Sonntag, 30. August 2015

DISNEY CUPCAKES

Für die Disney Mottoparty, auf der ich letztens war, habe ich natürlich auch etwas gebacken. Passend zum Thema gab es Disney Cupcakes, und zwar drei verschiedene. Vanille-Cupcakes, Red Velvet Cupcakes und Schoko-Muffins. Praktischerweise gibt es von Disney fertige Deko-Sets, die man verwenden kann. Ich habe ein Cupcake-Deko-Set* und essbare Muffinaufleger* gekauft, beides war Original Disney und von der Qualität einwandfrei. Die Cupcake-Förmchen sind nicht durchgeweicht und haben ihre Farbe behalten, die Topper waren beidseitig bedruckt und wirklich hübsch, und die essbaren Muffinaufleger, die ich mit Zuckerguss festgeklebt habe, haben bis zum Verzehr perfekt ausgesehen.


Disney Cupcakes CinderellaDisney Cupcakes Schneewittchen


Unten findet ihr das Rezept für die hellen Vanille-Cupcakes. Für Red Velvet Cupcakes einfach eine gute Messerspitze Lebensmittelfarbe* zum Grundrezept geben, für die Schoko-Muffins zwei Esslöffel Kakaopulver und ein bisschen mehr Milch. Ich habe zuerst die Vanillecupcakes gemacht, sie in den Ofen getan und dann in der gleichen Schüssel die Red Velvet angerührt, usw... Wenn ihr es in dieser Reihenfolge macht, müsst ihr nicht unterschiedliche Schüsseln abwaschen sondern könnt immer die gleiche verwenden.


Disney Schoko Muffins
 

Zutaten für ca. 10 Cupcakes:

180 g Mehl
2 Eier
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 gestrichene TL Backpulver
4 EL Sonnenblumenöl
4 EL Milch
Puderzucker

Topping für ca. 20 Cupcakes
300 g Frischkäse 
100 g Puderzucker
2 EL Himbeermarmelade zum Rosa färben
Zuckerdekor (Sterne, Perlen, ....)


Eier mit Zucker schaumig rühren. Limettenschale abreiben und den Saft auspressen, beides sowie das Öl und die Milch hinzufügen. Mit dem Handrührgerät glatt rühren, dann Mehl und Backpulver hinzusieben. Zu einem glatten Teig verrühren, dann in Muffinförmchen füllen und im Ofen bei 170° C etwa 15 - 20 Minuten backen (Stäbchenprobe - Backzeit variiert je nach Größe der Förmchen). Auf einem Gitterrost auskühlen lassen. Frischkäse mit Puderzucker und Himbeermarmelade verrühren, dann in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben und das Frosting auf die Cupcakes spritzen. Mit Zuckerdekor verzieren. 


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Donnerstag, 27. August 2015

ACAI BOWL

Die Acai Beere (bzw. eigentlich brasilianisch Açaí) ist momentan das wohl am meisten gehypte Obst - zu Recht, wenn man sich ihre Inhaltsstoffe ansieht. Sie enthält Vitamine, Mineralien und Antioxidantien, sie wird als Schlankmacher propagiert und schmeckt noch dazu lecker. In Brasilien, ihrem Heimatland, ist sie mir schon 2007 als Zutat in Fruchtshakes begegnet, seither hat sie ihren internationalen Siegeszeug angetreten und es gibt sie mittlerweile fast überall zu kaufen. 

Meist wird die Frucht der Kohlpalme entkernt und püriert, so dass man sie entweder als eine Art Fruchtmuß oder getrocknet als Pulver kaufen kann. Ich verwende momentan Pulver von RainforestFoods*, weil ich das qualitativ am hochwertigsten finde - es löst sich im Mixer gut auf. Am Besten schmeckt Acai in Smoothies oder in den sogenannten Acai Bowls, ein supergesundes und leckeres Frühstück!

 
Acai Bowl mit Blaubeeren und Chia-Samen
Acai Bowl mit Blaubeeren und Chia-Samen

Das Acaipulver oder -pürree isst man zusammen mit anderem Obst, pur wäre es wahrscheinlich zu sauer. Bei einer Acai Bowl stellt man zuerst eine Nanaeis Basis her (also pürierte gefrorene Bananen) und mischt dann das Pulver darunter. Wer keine Bananenscheiben eingefroren hat, kann natürlich auch zimmerwarme Bananen nehmen, dann wird die Bowl einfach nicht so kühl. Gute Mixer schaffen auch Eiswürfel in Kombination mit Bananen. Smoothie Bowls und insbesondere Acai Bowls sind für mich momentan das perfekte Frühstück, weil sie durch die Banane süß sind aber gleichzeitig dank Obst und Superfoods sehr gesund. Man kann die Toppings jeden Tag variieren, so wird eure Smoothie Bowl nie langweilig. Über Gojibeeren, Chia-Samen, Nüsse oder frisches Obst kann man praktisch alles dafür verwenden.

Zutaten für eine Acai-Bowl:

2 in Scheiben geschnittene und gefrorene Bananen
2 EL (Mandel-)Milch/Kokosmilch/Sojadrink/... 
2 EL Mandelmus (optional)
2 TL Acai Pulver
2 TL Honig oder Agavendicksaft

Alle Zutaten im Standmixer zu einer cremigen Masse verarbeiten, dazu etwa 90 Sekunden auf höchster Stufe mixen. Wenn es zu fest ist, noch etwas mehr Flüssigkeit hinzugeben - das kommt auf die Härte der gefrorenen Bananen an. Die Masse in eine Schüssel geben und mit Toppings bestreuen: zum Beispiel:

Blaubeeren
Himbeeren
Johannisbeeren
Brombeeren
Erdbeeren
Nektarinen
Mango
Bananenscheiben
Ananas
Chia-Samen
Leinsamen
Haselnüsse/Mandeln/Paranüsse/Walnüsse
Granola
.....


Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, eure Acai Bowl kann jeden Tag anders schmecken!


Acai Bowl mit Blaubeeren und Chia-Samen
Acai Bowl mit Blaubeeren und Chia-Samen


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Montag, 24. August 2015

HOLA BARCELONA!

Im Juni war ich eine Woche lang in Barcelona und habe die Stadt erkundet. Das ist für einen Städtetrip sehr lang, deshalb habe ich auch eine Menge Tipps für euch im Gepäck! Ihr erfahrt in diesem Beitrag wo man am Besten übernachtet, welche Sehenswürdigkeiten man gesehen haben sollte, wo man toll einkaufen kann und wo man als VegetarierIn oder VeganerIn definitiv essen gehen muss. Wir hatten übrigens den Lonely Planet Barcelona* dabei und waren sehr zufrieden mit den Tipps aus dem Reiseführer.

Park Güell
Park Güell Barcelona

WHERE TO STAY? Übernachten in Barcelona


Barcelona hat viele verschiedene Viertel, die alle ihren eigenen besonderen Charme haben - zum Beispiel Eixample oder das gotische Viertel. Wer in angesagten Hotels übernachten will, sollte aber unbedingt vorab buchen. Mein besonderer Tipp für euch ist das Barceló Raval**, ein 4-Sterne Design-Hotel im derzeit angesagtesten Viertel Barcelonas. Es ist in der Nähe der Ramblas super zentral gelegen. Die Ubahn und alle Sehenswürdigkeiten könnt ihr zu Fuß erreichen - zum Beispiel das gotische Viertel oder den Mercat de la Boqueria. Das Hotel ist ziemlich durchgestylt, vom Restaurant über die Zimmer bis zum Fitnessbereich...

Lobby Barceló Raval
Lobby Barceló Raval


Farbakzente sorgen für ein besonderes Flair überall im Hotel. Der absolute Knaller ist aber die 360° Terrasse mit Panoramablick auf die Stadt, inklusive Pool...! Sowas findet man in Barcelona sonst wohl eher nicht.

Barcelo Raval Panoramaterrasse
Panoramaterrasse mit Pool - Copyright: Barceló Raval


Wer aufs Budget schaut aber nicht in lauten Hostels übernachten will, wird sonst auch bei familiären Pensionen oder AirBnB fündig. Trendige Designerwohnungen in angesagten Vierteln für 40 - 50 Euro pro Nacht werden dort angeboten und man lernt außerdem Einheimische kennen, die einen mit Tipps für die besten Tapas in der Gegend versorgen. 


AirBnB Barcelona
Unser AirBnB Zimmer in Barcelona

FOOD: Wo muss man in Barcelona gegessen haben?

Barcelona bietet eine unglaubliche Vielfalt an tollem Essen. Nicht nur die klassischen Tapas oder Paella-Restaurants am Strand - es gibt Bars mit Craft Beer und venezuelanischem Essen oder mexikanische Lokale, Slow Food und Fusion Küche. Diese Lokale möchte ich euch besonders ans Herz legen:

  • Rasoterra
Vegetarisches Tapas Lokal nach dem Slow Food Prinzip. Alle Zutaten sind aus regionalem Anbau und Bio-zertifiziert. Die hausgemachten Croquetas sind ein Traum! Mittags gibt es das für Spanien übliche Mittagsmenü, am Abend isst man a la carte.

Rasoterra, Carrer del Palau, 5, 08002 Barcelona


Rasoterra BarcelonaRasoterra Tempeh


  • Les Tres a la cuina
Es gibt nur eine Handvoll Tische in diesem kleinen Lokal im Herzen Gracias, dem Künstlerviertel Barcelonas. Trotzdem lohnt es sich, dort das Tagesmenü zu bestellen - es gibt immer ausgefallene vegetarische Optionen, zum Beispiel habe ich dort die Gazpacho mit Kirschen gegessen die absolut köstlich war. Außerdem enthält der Laden einen kleinen Shop mit Craft Beer, Wein und Gourmetprodukten.
 
Les Tres a la cuina, Calle Sant Lluís, 35, 08012 Barcelona, Spanien

  • El Rabipelao
Die kleine Bar ist erst abends geöffnet, aber ein Besuch lohnt sich nicht nur wegen dem hausgemachten Craft Beer. Dort gibt es nämlich venezuelanisches Essen - die besten Empanadas mit Käse und Chili, die ich je gegessen habe, dazu phantastische Saucen. Es läuft gute Musik und die Barkeeper erzählen bereitwillig über ihre eigene Craft Beer Brauerei im Keller.

El Rabipelao, Carrer de la Mercè, 26, 08002 Barcelona

  • El Ben Plantat
Kleines Lokal mit tollem Mittagsmenü und gemütlichen Sitzplätzen mitten im Viertel Barceloneta. Gute Vegetarische Küche, kaum Touristen sondern eigentlich nur Einheimische.  

El Ben Plantat, Carrer de Sant Carles, 21, 08003 Barcelona 

El Ben Plantat BarcelonaEl Ben Plantat Barcelona


 

SHOPPING: Einkaufsparadies Barcelona

 

Wer gern einkauft, aber auf der Suche ist nach Läden abseits der europaweit bekannten Ketten, sollte sich definitiv im gotischen Viertel umschauen. Zwar sind dort natürlich wegen der Nähe zur Ramblas die üblichen Touriläden zu finden, allerdings verstecken sich dort auch echte Perlen. Der kleine Laden Chinta Mani zum Beispiel, in dem ihr handgemachten Schmuck aus alten Uhren und alternative Leinenkleidung aus Goa/Indien findet (Carrer D'Avinyo 29). Auch im Künstlerviertel Gracia gibt es viele kleine Boutiquen und Läden. Wer auf Street Art und alternative Kunst steht, wird im Base Elements fündig (Carrer del Palau 6).

Schokolade bitte nicht im Schokoladenmuseum kaufen (das überhaupt eher ein Reinfall ist, und maximal etwas für Kinder - uralte halb zerbrochene Schokoladenskulpturen von Asterix? Das geht besser!). Die besten Schokoladenprodukte könnt ihr im Granja M Viader kaufen, nachdem ihr dort eine große Portion Churros con chocolate gegessen habt (Carrer Xuclà, 4-6). Dicke Tafeln Schokolade mit Zimt in Papier gewickelt, die man daheim in dickflüssige Trinkschokolade verwandeln kann - einfach herrlich!

Granja M Viader Barcelona
Granja M Viader Barcelona - Churros & Chocolate

Jegliche andere Lebensmittel kauft man am Besten im berühmten Mercat de La Boqueria. Die Preise sind dort völlig in Ordnung, trotz riesen Touristenmassen, die sich durch den Markt drängen. Am Besten kommt man gleich morgens, genießt frisch gepresste Säfte, deckt sich mit Gewürzen ein, kauft eine Probiertüte mit köstlichem Manchego Käse und genießt das Markttreiben.

Mercat de La Boqueria BarcelonaMercat de La Boqueria Barcelona


SIGHTSEEING: die besten Sehenswürdigkeiten

 

Vorab: Barcelona im Sommer ist furchtbar touristisch und das wissen die Betreiber der Sehenswürdigkeiten. Jegliche Eintrittskarten für Gaudí-Gebäude/Kirchen/Parks etc. unbedingt vorab online kaufen. Wer direkt hinfährt, muss 2 - 3 Stunden warten, bis man zum gebuchten Zeitfenster die jeweilige Sehenswürdigkeit betreten darf. Die Preise sind teilweise bis ins absurde gestiegen - so kostet der Eintritt ins Wohnhaus La Pedrera mittlerweile 20,50 Euro pro Person, was ich schlichtweg für Abzocke halte. Wer aufs Geld schaut sollte sich am ehesten noch die Sagrada Familia ansehen, die Gaudí Wohnhäuser sind auch von außen schön und den horrenden Eintritt kann man sich sparen.


Gaudi Casa BattloGaudi La Pedrera
 Gaudí-Gebäude in Barcelona: Casa Battlo & La Pedrera/Casa Mila


Der Parc Güell ist und bleibt ein wunderschöner Ort, auch wenn er mittlerweile leider völlig kommerzialisiert wurde. Überall stehen Verkäufer mit Wasserflaschen oder billigem Schmuck. Am Besten früh morgens mit vorab online gebuchter Eintrittskarte hingehen, dann ist es erstens nicht so brutal heiß (Schattenplätze sind leider im Park auf Grund der Menschenmassen rar) und zweitens noch etwas ruhiger. Wasser schon vorab kaufen und mitnehmen, ab der Ubahnstation bis zum Park gibt es keine Supermärkte und alle Cafes / Verkäufer verlangen das dreifache der üblichen Preise für Wasserflaschen. 


Park GüellPark Güell


Park Güell Barcelona

Park Güell Barcelona


Gràcia - das Künstlerviertel ist definitiv einen Spaziergang wert. Überall auf den Straßen sind kleine Cafes, es gibt ab nachmittags oft Live Musik auf Plätzen, angesagte Lokale und der Plaza del sol, auf dem sich ab dem späten Nachmittag Barcelonas alternative Jugendliche zum Trinken versammeln. Die meisten holen sich eine Dose Bier und eine Tüte Chips in einem der vielen kleinen Lokale und setzen sich mitten auf den Platz. Dass hauptsächlich Jugendliche dort sind erkennt man an der ein oder anderen Statue ;)



Plaza del Sol


Unbedingt ansehen: den Arc de Triomf, weil er einfach beeindruckend schön ist. Über die Hafenpromenade und durch das Viertel Barceloneta schlendern und am Strand schwimmen gehen.  

Arc de triomfBarceloneta
 Arc de triomf & Barceloneta


Durchs gotische Viertel und Raval laufen und eine Riesenportion Eis essen, Halt machen im Innenhof des alten Krankenhauses und unter den Orangenbäumen sitzen (Antic Hospital de la Santa Creu). Das Hanfmuseum besuchen, das extrem umfangreich über die Geschichte des grünen Krauts aufklärt. Von arabischen Pfeifen, medizinischer Nutzung, Reggaevideos bis zu psychedelischer Kunst und einem Hanf-Selfieautomaten findet man dort alles (Carrer Ample, 35). Ein lustiger Zeitvertreib!

Antic Hospital de la Santa Creu
Ich am Antic Hospital de la Santa Creu

Barcelona hat noch mehr zu bieten, aber das würde den Rahmen des Berichtes sprengen - beispielsweise ist auch der Montjuïc wunderschön und das spanische Dorf (Poble Espanol) sehr interessant, wenn auch recht touristisch. Wir waren viel im Viertel Eixample unterwegs, das auch seinen eigenen Charme hat. 


Fazit: Nach Barcelona kann man mehr als nur einmal fahren! Es gibt dort immer etwas Neues zu entdecken, die Stadt sprüht nur so vor Leben. Überall wird auf den Straßen musiziert, Kaffee getrunken und gelacht! Es gibt herausragendes Essen, nicht nur klassische Tapas. Für Shoppingbegeisterte hat die Stadt ebensoviel zu bieten wie kulturell.

Barcelona Strand


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**Werbung: Hotel Barceló Raval 

Freitag, 21. August 2015

DEUTSCHLAND ISST BUNT: LIBANESISCHER SCHMORTOPF

Deutschland isst bunt! Das Motto des Blogevents von Conny vom Blog Seelenschmeichelei, dem ich von ganzem Herzen zustimme. Wir sind so offen für kulinarische Einflüsse aus aller Welt, wir lieben Pizza oder indisches Essen - wieso achten wir nicht auch die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen? Nicht nur Foodblogger sondern Blogger aus allen möglichen Bereichen mobilisieren unter dem Stichwort #BloggerFuerFluechtlinge gegen Rechts. Eine tolle Entwicklung, die ich unterstützen möchte!


Deutschland isst bunt

Seit ich denken kann, war ich davon überzeugt, dass wir hier in Deutschland mit unserer allseits bekannten furchtbaren Vergangenheit wissen sollten, was Krieg und Flucht bedeutet. Wie von heute auf morgen ein Leben zerstört werden kann, wie schnell man alles verlieren kann - nicht nur Besitztümer sondern auch Familie und Freunde, die Arbeitsstelle und die Würde. Wenn man darauf angewiesen ist, dass einem Fremde helfen, weil in der Heimat nur noch Chaos herrscht. 

Scheinbar habe ich mich da getäuscht. Jede Woche liest man in der Zeitung von neuen Demos und Aktionen gegen Flüchtlinge, Hassbotschaften und "ich bin ja nicht gegen Ausländer, aber...". Momentan schäme ich mich, in einem Land zu leben, dessen BürgerInnen sich so engstirnig, egozentrisch und unverschämt präsentieren. Wir haben alles, aber abgeben wollen wir nichts. Nicht mal den Menschen, die außer der Kleidung am Leib nichts mehr besitzen, deren Haus von einer Bombe getroffen wurde, deren Kinder vom IS verschleppt wurden und die seit Monaten oder sogar Jahren auf der Flucht unvorstellbare Scheusslichkeiten durchlebt haben. Diese Menschen schlafen heute vor überfüllten Erstaufnahmestellen auf der Straße, leiden bei 35 Grad Hitze großen Durst und bekommen keine ausreichende medizinische Versorgung. Diese Zustände kennt man aus Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt - aber aus Deutschland und Österreich?

Als studierte Kultur- und Sozialanthropologin, die ihre Bachelorarbeit über Flüchtlinge und internationale Schutzsysteme geschrieben hat, könnte ich hier eine halbe Abhandlung schreiben über die grauenhafte Situation, über die Probleme in der Gesellschaft die zu Hass und Feindsinn und letztendlich Angst vor Fremden führen, über das Versagen staatlicher Mechanismen und Systeme. Da ich hier auf diesem Blog aber in erster Linie als Foodbloggerin spreche, will ich mit einem Rezept ein Zeichen setzen gegen Fremdenhass

Aus Gründen habe ich ein Gericht aus dem Libanon gewählt - dieses Land beherbergt nämlich extrem viele Flüchtlinge. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung sind Kriegsvertriebene. Weltweit ist der Libanon unter den drei Ländern, die gemessen an ihrer Bevölkerungszahl am meisten Menschen aufnehmen, vor allem aus Syrien (Quelle). Uns sollte bewusst sein, dass die Nachbarländer von Kriegs- und Krisengebieten nicht unbegrenzt Menschen aufnehmen können. Krieg geht alle Menschen etwas an! Und auch hier in Deutschland spüren wir nun die Auswirkungen. Wir können nicht den Kopf in den Sand stecken und so tun, als hätten wir nichts damit zu schaffen. 

Wir müssen uns unserer Verantwortung und unserem Anteil am Weltgeschehen bewusst sein! Auch wir sind Schuld daran, dass so viele Menschen ihr Zuhause verlieren - wegen unserer politischen Entscheidungen, wegen den Produkten die wir konsumieren und kaufen, wegen Waffenlieferungen, auf Grund unserer Kolonialgeschichte und Kriegen, an denen wir beteiligt waren. Also müssen wir uns konsequtenerweise auch in einer angemessenen Art und Weise um die Menschen kümmern, die deshalb alles verloren haben!


Mein Foodblogger-Beitrag zu Deutschland isst bunt ist dieser libanesische Schmortopf mit weißen Bohnen. Meinen gesellschaftlichen Beitrag zu einer angemessenen "Willkommenskultur" leiste ich unabhängig davon. 


Schmortopf mit weißen Bohnen und Paprikajoghurt, dazu Pita und Baba Ganoush


Schmortopf mit weißen Bohnen und Paprikajoghurt

(Leicht abgewandeltes Rezept aus: Die libanesische Küche - Salma Hage)
150 g Perlgraupen
1 Dose weiße Bohnen
500 g geschälte Tomaten aus der Dose
2 - 3 Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
2 Karotten
2 Stangen Sellerie
1 EL Tomatenmark
3 Lorbeerblätter
1 TL Chiliflocken
1 TL getrockneter Oregano
2 TL geräuchertes Paprikapulver
1 Zimtstange
Salz Pfeffer
Olivenöl 
frischer Koriander

100 g Naturjoghurt bzw. Soja-Naturjoghurt
1 TL geräuchertes Paprikapulver
1 EL Zitronensaft
Salz 
Pfeffer

Beilage: Pita und Baba Ganoush

Bohnen in einem Sieb gründlich abspülen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotten und Sellerie waschen, halbieren und in Scheiben schneiden. In einem großen, schweren Topf Olivenöl erhitzen, Karotten und Sellerie darin etwa 5 Minuten anbraten. Dann die Zwiebeln dazugeben und glasig dünsten. Knoblauch hinzugeben und kurz mitrösten. Tomatenmark und Dosentomaten hinzugeben, kurz aufkochen lassen und dann die Graupen, den Lorbeer und die Zimtstange dazugeben. 30 - 40 Minuten köcheln lassen, dann die weißen Bohnen hinzugeben und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Zimtstange und Lorbeer entfernen. Paprikapulver, Chili, Oregano, Salz und Pfeffer dazugeben und abschmecken.

Den Naturjoghurt mit Paprikapulver, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Koriander waschen, von den Stielen zupfen und fein hacken. Den Eintopf in Schüsseln servieren, darauf je zwei Esslöffel Paprikajoghurt verteilen sowie gehackten Koriander. 

Libanesischer Schmortopf mit weißen Bohnen und Paprikajoghurt, dazu Pita
Libanesischer Schmortopf mit weißen Bohnen und Paprikajoghurt, dazu Pita

Dienstag, 18. August 2015

SCHWARZER MAIS MIT ORZO UND AUBERGINEN

Habt ihr schon mal schwarzen Mais gesehen? Diese besondere Mais-Sorte wird auch "Black Aztec" genannt und ist wirklich kohlrabenschwarz. Vom Geschmack her erinnert er mich an schwarze Bohnen und ist in der Konsistenz etwas mehliger als gelber Zuckermais, der bei uns so bekannt ist. Mais kommt ursprünglich aus Lateinamerika und wird dort seit vielen hundert Jahren angebaut - in allen erdenklichen Farben! Es gibt lila Mais, roten Mais oder weißen Mais. Leider bekommt man ihn bei uns eher selten, deshalb habe ich gleich zugegriffen als ich den schwarzen Mais entdeckt habe. 


Schwarzer Mais mit Orzo und AuberginenGebackene Auberginen mit Koriander


Zusammen mit Orzo (griechischen Nudeln) und im Ofen gebackenen Auberginen mit frischem Koriander und Olivenöl ist der Mais wirklich köstlich! Übrigens wird das Kochwasser vom schwarzen oder lila Mais nicht weggeschüttet, sondern man bereitet daraus in Peru ein Getränk namens "Chicha Morada" zu. Dafür werden die Maiskolben zusammen mit Ananas- und Quittenschalen, Zimt und Gewürznelken gekocht, bis sich der Sud fast schwarz gefärbt hat. Die Gewürze werden entfernt und man trinkt den Sud kalt mit Zucker und Zitronensaft. Etwas gewöhnungsbedürftig, eine schwarze dickflüssige Brühe zu trinken, aber es schmeckt ;)


Zutaten für 2 Personen:
4 Kolben schwarzer Mais
2 Stangen Zimt
1 Tasse Orzo / Kritharaki (griechische Nudeln, alternativ Reis)
2 - 3 lila Auberginen
1/2 Bund frischer Koriander
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Den schwarzen Mais waschen und in einem Topf mit kochendem Wasser und zwei Stangen Zimt mindestens 50 Minuten lang kochen, bis die Kolben weich sind. Backofen auf 220° C vorheizen. Die Auberginen waschen, in Scheiben schneiden und salzen. 10 Minuten stehen lassen, bis das Salz die Bitterstoffe aus der Aubergine gezogen hat, dann abwaschen, abtrocknen und auf ein Backblech legen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen, dann im Ofen 15 - 20 Minuten backen bis die Auberginenscheiben weich sind (je nach Dicke der Scheiben kann es auch etwas länger dauern). 

Die Kritharaki / Orzo in einem Topf mit kochendem Wasser aufsetzen und 12 Minuten bissfest garen, dann abgießen und salzen. Den Koriander waschen und von den Stielen zupfen, fein hacken. Die Maiskolben aus dem Wasser nehmen und auf zwei Tellern anrichten. Auberginenscheiben mit Koriander bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Den Mais zusammen mit Auberginen und Orzo servieren.

Schwarzer Mais mit Orzo und Auberginen
Schwarzer Mais mit Orzo und Auberginen

Sonntag, 16. August 2015

DIE 3 WICHTIGSTEN ERNÄHRUNGSTIPPS FÜR VEGANERINNEN

Immer mehr Leute entscheiden sich dafür, komplett auf tierische Produkte zu verzichten und sich vegan zu ernähren. In Magazinen, Fernsehen und der Unimensa ist vegane Ernährung längst zum Dauerthema geworden. Doch was muss man beachten, wenn man sich vegan ernähren möchte?


Tipps für vegane Ernährung



1. Abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig!


VeganerInnen leben nicht automatisch gesünder, sie setzen sich nur zwangsweise häufiger mit ihrer Ernährung auseinander! Natürlich darf auch mal Fast Food dabei sein - doch wer sich ausschließlich von Nudeln mit Tomatensauce ernährt, wird früher oder später Probleme bekommen (vegan hin oder her!). 

Schauen wir uns mal die vegane Ernährungspyramide an, die graphisch darstellt, von welchen Lebensmitteln wir viel und von welchen eher wenig benötigen:

Copyright: PETA

Vitamine und Mineralstoffe sind für VeganerInnen sehr wichtig. Deshalb sollte man auf jeden Fall viel frisches Obst und Gemüse zu sich nehmen. Dazu kommen Kohlenhydrate wie Nudeln, Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln, Bulgur, Quinoa, Hirse oder Amaranth. Wer Vollkornprodukte konsumiert, erhält neben den Kohlenhydraten auch wichtige Nährstoffe, die Weißmehl oft nicht mehr enthält. Auch Eiweiß ist wichtig: Hülsenfrüchte, Lupinen, Nüsse und Samen sind tolle Eiweißlieferanten, genau wie Bohnen, Soja, Seitan oder Tempeh. Mit Ölen, Fetten und Salz sowie Süßigkeiten und Alkohol sollte man hingegen eher sparen.

Dazu kommt, dass pflanzliche Nahrung eine weniger hohe Energiedichte hat als tierische Produkte. Daher ist es ganz normal, dass VeganerInnen zwischendurch öfters mal Hunger bekommen. Für den kleinen Hunger eignen sich vor allem Nüsse und Früchte.

Theoretisch alles logisch, doch wie umsetzen? Dafür hab ich in meiner Rezeptschublade gekramt und einige Ideen rund um den veganen Tagesbedarf zusammengestellt.

  • Frühstück

    • Grüne Smoothies enthalten wichtige Nährstoffe und Vitamine (z.B. Grüner Rucola-Ingwer-Smoothie oder Spinat-Gurken-Smoothie)
    • Auch die eher süßeren Fruchtsmoothies enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, Superfoods wie Chia, Maca, Weizengras oder Papaya kann man damit praktischerweise auch gleich zu sich nehmen. Avocado oder Banane als Basis machen den Smoothie schön cremig (z.B. Papaya-Bananen-Erdbeer-Smoothie oder Kirsch-Blaubeer-Smoothie)
    • Pflanzliche Joghurt-Alternativen aus Soja sowie Müsli kann man toll mit verschiedenen Nüssen, Trockenobst, frischem Obst, Amaranth etc. kombinieren! Tipp für Kaffeetrinker: Nussmilch selbst herstellen und auf zusätzliche Süßungsmittel und Konservierungsstoffe verzichten!  


  • Perfekt für Zwischendurch: 

    • Nuss- bzw. Trockenfruchtmischungen, Kokos- oder Bananenchips, Nussriegel oder Energy Balls


 

2. Viel trinken!


In der Ernährungspyramide bildet Wasser die Basis. 

Durst sollte man am besten mit Wasser in seiner reinen Form ohne zugesetzten Zucker löschen! Man kann es mit Ingwer, Minze, Zitronenmelisse, Maracuja, Zitronen- / Orangen-Saft oder -schale verfeinern. Smoothies und Fruchtsäfte sollte man wegen dem hohen Fruchtzuckergehalt nur 1 - 2 x pro Tag zu sich nehmen, sonst lieber auf Kräuter-, Früchte- und Grüntee zurückgreifen (je abwechslungsreicher, desto besser).

Es heißt, dass man 1,5 - 3 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen soll, denn Wasser hilft bei der Verdauung und regelt die Temperatur im Körper. Auch für eure Nieren ist eine ausreichende Wasserzufuhr notwendig. Je schwerer ihr seid, desto mehr Wasser müsst ihr trinken - die Angabe ist nur ein ungefährer Richtwert. Wem sein ökologischer Fussabdruck wichtig ist, der sollte lieber auf Leitungswasser statt auf Mineralwasser zurückgreifen (mehr dazu hier). 

Nüsse, Hülsenfrüchte oder Saaten kann man vor der Verarbeitung in Wasser einweichen, um die Kochzeit zu reduzieren und sie bekömmlicher zu machen. 



Vegane Ernährung - viel trinken


3. Passt auf eure Vitamine auf...

Bei veganer Ernährung ist die Versorgung mit Vitamin B12 oft kritisch. Es gibt zwar pflanzliche Lebensmittel, die dieses Vitamin enthalten (zum Beispiel Sauerkraut oder Algen), allerdings können sie vom Körper nicht verwertet werden (Quelle: Peta). Die B12 Analoge aus der Spirulina blockieren sogar die Vitamin B12 Aufnahme. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das der Körper unter Sonneneinstrahlung produziert. In einem Land wie Deutschland, in dem man in den Wintermonaten kaum Sonne abbekommt, ist das nicht nur für VeganerInnen ein Problem.

Zwar enthalten Avocados geringe Mengen Vitamin D, aber wer sichergehen und einen Mangel vermeiden möchte, sollte angereicherte Produkte wie Soja-Drinks, Reis-Drinks oder Säfte zu sich zu nehmen. Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel enthalten synthetisch hergestelltes Vitamin B12 (z.B. VEG1 von der Vegan Society oder die B12 Tabletten von Jarrow) - viele Ärzte empfehlen, bei veganer Ernährung solche Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Aber auch Menschen, die Fleisch und Fisch essen, können einen Vitamin B12 und Vitamin D Mangel bekommen - das ist also kein Phänomen, das nur bei VeganerInnen auftritt!

Kalzium ist ebenfalls wichtig für VeganerInnen - normalerweise kommt es in Milchprodukten vor, aber auch in dunkelgrünem Gemüse wie Grünkohl sowie in Nüssen und Samen. 



Fazit
Man kann sich problemlos ohne tierische Produkte ernähren, wenn man diese drei simplen Regeln beachtet. Die VegetarierInnen und VeganerInnen unter euch kennen bestimmt das Lieblings-Totschlag-Argument "Aber Fleisch/Fisch/Milchprodukte sind doch gesund! Und wir wurden als Fleischesser geboren. Wenn du das nicht isst, fehlt dir was." Fakt ist aber, dass so manch einem Nicht-Veganer auch einiges an Vitaminen und Ballaststoffen fehlt. Das passiert, wenn man sich nicht damit auseinandersetzt, was man isst. 

Wer überlegt, sich in Zukunft vegan zu ernähren, sollte sich von Vitamin-Paranoia und Calcium-Horrorgeschichten nicht abschrecken lassen. Heutzutage kann man sich gesund vegan ernähren, ohne Mangelerscheinungen zu provozieren!

Freitag, 14. August 2015

MARILLENBUCHTELN MIT KNUSPERKROKANT

Habt ihr schon vom Knuspersommer gehört? Drüben im Knusperstübchen werden da von Sarah jede Menge tolle Rezepte gesammelt. Ich habe die Ehre, heute einen Gastbeitrag im Knusperstübchen zu veröffentlichen, und zwar das Rezept für Marillenbuchteln mit Knusperkrokant. Ihr wisst ja, dass ich lange Zeit in Österreich gewohnt habe und die österreichischen Mehlspeisen liebe - Marillenbuchteln sind eine davon! Um das ganze passend zum Thema etwas knusperiger zu gestalten, gibt es selbstgemachtes Krokant aus Cashewnüssen dazu. Hunger?


Marillenbuchteln
Marillenbuchteln mit Knusperkrokant

Die Buchteln aus Hefeteig werden mit Marillen gefüllt und nebeneinander in eine ofenfeste Form gesetzt. Sie gehen dann nochmal etwas auf und bekommen ihre typische Form. Die Marillen in der Mitte werden beim Backen ganz weich und saftig!

Das Rezept für die köstlichen Marillenbuchteln mit Knusperkrokant findet ihr auch im Knusperstübchen!


Zutaten für 10 – 12 Buchteln:
320 g Mehl
130 ml Milch
50 g Butter
1 Packung Trockenhefe
4 EL Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
12 Marillen/Aprikosen


In einem kleinen Topf die Milch mit der Butter erwärmen, bis diese geschmolzen ist. Zum abkühlen beiseite stellen. Wenn die Mischung handwarm ist, die Torckenhefe einrühren. Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Die Milch-Mischung langsam zum Mehl gießen, dabei mit den Knethaken des Handrührgerätes einarbeiten. Zuletzt das Ei hinzugeben und gründlich verkneten. Wenn der Teig zu sehr kleben sollte, einfach noch etwas Mehl hinzugeben. Den Teig abgedeckt 30 Minuten stehen lassen. 

In der Zwischenzeit die Marillen entkernen. Den Teig in 10 – 12 Portionen unterteilen. Je eine Portion in der Handfläche zu einem flachen Kreis drücken, eine entkernte Marille hineinsetzen und diese fest mit dem Teig verschließen. Die Kugel zum Abschluss am besten zwischen den Händen rollen, dann verschwindet die Nahtstelle. Alle Kugeln nebeneinander in eine gebutterte Auflaufform aus Metall oder Keramik setzen und nochmal abgedeckt 30 – 40 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 180° C vorheizen und die Marillenbuchteln mit etwas Butter bestreichen. Auf der mittleren Schiene 45 – 50 Minuten backen – die Backzeit variiert je nach Größe der Buchteln bzw. Marillen und Dicke der Backform. Im Zweifelsfall lieber etwas länger backen. Falls die Buchteln oben zu braun werden sollten, einfach mit etwas Alufolie abdecken. Lauwarm mit Knusperkrokant servieren.


Marillenbuchteln mit Knusperkrokant

Marillenbuchteln mit Knusperkrokant

Dienstag, 11. August 2015

MONTSERRAT

Etwa 40 km von Barcelona entfernt liegt das Gebirge Montserrat sowie das gleichnamige Kloster mit seiner berühmten Marienfigur. Auf dem Weg von Millà nach Barcelona haben wir einen Tagesausflug dorthin gemacht und waren begeistert von der atemberaubenden Gebirgslandschaft. Bei gutem Wetter kann man vom Aussichtspunkt vor dem Kloster sogar das Meer sehen.


Montserrat

Kloster Montserrat

Anfahrt nach Montserrat


Es gibt von Barcelona aus organisierte Busfahrten zum Kloster oder man fährt mit einem (Miet-)Auto dorthin. Vom Fuß des Berges kann man mit einer Zahnradbahn oder Seilbahn zum Kloster fahren, das auf 721 m Höhe liegt, es gibt aber auch einen Parkplatz in der Nähe des Klosters. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen ganzen Tag dort zu verbringen - denn neben der Besichtigung des beeindruckenden Klostergebäudes kann man Wanderungen zu Aussichtspunkten in der Umgebung unternehmen.


Kloster Montserrat

Das Kloster Montserrat


Das Kloster wurde vor etwa 1000 Jahren gegründet und enthält die Statue der schwarzen Madonna (
Mare de Déu de Montserrat oder auch La Moreneta), die Schutzheilige Kataloniens. Sie macht das Kloster zu einem Wallfahrtsort für Pilger, aber auch viele Touristen wollen die Statue besuchen. Lange Schlangen bilden sich beim Aufgang zur Empore im riesigen Kirchenschiff. Heute wohnen etwa 80 Mönche im Kloster.


Kloster MontserratKloster Montserrat

Wanderungen im Gebirge Montserrat


Da ich nicht religiös bin und mich eher weniger für christliche Pilgerstätten interessiere, habe ich mich nicht zur Besichtigung der Marienstatue angestellt, sondern bin mit der Zahnradbahn zum Gipfel eines angrenzenden Berges gefahren (Funicular de St. Joan), der auf etwa 970 m Höhe liegt. Von dort kann man tolle Wanderungen unternehmen, zum Beispiel zu verschiedenen Aussichtspunkten, bei denen man die merkwürdigen fingerartigen Felsformationen der Region bestaunen kann.


Gebirge Montserrat


Die Wanderwege beginnen an der Zahnradbahn und sind gut ausgeschildert. Es gibt regelmäßig Schilder mit Zeitangaben entlang der breit ausgebauten Schotterwege. Man kann verschiedene Gipfel erklimmen und hat von dort einen tollen Blick auf das Kloster und die Felsformationen. Manche Aussichtspunkte sind etwas schwerer zu erreichen, da es steil nach oben geht - dafür wäre festes Schuhwerk ratsam (uns kamen aber trotz Regen auch Menschen mit FlipFlops entgegen, unmöglich ist der Aufstieg also sicher nicht). 


Gebirge Montserrat


Der Weg führt in etwa 35 Minuten durch das Sandsteingebirge zu einer kleinen Kapelle. Von dort kann man auf die andere Seite des Gebirges blicken, wo die aufeinander zulaufenden Hügel einen wunderschönen Blick ins Tal geben:


Sant Joan

Kapelle auf dem Sant Joan


Neben der Kapelle gibt es noch mehr zu sehen, etwa wurde in den Fels vor vielen hunderten Jahren ein schmaler Weg gehauen, der zu einem kleinen Plateau führt. Dort stand einige hundert Jahre lang ein Gebäude, das heute aber nicht mehr vorhanden ist. Schautafeln entlang des Weges erzählen die Geschichte der in den Stein gehauenen Einsiedelei. 

Einsiedelei Montserrat



Mit der Zahnradbahn fährt man wieder hinunter zum Kloster oder direkt zum Fuß des Berges. Dort gibt es auch diverse Restaurants für Touristen, die aber relativ teuer und qualitativ minderwertig sind. Abendessen sollte man dann also besser in Barcelona!


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