egal ob Amarettini oder Karamellgebäck, ich liebe sie. Allerdings sind sie fast immer viel zu klein! Zu einem großen Latte Macchiato bräuchte man durchaus ein bisschen mehr zu knabbern. Für daheim habe ich nun diese Löffelkekse gebacken!

Mit der Kaffeelöffel-Form von Lurch geht das ziemlich einfach. Der Teig wird einfach in die Silikonform gedrückt, gebacken, ausgekühlt und fertig sind die Löffelkekse! Sie passen natürlich nicht nur zum Kaffee, sondern besonders gut auch zu Joghurt oder Eiscreme. Vor allem diejenigen mit Kindern unter euch sollten das auf jeden Fall mal ausprobieren ;)


English version of the recipe: see below!


Die Kaffeelöffelform hat mir freundlicherweise die Firma Lurch zum Testen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür nochmal an dieser Stelle!

Bei mir hat alles prima geklappt, ich musste die Form nicht einfetten, sie hat sich beim Backen nicht verzogen, sie riecht nicht nach Plastik (wie das manche billige Silikonformen tun), sie kühlt sehr schnell ab nach dem Backen und lässt sich dann erneut befüllen. Auch die Reinigung funktioniert selbst ohne Spülmaschine, da die Förmchen sehr flach sind und mit einem Schwamm einfach zu reinigen. Insgesamt - ich bin begeistert!

Zutaten für 24 Löffel (3 x 8)
100 g Butter
100 g Puderzucker
200 g Mehl
1 Eigelb
1 TL Vanilleextrakt

gehackte Pistazien
1/2 TL Kakaopulver
Prise Zimt

Mehl mit Puderzucker mischen. Butter würfeln und zusammen mit dem Eigelb und Vanilleextrakt einketen, bis ein weicher Teig einsteht. Pistazien in die Löffelmulden der Silikonform streuen, dann ein Drittel desTeiges in die Förmchen drücken. Bei 150 °C für 12 Minuten backen. Silikonform vom Backblech auf ein Gitter ziehen und dort erstmal mindestens 10 Minuten auskühlen lassen. Gitter auf die Silikonform legen und das Ganze umdrehen, so dass die Silikonform mit den Löffeln nach unten auf dem Gitter liegt. Die Form vorsichtig abheben. Die ausgekühlten Löffel kühlen auf dem Gitter weiter aus, während ihr die zweite Teigportion in die Form drückt und ausbackt. In die letzte Teigportion könnt ihr Kakaopulver und Zimt einkneten für dunkle Schoko-Löffel!


Ingredients for 24 spoons (in a silicon spoon form):
100 g butter
100 g powder sugar
200 g flour
1 egg yolk
1 teaspoon vanilla extract

for white spoons: chopped pistacchios
for dark spoons: 1/2 teaspoon cocoa powder & some cinnamon powder

Pre-heat oven to 150° C. Mix flour and powder sugar. Cut butter into small cubes. Add butter cubes, egg yolk and vanilla extract to the flour mix and knead until you get a smooth dough. Now take the silicon form and sprinkle chopped pistacchios in the molds. Then take a third of the dough and put it piece by piece into the spoon molds. Put it into the oven for about 12 Minutes, then put the form on a wire rack and let it cool down for about 10 minutes. Now carefully remove the cookie spoons from the silicon form. 

For the black spoons, knead the cocoa powder and cinnamon powder into the dough and then put it piece by piece into the silicon spoon molds again. Altogether the dough is ment for 3 portions of cookie spoons, so you have about 24 spoons in the end (according to your silicon form).

Donnerstag, 24. Januar 2013

ZIMTWAFFELN MIT KARAMELL-ANANAS

So viel Schnee hier in Berlin! Ich hatte euch ja vor ein paar Tagen schon berichtet, dass ich momentan sehr auf exotische Früchte stehe (Urlaubsfeeling und so). Da kommt diese karamellisierte Ananas genau richtig!

Die Idee für das Rezept kam mir als ich etwas ähnliches bei Lecker gelesen habe, allerdings habe ich ein anderes Rezept für die Zubereitung verwendet.


Zutaten für 5 Stück / 2 Personen:
2 Eier
140 g Mehl
20 g weiche Butter
120 ml Milch
2 EL Zucker
1 TL Vanillesirup
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
Prise Salz 
etwas Öl

1/2 Dose Ananas (oder 1/2 frische Ananas)

1 TL Puderzucker

Eigelb mit Zucker, Butter, Vanillesirup und Milch schaumig rühren. Mehl, Salz, Backpulver und Zimt gut vermengen und einsieben. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Ein Waffeleisen mit etwas Öl einpinseln und heiss werden lassen, dann eine Kelle Teig hineingeben und die Waffeln goldbraun backen lassen. Auf einem Gitter auskühlen lassen (nicht direkt auf einen Teller legen, sonst werden sie matschig!).

Ananas abtropfen lassen (oder falls frisch, die Schale abschneiden und die Ananas würfeln). In einem kleinen Topf die Stücke erhitzen, Karamellcreme und eine Prise Zimt dazugeben. Waffeln mit Puderzucker bestäuben und Ananas darauf verteilen.

Dienstag, 22. Januar 2013

KIWI-GRÜNTEE-SHAKE

Dieses eiskalte Wetter weckt in mir die Sehnsucht nach Sonne, Wärme und frischen, exotischen Früchten. Nicht gerade das beste für meinen ökologischen Fussabdruck, aber dieser Shake war wirklich überlebensnotwendig für meinen Vitaminhaushalt. Meistens mache ich Himbeer-Bananen-Shakes, aber diese Version mit Kiwi und Grüntee kann sich damit durchaus messen!


Außerdem habe ich eine besondere Grüntee-Sorte für euch getestet: Fujiyama Bio Grüntee: Japan Kukicha. LaMousson hat mir den Tee freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt. 100 g dieses Grüntees kosten 16,95 Euro, das wäre in meinem Studentenbudget gerade wohl eher nicht drin gewesen - ich bin aber froh, dass ich so die Möglichkeit hatte, ihn auszuprobieren und euch davon zu berichten.


Ich finde, guter Tee ist durchaus Geld wert. So auch bei dieser Grünteesorte - hervorragende Qualität und eine außergewöhnlich schöne Verpackung. Der Tee ist in einer Metalldose verpackt, die ein schönes Muster aus Stoff auf dem Deckel hat:


Auch pur schmeckt mir der Tee sehr gut, allerdings finde ich, man sollte ihn nicht zu lang ziehen lassen, da er sonst zu intensiv wird. Man kann ihn mehrfach aufgießen.

Aber jetzt zum Rezept für den Smoothie, der übrigens köstlich geschmeckt hat!

Zutaten für 1 Glas:
2 Kiwis
1 Banane
200 ml Grüntee (abgekühlt)

Kiwis schälen und würfeln. Banane schälen und in Scheiben schneiden. Beides zusammen mit abgekühltem grünem Tee in einem Mixer pürieren. Wer möchte, kann den Shake mit Eiswürfeln oder frischer Minze anrichten.

Sonntag, 20. Januar 2013

EBLY MEDITERRAN

Meine lieben MitstudentInnen unter euch werden es kennen - die Stresszeit, in der nur noch gelesen, gelesen, gelesen (bzw gelernt) wird. So gehts mir nun auch schon seit ein paar Wochen und ich komme nicht mehr so viel zum Kochen. Trotzdem will ich euch teilhaben lassen an dem, was ich esse - hier also eine mediterrane Version meines Ebly-Salates.


Zutaten für 2 Personen:
1 Kochbeutel Ebly
ca 10 schwarze Oliven
1 rote Paprika
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zucchini
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Parmesan

Ebly in kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten garen. In der Zwischenzeit Zwiebeln, Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika und Zucchini waschen und würfeln. Oliven in Streifen schneiden. In einer beschichteten Pfanne in Olivenöl zuerst Zwiebeln, dann Paprika, Zucchini und Knoblauch anbraten. Ebly abtropfen lassen und dazu geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und Parmesan darüber reiben.

Freitag, 18. Januar 2013

KRÄUTER-PISTAZIEN-FALAFEL

Falafel zu machen steht schon ganz lange auf meiner To Cook Liste. Beim Durchblättern des Kochbuchs "The Lebanese Kitchen" habe ich mich wieder daran erinnert, dass ich sie schon lange nicht mehr gegessen habe - genauer gesagt, seit ich aus Wien weggezogen bin, wo man die leckeren Bällchen praktisch an jeder Ecke billig kaufen kann. Jetzt habe ich es allerdings endlich geschafft - wegen akutem Falafelentzug! Und wurde nicht enttäuscht!

Das Rezept für diese köstlichen Falafel-Bällchen, die man nicht frittieren muss, ist von hier, allerdings habe ich es doch ziemlich abgeändert! Im Original werden Zutaten in der Liste erwähnt, die in der Beschreibung gar nicht mehr auftauchen. So etwas finde ich immer merkwürdig und nicht sehr benutzerfreundlich. 

Ich habe es für euch also umgeschrieben. Bei mir hat so, wie ich es aufgeschrieben habe, alles super geklappt. Die Falafel sind aber natürlich durch das Backen im Ofen weicher als wenn man sie frittieren würde.


Dazu passt hervorragend selbstgemachtes Pita Brot mit Frischkäse oder Hummus und Salat.

Zutaten:
ca 10 Zweige frische Petersilie
(wenn gewünscht, auch frische Minze)
60 g ungesalzene Pistazien
1 Dose Kichererbsen (180 g)
1 Knoblauchzehe
2 Schalotten
2 EL Olivenöl
1 TL Kumin
2 EL Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Kräuter waschen und grob hacken. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Kichererbsen aus der Dose nehmen und gut unter fließendem Wasser abspülen.

Im Mixer zuerst die Kräuter alleine, dann zusammen mit Schalotten und Knoblauch pürieren. Anschließend Pistazien und Olivenöl dazugeben und nochmals gut durchmixen. Falls der Mixer stocken sollte, einfach mit dem Löffel etwas besser verteilen und wieder mixen. Dann Kichererbsen dazugeben und wieder mixen, bis eine Paste entsteht. Nicht zu lange mixen - es können ruhig noch Kichererbsenstücke dabei sein! Ofen auf 200° C Umluft vorheizen.

Jetzt aus dem Mixer in eine Schüssel geben, Mehl, Salz, Kumin und Backpulver dazugeben und gut vermengen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und ca. 15 Falafelbällchen formen. Auf mittlerer Schiene im Ofen 25 Minuten backen, dabei alle 5 - 10 Minuten wenden. Im Originalrezept steht 15 Minuten, das hätte bei mir aber nicht gereicht.

Dienstag, 15. Januar 2013

MINI-MANGOLD-QUICHES

Diese köstlichen kleinen Mangold-Quiches sind schnell zubereitet und eine tolle Vorspeise für ein Dinner oder auch einfach nur ein kleiner Snack für zwischendurch.


Ich habe nun zum zweiten Mal meine Lurch 85016 FlexiForm Tortelett 6er Set aus Platin-Silikon ausprobiert und bin so begeistert, dass ich sie euch vorstellen möchte! Sie sind lebensmittelecht, geschmacks- und geruchsneutral, obstsäurebeständig und für Allergiker geeignet, außerdem hitzebeständig bis 240°C. Falls sie aus irgendeinem Grund doch kaputt gehen sollten (was ich mir nach mehrmaliger Benutzung nicht vorstellen kann), hat man 15 Jahre Garantie auf alle Formen aus der Flexiform Serie von Lurch. Das finde ich schon wirklich beeindruckend.

Ich hatte euch im Rezept für Mini-Marmorgugl bereits eine Form von Lurch vorgestellt (Lurch 85029 FlexiForm Mini-Gugelhupf 6er braun) und war von dieser ebenfalls begeistert. Insgesamt finde ich, dass man die Hochwertigkeit des Silikons absolut bemerken kann. Ich habe auch einige billige No-Name Silikonförmchen für Muffins und habe damit nicht so gute Erfahrungen gemacht. Das Silikon ist zu weich und verformt sich beim Befüllen, außerdem kommt es mir etwas schmierig vor. Diese Probleme konnte ich bei den Platin-Silikonformen von Lurch überhaupt nicht feststellen. Ich würde sie uneingeschränkt weiterempfehlen.


Zutaten für 6 Stück:
1 Packung Blätterteig
1 Mangold
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Ei
30 ml Milch
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
150 g geriebener Käse (Gouda oder Mozzarella)
Olivenöl
Butter

Den Strunk vom Mangold abschneiden und die harten Stiele keilförmig aus den Blättern schneiden. Die Blätter gründlich waschen, abtrocknen und dann alle auf einmal in Streifen schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, darin zuerst die Schalotten glasig dünsten, dann den Mangold und zuletzt den Knoblauch hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel etwa 5 Minuten garen lassen, bis der Mangold zusammenfällt. Beiseite stellen. Ei mit Milch, Salz, Pfeffer und Muskatnuss verrühren. Den abgekühlten Mangold hinzugeben und gut vermischen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Blätterteig ausrollen und 6 Kreise daraus ausschneiden (dazu einfach ein Förmchen auf den Teig stellen und rundherum kreisförmig ausschneiden - es muss nicht so genau sein, der Blätterteig geht im Ofen sowieso auf und man sieht Unregelmäßigkeiten nicht). Die Blätterteigkreise in die gebutterten Förmchen drücken und mit der Mangold-Mischung füllen (es muss nur der Boden bedeckt sein, nicht zu hoch). Zum Schluss mit Käse bestreuen und für 15 Minuten in den Ofen schieben, bis der Käse goldbraun und der Blätterteig schön knusprig ist.

Samstag, 12. Januar 2013

FOOD-O-GRAFIE

Zorra hat mit ihrem Blogevent Food-o-grafie dazu aufgerufen, dass wir FoodbloggerInnen unsere Kameras vorstellen. Halte ich für eine gute Idee, ich hab mich immer über Beitrage anderer BloggerInnen gefreut, die ihre Systeme vorgestellt haben. Bei einigen haben mir die Fotos immer so gut gefallen, da war es richtig toll, zu erfahren, mit welchen Kameras und Objektiven sie photographieren.

Ich halte mich selbst nicht gerade für einen absoluten Profi in Food Photography, aber trotzdem möchte ich mitmachen und euch zeigen, womit ich arbeite!

Angefangen zu photographieren habe ich etwa mit 12 oder 13 Jahren. Damals mit einer analogen Spiegelreflex-Kamera meines Papas. Irgendwann kam eine Digitalcamera (ich glaube, zum 14. Geburtstag?) mit der ich sehr begeistert viele, viele Bilder gemacht habe (das war eine Canon Powershot, Modell keine Ahnung mehr). Zwischenzeitlich hatte ich eine Phase, in der ich alte Polaroidkameras gesammelt habe. Sehr spaßig! 5 Polaroid-Kameras besitze ich noch, verwende sie allerdings kaum mehr und schon gar nicht für meinen Blog.


Die Ergebnisse sind trotzdem teilweise sehr lustig! Hier zum Beispiel ein altes Bild aus Wien:

Mit 17 habe ich mir die Yashica-D meiner Eltern ausgeliehen (und sie steht heute noch bei mir im Schrank, ich hoffe sie lesen diesen Beitrag nicht....) und damit wunderschönste Portrait-Fotos gemacht. Eine der besten Kameras, mit denen ich jemals photographiert habe. Allerdings ist es schwierig, noch Läden zu finden, die entsprechende Mittelformat-Filme verkaufen und entwickeln. In Wien gibt es fotospeed, die diese Filme zumindest entwickeln. Hier ein Bild der Wiener Oper als Beispiel:




Wenn ich mir diese alten Bilder anschaue, bekomme ich richtig Lust auf ein Revival - vielleicht mache ich ja mal eine kleine Serie mit Rezepten, die mit meinen Uralt-Kameras bebildert werden ;)

So, nun aber zum status quo. Meine Canon EOS 400D digitale Spiegelreflex-Kamera ist vor vielen Jahren bei mir eingezogen und hat mich damals ein kleines Vermögen von 750 Euro gekostet. Was hab ich dafür sparen müssen! Sie hat mich nach Brasilien, Nepal, Malaysia, Brunei und Singapur begleitet. Die Urlaubsfotos der letzten 3 genannten Länder findet ihr in meinen Borneo-Urlaubsberichten

Mit dem Photographieren von Essen habe ich aber faktisch erst im Jahr 2010 angefangen. Der Blog ist seit 28.10.2010 online, und meine damaligen Photos sind, wie man sehen kann, nicht sehr professionell. Mit den Jahren und viel Übung hat sich doch einiges verbessert! Ich bin zwar noch lange nicht da, wo ich mal sein will, aber ab und zu gelingen mir doch Bilder, die mein Herz höher schlagen lassen und auf die ich richtig stolz bin. Eine kleine Auswahl dieser Bilder folgt nun....

Gebratene Äpfel mit Thymian

Boston-Chocolate-Pie

Guacamole

Kürbis-Quiche

Tomaten-Erdnuss-Salat

Schoko-Marzipan-Minigugl

Madeleines


Marmor-Minigugl
Ich hatte das Glück, 2 Jahre lang mit einem wunderbaren Objektiv zu photographieren: Canon 50 mm 1.4 ! Dieses Objektiv kann ich jeder/m FoodbloggerIn ans Herz legen. Leider ist es mir vor einem halben Jahr kaputt gegangen, weshalb ich wieder auf mein Standardobjektiv (18 - 55 mm, 2.8) zurückgreifen muss. Das geht auch, allerdings ist es nicht so lichtstark und verwackelt bei schwierigen Lichtverhältnissen. Sobald ich es mir leisten kann (sprich wahrscheinlich erst, wenn mein Studium zu Ende ist...), werde ich mir dieses Objektiv wieder anschaffen. Einige meiner Lieblingsbilder mit diesem Objektiv:

Bohnensalat mit gebratenem Kürbis, Feta und Minze

Ratatouille mal anders

Wildeintopf

Johannisbeer-Tiramisu

Blumenkohl-Curry / Gib dem Maharaja Futter

Alle meine Bilder sind mit Gimp oder Photoshop bearbeitet. Ich mache immer das gleiche: automatischer Weißabgleich, Helligkeit/Belichtung, Farbbalance/Sättigung und Kontrast. Mehr kann und will ich gar nicht bearbeiten. 
Um euch zu beweisen, dass ich nicht großartig "herumpfuschen" muss, hier ein Vorher-Nachher-Bild:

Orangen-Ingwer-Risotto: vorher

Orangen-Ingwer-Risotto: nachher
Insgesamt bin ich mit der EOS 400D nach wie vor sehr zufrieden, da ich sowieso kein Profi bin und mit professionellen Modellen somit auch gar nicht viel anfangen könnte. Wenn ich das Geld übrig hätte, würde ich es zwar in eine EOS 650 D investieren, da größerer Bildschirm etc., aber derzeit tut es das alte Modell noch gut. Das 50 mm 1.4 Objektiv wird aber auf jeden Fall wieder angeschafft, sobald möglich, da mir die Lichtempfindlichkeit meines Standard-Objektives nicht reicht. 

Zu technischen Daten kann ich nicht viel sagen, außer, dass ich grundsätzlich mit ISO 400 oder maximal 800 photographiere (alles darüber wird mir zu verrauscht) und direkt als .jpg, da ich von richtiger Bildbearbeitung keine Ahnung habe und mir .raw Bilder somit nichts bringen. Canon sagt:
  • CMOS-Sensor mit 10,1 Megapixeln
  • EOS Integrated Cleaning System
  • 6,35cm (2,5 Zoll) LCD-Bildschirm
  • 9-Punkt-Weitwinkel-Autofokus
  • Picture Styles
  • DIGIC II
  • Serienaufnahmen mit ca. 3 Bildern pro Sekunde und bis zu mit 27 JPEG-Bildern in Folge
  • DPP-Software zur Verarbeitung von Daten im RAW-Format
  • Kompakt und leicht
  • Kompatibel mit EF/EF-S-Objektiven und EX Speedlite Blitzgeräten
Ich hoffe, dieser Beitrag hilft einigen von euch bei der eigenen Photographie weiter oder war zumindest interessant zu lesen. Danke nochmals an Zorra, die dieses wunderbare Event ausgerufen hat! Ich bin sehr gespannt, ob einige meiner Lieblingsblogs mitmachen werden und welche Kameras sie verwenden.

Viel Spaß beim Photographieren!

Freitag, 11. Januar 2013

BLAUBEER-PANCAKES

Diese Blaubeer-Pancakes gab es letztes Wochenende bei uns zum Frühstück und wurden für ausgesprochen lecker befunden! Auf die Kombination Blaubeeren und Karamell stehe ich ja sowieso - das passt einfach! Wenn ich mir das Bild so angucke, könnte ich mich gleich wieder in die Küche stellen....


Zutaten:
150 g Mehl
200 ml Naturjoghurt
100 ml Milch oder Sojamilch
2 EL Zucker
½ Päckchen Backpulver
3 Eier
1 Prise Salz
Rapsöl
100 g tiefgefrorene Blaubeeren/Heidelbeeren
Eier mit Zucker und Salz schaumig rühren, Naturjoghurt und Milch dazugeben, dann Mehl und Backpulver dazusieben und alles gut verrühren, bis es einen dickflüssigen Teig ergibt. Eine 28cm Pfanne heiß werden lassen, etwas Rapsöl dazugeben und jeweils etwa eine Kelle pro Pancake in die Pfanne geben (ich mache immer 3 auf einmal). Blaubeeren darüber streuen.
1-2 Minuten warten (je nach Hitze der Pfanne, aufpassen dass nichts anbrennt!), dann wenden. Die Pancakes sind fertig, wenn sie goldbraun sind.

Am besten mit Karmellcreme servieren!

Mittwoch, 9. Januar 2013

MANDEL-TOFU MIT SUESSER SOJASAUCE

Den Blog von Arne (The Vegetarian Diaries) lese ich nun wirklich schon sehr lange und freu mich immer wieder über neue, ausgefallene Rezepte. Natürlich koche ich auch das ein oder andere Gericht nach, so geschehen mit diesem köstlichen würzig-scharfen Mandel-Tofu in einer süßen Sojasauce auf Basmati-Reis (puh, ganz schön langer Titel!).



Hier nochmal das Rezept - ich habe daran nichts verändert und zitiere es somit von Arne :) Viel Spaß beim Nachkochen!

Zutaten:
3 Frühlingszwiebeln
2 rote Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 getrocknete rote Chilischote
1 El Ingwer
400 g Mandeltofu
Mehl
Öl
Salz, Pfeffer
25 g Margarine
1/2 rote Paprika
1 grüne Paprika
140 g Basmati-Reis
3 El Sojasauce
1 EL Zucker 
1) Tofu in kleine Würfel schneiden. Bei Bedarf etwas abtropfen lassen oder kurz mit einem Küchenpapier die Flüssigkeit aufsaugen. In etwas Mehl wenden und anschließend mit Öl in einer Pfanne scharf anbraten. 
2) Zwiebeln, Knoblauchzehen und Ingwer abziehen und wie die Chilischote sehr fein hacken. Frühlingszwiebel waschen und in feine Ringe teilen. Paprika in kleine, mundgerechte Stücke schneiden.
3) In einer Pfanne Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili in der Margarine kurz dünsten. Sojasauce und Zucker hinzugeben. Paprika kurz mit unterheben.
4) Zum Schluss den Tofu sowie die Frühlingszwiebeln hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 6. Januar 2013

BORNEO 9: KINARUT

Nach dem letzten Horrorbericht über Kota Kinabalu geht es nun sehr viel erfreulicher weiter mit Kinarut. Für uns das erste Mal auf Borneo, dass wir uns einige Tage lang am gleichen Ort niedergelassen und einfach mal ausgeruht haben... Wie ihr aus meinen letzten Reiseberichten herauslesen konntet, heisst Urlaub auf Borneo in erster Linie unglaublich viel Geld investieren und zwar in TREKKING. Da mein Freund und ich beide nicht gerade die absoluten Sportskanonen sind, waren wir nach 2 Wochen wirklich körperlich ziemlich fertig... Kota Kinabalu, die Hauptstadt im Bundesstaat Sabah, hat uns wie ihr schon lesen durftet gar nicht gefallen (zu laut, zu voll, zu dreckig, mal wieder fussgängerunfreundlich..), weshalb wir von dort in den Ort Kinarut geflüchtet sind, der etwa 15 km von Kota Kinabalu entfernt südlich an der Westküste von Borneo liegt. 

Dort haben wir ein tolles kleines Resort gefunden (Seaside Travellers Inn für 70 RM / 17,50 Euro), direkt am Strand, mit einem eigenem Badezimmer, Doppelbett (wer sich an die alten Rezensionen erinnert weiss, dass das bis dato an eine Seltenheit gegrenzt hat in unserem Pärchenurlaub...) und Swimming Pool.

Aber Bilder sprechen mehr als tausend Worte, also seht selbst...


Aber das Beste neben diesem Ausblick... ein Restaurant mit einer riesigen vegetarischen Speisekarte, durch die ich mich nach 2 furchtbaren Wochen voller Fried Rice und Fried Noodles rauf und runter gefuttert habe.


Von unserem Balkon hatte man einen phantastischen Ausblick auf den Strand:


Hotelbereich:




Das Hotel war voller Geckos, was nach den Erfahrungen mit Bettwanzen und Kakerlaken in Kota Kinabalu eine absolute Erholung war! Wir haben Stunden damit verbracht, den Geckos zuzuschauen wie sie ihre Lampenreviere verteidigt haben ;)


Hauptbeschäftigung Nummer 2: Traumhafte Sonnenuntergänge von unserem Balkon oder vom Restaurant aus anschauen....


Nach zwei Tagen rumhängen und erholen haben wir dann aber noch einen Tagesausflug in den Tunku Abdul Rhaman National Park gemacht, der aus 5 Inseln etwa 3-8 km von Kota Kinabalu entfernt liegt. Wir haben von Kota Kinabalu aus ein Speedboat gemietet, das uns zusammen mit anderen Touristen zu den Insel gefahren hat. Man konnte dort gut schnorcheln und baden, aber es war sehr voll. Für einen Tagesausflug allerdings richtig schön!




Beim Erkunden einer der Inseln haben wir diesen riesigen Waran im Dickicht gesehen:

Auf der zweiten Insel, die wir am Nachmittag besucht haben, waren wir noch näher dran... Diese Warane haben auf dem Platz vor einem Restaurant nach Futter gesucht. Was mich doch sehr erstaunt hat, war die extreme Gelassenheit, mit der alle Touristen außer uns den fast 2,50 m langen Tiere begegnet sind. Wir waren sehr überrascht (ich persönlich hatte nie zuvor einen derart riesigen Waran gesehen) und eher vorsichtig.. Ein Biss dieser Aasfresser hätte uns zum perfekten Urlaub gerade noch gefehlt ;)



Am Abend sind wir nach Kinarut zurückgekehrt und haben dort noch weitere Tage verbracht, einer 60 cm langen Eidechse die selbstmordmäßig in den Pool sprang und nicht mehr heraus kam das Leben gerettet und weiter das unglaublich gute Essen genossen.

Nach 5 Tagen hatte ich die ganze Speisekarte durch und wir haben beschlossen, weiterzuziehen ;) Unser Weg hat uns über Kota Kinabalu nach Kudat geführt, von wo aus wir weiter nach Banggi Island wollten. Im nächsten Teil meiner Reiseberichte also Berichte über die (zur Abwechslung mal wieder anstrengende) Fahrt und Kudat!
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