Sonntag, 28. April 2013

SCHOKO-CUPCAKES MIT NUTELLA-FROSTING

Diese schokoladigen Cupcakes mit Nutella-Frosting habe ich für eine Kommilitonin (und den Rest unserer Klasse) gebacken, die an ihrem Geburtstag in die Uni kommen musste. Sie hat sich sehr gefreut, das war den Aufwand Cupcakes für 25 Leute zu backen auf jeden Fall wert!

For an english translation of the recipe, see below.


Vor allem das Nutella-Frosting ist herrlich. Ich bevorzuge grundsätzlich Frischkäse-Frostings, da sie nicht so so süß und schwer sind wie Buttercreme. Außerdem eignet sich Frischkäse besser für den Transport, eine Buttercreme zerfließt gerne sehr schnell oder schwitzt (das Fett tritt aus der Creme aus). Wer also die Cupcakes nicht direkt daheim serviert, sondern sie zum Beispiel für ein Buffet macht oder mit auf die Arbeit/in die Uni nehmen möchte - Frischkäste statt Buttercreme! :)

Dekorieren kann man die Cupcakes mit einer hübschen Fähnchengirlande, wie ich es euch hier gezeigt habe. 


Ich verwende meistens Silikonförmchen zum Backen, da sich die Cupcakes gut herauslösen lassen und die Förmchen wiederverwendbar sind. Die Firma Lurch hat mir zum Testen spezielle Cupcake-Silikonförmchen mit extra Ausstecher zum Befüllen der Cupcakes zur Verfügung gestellt, die ihr auch hier bestellen könnt. Das Platin-Silikon ist geruchsneutral, stabil, lebensmittelecht und für Allergiker geeignet, außerdem gibt es 15 Jahre Garantie. Ich bin damit sehr zufrieden und würde sie auf jeden Fall weiterempfehlen!

Zutaten für 12 Stück:
100 g Butter
60 g Schokolade, (Zartbitterschokolade)
100 g brauner Zucker
2 Eier
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
180 g Mehl
3 EL Kakaopulver
100 ml Milch
150 g Frischkäse
2 EL Puderzucker
2 EL Schokoladenaufstrich (z.B. Samba, Cocoba, oder selbstgemacht)

Den Backofen auf 180°C (Ober-/ Unterhitze) vorheizen und eine 12er Muffinform mit Papierförmchen bestücken oder Silikonförmchen mit Margarine einfetten. Die Butter mit der Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.  Die abgekühlte Schokobutter mit dem Zucker schaumig schlagen und die Eier einzeln unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver, Salz und Kakaopulver mischen, über die Eiermasse sieben und mit der Milch unterrühren. Den Teig in die Förmchen geben und etwa 20 Minuten bei 180°C backen. Die fertigen Schokoküchlein auskühlen lassen und anschließend mit einem Ausstecher oder einem Teelöffel einen kleinen Keil bis zur Mitte des Cupcakes herauslösen.
Für das Frosting Frischkäse, Schokoladencreme und Puderzucker cremig rühren und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Das Frosting dann in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (je größer, desto besser - 13-17 mm!) füllen und die Cupcakes damit füllen und dekorieren.


Ingredients:
100 g butter
60 g dark chocolate
100 g brown sugar
2 eggs
1 teaspoon baking powder
pinch of salt
180 g flour
3 tablespoons cocoa powder
100 ml milk


150 g creamcheese
2 tablespoons powder sugar
2 tablespoons chocolate cream

Preheat oven to 180° C upper and lower heat. Grease muffin baking pans. Let butter and dark chocolate melt in water bath, then cool down. Meanwhile beat eggs and sugar until fluffy, then add the melted chocolate-butter-mixture. Sieve flour, baking powder, salt and cocoa powder in and also add milk. Mix well, then put the dough into the baking pans. Bake 20 minutes at 180° C. Remove from the oven and let them cool down on a wire rack.

While baking the cupcakes, whisk together creamcheese, chocolate cream and powder sugar until smooth. Put into the fridge for at least 30 minutes, then fill into a pastry bag with star tip and decorate the cupcakes.

Freitag, 26. April 2013

TOMATENBUTTER

Eine Abwechslung zu meiner heißgeliebten Kräuterbutter ist diese Version: Tomatenbutter! Sie schmeckt richtig schön fruchtig und würzig. Perfekt zu frischem Baguette oder Focaccia. 


Zutaten:
120 g zimmerwarme Butter
5 - 7 getrocknete Tomaten
1 Zehe Knoblauch
1 TL Tomatenmark
Salz
Pfeffer

Knoblauch schälen und fein hacken. Zusammen mit den getrockneten Tomaten in den Mixer geben und fein mixen. Tomaten-Knoblauch-Mischung und Tomatenmark mit einer Gabel in die Butter einarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 24. April 2013

MARACUJA CURD

Seit einiger Zeit will ich schon Lemon Curd machen, eine süß-zitronen Creme, die meine Mama über alles liebt. Als ich dann letztens über dieses Rezept für Maracuja-Curd gestolpert bin, hat mich die Idee so begeistert, dass ich es ausprobieren musste! 



Als ich damals in Brasilien war, habe ich diese Früchte eigentich erst richtig kennengelernt. Bei uns sind sie ja oft etwas sauer und winzig... Aber auf dem Viktualienmarkt habe ich schöne Maracujas/Passionsfrüchte gefunden. Bitte nur verschrumpelte Früchte kaufen, denn diese sind reif und haben den besten Geschmack.

Das Maracuja Curd passt hervorragend zu Pancakes oder Scones, aber auch als Brotaufstrich. Man kann auch Linzer Plätzchen damit füllen.

Zutaten für 2 Gläser a 200 ml:
140 ml passiertes Maracujafruchtfleisch
210 g Zucker
6 Eidotter
90 g Butter
1 Prise Salz

Die Eidotter und den Zucker über einem Wasserbad verrühren, bis sichder Zucker aufgelöst hat. Die restlichen Zutaten zugeben und so lange mit einem Schneebesen rühren, bis die Masse ein wenig eingedickt ist und ca. 70 Grad erreicht hat. Das kann eine Weile dauern! In sterile Gläschen füllen und kühl lagern. 

Montag, 22. April 2013

DIY: FÄHNCHEN-GIRLANDE

Manchmal packt ja selbst so jemand wie mich das Bastelfieber. Zu besonderen Anlässen, wie Geburtstagen, Ostern oder Weihnachten! Aber auch dann muss es etwas sehr einfaches und idiotensicheres sein, denn ich bin ziemlich ungeduldig und brauche schnell gute Ergebnisse ;)

Wem es ähnlich geht, der kann sich ja mal an dieser Fähnchen-Girlande versuchen - es ist wirklich super-einfach und man benötigt nur wenig Material. Dafür ist der Effekt nachher umso größer, denn die Girlande sieht super niedlich aus, vor allem wenn man sie mit einer Riesenmenge Schokoladen-Cupcakes kombiniert...


Ihr braucht:
2 Paper-Straws / Papierstrohhalme
Baker's Twine / Garn
5 verschiedene Farben Masking Tape
Schere

Strohhalme auf den Tisch legen und zweimal Garn in der entsprechenden Länge abschneiden. Das Garn an beiden Seiten an den Strohhalmen festknoten und überstehendes Garn abschneiden. Wenn das Garn schon fertig angeknotet und positioniert ist, wird das Anbringen des Masking Tapes einfacher weil sich das Garn nicht mehr "dreht". Sonst stehen die Fähnchen nämlich in alle Richtungen!

Nun ca. 6 - 10 cm lange Stücke vom Masking-Tape abreißen und das Garn in die Mitte kleben, dann einfach das Masking Tape "zukleben". Mit einer Schere zur Mitte hin spitz zuschneiden und das Dreieck herauslösen:


Fertig:



Cupcake-Topper:
Tonpapier
Schere
Stempel
Stempelfarbe
Zahnstocher
Masking Tape
Bleistift

Einen runden Gegenstand (zum Beispiel das Masking Tape) auf das Tonpapier legen und mit Bleistift leicht die Form nachziehen. Den Kreis ausschneiden. Auf das Tonpapier stempeln und trocknen lassen. 


Wer möchte, kann auch die obere und untere Seite vom Kreis abschneiden, das sieht evtl. wenn es sich um einen Schriftzug handelt, besser aus. Zahnstocher mit Hilfe von Masking Tape auf der Rückseite des Toppers festkleben.

Leider habe ich vergessen, ein hübsches Bild vom fertigen Cupcake-Topper zu machen und habe deshalb nur dieses Handyphoto:


Viel Spaß beim Basteln!

Samstag, 20. April 2013

SCHWARZ-WEISSE MACARONS MIT TONKABOHNE

Letztens hat mir ein Freund Tonkabohnen geschenkt, woraufhin ich natürlich etwas schönes damit ausprobieren wollte. Deshalb habe ich das zum Anlass genommen, endlich mal wieder Macarons zu backen! Mit der großartigen Anleitung und dem Rezept von Aurélie funktioniert es sehr gut. Die Macarons habe ich "pur" ohne Zusätze gemacht, da die Ganache durch die Tonkabohnen sehr intensiv schmeckt. Mir gefiel der Kontrast von Weiß und Schwarz, aber man kann die Macarons natürlich auch mit Lebensmittelfarbe einfärben. 



Mein Freund und ich haben die süßen Macarons noch hübsch verpackt und als Ostergeschenke verteilt:


Zutaten für 12 Macarons:
1 Eiweiß (36 g)
75 g Puderzucker
45 g gemahlene Mandeln
10 g Zucker
Ganache:
60 g dunkle Schokolade
20 g Sahne
1/2 Tonkabohne (frisch gerieben/gemahlen)
Puderzucker und gemahlene Mandeln durch ein feines Sieb streichen und gröbere Teile, die im Sieb hängen bleiben, aussortieren. Das Ganze wiederholen. Dann das Eiweiß steif schlagen - sobald es anfängt zu schäumen, die 10 g Zucker hinzugeben und richtig steif schlagen (darf nicht mehr fließen!).

Jetzt in drei Portionen nach und nach die Mandel-Zucker-Mischung zum Eiweiß geben. Vorsichtig und langsam mit einem Spatel einarbeiten, bis es eine fließende Konsistenz ergibt (nicht zu lange rühren, das zerstört den Eischnee!). 

Teig in einen Spritzbeutel füllen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 150 °C Umluft vorheizen und mit Hilfe des Spritzbeutels 24 gleich große Teigklekse auf das Blech platzieren (nicht zu nah beieinander!). Nun die Macarons ca. 15 Minuten lang ruhen lassen. Den Ofen auf 140 °C runterschalten und die Macarons auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Nach ca. 12 - 15 Minuten aus dem Ofen holen (jeder Ofen ist anders, ausprobieren...). 
ACHTUNG: Jetzt das gesamte Backpapier auf ein Gitter ziehen, so dass die Macarons auskühlen können. Erst anfassen, wenn sie vollständig abgekühlt sind! Sie kleben sonst am Backpapier fest und ihr könnt sie nicht lösen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, einfach mit einem Messer vom Papier lösen.

Beiseite stellen und die Ganache vorbereiten. Sahne erhitzen. Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen, dann die warme Sahne und die gemahlene Tonkabohne einrühren. Abkühlen lassen. Die Macarons anschließend mit der Ganache füllen und am Besten im Kühlschrank aufbewahren.

Donnerstag, 18. April 2013

ENERGY BALLS 2

Energy Balls sind unglaublich praktisch, wenn man einen gesunden, veganen Snack für unterwegs zum Mitnehmen braucht. Ich hatte euch ja schonmal mein Rezept verraten (hier), aber ich habe es jetzt noch mit anderen Trockenfrüchten ausprobiert. Wer kein Marzipan mag, kann es einfach weglassen.



Zutaten für ca. 14 Bällchen:
12 entkernte Datteln
eine Handvoll gemischte Trockenfrüchte (z.B. Heidelbeeren, Cranberries, Aroniabeeren)
eine Handvoll Cashewnüsse 
ca. 10 Mandeln
1/2 TL Zimt
1/3 TL Ingwerpulver
gemahlene Samen aus 5 Kardamomkapseln
1 Messerspitze gemahlene Nelken
1 TL brauner Zucker
50 - 80 g Marzipanrohmasse
100 g Kokosraspeln

Trockenfrüchte für 10 Minuten in etwas lauwarmem Wasser einweichen (sie sollten damit bedeckt sein). In der Zwischenzeit die Nüsse im Mixer zerkleinern und mit Zimt, Zucker, gemahlenem Kardamom, Nelkenpulver und Ingwerpulver vermischen. Marzipanmasse kleinschneiden und mit den Händen in der Nussmischung zerbröseln. Kokosraspeln in eine Schüssel geben. Trockenfrüchte ohne das Einweichwasser pürieren, falls der Mixer stockt einfach etwas vom Einweichwasser dazugeben. Dann die Nussmischung mit den Händen in die zerkleinerten Trockenfrüchte kneten, bis es eine homogene Masse gibt. Daraus Bällchen formen und diese in den Kokosraspeln wälzen. 

In eine Box legen und in den Kühlschrank stellen, so werden sie fester und ziehen noch etwas durch.

Montag, 15. April 2013

SPAGETTHI MIT SPINAT

Neuerdings zeige ich euch ja vor allem süße Rezepte, oft auch eher aufwendige. Das heißt natürlich nicht, dass es in meiner Küche nur süß und aufwendig gibt - ganz im Gegenteil! Dieses Gericht ist der beste Beweis dafür, dass es bei mir auch oft schnell und einfach sein muss. Ihr könnt es in maximal 10 Minuten zubereiten, vorausgesetzt ihr habt eingekochte Tomatensauce auf Vorrat (was ich jedem dringend anrate! Es ist einfach zu praktisch für Gerichte wie dieses oder als Pizza-Sauce...).


Zutaten für hungrige Person:
200 g Spagetthi
5 - 6 EL Tomatensauce
1 Handvoll frischer Babyspinat
2 EL frisch geriebener Parmesan oder Grana Padano
Salz
Pfeffer

Spagetthi nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit Spinat waschen und grob hacken. Spagetthi abgießen, auf einen Teller geben, Tomatensauce und Spinat dazugeben und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann mit Parmesan bestreuen.


Samstag, 13. April 2013

MARZIPANPUDDING

Heute gibt es ein sehr einfaches, aber sehr leckeres Dessert für euch! Selbstgemachten Pudding mit Marzipangeschmack. Da ich ein absoluter Marzipanjunkie bin, ist das genau die richtige Nachspeise für mich... Geht schnell, man benötigt wenige Zutaten und es schmeckt einfach himmlisch!



Den Pudding habe ich in Whiskygläser gefüllt, da sie schön breit und niedrig sind. So sieht das Dessert richtig edel aus!


Zutaten für 2 Gläser:
500 ml Milch (oder Sojamilch/Mandelmilch)
60 g Marzipanrohmasse
6 TL Maisstärke
2 EL Zucker
Prise Zimt
(Krokant/gebrannte Mandeln)

Maisstärke mit 4 EL Milch anrühren, dabei aufpassen, dass keine Klümpchen mehr in der Milch sind. Die restliche Milch in einem Topf erhitzen. Marzipan zerbröseln und mit einem Schneebesen einrühren. Wenn die Milch warm wird, löst sich das Marzipan auf. Eine Prise Zimt sowie die Milch-Maisstärke Mischung dazugeben und kurz aufkochen lassen, dabei mit dem Schneebesen umrühren. Wenn der Pudding eingedickt ist, kurz abkühlen lassen und dann in Gläser oder Schüsseln füllen.

Erst mit Krokant oder gebrannten Mandelstückchen bestreuen, wenn der Pudding erkaltet ist.
 

Mittwoch, 10. April 2013

PIZZA MIT CHAMPIGNONS UND BALSAMICO-ZWIEBELN

Bei Kochtopf heisst es gerade "We love Pizza!" - dem kann ich nur zustimmen! Mein Bester und ich lieben Pizza über alles. Mindestens einmal pro Woche. Mein neues Pizzakochbuch von Pete Evans hatte ich euch ja schon auf dem Blog vorgestellt (klick) und nun folgte das zweite Rezept aus dem Buch - allerdings haben wir den Belag leicht abgeändert. Die Kombination ist richtig lecker, unbedingt ausprobieren!


Hier noch das Bild vom Blog-Event:



Zutaten für den Teig:
2 TL Trockenhefe
1 1/4 TL Zucker
2 EL Olivenöl
500 g backstarkes Mehl (Type 550)
1 1/2 TL Salz

250 ml lauwarmes Wasser in eine kleine Schüssel geben, mit der Hefe und dem Zucker verrühren und 5 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich Schaum bildet. Dsa Olivenöl dazugeben und alles miteinander verrühren. Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit dem Salz vermischen. 

Die Hefemischung zum Mehl gießen und das Ganze mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig 5 Minuten durchkneten, bis er weich und elastisch ist. Den Teig wieder in die Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 45 - 60 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat (für die Frühstückspizza kann man den Teig auch einfach schon am Vorabend zubereiten und über Nacht gehen lassen!).

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig nochmals durchkneten, um Lufteinschlüsse zu entfernen. Den Teig in 4 Kugeln teilen. 


Zutaten für den Belag:
60 g geriebener Mozzarella
50 g Champignons
2 Schalotten
2 EL Balsamico
frische Petersilie
  
Backofen auf 220° C vorheizen. Schalotten schälen, halbieren und in Ringe schneiden. In eine kleine Schüssel geben und zwei EL Balsamico dazugeben. Während die Zwiebeln ziehen, Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Petersilie von den Stilen zupfen und fein hacken.

Teigkugeln ausrollen, mit einer Gabel einstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Tomatensauce auf den Teig geben, darüber Mozzarella verteilen. Die Champignonscheiben und Balsamico-Zwiebeln darüber verteilen. Pizza für ca 10 Minuten in den Ofen schieben, bis der Teig knusprig und der Käse geschmolzen ist. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren.




Sonntag, 7. April 2013

SAFTIGER SCHOKOLADENKUCHEN

Das Geheimnis dieses Schokoladenkuchens ist eine Zutat, die ihr darin niemals vermuten würdet. Süße, schwarze Bohnenpaste! Kannte ich bis dato auch noch nicht. Ich habe die Paste spontan im Asia-Supermarkt gekauft (ohne richtig zu lesen), weil ich sie für eine deftige Knoblauch-Salz-Bohnenpaste hielt. Zuhause geöffnet, probiert und erstmal gedacht, die landet wohl direkt im Müll. So süß, pappig und klebrig.... Was soll ich denn damit??

Aber da mir Lebensmittel wegschmeissen extrem widerstrebt und ich schließlich ein kreativer Mensch bin, hab ich so lange überlegt, bis ich die Lösung gefunden hatte. Sie kommt in einen Schokoladenkuchen! Was für eine hervorragende Idee... Ich kann guten Gewissens sagen, das ist der beste Kuchen, den ich jemals gebacken habe. Wer Schokolade so gern mag wie ich, der/die muss ihn einfach nachbacken!



Ich habe mich an diesem Rezept aus der Brigitte orientiert, aber Butter- und Zuckermengen angepasst und Zimt sowie die Bohnenpaste dazugegeben.

Zutaten für eine 26 cm oder 28 cm Springform:
200 Gramm Zartbitterschokolade (70 %)
160 Gramm Butter
120 Gramm Zucker
4 EL süße Schwarze-Bohnen-Paste
200 Gramm gemahlene Mandeln
½ Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
4 Eier
Puderzucker

Butter & Schokolade schmelzen, abkühlen lassen. Ei mit Zucker, Salz, Vanillezucker und Zimt schaumig schlagen, dann mit der Schwarze-Bohnen-Paste unter die abgekühlte Schokomasse rühren. Gemahlene Mandeln und Backpulver unterheben.

Schokoladenteig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26 cm Ø) geben und den Schokokuchen im vorgeheizten Backofen bei Umluft 150 Grad etwa 40 Minuten backen. Abkühlen lassen - nach dem Abkühlen sollte der Schokokuchen innen noch etwas klebrig sein.

Aus Papier 1,5 cm breite Streifen schneiden, auf den Schokokuchen legen und dick mit Puderzucker bestäuben. Papierstreifen vorsichtig abnehmen.


Der Kuchen bleibt auf jeden Fall mindestens 3 Tage frisch und saftig. Vorausgesetzt, ihr esst ihn nicht sofort komplett auf! Dazu hat er nämlich großes Potential.



Freitag, 5. April 2013

BORNEO 10: KUDAT

Meine Reiseberichte über unseren Borneo-Urlaub nähern sich langsam dem Ende. Was ich bisher mit euch geteilt habe, könnt ihr hier nachlesen. Zuletzt habe ich ja über das geradezu paradiesische Kinarut geschrieben, unser Zufluchtsort nach dem Bettwanzen-verseuchten Kota Kinabalu. 

Als wir uns dort fast eine Woche lang erholt hatten, wollten wir in den Norden Borneos fahren, auf eine Insel namens Banggi. Online hatten wir gelesen, dass es dort ein hübsches Resort geben sollte. Zuvor mussten wir allerdings noch einige Hürden meistern, um überhaupt dorthin zu kommen - dank Ramadan (sehr schwierig, zu dieser Zeit in einem muslimischen Land zu reisen!) war es natürlich nicht so einfach wie geplant, Banggi zu erreichen. Letztendlich haben wir zwei Tage gebraucht, um dorthin zu kommen und mussten einen Zwischenstop in einem Hafenhotel in Kudat einlegen.


Aber ganz von vorn: gestartet sind wir in Kinarut mit einem Minibus in Richtung Kota Kinabalu, von wo aus wir wiederum einen Minibus zum Long-Distance Bus Terminal nehmen mussten. Diese Aktion hat uns in etwa 2 Stunden für 20 km gekostet. Natürlich kamen wir somit erst gegen 10 Uhr morgens am Bus Terminal an. Da das Busterminal etwas unübersichtlich ist, haben wir erstmal diverse Leute gefragt, wo denn der Bus nach Kudat abfahren würde. Eine Frau meinte zu uns, wir sollten hier an dieser Stelle warten. Andere nickten. Also Gepäck abgelegt, gewartet. Irgendwann fuhr besagte Frau in ihrem Jeep davon. Nach ca. 10 Minuten kam mir die Situation merkwürdig vor, denn keine andere Person wartete an dieser Stelle. Wir nahmen also unsere Rucksäcke und liefen weiter, nur um anschließend festzustellen, dass wegen dem bevorstehenden Hari Raya (Abschlussfest des Ramadans) nur noch einmal täglich Busse fahren und zwar immer um halb 10 morgens. Da hätten wir also noch lang warten können ;)

Natürlich wurde diese Situation von eifrigen Geschäftsleuten ausgenutzt (immerhin will an Hari Raya jeder nach Hause, so wie bei uns an Weihnachten), weshalb es Angebote von Fahrern gab, welche die Strecke in ihren Privatjeeps fahren - aber selbstverständlich das dreifache des Buspreises kosteten. Der Kofferraum war so winzig, dass darin kaum unsere zwei Backpackerrucksäcke Platz fanden, geschweige denn das Gepäck von weiteren Mitfahrern - trotzdem wurde das Taxi natürlich bis zum Anschlag vollgestopft, darunter ein chinesisches Studentenpärchen und zwei ältere Männer. Die bereits nach 5 Minuten unerträglich unbequeme Fahrt begann. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich 184 cm groß bin? Und somit denkbar ungeeignet für asiatische Privat-Jeep-Fahrten?

Nach einer halben Stunde konnte ich meine Beine nicht mehr spüren, wir waren aber noch nicht mal auf der Schnellstraße. Im Gegenteil, unser Fahrer fuhr in irgendwelchen Wohnvierteln herum, bis er schließlich vor einem Haus anhielt, vor dem eine Frau mit 2 Koffern wartete, die größer waren als sie selbst. Ich übertreibe diesmal wirklich nicht, aber die Frau konnte die Koffer kaum vorwärts rollen. Unser Jeepfahrer begann zu überlegen, wie er wohl die Frau samt Koffern noch im Auto unterbringen könnte. Selbst die anderen Mitfahrer wurden inzwischen nervös beim Anblick der Gepäckmassen... Letztendlich wurden die beiden Koffer mit ein paar Seilen oben auf dem Jeep festgeschnürt und die Frau auf den Beifahrersitz befördert, wo sie die folgenden Stunden lang vom Fahrer zugequatscht wurde (was sie allerdings nicht zu stören schien). 

Die Fahrt ging also nun endlich los. Dachte ich zumindest. Nach 10 Minuten hielten wir erstmal einer Tankstelle, wo der Fahrer sich mit Chips und Getränken eindeckte. Die nächsten Stunden verbrachte ich eingequetscht auf der Rücksitzbank mit meinem MP3 Player, wobei ich mir bei jedem Schlagloch den Kopf an der Decke anstieß und noch dazu halb auf der Metallerhöhung vom Reifen sitzen musste, die in die Sitzbank hineinragte... Als wir dann nach ca. 2 Stunden die nächste Pause einlegten, musste mich mein Freund praktisch kopfüber aus dem Auto ziehen, da meine Beine taub waren und ich ja ganz hinten eingequetscht zwischen Gepäck und Autoverkleidung war.

Recht wackelig auf den Beinen taumelte ich in Richtung Toilette, überlegte es mir dann aber beim Anblick der heruntergekommenen Holzhütte, die zuvor unser schwergewichtiger chinesischer Jeepfahrer besucht hatte, anders. Einige Männer vor dem Shop, in dem Chips und Getränke verkauft wurden (scheinbar die üblichen Reise-Snacks auf Borneo), fanden meinen Anblick wohl relativ amüsant (viel zu groß, blond und noch dazu mit tauben Beinen). Ich flehte anschließend das chinesische Pärchen an, mit mir und meinem Freund Plätze zu tauschen, damit ich auf die Mittelsitzbank ausweichen konnte. Chips-futternd und lachend teilen sie mir mit, dass sie sich sowieso schon die ganze Zeit gewundert hätten, wie ich da hinten rein passte. 

Der Rest der insgesamt 5stündigen Fahrt verlief daraufhin etwas angenehmer, auch wenn die Straße zwischenzeitlich nur noch aus Erde und Schlaglöchern bestand, denen der Fahrer in halsbrecherischen Manövern auswich. Habe ich schon mal erwähnt, dass Müll bei Autoreisen grundsätzlich aus dem Fenster geworfen wird? Der Anblick des Regenwaldes neben der Straße war also relativ deprimierend. Nach und nach wurden alle Mitfahrer bis vor die Haustür gefahren, bis nur noch wir übrig waren. Wir äußerten unseren Wunsch, beim Hafen abgesetzt zu werden und grummelnd stimmte der Jeepfahrer zu. 

Selten in meinem Leben habe ich eine derart stinkende Stadt erlebt wie Kudat. Was womöglich daran liegen mag, dass jeglicher Müll direkt ins Meer gekippt wird. Die zwei Fährschiffe am Hafen waren umgeben von einer schwimmenden Müllhalde. Müde und völlig ausgebrannt steuerten wir trotzdem den Anlegesteg an, um den Abfahrtstermin der nächsten Fähre nach Banggi Island in Erfahrung zu bringen. 

Diejenigen, die meine alten Berichte schon gelesen haben, werden vermutlich in der Lage sein, zu erraten, was als nächstes passierte. Wegen Hari Raya fährt die Fähre nur noch zweimal am Tag nach Banggi. Und die letzte Fähre ist für heute ausgebucht. Wir sollen es vielleicht morgen früh nochmal versuchen.

Also Gepäck geschultert und auf die Suche nach einem Hotel gemacht. Unser Reiseführer gab nicht besonders viele Infos her, das schönste Hotel der Stadt (Hotel Ria) war natürlich leider ausgebucht, weshalb wir im The Upper Deck eingecheckt haben. Mit 80 RM pro Nacht nicht ganz billig (ca. 20 Euro). Dafür eigenes Bad und sauber, was ja für uns zu diesem Zeitpunkt ein unglaublicher Luxus war. Der Blick aus unserem Hotelfenster:



Wir sind anschließend ein bisschen durch Kudat gelaufen und haben uns die Stadt angesehen (Fazit: nicht sehenswert):




Auf der Suche nach etwas essbarem wurden wir mal wieder in Sachen Fried Noodles, die nach gar nichts schmecken, fündig. Der gigantische Supermarkt neben unserem Hotel war wohl noch die größte Attraktion, und wir deckten uns mit reichlich Wasser und Keksen ein (was sich am nächsten Tag als überlebensnotwendig herausstellen sollte). Nach einer ausgiebigen Dusche in unserem Luxushotelzimmer wanderten wir weiter durch die Stadt auf der Suche nach Abendessen, allerdings hatte wegen Ramadan nahezu alles geschlossen. Ein Lokal war geöffnet und bot ein riesiges Buffet. Allerdings sprach man dort nicht wirklich Englisch, was mir statt vegetarischem Essen Bohnen mit Hühnchenstücken sowie einige andere fleischhaltige Gerichte einbrachte. Es blieb dann also für mich bei weißem Reis.

Zumindest der Sonnenuntergang war hübsch anzusehen:



Wir gingen früh zu Bett, denn wir wollten unbedingt am nächsten Tag pünktlich am Hafen sein. Unser Gepäck ließen wir erstmal im Hotel, denn der Hafen war eng und voll. Da wir 2 Stunden vor Abfahrt dort waren und unser Hotel nur 500 m entfernt, erschien uns dieser Plan plausibel. Nach ca. 30 Minuten warten erschien ein älterer Herr mit Klapptischchen, um den sich sofort alle wie die Geier scharrten. Jegliche Anstell-Reihenfolge war vergessen und die Leute begannen damit, ihre Ausweise auf den Tisch zu schmeissen. Der alte Herr nahm seelenruhig einen nach dem anderen, schrieb händisch die Personausweisnummer, den Namen und den Sitzplatz auf einen Zettel und kassierte.

Natürlich hatten wir unsere Ausweise im Hotel vergessen. 


Geistesgegenwärtig schmiss mein Freund seine Bankkarte auf den Tisch und besetzt unseren Platz in der "Reihe" um den Tisch, während ich ins Hotel raste, um die Pässe zu holen. Völlig abgehetzt erschien ich am Anlegesteg. Allerdings waren bereits so viele Ausweise auf dem Tisch, dass die Plätze knapp wurden. Zwischendrin drängelten sich immer wieder Leute vor, bis wir schließlich vor Wut und Verzweiflung kurz vorm Durchdrehen waren, was auch die herumstehenden Leute langsam bemerkten. Einige Männer begannen netterweise damit, die Ausweise in der Reihe des Erscheinens zu sortieren, was zu großem Geschrei bei den Vordränglern führte, uns aber ganz knapp einen Platz im Boot sicherte.

Die ergatterten Tickets hielten wir wie zwei Goldbarren in der Hand! Wir gingen erstmal ins Hotel Ria zum Frühstück (sehr empfehlenswert! Es gab allerlei Kuchen, Pasteten, Croissants etc...) und holten anschließend unser Gepäck. Wir verbrachten weitere 2 Stunden am Hafen, bis schließlich unsere Fähre mit dem schönen Namen "Banggi Express" eintraf:




Es dauert noch eine ganze Weile, bis die Passagiere samt Gepäck aus- und die neuen eingestiegen waren, aber dann ging es endlich los! Samt malaysischer Metal-Live-Konzert-DVD die nonstop während der gesamten Fahrt in voller Lautstärke gespielt wurde sowie unserem Sitznachbarn, der 2 schreiene und tretende Kinder und 6 riesige Plastiktüten voll Gemüse auf dem Schoss (bzw. zeitweise eher auf uns) hatte. Glückerlichweise konnten wir dann auf Banggi Island ein bisschen ausspannen, bevor die stressige Rückreise begann.

Mittwoch, 3. April 2013

GEMALTE SPICY HOT CHOCOLATE

Meine liebe Freundin Sarah hatte letztens die Idee, eines meiner Rezepte zu visualisieren und bei They Draw and Cook einzureichen. Es ist dann die heiße Schokolade mit leckeren Gewürzen geworden - wenn ich das Bild so angucke, hab ich gleich wieder Lust drauf, mir schnell eine zu kochen! Ich hoffe, euch gefallen das Bild und die Idee, Rezepte und Kunst zu verbinden.

Copyright: Sarah Burghardt

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