Mittwoch, 30. April 2014

RISOTTO MIT GRÜNEM SPARGEL

Spargel gehört ja zum Frühling dazu. Ich bin aber absolut keiner dieser Weißer-Spargel-mit-Sauce-Hollandaise-Esser. Ehrlich gesagt habe ich das ein einziges Mal in meiner Kindheit gegessen und danach nie wieder! Der einzige Spargel, der mir ins Haus kommt, ist grüner... Und da auch eher dezent in Form von Gemüsepfannen oder Risotto. Pur muss ich ihn auch nicht unbedingt haben. Deshalb gibt es heute ein Rezept für leckeres Risotto mit grünem Spargel für diejenigen unter euch, denen es ähnlich geht ;)


Das Rezept reiche ich auf den letzten Drücker beim Blogevent von S-Küche "Aprilfrisch" ein:

Aprilfrisch - das regionale Event von S-Küche (Einsendeschluss 1. Mai 2014)

Zutaten für 2 Personen:
250 g Risotto-Reis (Arborio)
2 Schalotten
1 Bund grüner Spargel
1 Lorbeerblatt
1 - 2 Knoblauchzehen
ca. 100 ml Weißwein
ca 400 ml Gemüsebrühe
frischer Thymian
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
ca. 100 g frisch geriebener Parmesan
2 EL Olivenöl

Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, dann zuerst Schalotten anbraten. Knoblauch und Lorbeerblatt dazugeben, kurz anschwitzen und dann den Reis hinzugeben. Gut rühren, wenn der Reis leicht glasig wird, mit Weißwein ablöschen. Sobald dieser verkocht ist, etwas Gemüsebrühe dazu gießen. Rühren, Deckel auf die Pfanne und nach ein paar Minuten wieder rühren und gegebenenfalls Brühe nachgießen. Die Brühe sollte immer nach und nach hinzugegeben werden und nicht auf einmal. Aufpassen, dass nichts anbrennt und immer fleissig rühren und Brühen nachgießen. 

Nach etwa 15 - 20 Minuten sollte der Reis gar sein. In der Zwischenzeit die holzigen Enden vom gewaschenen Spargel abschneiden und diesen in mundgerechte Stücke schneiden. In einem Topf mit etwas Wasser ca. 5 - 8 Minuten kochen, bis er gar aber noch bissfest ist. Parmesan reiben und Thymian von den Stielen zupfen. Parmesan in das Risotto einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann Spargel und Thymian dazugeben. Heiß servieren.

Montag, 28. April 2014

ROSENWASSER-JOGHURT MIT HONIG UND PISTAZIEN

Es gibt Desserts, die sind so einfach, aber so gut. Das hier ist eines davon. Wenig Zutaten, in ein paar Minuten zusammengerührt und trotzdem einfach herrlich. Ich habe es aus dem Kochbuch von Donna Hay*, das ich euch letztens schonmal vorgestellt hatte. Allerdings habe ich es ein bisschen abgewandelt und die Granatapfelkerne weggelassen, weil ich keine da hatte. Wer mag, kann natürlich welche dazu geben. Die Kombination aus Joghurt, Honig und Nüssen kennt man ja eigentlich auch vom Griechen - trotzdem habe ich es irgendwie selten daheim gemacht (bzw. dann eher nur Joghurt mit Honig, ohne Rosenwasser und Pistazien..). Wenn es euch auch so geht, dann ist jetzt der Zeitpunkt für alle, die normalerweise sagen "Nachtisch kann ich nicht" - der hier ist so einfach, das kann jeder. Und so schnell, das geht selbst nach einem stressigen Arbeitstag. Gönnt euch was Gutes! :)



Zutaten für 4 Gläser:
500 g Naturjoghurt
1 TL Rosenwasser
8 TL Honig
2 EL Pistazien

Mit einem Schneebesen den Naturjoghurt mit dem Rosenwasser gründlich verrühren. Je einen Teelöffel Honig in ein Glas füllen, den Joghurt darauf verteilen und nochmals einen Teelöffel Honig darauf geben. Pistazien hacken und darüber streuen.

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Samstag, 26. April 2014

TAPAS - SPANISCHER ABEND

Ihr wisst ja, dass ich letztens in Spanien war und das phantastische Essen dort genießen durfte. Seither habe ich auf eine Gelegenheit gewartet, einen spanischen Abend für Freunde zu machen. Der Beste und ich haben Unmengen köstliches Olivenöl, Kapern und Oliven mitgebracht (ich sag nur - wir sind jeweils mit 6 kg hingeflogen und mit 16 kg zurück!). Als dann letztens auch das Tapasbrett* ankam, das ich mir für den spanischen Abend bestellt hatte, war es dann so weit.

Die Rezepte sind teilweise inspiriert von den mitgebrachten Zutaten oder von den Köstlichkeiten, die ich vor Ort probieren durfte. Die Baguettes mit Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade zum Beispiel habe ich in Madrid gegessen und fand sie einfach herrlich! Klar, dass ich sie unbedingt ausprobieren musste. Die klassische Tortilla de patatas darf beim Tapas-Abend eigentlich auch nicht fehlen, aber da es sie letztens schon gab, habe ich andere Sachen ausprobiert. Wer auf der Suche nach vegetarischen Tapas ist, für den/die habe ich heute ganze sechs Rezepte!



Champignones al jerez
(In Sherry eingelegte Champignons)
250 g kleine, braune Champignons
1 Zehe Knoblauch
frische, glatte Petersilie
1 Messerspitze Chiliflocken
2 EL Sherry oder Sherryessig
Olivenöl

Champignons gründlich putzen. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, den Knoblauch darin leicht anbraten, dann die Champignons dazugeben, mit Sherry(essig) ablöschen und bei niedriger Hitze braten, bis sie gar sind. Mit Petersilie und Chiliflocken vermengen und warm servieren. 



Marinierte Zucchini mit Ei und Kapern
(Quelle: Chefkoch)
2 Zucchini
1 Zehe Knoblauch
Olivenöl
Salz
Pfeffer

2 EL Kapern
frische, glatte Petersilie
2 hartgekochte Eier

Ofen auf 200° C vorheizen. Zucchini in 1 cm dicke Scheiben schneiden und diese nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 10 Minuten backen, bis die Scheiben gar sind. Abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Petersilie waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. Hartgekochte Eier pellen und fein würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Die Zucchinischeiben mit Knoblauch und Petersilie bestreuen, Olivenöl darauf verteilen und dann die Eierstücke und Kapern darauf verteilen. 



Berenjenas fritas con miel
(Frittierte Auberginen mit Honig) 
1 große Aubergine (oder zwei kleine)
Olivenöl
Salz
Pfeffer
4 EL Mehl
4 EL Semmelbrösel
2 Eier
Orangenblütenhonig

Ofen auf 200° C vorheizen. Gewaschene Auberginen in 1 cm dicke Scheiben schneiden, mit Salz bestreuen und 20 Minuten ziehen lassen. Dann gründlich abwaschen und mit einem Küchentuch abtrocknen. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen 10 - 15 Minuten backen, bis sie fast gar sind. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren panieren und in etwas Öl in der Pfanne ausbacken (zuerst die Scheiben beidseitig mit Mehl bestäuben, dann in geschlagenem Ei wenden, dann in Semmelbröseln). Auf ein Küchentuch legen, damit das überschüssige Fett aufgesaugt wird. Warm mit Orangenblütenhonig servieren. 



Aceitunas negras & aceitunas verdes 
(Schwarze und grüne Oliven)
Die Oliven können in einer Marinade aus Sherryessig, Olivenöl und gehacktem Knoblauch eingelegt werden. Zu grünen Oliven passt auch eine Messerspitze gemahlene Nelken oder etwas gehacktes Fenchelgrün.

Piementos en adobo
(Röstpaprika mit Mandeln)
(Quelle: Chefkoch)
1 rote Paprika
1 orangene oder gelbe Paprika
2 EL gehobelte Mandeln
frische, glatte Petersilie
1 kleine Zehe Knoblauch
Olivenöl
Sherryessig
Honig
Salz
Pfeffer

Ofen auf 200° C vorheizen. Paprika halbieren, entkernen, Strunk entfernen und gründlich waschen. Mit der Hautseite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und so lange im Ofen lassen, bis die Haut schwarze Stellen bekommt und Blasen wirft. Beiseite stellen und abkühlen lassen, dann die Haut abziehen. Die abgezogenen Paprika in mundgerechte Stücke schneiden und auf einem Teller anrichten. Mit Salz, Pfeffer und Sherryessig würzen. Petersilie waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. Knoblauch schälen und ebenfalls fein hacken. Die Paprikastücke mit den gehobelten Mandeln, dem Knoblauch und der Petersilie vermischen und mit Olivenöl und Honig beträufeln. Kann kalt oder lauwarm serviert werden.



Pintxo de queso de cabra y cebolla caramelizada 
(Baguette mit gebackenem Ziegenkäse und Zwiebelmarmelade)
1 Baguette
2 Rollen Ziegenfrischkäse oder Ziegenweichkäse
2 Zwiebeln
30 ml Rotwein
3 EL Zucker
Butter
Salz
Pfeffer

Ofen auf 180° C vorheizen. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln mit Zucker kurz karamellisieren lassen, dann mit Rotwein ablöschen. Bei niedriger Hitze etwa 5 - 8 Minuten köcheln lasen, bis die Zwiebeln weich sind und die Flüssigkeit fast verdunstet ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Baguette in Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ziegenkäse in Scheiben schneiden und auf die Baguettestücke legen. Im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 5 - 6 Minuten backen, bis der Ziegenkäse weich ist und das Baguette knusprig. Etwas Zwiebelmarmelade darauf verteilen und heiß servieren.


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Donnerstag, 24. April 2014

ORANGEN-KARAMELL-TORTE & GIVE-AWAY HOME OF CAKE

Vor Leuten, die perfekt aussehende Torten backen, habe ich großen Respekt. Ich traue mich da selten heran und denke immer, andere können das viel besser. Als letztens das Buch Torten von Linda Lomelino* (vom wunderbaren Blog Call me Cupcake) eingetroffen ist, habe ich mir aber ein Herz gefasst und eines ihrer Rezepte nachgebacken: Orangentorte mit Dulce de Leche. Allerdings leicht abgeändert, mit dieser Kondensmilch-Karamellsache komme ich nicht klar - da bin ich inzwischen mehrfach dran gescheitert. Deshalb klassisch mit selbstgemachter Karamellcreme, wie ich sie immer mache. Am Rest des Rezepts habe ich nichts verändert und muss sagen, es hat ganz toll geklappt! Das Buch stelle ich euch in den nächsten Wochen nochmal ausführlicher vor, wollte aber unbedingt eines der Rezepte nachbacken bevor ich es rezensiere. 


So eine tolle Torte möchte natürlich auch entsprechend präsentiert werden, meine alte Plastik-Transportbox macht da nicht viel her. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass der wunderbare Shop Home of Cake so nett war, mir für dieses Shooting eine Tortenplatte zur Verfügung zu stellen - uuuuuund (*trommelwirbel*) das gleiche Modell auch nochmal für euch! Ihr habt also die Möglichkeit, einen Månses Cake Stand von Home of Cake zu gewinnen! 

Hierfür müsst ihr bitte einfach euren Lieblings Cake Stand aus dem Shop Home of Cake in einem Kommentar unter diesem Blogpost angeben. Dafür habt ihr Zeit bis zum 03.05.2014, 23.59 Uhr. Danach werde ich den/die Gewinner/in auslosen. Bitte gebt unbedingt eine Kontaktmöglichkeit an, sei es ein FB/Twitter/Instagram Name oder eine Emailadresse, damit ich euch im Falle des Gewinns benachrichtigen kann. Die Postadresse leite ich dann an den Shop Home of Cake weiter, der die Tortenplatte direkt an den/die glückliche Gewinner/in versenden wird!

Nachtrag: Gewonnen hat Ella von dear moments! Glückwunsch :)


Aber nun zum Tortenrezept, euch läuft doch bestimmt schon das Wasser im Mund zusammen... Meine Springform* hatte übrigens 20 cm Durchmesser, weshalb ich das unten angegebene Rezept einfach um + 1/4 erweitert habe. Wer also nur eine Springform in dieser Größe hat, sollte das Gleiche tun.

Zutaten für 8 - 10 Stücke (Springform mit 15 - 18 cm Durchmesser*)
4 große Eier
100 g Weizenmehl
100 g Zucker
1/2 EL Speisestärke
1/2 EL Backpulver
4 EL Sonnenblumenöl
1 Prise Salz
4 EL frisch gepressten Orangensaft
1 EL abgeriebene Bio-Orangenschale
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
40 g Zucker für den Eischnee

400 ml Sahne

Schokospäne für die Dekoration

Karamellcreme nach Anleitung zubereiten. Den Backofen auf 160° C vorheizen. Wer zwei Springformen in der gleichen Größe hat, kann diese mit Backpapier auslegen. Wer nur eine hat, muss die beiden Teigböden nacheinander in der gleichen Form backen. Bitte gebt nicht den gesamten Teig auf einmal in die Form, das wird nicht so gut funktionieren!

Für den Orangenboden die Eier trennen. Man benötigt 4 Eiweiß und 3 Eigelb. Eiweiß steif schlagen, dann die 40 g Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee auch auf den Kopf gestellt nicht aus der Schüssel fällt. Drei Eigelb mit 100 g Zucker, Vanillezucker, Öl, einer Prise Salz, Orangensaft und Orangenschale verquirlen. Mehl, Backpulver und Speisestärke dazusieben und kurz zu einem gleichmäßigen Teig vermengen. Nicht zu lange rühren!

Das Eiweiß nun vorsichtig portionsweise unter den Teig heben. Ich habe es in 4 Schritten zugegeben, bis sich letztendlich ein fluffiger Teig gebildet hat. Die Hälfte des Teiges in die Form füllen (bzw. auf zwei Formen verteilen) und im Ofen 25 - 30 Minuten backen. Die Form(en) nach der Backzeit aus dem Ofen nehmen und umgedreht auf ein Kuchengitter stellen, da sonst der Tortenboden in der Mitte einsinkt. Vollständig auskühlen lassen, dann mit einem Messer am Formrand entlang fahren um den Kuchen zu lösen. Anschließend den Tortenboden aus der Form stürzen. 

Wenn er vollständig (!) ausgekühlt ist, die Sahne steif schlagen. Die (kalte!) Karamellcreme dazugeben und mit dem Handrührgerät gut durchschlagen, bis sie gleichmäßig in der Sahne verteilt ist. Die beiden Tortenböden mit einem scharfen, langen Messer horizontal halbieren, so dass ihr 4 dünne Böden habt. Den ersten Boden mit der Schnittstelle nach oben auf die Tortenplatte legen und gleichmäßig mit Sahne-Karamell-Creme bestreichen. Ihr solltet für alle Lagen etwa gleich viel Sahnecreme verwenden, gegebenenfalls also mit einem Eisportionierer abmessen.

Mit den weiteren Böden ebenso verfahren, aber die Schnittstelle des vierten und letzten Bodens nach unten legen, um oben eine gerade Kante zu bekommen. Mit einer Winkelpalette* die gesamte Torte mit einer Schicht Sahnecreme überziehen. Wer mag, kann den Rest Sahnecreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und am oberen Rand entlang ein Muster aufspritzen. Die Seiten der Torte mit Schokoladenspänen dekorieren. 


*Amazon Affiliate (siehe Impressum)

Dienstag, 22. April 2014

RON ZACAPA RUMKUGELN

Eigentich bin ich kein großer Fan von Alkohol. Wer mich persönlich kennt, weiss, dass ich Alkohol maximal für Saucen oder zum Backen verwende. Als letztens das Angebot von Alexander&James* kam, einen hochwertigen Rum zu testen, hatte ich aber dennoch Lust dazu. 

Rumkugeln standen schon lange auf meiner To Do Liste und mit so einem tollen hochwertigen Rum war das die perfekte Gelegenheit. Außerdem waren Eltern und Freund gleich sehr begeistert von der Idee.Die Rumkugeln sind wirklich sehr lecker geworden! Auch wenn es etwas seltsam war, für das Fotoshooting am frühen Morgen ein Glas Rum einzuschenken.. 

Ich kenne Rezepte, in denen Mehl für die Masse verwendet wird, da ich aber persönlich den Mehlgeschmack in Nicht-Gebackenem nicht mag, habe ich mich für gemahlene Mandeln entschieden. Diese passen außerdem gut zum leichten Mandel-Aroma des Ron Zacapa. 


Zutaten für ca. 20 Rumkugeln:
60 g zimmerwarme Butter
60 g Puderzucker
1 EL Kakaopulver
2 EL Ron Zacapa oder anderer Rum
100 g gemahlene Mandeln
50 g geriebene dunkle Schokolade
40 g Schokosplitter

Butter mit Rum und Puderzucker schaumig schlagen, dann Kakao und gemahlene Mandeln dazusieben. Geriebene dunkle Schokolade dazugeben und zu einer festen Masse verkneten. Kugeln aus der Masse formen und diese in Schokosplittern wenden. Im Kühlschrank aufbewahren, damit sie schön fest bleiben. 


*Werbung: Kooperation mit Alexander & James

Sonntag, 20. April 2014

FRUEHLINGS-LASAGNE MIT ZITRONENRICOTTA

Die meisten von euch sind jetzt wahrscheinlich beim Ostereier-Suchen. Trotzdem habe ich ein feines Rezept für euch, falls ihr nach den Osterfeiertagen noch nicht genug geschlemmt habt. Ich bin ja ein großer Fan von Lasagne, und diese Frühlings-Lasagne mit schwarzen Oliven und Kräutern ist absolut köstlich! Durch den Zitronenricotta bekommt sie eine frische Note und verdient sich den Namen Frühlings-Lasagne.



Zutaten für 2 hungrige oder 4 mit Beilage (Brot, Salat, ..):
12 Lasagne-Nudelplatten
1 Zucchini oder Aubergine
250 ml Tomatensauce
2 Bio-Zitronen
1 Mozzarella
ca. 15 schwarze Oliven (entkernt)
250 g Ricotta
100 ml Sahne
Salz
Pfeffer
Olivenöl

frische Kräuter (Apfelsalbei, Basilikum, Mandarinensalbei, ...)

Tomatensauce kochen. Ofen auf 220° C vorheizen (Umluft). Während die Sauce köchelt, den Ricotta mit Sahne, Salz, Pfeffer und abgeriebener Bio-Zitronenschale verrühren. Oliven in Scheiben schneiden. Zucchini in dünne Scheiben schneiden. Etwas Ricotta-Mischung auf den Boden der Form geben, darauf 3 Lasagneplatten (Ecken abbrechen, damit sie besser in die Form passen). Darauf Tomatensauce verteilen, dann Zucchinischeiben, darauf großzügig Ricotta-Mischung verteilen. Einige Oliven darüber verstreuen. Wieder Lasagneplatten, Tomatensauce, Zucchini, Ricotta-Mischung und Oliven, bis alles aufgebraucht ist.

Die Lasagne für 15 Minuten in den Ofen schieben. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und die frischen Kräuter hacken. Die Mozzarellascheiben auf der Lasagne verteilen, nachdem sie 15 Minuten im Ofen war, danach nochmals 10 Minuten backen, bis der Käse goldbraun und knusprig ist. Aus dem Ofen holen und die frischen Kräuter darauf verteilen.

Freitag, 18. April 2014

MINI-OSTERGUGL

Ich wünsche euch allen schöne Osterfeiertage! Wer noch spontan backen möchte, für den/die gibt es noch ein Last Minute Rezept, für das man meistens alle Zutaten daheim hat. Übrigens findet ihr hier noch ein Interview mit mir.


Übrigens, wer mir auf Instagram folgt, hat die Mini-Ostergugl schon vor ein paar Tagen in Ihrer Transportbox* gesehen. Diese Cupcake-Dose kann man nämlich prima auch für Minigugl zweckentfremden, die beim Transport nicht umkippen sollen..


Zutaten für 6 Stück (z.B. diese Form*):
60 g Butter
1 EL Sonnenblumenöl
1 Ei
6 EL Milch
60 g Zucker
110 g Mehl
1 TL Backpulver

Topping:
150 ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
2 EL Zucker
6 Zucker-Ostereier

Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Butter mit Öl, Zucker und Ei schaumig rühren. Mehl mit Backpulver mischen und untersieben. Die Milch dazugeben und glattrühren. Teig in die Förmchen füllen und auf mittlerer Schiene ca. 12 - 15 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen.

Sahne mit einem Päckchen Sahnesteif und 2 EL Zucker steif schlagen. In einen Spritzbeutel mit Sterntülle (16 mm) füllen und zuerst in das Gugl-Loch, dann außen auf den Rand des Gugls spritzen. Mit einem Zucker-Osterei dekorieren.  


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Mittwoch, 16. April 2014

REZENSION: DIE GRUENE KUECHE

Eigentlich ist der Titel des Buches (Die Grüne Küche - Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag*) ein klein wenig irreführend, denn zuerst habe ich es gar nicht mit dem Blog "Green Kitchen Stories" in Verbindung gebracht, obwohl es ja vom Bloggerpärchen David Frenkiel und Luise Vindahl verfasst wurde. Aber das wunderschöne, außergewöhnliche Cover hat sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Johanna Frenkiel/Knesebeck Verlag

Der Knesebeck Verlag hat mir netterweise das Buch zugeschickt, damit ich es mir genauer anschauen und euch vorstellen kann. Seither nehme ich es immer mal wieder in die Hände und werfe einen Blick hinein, schmökere in den tollen Rezepten oder betrachte die wunderschönen Photos. Das Buch ist an sich schon eine Art Gesamtkunstwerk, denn es enthält die 100 besten Rezepte der beiden Stockholmer.

Das Buch unterteilt sich in folgende Kapitel: Einleitung, Unser Vorratsschrank, Gesunder Start, Grundrezepte, Frühstück, Leichte Gerichte, Zum Mitnehmen, Familienessen, Häppchen, Getränke, Süße Gaumenfreuden. Jedes Rezept füllt eine Doppelseite und es gibt ein wunderschönes Photo des Gerichtes dazu. Das Layout ist übersichtlich und nicht zu überladen, außerdem gibt es oft noch kleine interessante Anekdoten oder Infos zu den Rezepten dazu. Die Zutatenlisten findet man ungewöhlicherweise direkt neben der Überschrift - sieht aber sehr hübsch aus!

Copyright: Johanna Frenkiel/Knesebeck Verlag

Um euch ein paar Ideen zu geben, was ihr für Rezepte im Buch findet...: Bananen-Kokosnuss-Pfannkuchen ohne Mehl (siehe Bild oben);  Granita aus Zuckermelonen mit Zitrone und Minze; Süßer Haselnuss-Masala-Chai; Salbei-Walnuss-Pâté; Tomaten mit Amarant-Halloumi-Füllung; "Bohnotto" mit Austernpilzen, Mascarpone und Spinat; Burger mit Pfirsichen und Pilzen; dunkles, dänisches Roggenbrot; .... Und viele weitere tolle Gerichte!

Die Rezepte machen einem richtig Lust aufs Nachkochen, nicht zuletzt durch die wunderschönen Bilder! Es sind einige Sachen dabei, die ich entweder noch gar nicht kannte oder die völlig neue Komponenten haben. Insgesamt ein wirklich sehr spannendes Kochbuch, das eine tolle Inspiration für die vegetarische Küche ist!

 Copyright: Johanna Frenkiel/Knesebeck Verlag

Fazit: Das Buch könnte zu einem Standard-Werk meiner Kochbuchsammlung werden, da so viele unterschiedliche Zutaten verwendet werden und die Rezepte sehr innovativ sind. Die wunderschönen Photos machen Lust, das Buch immer mal wieder zur Hand zu nehmen. Es ist auch für Veganer geeignet, da viele Rezepte keine Milchprodukte enthalten. Von meiner Seite aus eine Kaufempfehlung!


Die grüne Küche. Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag. Von David Frenkiel und Luise Vindahl (256 Seiten, Hardcover, ISBN 9783868736854, Erscheinungsjahr 2014, Preis 34,95 €)
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Montag, 14. April 2014

MINI-ZITRONENDONUTS MIT VEILCHEN-GLASUR

Es gibt Dinge, die sind schon ewig auf meiner Wunschliste. Zum Beispiel eine Donut-Form. Gebt mir einen Donut und ich bin im 7. Himmel... Dieses ungesunde, überzuckerte Zeug - ich steh einach drauf. Als ich letztens online Mini-Donuts gesehen hatte, war es dann soweit - ich musste mir eine Mini-Donutforum* kaufen! Die sahen einfach zu niedlich aus... Eigentlich wollte ich eine in Normalgröße und die wird auch sicher noch irgendwann bei mir einziehen, aber zuerst musste es diese kleine sein.

Vor ein paar Tagen kam die Form dann bei mir an und obwohl ich gerade so furchtbar erkältet war, musste ich sie direkt ausprobieren. Glücklicherweise ist das Rezept sehr einfach und wegen der Größe haben die Donuts auch nur eine kurze Backzeit. Das Grundrezept habe ich von Lisbeths Cupcakes und Cookies übernommen, allerdings ein bisschen abgeändert (ohne Vanille und Himbeerpulver, dafür Zitronenschale in den Teig und die Glasur hab ich auch ganz anders gemacht). Ich muss sagen, sie sind wirklich superlecker - zwar nicht zu vergleichen mit den frittierten Donuts, ganz klar, aber trotzdem wird es sie jetzt öfter bei mir geben. Vielleicht entsteht ja noch das ein oder andere Rezept für euch!

 

Den Veilchensirup habe ich aus Madrid mitgebracht, genau wie köstliche Veilchen-Bonbons.. Dort gibt es nämlich einen Laden, der "La Violeta" heißt und nur Veilchen-Sachen verkauft ;) 

Zutaten für 36 Mini-Donuts (z.B. diese Form*):
100 g Mehl
1/4 TL Backpulver
Prise Salz
35 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL weiche Butter
60 ml Milch
abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
etwas Öl zum Einfetten der Form

Glasur:
6 EL Puderzucker
2 TL Zitronensaft
Zuckerperlen, Zuckerstreusel etc.

Ofen auf 160° C Umluft vorheizen. Donutform mit etwas neutralem Sonnenblumenöl auspinseln. Ei mit Zucker, Salz, Milch, Zitronenschale und Butter schaumig rühren. Mehl und Backpulver dazusieben und zu einem glatten Teig verrühren. In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und in die Donutform füllen, dabei darauf achten, dass die Förmchen nur halb voll sind! Die Donuts gehen noch auf. Im Ofen ca. 12 - 14 Minuten backen, kurz auf einem Gitter auskühlen lassen, dann die Donuts herauslösen und die Form erneut befüllen. Der Teig reicht nämlich für die doppelte Portion (oder ihr füllt einfach eine zweite Silikonform mit einer ähnlichen Größe, zum Beispiel Minigugl). 

Wenn die Donuts ausgekühlt sind, die Glasur anrühren. Dazu Puderzucker in ein kleines Schälchen sieben, Zitronensaft und Veilchensirup dazugeben und verrühren. Die Donuts in die Glasur tauchen und direkt die Zuckerperlen darauf verteilen (die Glasur trocknet nämlich schnell).


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Samstag, 12. April 2014

BAISER / MERINGUE

Baiser (oder Meringue) ist so eine Sache, an die ich mich noch nie rangetraut habe. Einmal gab es Rhabarberkuchen mit Baiserhaube, die allerdings nix geworden ist ;) Braun und innen klebrig-matschig. Genau so, wie Baiser eben nicht sein soll. Gestern hab ich mir allerdings gedacht - schaffst du Macarons, schaffst du auch Baiser! Nach stundenlanger Online-Recherche, dem Durchlesen vieler Rezepte und Blogbeiträge hab ich dann verschiedene Rezepte verglichen und kombiniert und das ist dabei herausgekommen. Absolut perfektes, schneeweißes Baiser, das außen knusprig ist und innen weich.


Die Baisers kann man wunderbar mit Sirup genießen (im Bild seht ihr eines mit Veilchen-Sirup*) oder zu Ostern in niedlichen Hasen-Papiertüten verschenken. Ich habe die Häschen-Tüten in Madrid gekauft. Sie sind von der Firma Meri-Meri, die zum Beispiel auch zauberhafte Cupcake-Deko-Sets* produziert. Ein bisschen überteuert vielleicht, ich habe fast 10 Euro für 4 Häschen-Tüten bezahlt (ähem, die Foodblogger-Kasse weint....). Wer gern bastelt, kann sie wahrscheinlich auch selbst herstellen, sie sind aus einem Stück Karton und werden einfach zusammengesteckt!

Das links oben im Bild ist übrigens nicht wirklich eine Etagere, sondern mein Lieblings Rice-Melamin-Becher* mit einem bunten Teller.. Den Becher (oder genauer gesagt zwei davon) hat mir mein Bester zu Weihnachten geschenkt und seither wird er täglich für Smoothies verwendet - dafür hat er nämlich die perfekte Größe! Aber nachdem die Baisers so hübsch mit den bunten Farben aussahen, darf er in dieser Form sicher auch noch öfter zum Einsatz kommen.


Zutaten:
3 Eiweiß
1 Prise Salz
120 g feiner Zucker
1 EL Speisestärke
60 g Puderzucker

Spritzbeutel mit Sterntülle (16 mm) bereit legen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 80 - 90° C vorheizen. Eiweiß mit einer Prise Salz schlagen. Sobald es anfängt, weiß zu werden, nach und nach den feinen Zucker hinzugeben und das Eiweiß ganz steif schlagen. Das dauert mit dem Rührgerät mindestens 5 Minuten, eher länger! Wenn das Eiweiß steif ist, Puderzucker und Speisestärke dazusieben und mit dem Rührbesen vorsichtig einarbeiten (nicht nochmal mit dem Handrührgerät schlagen!). In einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle (16 mm) füllen und entweder Mini-Baisers auf das Backblech spritzen und/oder größere Baisers. 

Dabei in der Mitte anfangen, kreisförmig nach außen vorarbeiten und zuletzt nochmal auf die Mitte einen Kreis Eiweiß-Masse spritzen. Die Mini-Baisers brauchen etwa 75 Minuten im Ofen, die größeren Baisers mit ca. 8 - 10 cm Durchmesser 120 Minuten. Man kann beides gleichzeitig machen und die Kleineren einfach schon früher herausnehmen. Sie gehen im Ofen nicht auf, deshalb kann man sie ruhig nah nebeneinander spritzen. Wenn sie fertig sind, auf einem Gitter auskühlen lassen. In einer Metalldose kann man sie mindestens eine Woche gut aufbewahren.


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Donnerstag, 10. April 2014

TORTILLA DE PATATAS / SPANISCHES KARTOFFELOMELETTE

Vorgestern hatte ich euch ja über unseren kleinen Ausflug nach Madrid berichtet. Passend dazu habe ich heute ein spanisches Gericht für euch: Tortilla de patatas, spanisches Kartoffelomelette. Meines ist allerdings ein bisschen anders als die traditionelle Version, und zwar durch die Verwendung von Süsskartoffeln statt normalen Kartoffeln. Außerdem gebe ich noch ein bisschen gewürfelte Tomate mit Koriander dazu, um das Ganze etwas fruchtiger zu machen. Wer eine kleinere Pfanne nimmt, bekommt ein etwas höheres Omelette. 

In Spanien gibt es außerdem extra "Deckel" (hier auch Pfannkuchenwender* genannt), um das Omelette zu wenden, was natürlich sehr praktisch ist... Dieses Kartoffelomelette wurde mit einem Teller gewendet, dabei verbrennt man sich aber leicht (an dieser Stelle werfe ich einen mitleidigen Blick zum Besten, der diese undankbare Aufgabe übernehmen durfte..). Aber mit ein bisschen Übung, einem größeren Teller oder einem spanischen Omelette-Deckelwender klappt das schon ;)

  
Zutaten für 1 Omelette (für eine Pfanne mit 20 cm Durchmesser)
3 - 4 Eier
50 ml Milch
1 kleine Süsskartoffel (oder: 2 normale Kartoffeln)
1 rote Zwiebel
1 - 2 Zehen Knoblauch
Olivenöl
Paprikapulver
Salz
Pfeffer

1 Tomate
frischer Koriander

Süsskartoffel schälen und längs in 6 - 7 Scheiben schneiden (jeweils 1 cm dick). Diese Scheiben dann in Streifen schneiden (auch wieder 1 cm dick) und anschließend in Würfel. Die Würfel sollten also sehr klein sein, damit die Kartoffelstücke schnell durchgaren. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einer Pfanne (20 cm Durchmesser) Olivenöl erhitzen und die Süsskartoffel-Stücke scharf anbraten. Deckel aufsetzen und mindestens 5 - 6 Minuten durchgaren lassen, bis die Kartoffeln gar sind und angeröstet. Nochmal etwas Olivenöl dazugeben, erst Zwiebeln, dann Knoblauch mitbraten. In der Zwischenzeit Eier mit Milch, Salz, Pfeffer und Paprikapulver verquirlen. Die Mischung zu den Kartoffeln geben, Deckel aufsetzen und 6 - 8 Minuten stocken lassen. 

In der Zwischenzeit Tomate entkernen und fein würfeln. Koriander von den Stielen zupfen und fein hacken. Wenn das Omelette bis an die Oberfläche durchgestockt ist, vorsichtig wenden. Dazu einen großen Teller auf die Pfanne legen, mit Schwung umdrehen und dann das umgedrehte Omelette zurück in die Pfanne gleiten lassen. Von dieser Seite nochmal eine Minute braten lassen. Dann auf einem mit den gehackten Tomaten und dem Koriander servieren.


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Dienstag, 8. April 2014

TRAVEL: MADRID FOOD

Wie einige von euch schon auf Facebook, Twitter oder Instagram mitbekommen haben, war ich vor kurzem mit dem Besten in Madrid. Sechs Tage lang haben wir die Stadt unsicher gemacht und alles zu Fuß erkundet! Zuvor habe ich natürlich ein bisschen recherchiert und mir einige vegetarische und vegane Restaurants notiert, die wir dann aufgesucht haben und die ich jetzt mit euch teilen möchte! 



Zuerst ein paar Basis-Infos: man sollte vorher üben auf Spanisch zu bestellen, da oft kein Englisch gesprochen wird, Leitungswasser gibt es grundsätzlich gratis, Frühstück (desayunos) kaum irgendwo vor 9 Uhr, Mittagessen (am besten Menú del día) zwischen 14 und 16.30 Uhr, Abendessen zwischen 21 und 23.30 Uhr. Wenn man diese Infos beachtet, kommt man ganz gut zurecht!

Nachtrag:
In Sachen Trinkgeld gab es einige Diskussionen - mein Reiseführer sagte, man gibt keines, weil es in der Servicepauschale auf der Rechnung inkludiert ist und ich hatte auch den Eindruck, dass es nicht wirklich üblich ist bzw. sogar von den KellnerInnen ignoriert wird. Die Löhne in Spanien (und auch Madrid) sind sehr niedrig und es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit im ganzen Land, weshalb ich es aber moralisch gut finde, Trinkgeld zu geben. Laut Ansicht meiner lieben LeserInnen kann man das sehr wohl machen, man muss nur beachten, dass man zuerst auf den Cent genau das Wechselgeld zurück bekommt und dieses dann erst auf dem Teller / Körbchen etc. liegen lässt, anstatt wie in Deutschland den gerundeten Betrag direkt beim Bezahlen zu nennen. 

Wir haben im Stadtteil Chueca gewohnt, neben Malasaña das absolute In-Viertel in Madrid. Es gibt dort jede Menge Clubs, Bars, Restaurants, Designerläden und Action rund um die Uhr. Unser Airbnb-Host war so nett, uns seine Lieblingslokale aufzuschreiben und wir haben einige davon getestet. 


Desayunos / Frühstück

Das absolut süßeste und günstigste Lokal ist das Oita Cafe in der Calle de Hortaleza, 30 (Stadtteil Chueca). Wir haben dort das typische spanische Frühstück zu uns genommen: Tostadas con tomate & cafe con leche für 2,50 Euro pro Person. Wer noch ein Glas frisch gepressten Orangensaft (zumo de naranja) dazu möchte, zahlt nur einen Euro extra. Das war mit Abstand das günstigste Frühstück im schönsten Cafe in der Gegend! Plus zauberhaft nette Bedienungen, die auch ein bisschen Englisch sprechen (was selbst in Madrid leider nicht vorausgesetzt werden kann, wie ich lernen musste!). 

 

Auch ein super Frühstückslokal, aber ein kleines bisschen teurer, ist das Maricastaña in der Calle corredera baja de san pablo, 12. Auch hier ist die Einrichtung absolut zauberhaft, man fühlt sich sofort wohl. Der ganze Laden ist ein bisschen alternativer, mit tätowierter Kellnerin und Hipster-Charme ;)


Ein drittes Lokal, das sich gut zum Frühstücken aber auch für Sandwiches, Suppen und Salate zu Mittag eignet, ist das La Bicicleta Café am Plaza San Ildefonso, 9. Wie der Name schon verrät, gibt es doch auch Fahrrad-Zubehör zu kaufen und scheinbar werden dort auch manchmal Räder repariert. So ganz hab ich es nicht verstanden, aber das Essen war lecker. Es gab verschiedene vegetarische Sandwiches, zum Beispiel dieses hier mit schwarzer Olivenpaste, Tomaten, Mozzarella und Rucola, dazu gabs einen Salat (Preis etwa 7,95 Euro ohne Getränk):



Mittagessen / Menú del día

Grundsätzlich ist es gut zu wissen, dass man in Madrid am Besten zu Mittag ein Menú del día isst, da bekommt man nämlich für 8 - 15 Euro Vorspeise, Hauptgang, Nachtisch und Getränk, wobei Wein auch geht, nicht nur Erfrischungsgetränke (bei manchen Menüs ist zusätzlich sogar noch Brot, Tee usw. inkludiert). Wein oder sonstigen Alkohol in der Mittagspause zu trinken ist in Spanien scheinbar absolut üblich ;)

Wer in einem Lokal zu Mittag essen möchte, in garantiert keine Touristen sind, kann das bei Diurno machen. Aber Achtung, dort spricht wirklich niemand auch nur ein Wort Englisch... Und es gibt ein einigermaßen kompliziertes Bestellsystem, da man runde schwarze Plastikscheiben bekommt, die anfangen zu blinken und zu vibrieren, wenn das bestellte Essen abholbereit an der Theke steht. Das Menú del día ist dort nicht vegetarisch, allerdings wärmen Sie einem gern vegetarische To-Go Gerichte auf, die man in der Theke findet. Ich hatte Nudeln mit Feta, getrockneten Tomaten und Rucola und dazu eine Nachspeise und Getränk für zusammen 7,50 Euro. Die Nachspeisen sind dort besonders zu empfehlen - zuerst dachte ich, naja, irgendwelche komischen Puddings in Plastikbechern... Aber die waren wirklich extrem lecker!

Aber jetzt zu den vegetarischen Restaurants, die ich empfehlen kann:

Al Natural in der Calle Zorrilla, 11
Wir waren dort zu Mittag, aber haben von der Karte bestellt, da uns die Mittagsmenüs mit knapp 23 Euro pro Person zu teuer waren. Es handelt sich definitiv eher um eine gehobene Preisklasse, das Essen war aber auch absolut phantastisch. Vor allem der Seitan ist empfehlenswert! Folgende drei Gerichte hatten wir dort und fanden alle lecker:

Seitanschnitzel mit Pfeffersauce und gedünstetem Gemüse
Gemüse-Bratling mit Käse gefüllt
Schwarzer Quinoa mit Seitan-Curry

Il Tavolo Verde in der Calle Villalar, 6
Wunderschönes Lokal, leider am Wochenende nur mit Reservierung, weshalb wir dort nicht essen konnten. Die Kellnerin hat es uns aber sehr freundlich erklärt und bedauert, dass wir extra dorthin gelaufen sind. Es ist nicht nur ein Restaurant, sondern auch ein kleiner Shop, in dem man wunderschöne Deko- und Küchenartikel kaufen kann.

Rayen Vegano (Calle Lope de Vega, 7)
Kleines, veganes Cafe im Barrio de las letras. Man bekommt dort frisch gepresste Säfte (oder Bio-Säfte aus der Flasche, die aber auch super frisch schmecken) und Kuchen, zu Mittag gibt es auch ein Menú del día - alles vegan. Wir hatten einen Kaffee mit Sojamilch, einen frisch gepressten Bananen-Kiwi-Saft und einen Bio-Saft mit Weintraube und Pfirsich - alles sehr gut! Man kann dort auch einige vegane Lebensmittel kaufen. 




El Estragon (Plaza de la Paja, 10)
Angeblich das älteste vegetarische Restaurant der Stadt, aber auch dementsprechend bekannt. Es waren ausschließlich Touristen dort, was aber auch an der Uhrzeit gelegen haben kann (ca 13.30 Uhr - Spanier gehen ja erst später essen..). Die Portionen waren sehr, sehr groß - wir empfehlen deshalb nicht das komplette Menú del día zu nehmen, sondern Vor- und Hauptspeise ODER Hauptspeise und Nachtisch. Davon wird man locker satt und es ist in dieser Variante noch günstiger. Der Salat mit Roter Beete, Orangen und Rosinen war besonders lecker:



Yerbabuena (Calle de Bordadores, 3)
Ungelogen das mit Abstand beste vegetarische Restaurant, in dem ich jemals war. Wenn ihr in Madrid seid, geht dorthin! Selbst wenn ihr keine Vegetarier seid, wird es euch umhauen. Es war sehr voll (auch mit Einheimischen), was sicher ein gutes Zeichen ist. Das Mittagsmenü hat 13 Euro pro Person gekostet, aber inklusive Vor- und Hauptspeise, Nachtisch, Getränk/Wein, Tee, Mini-Snack und Brot. Das Servicepersonal ist unglaublich herzlich und aufmerksam gewesen, obwohl wir in miesem Spanisch bestellt haben. Die Portionen sind gigantisch, eigentlich kaum zu bewältigen. Lasst bloss das Brot weg, das stopft nur ;) 
 
Vorspeise: Kürbis-Suppe mit Croutons, Sprossen und Wantan-Chip

Vorspeise: gemischter Salat mit Erdbeeren, Avocado, Roter Beete, ...

Mexikanischer Wrap mit Guacamole und Salsa

Gemüselasagne



Vegaviana (Calle de Pelayo, 35) 
Dieses Lokal sah nett aus, war aber mittags so voll, dass wir keinen Platz mehr bekommen haben. Zum Essen kann ich deshalb nichts sagen.


Tapas
 
La Abuela (Calle Espoz y Mina, 28)
Super Tipp von feedmeupbeforeyougogo, das spanische Kartoffelomelette (tortilla de patatas) war dort unglaublich lecker, ebenso die Oliven und alles was wir sonst gegessen haben. Sehr günstig, urige Atmosphäre.

Generell ist der ganze Bezirk La Latina ein Tapas-Paradies, aber vor allem die Calle de la Cava Baja. Dort findet ihr auch das

Txakolina (Calle de la Cava Baja, 26)
Dort bekommt man Tapas aus dem Baskenland, die wirklich ganz anders sind als das, was uns bisher so in Madrid über den Weg gelaufen ist ;) Das Lokal bietet eine gigantische Auswahl - sicher 40 verschiedene Tapas oder mehr. Abends ist das Lokal voll, vor allem mit jungen Leuten. Die Preise sind sehr moderat, von 2,80 bis 4 Euro pro Tapas, dafür sind die Portionen aber auch sehr groß. Hinten auf dem Bild seht ihr meinen Favorit, ein Baguette mit herrlichem gebackenen Ziegenkäse und Zwiebel-Marmelade drauf. Selten so etwas leckeres gegessen! Im Vordergrund liegt eine Art Omelette aus gepresstem Spinat mit Lachs gefüllt (war angeblich auch sehr lecker).



Mercado de san antón (Calle de augusto figueroa)
Ein großer Gebäudekomplex, im Keller ist ein Supermarkt, in den mittleren beiden Etagen Unmengen an Tapas-Ständen und ganz oben eine Bar mit Freiluft-Terrasse. Gut um verschiedene Tapas zu probieren, auch tagsüber.

Mercado de la reina (Calle Gran Via, 12)
Bestes Tapas-Lokal überhaupt. Aber Achtung: ihr müsst im vorderen Bereich um die Bar herum bleiben, die Preise für den Restaurant-Bereich sind gepfeffert. Also zwängt euch einfach auf die spanische Art irgendwo dazwischen, winkt dem Kellner für eure Bestellung und esst auf 0,2 m² eure absolut oberköstlichen Tapas ;) Es lohnt sich... Von außen sah es voll, viel zu voll (!) für deutsche Verhältnisse aus, aber die Spanier haben absolut kein Problem damit, aneinander gequetscht wie in einer Sardinendose zu essen. Hatte ich auch nicht, weil das Preis-Leistungsverhältnis bei diesem Laden wirklich grandios ist. Für 2,50 - 4,00 pro Tapas bekommt ihr dort wirklich hochwertigstes Essen. 

Mercado de San Miguel (Plaza de San Miguel)
Eine Designer-Markthalle aus Glas mit einer Vielfalt an tollen Tapas, Bars und Lebensmittel-Shops, alles sehr fancy, viele Touristen aber auch viele Einheimische. Kann zu Stoßzeiten unglaublich voll werden, aber man hat wirklich was zu gucken... Überzeugt euch selbst!








Chocolate con churros

Kannte ich nicht wirklich, bevor ich nach Madrid kam aber jetzt muss ich einen Weg finden, sie daheim zu produzieren. Diese frittierten Brandteigstangen mit heißer Schokolade (die mehr ein Schokoladenpudding ist) sind absolut herrlich!

Die Besten haben wir hier gegessen:

Café Comercial (Glorieta de Bilbao, 7)
Tolle Atmosphäre und günstige Preise. Bleibt aber im vorderen Bereich an der Theke, der von Glastüren abgetrennte "Café"-Bereich ist teurer und unglaublich laut. Für Churros mit Schokolade zahlt man circa 2,50 Euro. Hier haben sie auch eine besonders schöne und ungewöhnliche Form, sie sind nämlich gebogen und nicht einfach nur Stangen.


Chocolatería Valor (Postigo de San Martín)
Etwas touristischer als das Café Commercial und somit auch ein bisschen teurer, aber die heiße Schokolade war besser und insgesamt war alles etwas schicker. Auch die Auswahl an außergewöhnlichen Schokoladen ist größer. Das Lokal gibt es schon ewig, ein Traditionshaus! Die Churros fand ich im Cafe Comercial ein bisschen besser, aber die Schokolade war definitiv hier besser.




Das war der erste Teil meiner Madrid-Empfehlungen! Es folgen noch einige Shopping-Tipps in den nächsten Tagen! Über Feedback freue ich mich natürlich sehr. Danke auch alle, die mir vorab ihre Tipps per Email/Twitter/Facebook geschickt haben.
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