Freitag, 30. Dezember 2016

SILVESTER FINGERFOOD: MINI EMPANADAS

Habt ihr schon Pläne für Silvester? Gutes Essen gehört bei mir auf jeden Fall dazu. Meist gibt es Fondue oder Raclette, weil diese Gerichte zum geselligen Beisammensein dazu passen und man das langsame Essen zelebriert. Ich mag aber auch die Idee, verschiedene Fingerfoods zu servieren - eine Zusammenstellung der besten Rezepte habe ich letztes Jahr schon für euch gemacht (Silvester Fingerfood). Dieses Jahr kommt noch ein weiteres Rezept dazu: Mini-Empanadas mit Kartoffel-Ziegenkäse-Füllung, dazu passen ein leckerer Avocado-Dip oder scharfe Tomatensalsa, Rote-Bete-Relish oder Aioli...


Mini Empanadas
Mini Empanadas


Knallerei und teure Böller gab es bei mir noch nie, ich bin ehrlich gesagt jedes Jahr aufs Neue entsetzt, wie viel Geld dafür ausgegeben wird - und wie viel Müll in den Tagen danach auf den Straßen, in den Parks und Flüssen zu finden sind... Plastik, Glasflaschen, Raketenreste, Schwarzpulver - für die Natur ein Albtraum, für die Tiere auch. Mein kleiner Labrador hasst Silvester!


Mini Empanadas


Zutaten für ca. 35 Stück:
300 g Mehl
100 g Butter
180 ml Wasser oder Milch
1 Ei
Salz

5 mittelgroße Kartoffeln
100 g Ziegenfrischkäse
Salz
Pfeffer



Kartoffeln schälen und in kochendem Salzwasser gar kochen. Abgießen und stampfen. Etwas abkühlen lassen, dann mit Salz und Ziegenkäse vermischen.

Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Mehl mit Salz vermischen, Eigelb dazugeben. Das Eiweiß beiseite stellen. 180 ml Wasser/Milch sowie die geschmolzene Butter zum Teig geben. Mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem Teig verkneten. Abgedeckt 10 Minuten stehen lassen. 

Ofen auf 200° C vorheizen. Den Teig etwa 0,5 cm hoch ausrollen und mit einer runden Form oder einem kleinen Glas Kreise ausstechen. Je ein Teelöffel Füllung auf jeden Kreis geben und zuklappen. Mit einer Gabel die Ränder zusammendrücken, dann die Mini Empanadas mit Eiweiß bestreichen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen. 

Heiß servieren, zum Beispiel mit Avocado-Dip.


Mini Empanadas

Dienstag, 27. Dezember 2016

REISE RÜCKBLICK 2016

2016 war ein Reisejahr für mich - stolze 11 Mal bin ich dieses Jahr verreist, plus die vielen Male Pendelei zum derzeitigen Wohnort des Besten, plus zwei berufliche Reisen nach Berlin und Berchtesgaden über die ich nicht gebloggt habe. Wie im letzten Jahr gilt auch hier, ich habe 25 Urlaubstage und diese haben für alle meine Reisen ausgereicht! Wie ich das mache, habe ich euch ja schon letztes Jahr im Reise Rückblick verraten

Wo war ich 2016 unterwegs?


Hofgut Hafnerleiten


Das Jahr begann mit einem wunderbaren Winter-Wochenende im Hofgut Hafnerleiten in Niederbayern. Warum es mir dort so gut gefallen hat, könnt ihr im Beitrag nachlesen - ein Kochkurs gehörte auch zum Programm! Ausspannen am Kamin, Schnee auf den Feldern und einfach mal Ruhe und Entspannung. Besonders gut hat mir dort gefallen, dass man das Frühstück im eigenen Häuschen einnimmt, ganz entspannt im Bademantel. Das Abendessen, das in anderen Hotels oft als "privates" Event gilt, nimmt man dagegen an einer großen Familientafel ein und unterhält sich mit anderen Gästen. Ich finde das wirklich genial, denn als Morgenmuffel nerven mich Frühstücksbuffets, während ich am Abend gesprächiger bin.


Hofgut Hafnerleiten
Hofgut Hafnerleiten


Berlin


Weiter ging es mit der ITB in Berlin, der größten Reisemesse Europas - dort war ich zwei Tage sowohl beruflich als auch für meinen Blog unterwegs und habe im Anschluss noch ein paar Tage lang mit guten Freund*Innen Berlin unsicher gemacht.


Sevilla


Von Berlin ging es direkt weiter nach Sevilla - dort habe ich eine Woche lang die Stadt erkundet und eine liebe Freundin besucht. Die Stadt hat mir extrem gut gefallen! Der Semana Santa konnte ich glücklicherweise um genau zwei Tage entgehen, ich finde die heilige Karwoche zwar total spannend, aber schreiende Menschenmassen sind nicht unbedingt meins. Meine Beiträge zu Sevilla:


Sevilla
Plaza de Espana in Sevilla
Setas Sevilla
Setas / Metropol Parasol in Sevilla


Colmar


Die kleine Stadt Colmar im Elsass haben der Beste und ich mit einem Tagesausflug erkundet. Sie ist bekannt für ihre zauberhaften bunten Fachwerkhäuser, Flammkuchen und Störche - die wir sogar auf dem Dach der Kathedrale entdecken konnten. Mir hat es dort gut gefallen, ich würde bei Gelegenheit wieder vorbeifahren wenn ich in der Region bin.


Colmar


Schwarzwald: Durbach & Sasbachwalden


Wir sind zuerst ins Hotel Ritter in Durbach gefahren, wo wir auch phantastische Sterneküche genießen durften. Das Hotel ist wirklich gemütlich, gut gelegen und auf jeden Fall allein wegen dem Gourmet-Restaurant "Wilder Ritter" einen Besuch wert. Durbach selbst hat uns auch gut gefallen, vor allem der wunderschöne Weinpanorama-Wanderweg bei dem das Schloss Staufenberg ein Muss ist. 


Weinpanorama-Wanderweg in Durbach
Weinpanorama-Wanderweg bei Durbach



Der nächste Halt war dann Sasbachwalden. Dieser kleine Ort im Schwarzwald hat uns total beeindruckt! Vorher hatten wir bei Schwarzwald nur Kuckucksuhren und Rentner im Kopf, doch unser Bild der Region hat sich schlagartig verändert. Von tollen Mountainbike-Trails bis zum Schnapswanderweg, von alternativen Hotelkonzepten bis zum Schlafen im Weinfass, Dinner-Jumping und eine regionale Kaffeerösterei - in Sasbachwalden kann man einiges erleben!


Fachwerkdorf Sasbachwalden
Sasbachwalden


Straßburg


Wieder ein Tagesausflug, diesmal nach Straßburg. Leckeres Essen und ein Spaziergang durch das Altstadtviertel mit seinen Kanälen waren auf dem Programm. Auch hier sieht man jede Menge Fachwerkhäuser. Die Stadt hat mir gut gefallen - eigentlich wollte ich zum berühmten Weihnachtsmarkt im Dezember nochmal hin, das hat leider nicht mehr geklappt...



Straßburg
City Guide Straßburg



Südfrankreich-Roadtrip



Anfang Juli ging es dann zur Lavendelblüte in die Provence und an die Côte d'Azur. Eine Woche Roadtrip mit dem Besten! Endlich mal die lila Lavendelfelder in der Provence zu sehen war schon lange mein Traum und dieses Jahr ist er endlich wahr geworden. Es war eine der schönsten Reisen des Jahres, die Strecke kann ich euch absolut ans Herz legen. Ich habe sogar das erste Mal in meinem Leben Wale gesehen! Wir hatten so viele tolle Erlebnisse in Südfrankreich - und trotzdem haben wir so viel noch nicht gesehen. Das heißt wir müssen wiederkommen, mit mehr Zeit im Gepäck... Was wir dort erlebt haben könnt ihr natürlich nachlesen:



Lavendel in der Provence
Lavendelfeld in der Nähe von Sault

Calanque Port Pin
Calanque Port Pin

Finnwal Pelagos Schutzgebiet
Finnwal im Pelagos Schutzgebiet

Vorarlberg


Ende Juli ging es für den Besten und mich nach Vorarlberg für ein verlängertes Wochenende, zum Wandern und auch um kulinarisch ein paar Highlights zu entdecken. Käsknöpfle und Riebel zum Beispiel! Ich liebe die Mentalität der Vorarlberger*Innen, sie wirken irgendwie immer gut gelaunt und lustig, sind extrem hilfsbereit und herzlich. Vor allem der Bregenzerwald hat mich total begeistert mit seiner spannenden Architektur zwischen Tradition und Moderne. Meine Reiseberichte könnt ihr hier nachlesen:



Bregenzerwald

Schindelhaus im Bregenzerwald
Haus mit Holzschindeln im Bregenzerwald

Rotterdam & Amsterdam


Mitte August ging es zuerst für ein paar Tage nach Rotterdam - eine sehr moderne Stadt, von der ich vorher nicht genau wusste, was mich erwarten wird. Ich wurde positiv überrascht, vor allem was die vegetarische und vegane Küche dort angeht, aber auch die riesige Markthalle und die verrückten Cubehouses haben es mir angetan. In Amsterdam haben wir natürlich die schnuckeligen Grachten bestaunt, die besten Beach Bars gefunden und auch ziemlich gut gegessen!



Rotterdam
Rotterdam
 
Amsterdam
Amsterdam


Südtirol


Ein weiterer Traum ging für mich dieses Jahr in Erfüllung - endlich ein Roadtrip nach Südtirol! So lange schon schmachte ich die Instagram-Bilder berühmter Fotografen an und denke mir - da MUSS ich einfach mal hin! Im September war es so weit und wir sind eine Woche mit dem Auto durch Südtirol gefahren, vom Hochpustertal bis ins Meraner Land. Ich würde jederzeit wieder nach Südtirol fahren, es hat mich noch mehr beeindruckt als ich mir ausgemalt hatte. Wie ein Bilderbuch sind die Landschaften dort, kaum in Worten zu erfassen - schaut euch unbedingt die Bilder in meinen Blogbeiträgen an:




Pragser Wildsee
Pragser Wildsee

Drei Zinnen Rundwanderung
Drei Zinnen Rundwanderung


Westfrankreich: Poitiers, Angers, Nantes, Rennes


Meine letzte Reise in diesem Jahr hat mich nach Westfrankreich geführt. Im Rahmen des FrenchCityAwards durfte ich in einer Woche vier Städte besuchen. Ich habe verbrannten Käsekuchen gegessen, stundenlang einen alten Teppich angestarrt, einen riesigen Elefanten aus Holz und Stahl bestaunt und gelernt wie man Crêpes zubereitet. Innerhalb von nur einer Woche habe ich so viel gelernt und erlebt, an dem ich euch teilhaben lassen wollte:


Meine Packliste für diese Frankreich-Reise findet ihr hier: Packliste Städtetrip - eine Woche unterwegs nur mit Handgepäck!


Nantes: Les Machines
Nantes: Les Machines
 
Rennes
Rennes

Fazit


Spanien, Österreich, Frankreich, Holland, Italien und einige tolle Ziele in Deutschland - wunderschöne Natur, spannende Städte, kulinarische Highlights und faszinierende Kultur findet man nicht nur außerhalb von Europa. Dieses Jahr war ein Europa-Jahr und ich bin froh darüber! Alle Orte, die ich entdecken durfte, waren einfach unglaublich. Ich bin dankbar für diese wunderbaren Erlebnisse, die ich nie vergessen werde.

Trotzdem möchte ich es im nächsten Jahr etwas ruhiger angehen, weniger "Programm" und mehr Urlaub! Ich hatte in diesem Jahr nie länger als fünf Tage am Stück frei und bin manchmal innerhalb von einer Woche mehr als tausend Kilometer gereist, war nicht länger als ein bis zwei Nächte an einem Ort. Das ist anstrengend und kräftezehrend, mit Erholung hat es nichts mehr zu tun, vor allem weil ich für Blogreisen täglich ein total durchgeplantes 8 - 22 Uhr Programm habe! Im Jahr 2017 möchte ich mehr auf mich achten, mir eine Auszeit gönnen und es genießen, einen Ort intensiver kennen zu lernen als das an zwei Tagen möglich ist. 

Mein Leben ist keine Bucket List, ich muss nicht ein Ziel nach dem anderen "abhaken" und will im nächsten Jahr meine Reisen wieder entschleunigen. Noch habe ich kaum Pläne, wo ich landen werde, nur eine Reise steht schon fest: im Februar werden der Beste und ich drei Wochen in Sri Lanka sein. Darauf freue ich mich sehr, denn wir machen nur alle paar Jahre eine Fernreise - mein ökologischer Fussabdruck ist mir wichtig, deshalb handhabe ich das seit einigen Jahren so. 2007 war ich in Brasilien, 2010 in Nepal, 2012 auf Borneo, 2014 in Thailand. Ich freu mich ein weiteres asiatisches Land zu entdecken und bin gespannt, was uns dort erwartet!


Euch wünsche ich ein wunderbares Reisejahr 2017 und hoffe, ich konnte mit meinen Reiseberichten euer Fernweh wecken!



Mini-Pferde beim Rundwanderweg Drei Zinnen
Mini-Pferde beim Rundwanderweg Drei Zinnen

Freitag, 23. Dezember 2016

WEIHNACHTLICHE MARZIPANKARTOFFELN & MOZARTKUGELN

Wenn mich meine Familie an Weihnachten enttäuscht anschaut und fragt, warum sie dieses Jahr keine selbstgemachten Mozartkugeln bekommen, habe ich eine tolle Ausrede parat: "Die hat der Hund gefressen!". Das ist leider nicht gelogen denn mein Hund hat wirklich die Mozartkugeln verschlungen, die ich zum Abkühlen auf den Balkon gestellt hatte... Eine Stunde habe ich gebraucht, um sie mühsam herzustellen - nur Fotografieren wollte ich sie noch, um euch das Rezept hier auf dem Blog zeigen zu können. Leider war mein Hund davon überzeugt, was auf dem Boden steht, gehört ihm (auch wenn er sonst den Balkon den ganzen Winter über nicht betritt, weil es ihm draußen zu kalt ist).


Weihnachtliche Mozartkugeln
Weihnachtliche Mozartkugeln


Zum unfassbaren Ärger über die verlorene Arbeit (meinen Schrei konnte man glaube ich noch drei Häuser weiter hören) kam dann relativ schnell Panik, weil Hunde weder Zucker noch Schokolade besonders gut vertragen... Vor allem so ein kleiner Hund mit 10 kg, der mal eben 500 g Marzipan, Nougat und Schokolade in 30 Sekunden verspeist. Nicht, dass er ein Gourmet wäre - auch verfaulte Blätterhaufen im Park, abgebissene Semmeln auf dem Gehweg und undefinierbare Essensreste auf dem Ubahn-Boden werden sorgfältig von ihm aufgespürt. Dementsprechend abgehärtet scheint sein Magen zu sein - die Mozartkugeln sind ihm glücklicherweise gut bekommen und er wurde nicht krank davon. Trotzdem weiss ich jetzt, dass definitiv nichts mehr auf dem Balkon-Boden zum Abkühlen stehen wird..

 
Selbstgemachte Marzipankartoffeln
Selbstgemachte Marzipankartoffeln

Die Mozartkugeln auf den Fotos habe ich zähneknirschend am nächsten Tag nochmal zubereitet - und alle drei aus lauter Frust sofort aufgefuttert. Dafür gibt es aber noch ein Rezept für Marzipankartoffeln, denn das restliche Marzipan aus der zweiten angebrochenen Packung musste ja verwertet werden. Sie sind deutlich schneller herzustellen und schmecken auch ziemlich lecker! In die hübschen Geschenkschachteln* kommen jetzt also Marzipankartoffeln. 


Ich wünsche euch frohe Weihnachten und ein paar erholsame Tage!
 

Zutaten für ca. 20 Mozartkugeln
50 g Nougat
200 g Marzipan-Rohmasse
100 g Vollmilch- oder Zartbitter-Kuvertüre 
4 Prisen Zimt
2 Prisen gemahlene Koriandersamen
2 Prisen Anis
2 Prisen Nelken
2 Prisen gemahlener Ingwer
etwas gemahlene Vanille
Zucker-Lebkuchenmännchen als Deko

Marzipan-Rohmasse wie oben beschrieben mit den Gewürzen verkneten. Je 1/2 Teelöffel Nougat abstechen und schnell zu einer Kugel formen (wenn man zu lange braucht wird es weich und klebt). Etwa 20 Nougatkugeln formen und beiseite legen. Schokolade im Wasserbad schmelzen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Je einen Teelöffel Marzipan-Masse abstechen und platt drücken, die Nougatkugel darauf legen und das Marzipan um das Nougat legen, zwischen den Handflächen rollen bis sich eine glatte Kugel bildet. 

Die fertigen Kugeln in geschmolzener Schokolade wenden und auf das Backpapier setzen. Wenn alle Mozartkugeln mit Schokolade überzogen sind, je ein Zucker-Lebkuchenmännchen darauf setzen und das Blech an einen kühlen Ort stellen. So wird die Schokolade schneller fest. Bis zum Verzehr oder Verschenken am besten im Kühlschrank aufbewahren. 


Weihnachtliche Mozartkugeln


Zutaten für ca. 25 Marzipankartoffeln:
100 g Marzipan-Rohmasse
4 Prisen Zimt
2 Prisen gemahlene Koriandersamen
2 Prisen Anis
2 Prisen Nelken
2 Prisen gemahlener Ingwer
etwas gemahlene Vanille

Marzipanrohmasse mit den Gewürzen verkneten, bis diese gleichmäßig eingearbeitet sind. Von der Rohmasse ca. einen Teelöffel voll abstechen und zwischen den Händen rollen, bis eine kleine Kugeln entsteht. 25 Kugeln formen. In einer luftdichten Dose aufbewahren, damit sie nicht austrocknen. 

Selbstgemachte Marzipankartoffeln


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Dienstag, 20. Dezember 2016

WEIHNACHTSDESSERT: NOUGAT-PUDDING MIT GRANATAPFEL

Für Weihnachten überlege ich mir ja immer Desserts, die sich gut vorbereiten lassen, auch in größeren Mengen einfach herzustellen sind und trotzdem toll aussehen. Pudding ist so ein Klassiker unter den Weihnachtsdesserts. Da man sich an Weihnachten sowieso mit Süsskram und deftigem Essen den Bauch vollschlägt, serviere ich meinen weihnachtlichen Nougat-Pudding mit Granatapfel in Mini Quilted Maison Jars (die bekommt ihr zum Beispiel bei Lieblingsglas*). 

Die knackigen Granatapfelkerne geben dem Ganzen eine fruchtige Note und sehen edel aus (wie kleine Rubine!). Farblich passt das Weinrot auch perfekt zur Weihnachtsdeko. Am liebsten würde ich ja den Weihnachtsbaum mit Granatäpfeln dekorieren ;)


Nougat-Pudding mit Granatapfel (Weihnachtsdessert)
Nougat-Pudding mit Granatapfel (Weihnachtsdessert)


Zutaten für 4 kleine Gläser:
500 ml Milch oder Mandelmilch
100 g dunkle Schokolade
4 EL Nuss-Nougat-Creme oder 50 g Nougat
2 EL Zucker
6 TL Speisestärke
Granatapfel

400 ml Milch in einem Topf erwärmen. Schokolade und Nuss-Nougat-Creme (oder Nougat) darin unter Rühren schmelzen, Zucker hinzugeben. Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit 100 ml Milch anrühren. Sobald Schokolade, Nougat und Zucker geschmolzen sind, langsam die Stärke-Mischung in die heiße Milch gießen und kräftig rühren. Erhitzen, bis der Pudding andickt. In Gläschen füllen und beiseite stellen.

Granatapfel halbieren. In einer großen, hohen Schüssel den halben Granatapfel mit Schnittstelle nach unten kräftig drücken, so dass er sich von innen nach außen stülpt und die Kammern mit den Kernen freigelegt werden. Dabei kann er ruhig brechen. So könnt ihr am besten die Kerne herauslösen, ohne dass es zu sehr spritzt. 

Wenn der Pudding abgekühlt ist, mit Granatapfelkernen verzieren und servieren. Im Kühlschrank hält sich der Pudding bis zu zwei Tage, die Granatapfelkerne am besten in einem Schraubglas aufbewahren und erst kurz vor dem Servieren dazugeben.


Nougat-Pudding mit Granatapfel (Weihnachtsdessert)


*Die Gläser wurden mir von Lieblingsglas zur Verfügung gestellt.

Samstag, 17. Dezember 2016

KARERSEE IN SÜDTIROL

Der Karersee in Südtirol ist einer dieser Orte, die mich gedanklich nicht mehr losgelassen haben. Es beeindruckt mich immer wieder, dass die Natur so faszinierende Orte schafft, die eine unvergleichliche Perfektion zeigen! Allein die Nadelbäume vor der Bergkulisse sind schon bemerkenswert, doch der smaragdfarbene See im Vordergrund lässt das den Ausblick fast unwirklich schön erscheinen. Kein Wunder, dass er ein geschütztes Naturdenkmal ist!


Karersee in Südtirol


Auf unserem Weg nach Meran haben wir einen Abstecher dorthin gemacht, es war schon recht spät am Abend und ich hatte Sorge, dass es bereits zu dunkel sein würde, wenn wir dort ankommen. Wir hatten jedoch Glück und fanden sogar einen windstillen See vor, der das Bergpanorama wunderbar gespiegelt hat. Nachdem es am Pragser Wildsee so windig war, habe ich mich darüber ziemlich gefreut!


Karersee in Südtirol


Man erreicht den Karersee über die Staatsstraße SS 241, auch Dolomitenstraße genannt. Der See ist schon lang vorher ausgeschildert und direkt gegenüber befindet sich ein großer Parkplatz. Durch eine Unterführung kommt ihr dann zum Panorama-Ausblicksort direkt oberhalb des Sees. Das Seeufer selbst darf man nicht betreten, es ist mit einem Zaun abgesperrt - direkt um den See wandern ist ebenfalls nicht möglich. 


Geländer am Karersee


Je nachdem wo man steht und welche Tages- und Jahreszeit man für einen Besuch auswählt, hat der Karersee eine völlig andere Farbe und einen anderen Wasserstand. Er wird von unterirdischen Quellen aus dem Latemargebirge gespeist. Den Namen "Regenbogensee" hat er einerseits von einer Sage (die ihr hier nachlesen könnt), andererseits sieht man auf den Bildern das teilweise fast neongrüne bis türkisblaue Wasser und wundert sich nicht über diesen Namen.


Karersee in Südtirol


Ich würde jederzeit wieder dorthin fahren - zu einer anderen Jahres- oder Tageszeit sieht der See wahrscheinlich völlig anders aus. Die Bergkette im Hintergrund war wolkenverhangen, an manchen Tagen ist sie sehr klar zu sehen. Ein Besuch lohnt sich bei egal welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit, nehmt euch auf jeden Fall eine halbe Stunde Zeit um den See ausgiebig zu betrachten. 


Karersee in Südtirol

Mittwoch, 14. Dezember 2016

PERLGRAUPEN-RISOTTO MIT SPINAT

Die Inspiration für dieses Rezept habe ich aus NOPI*, dem aktuellen Kochbuch von Ottolenghi. Er macht das Pesto allerdings mit Spinat und Brunnenkresse statt mit Rucola, außerdem serviert er dazu Pilze und insgesamt war mir das Rezept einfach zu kompliziert. Ich habe also eine vereinfachte, eigene Variante daraus gemacht und fand das Gericht total lecker. Perlgraupen werden sowieso total unterschätzt. Es gibt sie zwar in jedem Supermarkt (bei Mehl und Grieß findet ihr sie im Regal), aber kaum jemand in meinem Alter kennt oder verwendet sie noch.


Perlgraupen-Risotto mit Spinat-Pesto
Perlgraupen-Risotto mit Spinat-Pesto


Im libanesischen Schmortopf sind sie übrigens auch eine wichtige Zutat (den muss ich dringend mal wieder machen!). Während ich übrigens neidisch auf die High-End-Weihnachtsmenüs auf so manch einem Blog schiele, bin ich irgendwie überhaupt nicht motiviert für weihnachtliches Essen. Und ich habe noch nie so wenig Süsskram gegessen in der Vorweihnachtszeit wie dieses Jahr, nicht mal einen Adventskalender habe ich! Warum also nicht zwischen die ganzen Festtagsmenüs einen Beitrag für gesundes, grünes Risotto raushauen - ich hoffe es schmeckt euch ;)



Perlgraupen-Risotto mit Spinat-Pesto

 
Zutaten für 2 Personen:
120 g Perlgraupen
1 - 2 Zehen Knoblauch
2 Schalotten
2 Handvoll frischer Spinat
1 Handvoll Rucola
2 Frühlingszwiebeln
Frischer Thymian
Olivenöl
Salz
Pfeffer
(wenn gewünscht: Parmesan/Grana Padano)

Wasser in einem Topf aufkochen. Spinat waschen und dann in das kochende Wasser geben, kurz blanchieren lassen, dann mit einer Schöpfkelle herausgeben und mit kaltem Wasser abschrecken (so behält er die grüne Farbe). In das kochende Wasser die Perlgraupen geben und ca. 20 Min kochen. In der Zwischenzeit Knoblauch und Schalotten schälen und fein hacken. In einer Pfanne in Olivenöl anbraten, dann zusammen mit Spinat und dem gewaschenen Rucola in einen Mixer geben. Pfanne beiseite stellen, nicht abwaschen.

Gegebenenfalls noch etwas Olivenöl dazugießen und pürieren. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, in der Pfanne anbraten (der Rest Olivenöl in der Pfanne reicht dafür). Perlgraupen abgießen und mit dem Pesto dazugeben, gegebenenfalls noch etwas Wasser falls es zu dickflüssig ist. Mit Salz und Pfeffer würzen, Thymianblättchen dazugeben und wenn gewünscht geriebenen Parmesan. Heiß in tiefen Tellern oder Schüsseln servieren.


Perlgraupen-Risotto mit Spinat-Pesto


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Montag, 12. Dezember 2016

GASTFREUNDSCHAFT AUF REISEN

Was ist eigentlich Gastfreundschaft? Diese Frage habe ich mir letztens gestellt, als sie Thema in der Reisenacht bei Twitter war. So richtig definieren konnte ich den Begriff nicht. Gastfreundschaft hängt für mich zusammen mit einem freundlichen Empfang und dem Teilen von Gütern (ob das jetzt eine kostenlose Übernachtung ist oder eine Tasse Tee). Auf Wikipedia wird es definiert als "freundliche Gesinnung, die einem Besucher von seinem Gastfreund bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird." Wie seht ihr das? Was gehört zur Gastfreundschaft dazu? Gibt es Gastfreundschaft auch bei bezahlten Begegnungen wie Airbnb oder einem gebuchten Guide?


May Kaidee


Gastfreundschaft - immer kostenlos?


Für mich persönlich war klar, einen herzlichen Empfang kann man nie voraussetzen. Egal ob es sich dabei um eine Begrüßung in einem Familienbetrieb, einer Airbnb Wohnung oder in einem Privathaus handelt, Gastfreundschaft ist ein Privileg. In manchen Kulturen gehört sie dazu, in anderen ist sie eher selten. Bei Nomadenvölkern beispielsweise ist sie ein wichtiger Bestandteil der Lebensweise, denn ohne einen Zwischenstop bei freundlich gesinnten Mitmenschen kann man in der kargen Landschaft die Reisen über lange Distanzen kaum überleben. In westlichen Gesellschaften ist sie bei Fremden leider immer seltener geworden, hier ist man nicht auf andere angewiesen. Trotzdem spielt Gastfreundschaft auch hier bei Familie und Freunden eine große Rolle.



Tibetischer Mönch in Nepal
Tibetischer Mönch in Nepal, der mir das Meditieren beibrachte


Beispiele, die in der Diskussion während der Reisenacht aufgetaucht sind, waren Airbnb vs. Couchsurfing, Mitfahrgelegenheit vs. Anhalter/Autostopp. Ich bin der Meinung, dass man auch bei bezahlten Diensten Gastfreundschaft erfahren kann. Wenn ich ein bezahltes Zimmer über Airbnb beziehe, gibt es große Unterschiede im Umgang der Gastgeber*Innen. Manche sind sehr herzlich, man darf die gesamte Wohnung mitbenutzen, bekommt sofort eine Tasse Tee oder Kaffee und die besten Insider-Tipps. Andere zeigen einem das Zimmer und man sieht sie danach während des Aufenthalts nicht mehr. Das gleiche gilt für Mitfahrgelegenheit - hier kann man gut unterscheiden zwischen reiner Dienstleistung gegen Geld und einem herzlichen Aufnehmen, zum Beispiel wenn man bis vor die Haustür gefahren wird oder während der Fahrt Süßigkeiten angeboten bekommt. 

Ob Gastfreundschaft von Herzen kommt, merkt man allerdings nicht immer sofort, vor allem in fremden Kulturen. Jede*r von euch kennt wahrscheinlich die Situation, dass man mit einem Lächeln etwas angeboten bekommt, das ein Geschenk zu sein scheint, und dann wird im Nachhinein dafür Geld verlangt. Die Enttäuschung darüber, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat und "getäuscht" wurde, schadet dem Ansehen einer Person oder einer Region, einem Volk oder einer Kultur. Im Gegensatz darüber verfällt man oft in ungläubiges Staunen wenn man bemerkt, dass wirklich keine Hintergedanken bestehen und man einfach auf absolut herzliche Menschen treffen kann.

Auf Reisen informiert man sich am besten vorab, welche Rolle Gastfreundschaft in jeweiligen Land oder der Religion seiner Bewohner*Innen spielt. Reiseführer thematisieren das, aber auch online findet man gute Informationen dazu. An besonders touristischen Orten oder Sehenswürdigkeiten bin ich generell etwas skeptischer als in abgelegenen Regionen, mit dieser Faustregel bin ich bisher gut durchgekommen. Von meinen Erfahrungen mit Gastfreundschaft möchte ich euch aber heute noch ein bisschen persönlicher erzählen...

Gastfreundschaft - meine Erfahrungen in Asien


Nepal war das gastfreundlichste Land, das ich in meinem Leben bereist habe. Egal ob es darum ging, ohne Straßenschilder das richtige Hotel in den winzigen Gassen Kathmandus zu finden oder den Bus in einem Dorf, in dem niemand Englisch spricht - immer waren hilfsbereite Nepalis zur Stelle. Nach einer langen Wanderung am Annapurna-Gebirge bei Pokhara bat eine ältere Frau meine Begleitung und mich in ihr Haus als sie uns vorbeilaufen sah, servierte Tee und hatte ein herzliches Lächeln im Gesicht.

Maya in Nepal
Maya in Nepal


Dort, wo kaum Europäer*Innen vorbeikommen, ist eine große blonde Frau natürlich eine kuriose Attraktion, die man sich gern genauer anschaut. Die Menschen in Nepal haben mich in den vier Wochen, die ich dort gereist bin, insgesamt sehr beeindruckt. Gastfreundschaft ist hier ein wichtiges kulturelles Gut. Man kommt schnell mit Einheimischen ins Gespräch, egal ob das im Bus ist oder im Restaurant, hier wird immer gern geredet und gelacht. An diese Art, Fremden gegenüber freundlich gesinnt zu sein, gewöhnt man sich schnell - nach meiner Heimreise hatte ich einen regelrechten Kulturschock im unfreundlichen Wien...

Haus am Annapurna Gebirge in Nepal
Haus am Annapurna Gebirge in Nepal


Auch die Menschen in Thailand habe ich als sehr hilfsbereit und freundlich erlebt - natürlich sind einige Geschäftstüchtige darunter, gerade in den Touristenzentren. Das finde ich aber normal, wenn in einem Land der Tourismus eine der wichtigsten Einkommensquellen ist. Als der Beste und ich in einen abgelegenen Nationalpark reisen wollten, waren wir auf die Hilfsbereitschaft der Menschen angewiesen. Keine öffentlichen Verkehrsmittel fuhren dorthin - also sind wir per Anhalter gefahren. Der Manager einer Bananenfabrik hat uns aufgegabelt und bis in den Nationalpark zum Guesthouse gefahren, obwohl seine Mittagspause eigentlich schon vorbei war. Er fand es so kurios, dass wir in dieser abgelegenen Region allein unterwegs waren, dass er uns wohlbehalten ankommen lassen wollte.

Guesthouse in Kui Buri
Guesthouse in Kui Buri


Die Herzlichkeit der Thais hat mich nachhaltig beeindruckt. Im Theravada-Buddhismus (der Hauptreligion Thailands) spielt Nibbana eine wichtige Rolle. Damit ist gemeint, schlechte Angewohnheiten wie Egoismus oder Gier zu überwinden, um bei der Reinkarnation nicht in einer schlechten Position geboren zu werden. Karma spielt hier auch eine wichtige Rolle. Es ist also tief im Glauben der Thais verankert, anderen Menschen nicht zu schaden und das merkt man unmittelbar in der Gesellschaft.

Frau im Wat Pho Tempel, Bangkok
Frau im Wat Pho Tempel, Bangkok


Den malaysischen Teil Borneos habe ich als sehr "westlich" empfunden, Smartphones und SUVs waren dort bereits 2012 allgegenwärtig. Als Touristen haben wir uns dort häufig eher fehl am Platz gefühlt, geradezu lästig. Selbst als wir Flugtickets kaufen wollten oder ein Zimmer mieten, schlug uns offenkundige Ablehnung und Genervtheit entgegen. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass gerade Ramadan war und die Menschen bei 35 Grad nichts trinken und essen durften - zu einer anderen Zeit hätten die Malays dort sicher bessere Laune gehabt. Aber uns schlug vier Wochen lang größtenteils Ablehnung entgegen, die uns nahezu an den Rand der Verzweiflung trieb (unsere Horrorerfahrungen auf Borneo könnt ihr hier nachlesen). 

Mangrovenwald im Bako Nationalpark, Borneo
Mangrovenwald im Bako Nationalpark, Borneo


Doch es gibt überall gastfreundliche Menschen - das darf man nicht vergessen. Nachdem wir bei unzähligen Banken in Miri vergeblich versucht hatten, unsere (nutzlosen) traveller checks einzulösen, hatte eine Frau dort Mitleid mit uns und fuhr uns in ihrem Auto von einer Bank zur anderen. Sie diskutierte mit den Mitarbeitern, bis wir schließlich Geld abheben konnten. Danach lud sie uns zum Essen ein in ein tolles vegetarisches Lokal, das wir als Touris niemals gefunden hätten und ging mit uns am nächsten Tag sogar noch zu einem Markt, wo sie uns die lokalen Gemüsesorten erklärte. Diese Freundlichkeit hat uns nach all den schlechten Erfahrungen tief berührt.

Kinder am Strand in Kinarut, Borneo
Kinder am Strand in Kinarut, Borneo

Gastfreundschaft - mein Fazit


Es gibt sie überall - egal welches Land, welche Religion, welches Alter oder Geschlecht. Menschen, die einfach selbstlos und herzlich sind, die anderen gern helfen ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Ob das ein Tee ist der Geheimtipp für das beste Tapas-Lokal der Stadt - ich bin dankbar für wunderbare Erlebnisse, die ich dank der Gastfreundschaft meiner Mitmenschen hatte. Das bedeutet für mich aber auch, dass ich versuche, gastfreundlich und hilfsbereit zu sein. Ich möchte in einer Welt leben, in der die Menschen einander Gutes tun und dazu muss auch ich meinen Teil beitragen. 


Koh Phayam, Thailand
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