Mittwoch, 3. August 2016

VORARLBERG: BREGENZ & WANDERUNG AM KARREN

Letztes Wochenende bin ich das erste Mal nach Vorarlberg* gereist - zwar habe ich sechs Jahre in Österreich gewohnt, aber ganz am anderen Ende... Schade, denn Vorarlberg hat einiges zu bieten! Das war sicherlich nicht mein letzter Besuch. Auf zwei Beiträge verteilt gibt es für euch Tipps für ein verlängertes Wochenende.

Bregenz



Bregenzer Hafen (Bodensee)
Bregenzer Hafen (Bodensee)


An der Grenze zur Schweiz und zu Deutschland liegt Bregenz, direkt am wunderschönen Bodensee. Natürlich empfiehlt es sich, als erstes einen Abstecher zum Hafen und zur Seepromenade zu machen. Besonders bei schönem Wetter ist diese nämlich einfach herrlich!


Bregenzer Seepromenade (Bodensee)


Wir hatten außerdem das Glück, zur Zeit der Bregenzer Festspiele* vor Ort zu sein - so konnten wir tagsüber das aufwendige Bühnenbild bestaunen. Für einen Abendbesuch einer Veranstaltung hatten wir leider nicht genug Zeit, aber die beleuchtete Bühne auf dem See ist sicherlich ein toller Anblick!


Bregenzer Festspiele 2016
Bregenzer Festspiele 2016
  

Die Innenstadt von Bregenz ist klein und man kann alles zu Fuß erreichen. Sowohl mit dem Zug als auch mit dem Auto kommt man gut ins Zentrum der Stadt - der Bahnhof liegt direkt am See am Rande der Innenstadt, ebenso wie diverse Parkhäuser. 

Wir sind zuerst zum Kornmarkt gelaufen, dort befinden sich einige alte Gebäude und die Einkaufsstraße. Toll ist auch die Oberstadt, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück reicht und die heute noch wie eine kleine Festung aus dem Mittelalter wirkt. 


Bregenz: Oberstadt


Das Wahrzeichen ist der Martinsturm, ein ehemaliger Getreidespeicher aus dem Jahr 1601. Man kann hinein gehen, der obere Teil bietet einen tollen Blick über die Dächer während sich unten eine Ausstellung über die Geschichte der Stadt* befindet. Er ist das erste Barockbauwerk am Bodensee und hat die größte Turmzwiebel Mitteleuropas (leider sieht man sie auf meinem Foto nicht so gut).


Bregenz: Martinsturm in der Oberstadt


Leider hatten wir in Bregenz nicht viel Zeit, so dass wir keins der Lokale besuchen konnten, die ich mir aufgeschrieben hatte. Es gibt nämlich einige spannende Läden mit vegetarischem Angebot! Zum Beispiel das Lieblingscafe, dort stehen Salate und Suppen, Süßspeisen und Frühstück auf der Karte.. Ihr findet es in der Maurachgasse 6 in der Nähe der Innenstadt. Bei Susi's Zauberei bekommt ihr vegetarische und vegane Mittagsgerichte aber auch Kaffee und Kuchen. 

Eine weitere tolle Empfehlung für Vegetarier und Veganer ist auch die Elfenküche in Dornbirn - nicht weit entfernt von Bregenz. Dort gibt es allerlei Suppen, auch eingemacht zum Mitnehmen! Das Besondere dabei ist, dass die Suppen ohne Konservierungs-, Farb- oder andere Zusatzstoffe hergestellt werden. Andere veggie-freundliche Lokale in Vorarlberg findet ihr außerdem bei iamgreen!

Wanderung am Karren


Mit der Seilbahn geht es von Dornbirn aus hoch auf den Karren. Dort kann man im unglaublichen Panoramarestaurant erstmal fein Mittag essen! Ich habe mich für ein saisonales Gericht aus der Region entschieden, Serviettenknödel mit Pfifferlingen in Rahmsauce. Es war sehr lecker und der Ausblick vom Berg hinunter auf den Bodensee und die Schweizer Berge ist schon besonders toll! Den könnt ihr übrigens auch von der Karrenkante genießen, einem Aussichtssteg unter dem Restaurant. Leider war es wahnsinnig neblig, wie ihr auf den Fotos sehen könnt...


Panoramarestaurant auf dem Karren (Dornbirn)
Panoramarestaurant auf dem Karren (Dornbirn)


Gestärkt konnten wir dann die Wanderung beginnen. Wir haben uns entschlossen, 1,5 Std bergab zum Staufensee und zur Alplochschlucht zu wandern. Der Weg dorthin ist sehr gut ausgebaut - meist ein breiter Weg, wenn es steiler wird gibt es sogar Treppenstufen mit Holz auf dem Waldboden. Wanderschuhe sind trotzdem zu empfehlen, da man einfach besseren Halt hat und nicht so leicht abrutscht, gerade wenn das Wetter wechselhaft ist.


Wanderung auf dem Karren (Dornbirn)

Wanderung auf dem Karren (Dornbirn)


Am Staufensee lohnt es sich, eine kleine Pause einzulegen. Leider hat das Wetter auch hier nicht mitgespielt - statt türkisblauem Wasser gab es leider für uns einen schlammfarbenen See ;) An sonnigen Hochsommertagen sieht dieser Stausee also bedeutend fotogener aus!


Staufensee in Vorarlberg


Direkt neben dem Kraftwerk Ebensand geht von der Staustufe ein Wasserfall in die Alplochschlucht. Auf der schmalen Brücke hat man den besten Blick! 


AlplochschluchtAlplochschlucht


Nun geht es weiter am Fels entlang auf einem Holzsteg. Dort hat man nochmal einen tollen Blick auf die Schlucht, die doch ganz schön tief ist. Unten fließt die Dornbirner Ach entlang, die dann zur Rappenlochschlucht führt. Auch dort kann man auf einem Holzsteg durch die Schlucht gehen. 


Rappenlochschlucht


Letztendlich erreicht man dann das Gütle, dort kann man nochmal eine Kaffeepause einlegen bevor es mit dem Bus zurück zur Talstation bzw. nach Dornbirn geht. Der Bus fährt nicht so oft (als wir dort waren einmal pro Stunde), also merkt euch die Abfahrtszeit. Man kann die Strecke auch zu Fuß gehen, aber da sie an einer Straße entlang führt empfehle ich euch das nicht unbedingt.


Rappenlochschlucht - Gütle


Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, kann auch vom Gütle aus nur durch die Schlucht und zum See gehen und dann wieder umkehren. Dieser Teil ist jedoch auch der beliebteste, so dass es am Nachmittag ziemlich voll werden kann. Insgesamt ist die Strecke von der Karren Seilbahnstation zum Gütle eine schöne Wanderung, die nicht allzu anstrengend ist.



*Reise auf Einladung von Bodensee-Vorarlberg Tourismus. Danke an Vorarlberg Tourismus für die Organisation!

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