Sonntag, 29. Oktober 2017

GEFÜLLTER FILOTEIG MIT KÜRBIS UND FETA

Knuspriger Filoteig, gefüllt mit einer Mischung aus würzigem Kürbis und cremigem Feta - ein Traum! Für dieses Gericht braucht ihr nur eine Handvoll Zutaten und kaum Zubereitungszeit. Ich habe die gefüllten Körbchen auf Pinterest gesehen (leider ohne Quelle/Link) und wollte sie sofort nachkochen. Da ich noch eine angebrochene Packung Filoteig herumliegen hatte konnte ich es gleich ausprobieren. Das Rezept funktioniert sowohl mit Filoteig als auch mit Yufkateig, ersterer ist noch etwas dünner. Die Sigara Börek kann man übrigens auch mit beiden Teigsorten machen.



Gefüllter Filoteig mit Kürbis und Feta
Gefüllter Filoteig mit Kürbis und Feta


Zutaten für 12 Stück:
2 große oder 12 kleine Filoteig-Blätter
150 g Hokkaido-Kürbis
100 g Feta
1 kleines Ei
60 ml Milch
Salz
Pfeffer
etwas Butter

Hokkaido entkernen und in sehr kleine Würfel schneiden. Feta würfeln. In einer Schüssel  vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Ofen auf 190° C vorheizen. Falls man mit großen Filoteig-Blättern arbeitet, diese in 6 Rechtecke schneiden. Eine 12er Muffinform mit Butter ausfetten, dann jeweils ein Teigblatt in jede Mulde drücken. Der Boden sollte bedeckt sein, was übersteht kann so bleiben. 

Die Feta-Kürbis-Mischung hineinfüllen, so dass die Mulden gut gefüllt sind. Milch und Ei verquirlen, wenn der Ofen fertig vorgeheizt ist die Milchmischung gleichmäßig in die 12 Mulden gießen und den gefüllten Filoteig sofort in den Ofen schieben. Ca. 20 Minuten backen, dann auf einem Gitter vor dem Servieren einige Minuten auskühlen lassen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

SÜDAFRIKA: 5 UNVERGESSLICHE TIERBEGEGNUNGEN

Meine Südafrika-Reise stand unter einem Motto: Tiere und Natur. Unser Programm war daran perfekt angepasst: Safari in Phinda, ein Roadtrip zu den Pinguinen und Whale Watching in Hermanus. Wir hatten großes Glück und viele lustige und unvergessliche Tierbegegnungen. Die fünf besten Erlebnisse möchte ich mit euch teilen!

 
Geparden auf der Jagd

1. Sprung in den Abgrund


Pinguine sind tollpatischig, das ist bekannt. Wie oft ich schon lustige Pinguinvideos angeschaut habe, statt etwas Sinnvolles zu erledigen! Es ist einfach zu süß, wie die kleinen Kerlchen ständig stolpern. Als ich erfahren habe, dass es in Südafrika ein paar  Pinguinkolonien gibt, stand natürlich sofort fest: da muss ich hin. Sowohl zum berühmten Boulder's Beach als auch zur zweiten großen Pinguinkolonie an der Betty's Bay. 

Dort begegnete mir ein besonders selbstsicheres Individuum dieser Art. Während sich seine Artgenossen die Sonne auf den Bauch scheinen ließen, entschied sich besagter Pinguin zu einer todesmutigen Aktion. Wer von einem hohen Felsen runter will, hat nur eine Wahl: ab in den Abgrund! Na gut, es wäre auch möglich gewesen, vorsichtig über Felsvorsprünge abzusteigen. Dauert halt. Dafür hatte Herr Pinguin aber keine Zeit!

Misstrauisch beäugte er den Abstand zum Boden. Vielleicht doch etwas zu hoch für einen Kandidaten, der selbst nur etwa 60 Zentimer groß wird? Nichts da, die Entscheidung steht fest! Die Flügel fest an den Körper legen, den Rücken gerade, los geht's!


Pinguin springt von Felsen, Betty's Bay (Südafrika)


Zuversichtlich blickt der Pinguin geradeaus, wie eine Eins steht er da im freien Fall, während der Beste und ich uns vor Lachen kaum noch auf den Beinen halten können. Wird er fallen? Er wird fallen. Das bringt wohl die putzige Körperform der Pinguine so mit sich. Kurze Beine, keine Knie zum Abfedern, dafür ein dicker, gut gepolsteter Bauch. Auf dem der Tolpatsch natürlich auch landet. 

Für ihre Zuversicht muss man die Pinguine jedoch bewundern. Sie gehen immer davon aus, dass alles gut laufen wird. Sozusagen positives Denken verpackt in wasserdichtem Federkleid. Dass ein Haufen Steine nicht gerade ihr Element sind, merkt man, sobald einer der Pinguine sich dem Wasser nähert - gerade lacht man noch über einen Bauchplatscher, dann hält man ehrfürchtig den Atem an, weil sich diese kleinen Wesen im Wasser so anmutig und pfeilschnell bewegen. Ob sie wohl über uns lachen, wenn sie sehen, wie tolpatschig wir uns dort verhalten?


Pinguin springt von Felsen, Betty's Bay (Südafrika)



2. Elefantenjagd


Okay, der Titel dieser Geschichte ist vielleicht ein klitzekleines bisschen irreführend. Ich habe natürlich keine Elefanten gejagt. Ein Elefant hat mich gejagt!

Nach fast 20 Stunden unterwegs kamen wir mit unserem kleinen Mietwagen (Kategorie: geht's noch billiger?) im andbeyond Phinda Privat Game Reserve an. Das Gelände ist eingezäunt und wir mussten uns beim Security-Team anmelden, um die Schranke zu passieren. Etwa zehn Kilometer trennten uns zu diesem Zeitpunkt noch vom Hotel und einem weichen Bett. Ich bekam einen Umschlag in die Hand gedrückt. Die Anweisungen im Brief lauteten: Die Straße entlang fahren und den Schildern folgen. Wenn man Tiere in der Nähe der Straße sieht, möge man doch bitte den Motor ausstellen und sie passieren lassen. Klingt machbar! Tieren werden wir ja wohl auf der Hauptstraße an diesem verregneten Nachmittag auf den paar Kilometern zum Hotel sowieso nicht mehr begegnen.


Kudu-Antilope in Phinda, Südafrika


Bemüht, unseren weißen Mietwagen auf der staubigen Sandpiste nicht zu Schrott zu fahren, starrten wir konzentriert geradeaus. Wo ist das nächste Schild? Moment mal, war das ein Zebra?! Mein Freund hatte Recht: es war ein Zebra. Und ein paar Gnus. Auf einem kleinen Hang neben der Straße, seelenruhig und neugierig in unsere Richtung schauend. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich echte Zebras sehen konnte - nur wenige Meter entfernt! Natürlich wurden erstmal etwa 150 Fotos der Tiere im Regen geschossen. Man weiss ja nicht ob man nochmal so viel Glück hat. Wahnsinn, die ersten Meter im Reserve und schon Tiere gesichtet!

Wir fuhren weiter und sichteten eine seltene Kudu-Antilope. Und Nyalas. Und ein Impala-Männchen. Das ist doch kein Zoo? Die Tiere zu beobachten hatte ich mir viel schwieriger vorgestellt! Die Situation kam mir unreal vor, als der Beste plötzlich meinte: Da steht ein Elefant! Ich schaue hinter dichte Bäume und lachte nur. Das ist doch kein echter Elefant. Der ist doch über drei Meter hoch! (Ich kannte bisher nur asiatische Elefanten, die wirklich um einiges kleiner sind....). Es stellte sich heraus: das ist ein echter Elefant. Und zwar ein alter Bulle mit Stoßzähnen, die länger als meine Arme sind. Moment, wie war das noch gleich mit den Tieren? Motor aus und passieren lassen. Kein Problem - anhalten musste ich natürlich sowieso, um ein Foto zu schießen. Oder zwei. Oder Hundert.


Elefantenbulle in Phinda, Südafrika
Elefantenbulle in Phinda, Südafrika

Gemächlich bewegte sich der riesige Elefantenbulle in Richtung Straße. Er legte eine kurze Pause ein, um sich an einem toten Baumstumpf das Ohr zu kratzen. Nach ein paar Schritten über die staubige Schotterpiste fiel sein Blick in Richtung unseres weißen Toyota Corolla. Nicht gerade unauffällig, das Modell. Für eine Safari nicht die erste Wahl, wo die Tiere doch tarnfarbene Jeeps gewohnt sind. Das sah der Elefant auch so und entschied sich dafür, den hässlichen Mietwagen in seine Schranken zu weisen.

Er stellte seine Ohren auf und begann, in unsere Richtung zu laufen. Dabei schüttelte er drohend seinen Kopf auf und ab. Verdammt, davon stand aber nichts in unserem Briefing! Rückwärtsgang, schnell!!! Verzweifelt versuchte der Beste, übermüdet und das erste Mal einen Automatik im Linksverkehr fahrend, den Rückwärtsgang einzulegen. Was ihm wenige Meter, bevor der Elefant unseren Toyota dem Erdboden gleich gemacht hätte, auch gelang. Der Elefant drehte ab, schnaubte wütend und bedachte uns mit einem abschätzigen Blick, bevor er sich seinen Weg durchs Dickicht suchte und eine Giraffe passierte. Ja, eine Giraffe stand da auch noch herum. Kann man im Stress schon mal übersehen. Zeugen für unsere Blödheit, so nah an einen alten Elefantenbullen heranzufahren, hatten wir jedenfalls genug. 

Dass in dieser Situation keiner von uns beiden einen Herzinfarkt erlitten hat, wundert mich immer noch. Wann wird man schon mal von einem Elefanten aus seinem Revier verjagt?

Elefant in Phinda, Südafrika
Ein nicht mehr ganz so freundlicher Elefant

3. Südliche Glattwale aus der Vogelperspektive


Kurz sehen wir uns in die Augen und überlegen, ob das vielleicht eine doofe Idee war. Der Pilot von African Wings hat zwar eine Uniform an, aber so ganz geheuer ist uns das Ganze nicht. Immerhin steht das Flugzeug inmitten von Weinkisten in einer Lagerhalle, eine Startbahn können wir auch nicht entdecken. Der Pilot zieht es einfach mit einer Hand aus der Halle, ist ja schließlich eine Leichtmaschine mit fünf Sitzen. Schnell noch ein Selfie vor dem Flugzeug, Kopfhörer auf und dann geht es auch schon los. Die Startbahn ist eine kurze Sandpiste, die links und rechts von Fynbos gesäumt ist - den südafrikanischen Sträuchern mit bunten Blüten. Während ich noch darüber nachdenke, dass es hier wirklich sehr hübsch ist, heben wir auch schon ab.


African Wings Flugzeug
Flugzeug von African Wings in Hermanus - und so sah auch unsere Startbahn aus...


Eine leichte Maschine braucht nicht viel Platz zum Starten. Besonders kompliziert scheint das Fliegen damit auch nicht zu sein, der Beste darf Co-Pilot spielen und selbst mal steuern, während ich mit der Kamera hantiere. Ich bin ja nicht (nur) zum Spaß dort oben, denn ich will Wale beobachten! Genauer gesagt südliche Glattwale, auch Südkaper genannt. Zwischen Juli und November ist diese Art zahlreich in der Walker Bay vertreten. Von Land oder vom Boot aus sieht man jedoch oft nur einen dunklen Rücken, der ein Stück aus dem Wasser ragt. Relativ unspektakulär, als passionierte Wal-Schützerin will ich mehr sehen.

Von oben gucken hat nicht nur den Vorteil, dass man die Wale besser finden kann - wenn der Pilot hoch genug fliegt und es nur eine kleine Maschine ist, stört man sie auch nicht in ihrem Lebensraum. Ein komisches Gefühl, diese riesigen Tiere aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive zu sehen! So ein Wal ist mit bis zu 17 Metern schließlich länger als unser Flugzeug. 


Südkaper in Hermanus


Als wir hoch oben über einer Walmama mit Baby kreisen wird mir etwas flau im Magen. Nicht nur wegen der Kreiselei, auch weil mich der Anblick so berührt. Das Baby schwimmt nah bei seiner Mutter, Berührung und der Austausch von Zärtlichkeit sind genauso wichtig wie bei uns Menschen. Diese intelligenten und besonderen Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu dürfen ist ein ganz besonderes Erlebnis!

Mein Blogpost zu Whale Watching in Hermanus bei Whale and Dolphin Conservation



Südliche Glattwale bzw. Südkaper bei Hermanus

Südliche Glattwale bzw. Südkaper bei Hermanus


4. Klippschliefer im Chillmodus


Klippschliefer sehen aus wie eine Mischung aus Meerschweinchen und Koala. Die kleinen Tiere mit bräunlichem Fell sind aber mit Elefanten und Seekühen verwandt. Diese Tatsache allein wäre ja schon witzig genug, aber die Klippschliefer an sich sind absolut entzückend. Es wundert mich, dass sie noch keine YouTube-Stars sind - Katzenvideos können bei so mancher Klippschliefer-Aktion einpacken. Ein paar doofe Touristen nannten sie zwar "fat rat", aber in meinem Herzen haben sie ab jetzt definitiv einen Platz!


Klippschliefer im Busch, Betty's Bay Südafrika
Klippschliefer im Busch, Betty's Bay Südafrika


Sich für eine Klippschliefer-Geschichte zu entscheiden, die ich mit euch teilen möchte, war ziemlich schwierig. Es gab den schwangeren Klippschliefer, der nur gelbe Blumen gefressen hat und jegliches andere Grünzeug mit grimmigem Gesichtsausdruck ignoriert hat. Blume um Blume wurde rabiat abgerissen und gewissenhaft zerkaut. Dann gab es den Klippschliefer auf dem Tafelberg, der verträumt den Horizont anstarrte. Und den Klippschliefer, der auf dem dünnen Rand einer Mülltonne sass, mit einem beherzten Sprung hinein sprang und anschließend mit einer Papierserviette im Maul flink wieder heraus hüpfte (die dann genüßlich verspeist wurde). Meinen Lieblings-Klippschliefer seht ihr aber auf diesem Bild.


Klippschliefer chillt auf einem Zaun in Hermanus
Klippschliefer chillt auf einem Zaun in Hermanus


Kurz vor Sonnenuntergang reichten die wärmenden Strahlen nicht mehr bis zum Boden, deshalb entschied sich das Tierchen kurzerhand dafür, auf dem Zaun eine Etage nach oben zu klettern und sich dort die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Sozusagen ein Klippschliefer im Chillmodus. 



Klippschliefer auf Felsen in Hermanus
Der grimmige Gesichtsausdruck gehört bei den meisten Klippschliefern dazu


5. All you can eat


In Phinda hatten wir das große Glück, zwei Geparden auf einem Streifzug durch ihr Revier begleiten zu dürfen. Zuerst ruhten sich die beiden Brüder an einem sonnigen Platz aus, was jedoch nicht bedeutet, dass sie sich gemütlich zum Schlafen hinlegen. Da sie viele natürliche Feinde haben (zum Beispiel Löwen, Leoparden oder Hyänen) müssen die Großkatzen immer auf der Hut sein. Selten sieht man einen Geparden länger als ein paar Sekunden die Augen schließen, immer ist sein Blick auf den Horizont gerichtet und die Ohren sind aufgestellt.


Gepard in Phinda


Gemeinsam zogen die beiden los, um Bäume in ihrem Revier zu markieren und nach einem geeigneten Opfer für ihr Abendessen zu suchen. Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt, sie können auf bis zu 120 km/h beschleunigen - innerhalb von wenigen Sekunden. Allerdings halten sie diese Anstrengrung nicht lange durch, entweder sie überwältigen ihre Beute innerhalb von ein paar Hundert Metern oder sie geben auf. Meist jagen sie kleinere Huftiere wie Impalas oder junge Gnus. Wir passierten gemeinsam mehrere Giraffen, die jedoch nicht auf der Speisekarte der Geparden stehen. Die beiden suchten weiter und wir beschlossen, sie ziehen zu lassen und ihre Jagdabsichten nicht zu stören. 


Gepard markiert sein Revier in Phinda
Gepard markiert sein Revier in Phinda


Einige Stunden später setzten wir uns erneut in den Jeep und fuhren zu der Stelle, an der wir die Großkatzen zuletzt gesehen hatten. Wir fanden sie jedoch direkt wenige Meter neben der Straße. Aus den anmutigen, schlanken Jägern waren vollgefressene Katzen im Foodkoma geworden. Ihre Bäuche waren so prall gefüllt, dass sie sich keinen Meter mehr bewegen konnten. Ihre Gesichtszüge schmerzverzerrt und voller Blut, einer der beiden hechelte vor Anstrengung. 



Gepard in Phinda nach der Jagd


Ein junges Gnu war den beiden zum Opfer gefallen, seine Überreste lagen gut sichtbar direkt neben einem der Geparden. Jagen kostet die Großkatzen viel Kraft, deshalb fressen sie so viel wie möglich von ihrer Beute, um genug Energie für die nächsten Tage aufzunehmen. Und so ein all you can eat Buffet ist einfach zu verführerisch... Deshalb stand der Gepard auch nach ein paar Minuten auf, mit hängendem Bauch und vor Anstrengung keuchend, um sich noch ein bisschen Nachschlag zu holen.

Als Vegetarierin war es durchaus ein grenzwertiger Anblick, das zerlegte Gnu voller Blut zu sehen, dessen Haut und Knochen von einem Raubtier zerteilt werden. Doch in der Natur zählt allein der Überlebenswille und die Beute wird hier komplett verwertet. Was die Geparden übrig lassen, holen sich andere Tiere wie Leoparden, Löwen, Hyänen und schließlich die Geier. Übrig bleiben dann nur noch die Knochen, an denen aber beispielsweise Giraffen nagen, um wichtige Mineralien wie Phosphat und Kalzium aufzunehmen, die in ihrer pflanzlicher Nahrung nicht enthalten sind. Das konnten wir sogar während unserer Zeit in Phinda beobachten. 


Gepard frisst nach der Jagd


Es ist ein komplexes System. In der Natur geht es um ein eng miteinander verknüpftes Zusammenleben verschiedener Arten, die schließlich für ein ökologisches Gleichgewicht sorgen. Mit eigenen Augen zu sehen, wie dieses Ökosystem funktioniert, war für mich ein wichtiges Erlebnis.

Montag, 23. Oktober 2017

KÜRBIS-RISOTTO MIT PINIENKERNEN UND CHILIÖL

Es gibt Tage, an denen fühle ich mich wahnsinnig unkreativ und mir fällt überhaupt nichts ein, was ich kochen könnte. Meistens hilft es, wenn ich dann einfach mal anfange und der Rest ergibt sich von selbst. Das mag komisch klingen, aber sobald ich mich für eine Hauptzutat entschieden habe, läuft es. In diesem Fall ist ein Kürbis-Risotto mit Pinienkernen und Chiliöl entstanden. Ich hatte noch einen halben Hokkaido-Kürbis im Kühlschrank, der weg musste - also landete der erstmal im Backofen. Dann hab ich mir überlegt, was dazu passen könnte und bin bei einem meiner Lieblingsgerichte gelandet: Risotto. 

Die knackigen Pinienkerne und das scharfe Chiliöl passen perfekt dazu. Ich mache Risotto übrigens nicht mehr mit Gemüsebrühe sondern nur noch mit Wasser - wenn man hochwertigen Reis und Parmesan verwendet, reicht das meist für den Eigengeschmack des Risottos. Seit ich von meiner Sellerieallergie weiss, habe ich jegliche Gemüsebrüh-Pulver aus meiner Küche entfernt und ehrlich gesagt vermisse ich sie überhaupt nicht. Suppen koche ich selbst mit frischem Gemüse, Kräutern und Gewürzen - auch da fehlt mir das Brühpulver nicht. Früher war Gemüsebrühe für mich eine essentielle Zutat - aber offensichtlich war das nur eingebildet, denn sie fehlt mir überhaupt nicht. Ihr könnt natürlich trotzdem Gemüsebrühe verwenden, wenn ihr das gern mögt - aber ich empfehle euch, es mal ohne zu probieren und stattdessen auf die Qualität von Reis und Hartkäse zu achten. Es ist erstaunlich, wie viel Geschmack allein durch diese beiden Lebensmittel zustande kommt.


Kürbis-Risotto mit Pinienkernen und Chiliöl
Kürbis-Risotto mit Pinienkernen und Chiliöl

Zutaten für 2 Personen:
1 Tasse Risotto-Reis
2 Schalotten
1/2 Hokkaido-Kürbis
50 g geriebener Parmesan 
(optional: 50 ml Weißwein)
Pinienkerne
5 frische, rote Chilischoten
frische Petersilie
Olivenöl
Salz
Pfeffer

Ofen auf 180° C vorheizen. Chilschoten hacken und mit den Kernen in ein kleines Schälchen geben. Mit Olivenöl aufgießen, bis die Chilistücke bedeckt sind. Hokkaido-Kürbis in Spalten schneiden, entkernen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen 20 - 25 Minuten backen, bis der Kürbis weich ist. Auf einem Gitter abkühlen lassen. Dann zwei schöne Spalten beiseite legen, den restlichen Kürbis pürieren. 

Schalotten schälen und fein hacken. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, darin Pinienkerne ohne Öl anrösten, bis sie leicht braun werden. Pinienkerne in ein Schüsselchen füllen und die Pfanne zurück auf den Herd stellen. Etwas von dem Chiliöl in die Pfanne geben, Schalotten darin glasig dünsten. Reis hinzugeben und kurz mitrösten, dann mit 50 ml Weißwein ablöschen (alternativ einfach 50 ml Wasser oder Gemüsebrühe nehmen). Wenn der Weißwein verdampft ist, den Reis mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen bis er bedeckt ist, gut umrühren und bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendrin immer wieder etwas Wasser/Gemüsebrühe hinzugeben und umrühren, damit der Reis nicht anbrennt. 

Wenn der Reis gar ist, das Kürbispürree und geriebenen Parmesan hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann das Risotto in Schüsseln füllen, mit Chiliöl beträufeln und mit Pinienkernen bestreuen, je eine Kürbisspalte auf das Risotto setzen und mit Petersilie garnieren. 


Kürbis-Risotto mit Pinienkernen und Chiliöl

Freitag, 20. Oktober 2017

SÜDAFRIKA: SAFARI IN PHINDA MIT ANDBEYOND

Einmal Giraffen, Nashörner, Löwen und Elefanten in ihrem natürlichen Zuhause sehen war schon lange mein Traum. Nun hat sich dieser Wunsch erfüllt, doch es war völlig anders als ich erwartet habe. Was ich in Phinda erleben durfte, lässt sich kaum in Worte fassen! Geparden, die direkt neben dem Jeep entlang laufen. Nashorn-Babys, die mich mit neugierigen Augen ansehen. Ein Löwenrudel, das direkt vor meinen Augen miteinander spielt. Eine Giraffe, die nur wenige Meter entfernt von mir steht - während ich zu Fuß unterwegs bin. Diese unglaublichen Situationen habe ich mit andbeyond im Phinda Private Game Reserve* erlebt und werde sie mein Leben lang nicht vergessen, so viel ist sicher. 


Zebra Phinda Privat Game Reserve
Zebra im Phinda Privat Game Reserve

andbeyond Phinda Rock Lodge


Das Phinda Privat Game Reserve liegt im Osten von Südafrika in der Provinz KwaZulu-Natal (mehr Infos zur Anreise findet ihr hier). Verschiedene Unterkünfte sind über das Gelände verstreut, alle liegen innerhalb des Reserves. Wir sind in der Phinda Rock Lodge untergekommen, perfekt für Paare die Ruhe und Privatsphäre suchen. Man wohnt in seinem eigenen kleinen Häuschen umgeben von Felsen. Die gesamte Lodge wurde renoviert und ist wunderschön. Auf der Terrasse gibt es einen kleinen Pool und bequeme Liegen, im Schlafzimmer ein großes Doppelbett und eine gemütliche Couch. Das Badezimmer ist riesig, mit Badewanne, Open-Air-Dusche, extra Toilette und großem Waschbereich, der Kleiderschrank mit Arbeitsplatz befindet sich in einem weiteren Raum. 


Phinda Rock Lodge

Phinda Rock Lodge

Phinda Balkon mit Pool
  

In Phinda bucht man übrigens nicht nur die Unterkunft - im Preis enthalten sind morgens und abends Game Drives (also die Safari-Fahrten mit dem Jeep), Wanderungen zu Fuß falls gewünscht und Vollpension inklusive aller Getränke, auch Bier und Wein. Um 6 Uhr gibt es vor dem ersten Game Drive Kaffee, Tee und Kekse, dann während der Fahrt eine weitere Kaffeepause, danach ein ausgiebiges Frühstück mit frischem Obst und auf Wunsch Omelette oder Muffins. Zu Mittag wird eine Etagere mit vielen verschiedenen Speisen gebracht, z.B. Gemüsequiches, Süsskartoffeln und die südafrikanische Spezialität Bobotie (eine Art Auflauf). 


Auf Wunsch ist alles vegetarisch, auf Allergien nimmt man hier ebenfalls Rücksicht (für ein Kind mit Ei-Allergie wurden sogar extra eifreie Kekse gebacken und für den Game Drive separat verpackt). Vor der Fahrt am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen, während der Ausfahrt wieder eine Kaffeepause und am Abend ein Drei-Gänge-Menü (Suppe, Hauptspeise, Nachtisch). Für die Verpflegung ist also mehr als reichlich gesorgt ;)

Game drives: auf Safari im Phinda Private Game Reserve


Für seinen Aufenthalt bekommt man ein Team aus Tracker (Spurenleser) und Guide zugeteilt, die bei den Ausfahrten im Jeep dabei sind. Von Anfang bis Ende des Aufenthaltes ist es das gleiche Team. Vor der ersten Ausfahrt wird geklärt, welche Tiere man gerne in den nächsten Tagen beobachten möchte und entsprechend wird dann mit Spurenlesen und Austausch mit anderen Jeeps versucht, diese zu finden. Bei jeder Gruppe von Tieren dürfen maximal drei Jeeps sein, wenn also ein besonders seltenes Tier entdeckt wird, wartet man und darf erst hinfahren, wenn einer der anderen Jeeps den Ort verlässt. So soll unnötiger Stress für die Tiere vermieden werden.


Tracker andbeyond Phinda
Unser Tracker Zibu sucht den Horizont nach Tieren ab

Wenn man bestimmte Tiere die man gern sehen würde, nicht findet, erzählt der Guide aber natürlich trotzdem viele spannende Dinge über das Gelände, die Artenschutzprojekte von andbeyond, andere Tier- und Vogelarten denen man zufällig begegnet und beantwortet jegliche Fragen. Es ist unglaublich, über was für ein enormes Wissen Tracker und Guide verfügen. Keine einzige meiner zahlreichen Fragen blieb unbeantwortet, sogar jeder Vogel wurde anhand seines Gesangs oder Gefieders erkannt. Unser Tracker entdecke sogar nachts im Dunkeln ein Chamäleon auf einem Busch, an dem wir vorbeigefahren sind! Auch das Verhalten der Tiere wissen die Guides genau zu deuten, z.B. ob es sich lohnt noch etwas länger bei einem Löwen zu verweilen oder ob er wahrscheinlich erstmal ein Nickerchen macht. Dass ich ziemlich beeindruckt war, muss ich euch wohl nicht erklären.


Jeep im andbeyond Phinda Game Reserve
Mit diesem Jeep fährt man auf die "Game Drives"

Toll finde ich auch, dass jedes Tier mit Respekt und Stolz gezeigt und erklärt wurde. Es sind eben nicht nur Löwen oder Elefanten die Stars von Südafrikas Tierwelt. Jedes Lebewesen dort ist Teil eines vielfältigen Ökosystems und spielt eine wichtige Rolle. Unser Guide wies uns in den vier Game Drives und einer Walking Tour auf die zahlreichen Antilopen-Arten hin oder erklärte uns den Lebenszyklus eines Mistkäfers. Man merkt, dass nicht nur die "Big 5" im Vordergrund stehen sondern einerseits die individuellen Interessen der Gäste und andererseits der Respekt vor jedem einzelnen Tier, egal ob groß oder klein. In Vogel-Fotografie bin ich leider noch kein Experte, deshalb gibt es leider keine vorzeigbaren Bilder - obwohl wir wunderschöne und seltene Vögel beobachten konnten!

Unser Guide Andy hat uns während der zwei Tage in Phinda mit seiner Begeisterung für die unglaubliche Tierwelt und die wunderschöne Natur angesteckt. Man merkt, dass er mit ganzem Herzen dabei ist und das hat unsere Zeit dort noch wertvoller gemacht.


Guide mit Giraffe im andbeyond Phinda Game Reserve
Unser Guide Andy beobachtet auf der Walking Tour eine Giraffe

Artenschutz in Phinda


Trophäenjagd ist in Phinda verboten - das war eine meiner wichtigsten Fragen, bevor ich zugestimmt habe, das Reserve zu besuchen. Die Mitarbeiter in Phinda "regulieren" übrigens die Zahl der Tiere nicht durch Tötungen, wie man es hierzulande oft von Jägern als Argument kennt. Unser Guide erklärte, wie es in Phinda abläuft: viele Tiere haben natürliche Fressfeinde (zum Beispiel Leopard, Gepard oder Löwe), wenn trotzdem zu viele von einer Art vorhanden sind, werden sie eingefangen und in andere Reserves gebracht. Wenn es zu viele Fressfeinde gibt, werden diese ebenfalls umgesiedelt. Eine einfache, aber effektive Methode!



Impala in Phinda
Ein Impala-Männchen frisst Blätter eines Dornenbusches

Kudu Antilope im Phinda Private Game Reserve
Männliche Kudu Antilope im Phinda Private Game Reserve


Manche Tierarten waren in diesem Gebiet bereits ausgestorben oder abgewandert. Andbeyond hat deshalb einige (ehemals heimische) Arten wiederangesiedelt, zum Beispiel den Löwen. Zuletzt gab es 1938 in diesem Gebiet eine Population. Zwischen 1992 und 2003 setzte das Team insgesamt 15 Löwen dort aus. Probleme und Erfolge wurden wissenschaftlich dokumentiert und überwacht. Heute sieht man auf den Game Drives den Erfolg: jede Menge Nachwuchs! 


Löwenrudel in Phinda
Löwenrudel in Phinda - trotz unserer Anwesenheit total entspannt und verspielt!

Geparden wurden 1992 in Phinda angesiedelt, heute ist es eines der Gebiete in Südafrika mit den besten Sichtungschancen für diese Großkatzenart. Wir hatten das Glück, gleich zwei männliche Geparden auf einem Streifzug durch ihr Revier zu beobachten. Normalerweise sind Geparden Einzelgänger, Brüder aus dem gleichen Wurf bleiben jedoch ihr Leben lang zusammen. Diese eleganten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten zu dürfen war absolut atemberaubend!


andbeyond Phinda Geparden Jeep
Ein Jeep folgt den beiden Geparden


Auch Breitmaulnashörner und Spitzmaulnashörner gibt es in Phinda. Leider werden diese faszinierenden Tiere noch immer von Wilderern getötet, um an ihr Horn zu gelangen. Einer meiner Lieblingsfotografen, Brent Stirton, hat vor ein paar Tagen den Wildlife Photography Award erhalten für ein Bild eines getöteten Nashorns, das diese grausame Problematik mehr als deutlich zeigt. 

Dabei handelt es sich im Gegensatz zu Elefaten-Stoßzähnen nicht mal um Elfenbein sondern lediglich um Keratin - den Stoff, aus dem auch unsere Fingernägel und Haare sind. Doch der Markt für Nashorn-Pulver in Asien ist leider riesig und die Wilderei stellt eine enorme Bedrohung für die Tiere dar. Das Artenschutz-Team aus Phinda ist deshalb dazu übergegangen, die Nashörner zu betäuben und ihnen das Horn zu entfernen, damit sie nicht zum Ziel der Wilderer werden. 


Nashorn ohne Horn in Phinda


Die Hörner wachsen mit der Zeit nach, Jungtiere werden aber erst ab einem bestimmten Alter betäubt und enthornt. Fast alle Nashörner in Phinda haben keine Hörner mehr, doch das erste Mutter-Kind-Paar, das uns über den Weg lief, hatte seine Hörner noch. Unser Guide konnte es kaum glauben, was für ein Zufall! Es gibt derzeit nur wenige Tiere mit Hörnern im Reserve. In unserem Fall war das Jungtier unter acht Monate alt und somit noch zu klein, um betäubt zu werden. Das Horn der Mutter war seit der letzten Enthornung schon wieder nachgewachsen. 


Nashörner mit Horn


Es ist traurig, dass solche Maßnahmen notwendig sind, um diese wundervollen Tiere zu schützen - doch die Mitarbeiter von andbeyond in Phinda tun alles, um ihr Überleben zu sichern. Alle acht Stunden wird in Südafrika ein Nashorn getötet. Es sterben mehr Nashörner, als geboren werden. Mit dem Projekt "Rhinos without borders" will andbeyond dem entgegenwirken und bringt Nashörner per Hubschrauber nach Botswana, weil sie dort vor Wilderern sicherer sind als in Südafrika. So besteht Hoffnung, dass diese Art langfristig überlebt.



Nashörner mit Horn



Warum ich euch eine Reise nach Phinda empfehle


Für mich gibt es mehrere Gründe, das andbeyond Phinda Privat Game Reserve von ganzem Herzen zu empfehlen. Wie ihr wisst, arbeite ich in einer gemeinnützigen Tierschutzorganisation und glaube daran, dass wir etwas tun müssen, um die Artenvielfalt auf diesem Planeten zu bewahren. Andbeyond ist ein Luxusreiseanbieter, also bei den Kosten für eine Safari natürlich nicht vergleichbar mit einer Selbstfahrer-Tour im Kruger Nationalpark. Aber andbeyond hat auch seine eigenen Artenschutzprojekte wie Rhinos without borders, die teilweise durch die Einnahmen von Luxusreisenden finanziert werden können. Es geht hier um nachhaltigen, verantwortungsvollen Tourismus, bei dem das Wohl der Tiere an erster Stelle steht. 


Nyala Antilope in Phinda
Nyala Antilope in Phinda


Ich bin überzeugt von diesem Konzept: spannende Reisen und gleichzeitig wichtige Artenschutzprojekte unterstützen! Ich weiß, dass sich das nicht jede*r leisten kann. Aber ich glaube es lohnt sich, dafür zu sparen und es als ein ganz besonderes Erlebnis in Erinnerung zu behalten, das man nie wieder vergisst. Für mich war die Südafrika-Reise auch mit hohen Kosten verbunden, aber ich bereue keinen einzigen Cent davon.

Die Tierbegegnungen in Phinda waren für mich mit die Schönsten in meinem Leben. Das liegt sicherlich auch daran, dass es meine erste richtige Safari war und somit das erste Mal, dass ich Giraffen, Warzenschweine, Löwen, Zebras, Antilopen und Geparden gesehen habe. Aber ich bin froh, dass ich diese Erfahrung mit andbeyond machen durfte und absolut sicher sein konnte, dass es eine nachhaltige und verantwortungsvolle Möglichkeit ist, in den Lebensraum der Tiere einzutreten.



Elefant im andbeyond Phinda Privat Game Reserve
Elefant im andbeyond Phinda Privat Game Reserve


*Kooperation: andbeyond hat mich unverbindlich eingeladen, zwei Tage in Phinda zu verbringen.

Dienstag, 17. Oktober 2017

PENNE MIT SÜSSKARTOFFEL-SAUCE

Eine Nudelsauce aus Kartoffeln? Klingt vielleicht verrückt, schmeckt aber total lecker! Ich hatte noch etwas Ravioli-Füllung übrig und habe sie einfach zu einer Sauce umgewandelt. Reste schmeisse ich nicht gern weg und probiere dann einfach, etwas anderes daraus zu machen. Durch die Stärke in den Süsskartoffeln wird die Sauce wunderbar cremig und macht auch gut satt. Wegen dem Ziegenfrischkäse ist sie nicht vegan, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch ohne gut schmecken würde - dann einfach etwas mehr Süsskartoffeln nehmen, damit es mit der Menge hinkommt. Und hier kommt auch schon das Rezept für Penne mit Süsskartoffel-Sauce:


Penne mit Süsskartoffel-Sauce


Zutaten für 2 Personen:
250 g Penne oder andere Pasta
1 - 2 kleine Süsskartoffeln
Saft von 1 Orange (ca. 70 ml)
150 g Ziegenfrischkäse
1 kleine Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
frischer Koriander

Süsskartoffeln schälen und in grobe Würfeln schneiden. In kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten kochen, bis sie weich sind. Dann abgießen, mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Pasta nach Packungsanweisung kochen. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Den Knoblauch, Salz, Pfeffer und Ziegenfrischkäse unter die abgekühlte Kartoffelmasse rühren. Nach und nach Orangensaft dazugeben, bis es eine cremige Sauce ergibt (den Rest einfach trinken). Koriander schälen und fein hacken. 

Die Pasta abgießen und im Topf mit der Sauce vermischen. Mit Koriander und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und sofort servieren.


Penne mit Süsskartoffel-Sauce
Penne mit Süsskartoffel-Sauce

Samstag, 14. Oktober 2017

SÜDAFRIKA: REISEPLANUNG & ROUTE

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Ende September hat sich für mich ein Traum erfüllt - das erste Mal in meinem Leben konnte ich den afrikanischen Kontinent besuchen! Es ging mit dem Besten für zwölf Tage nach Südafrika - ich musste ziemlich sparen für diese Reise, aber es war jeden Cent wert! Eine Mischung aus Privaturlaub, Blog-Recherche und Arbeit (denn in Südafrika gibt es tolle Möglichkeiten zur Walbeobachtung!). Das Land hat mich in jeder Hinsicht überzeugt und es war ganz sicher nicht mein letzter Besuch dort. In diesem Beitrag will ich einige Tipps für die Reisevorbereitung mit euch teilen, unsere Reiseroute und meine persönliche Packliste.


Südafrika Giraffe

Unsere Reiseroute für Südafrika


Wir hatten nur 12 Tage Zeit und entsprechend viel Programm. Viele Tierbeobachtungen und Natur, einige Veggie-Highlights in Kapstadt und die wunderschöne Südküste, am Schluss ein romantisches Weingut - dafür habe ich die perfekte Mischung gefunden:

Phinda Private Game Reserve - Kapstadt - Muizenberg - Boulders Beach - Kap der guten Hoffnung - 
Chapman's Peak Drive - Hermanus - Stellenbosch


Von München aus sind wir mit einem South African Airways Nachtflug direkt nach Johannesburg geflogen. Unser erstes Ziel war das andBeyond Phinda Private Game Reserve im Osten des Landes. Wir haben verschiedene Optionen durchgespielt, Kosten und Aufwand sollten sich bei der Anreise bestenfalls die Waage halten. Die einfachste (aber teuerste) Möglichkeit ist, direkt nach Phinda zu fliegen. Dieser Inlandsflug hätte aber hin und zurück 400 Euro pro Person gekostet, das war uns einfach zu teuer. Die günstigste Möglichkeit wäre ein Mietwagen ab Johannisburg gewesen - doch nach einem Nachtflug bei Linksverkehr neun Stunden Auto fahren? Das kam ebenfalls nicht in Frage. Deshalb haben wir uns für einen Kompromiss entschieden: Ein Inlandsflug nach Richard's Bay und von dort 1 Std 45 Min Fahrt bis nach Phinda. 

Der Flug nach Richard's Bay von Johannisburg aus hat etwa 100 Euro pro Person gekostet, der Mietwagen vor Ort für vier Tage lag bei etwa 80 Euro. Er war etwas teurer da Automatik (super für Linksverkehr-Anfänger) und außerdem mussten wir eine Gebühr zahlen, weil wir den Mietwagen in Durban zurück gegeben haben statt in Richard's Bay. Von dort hatten wir nämlich einen günstigen Weiterflug nach Kapstadt ergattert (ebenfalls rund 100 Euro pro Person). Von Phinda aus sind es ca. drei Stunden Fahrt nach Durban. Für uns die beste Option, denn so haben wir zusammen 400 Euro für die Flüge gezahlt und 80 Euro für den Mietwagen statt knapp 800 Euro für die Direktflüge.

Egal wo ihr hin wollt, ob nach Phinda oder in ein anderes Reserve / Nationalpark - es lohnt sich die Preise zu Flughäfen im Umkreis zu vergleichen, denn es gibt wirklich große Unterschiede!


Phinda Geparden


In der kurzen Zeit mit dem Auto von Phinda in den Süden zu fahren war natürlich unmöglich, deshalb der Weiterflug nach Kapstadt. Von dort aus sind wir mit dem Auto für einen Roadtrip-Tagesausflug über Muizenberg und Boulders Beach ans Kap der guten Hoffnung gefahren und haben auf dem Rückweg den wunderschönen Chapman's Peak Drive genommen. Dann ging es für drei Tage nach Hermanus, unsere letzte Station war das Weingut Spier in Stellenbosch.


Hermanus


Meine Packliste


Leider gibt es für Südafrika nicht DIE ultimative Packliste. Es kommt stark darauf an, zu welcher Jahreszeit ihr fliegt und was ihr vor habt. Außerdem herrschte während unseres Aufenthalts am Westkap große Wasserknappheit und es gab von der Regierung auferlegte Wasser-Sparmaßnahmen, die auch für Touristen gelten. Pro Tag und Person darf man maximal 87 Liter Wasser verbrauchen (ich habe irgendwo gelesen, dass Deutsche im Durchschnitt 130 Liter pro Tag verbrauchen). Wäsche waschen kam also nicht in Frage - auch aus ethischen Gründen hätte ich das unmöglich gefunden. Da schleppe ich lieber ausnahmsweise etwas mehr Gepäck und wasche dann anschließend daheim die schmutzige Wäsche. 

Außerdem hatten wir ein sehr vielfältiges Programm geplant (zum Beispiel wandern und Kayak fahren). Die verschwitzte, nasse oder staubige Kleidung trägt man dann natürlich kein zweites Mal. Außerdem waren wir auf einem tollen Weingut (Spier), für das Abendessen haben wir deshalb schicke Kleidung eingepackt. Unsere Reisezeit war sozusagen der südafrikanische Frühling - es hätte warm sein können, aber auch kühl. Wir mussten also für alle Eventualitäten packen: Tshirts und Kleider, aber auch Jeans und dicke Pullis. 


Boulders Beach


Meine Packliste (Kleidung):
  • 2 Jeans
  • 1 dünne Hose
  • 1 Kleid
  • 1 Rock
  • 1 Funktionsshirt
  • 4 Tshirts
  • 3 Trägershirts 
  • 2 dünne Pullis
  • 2 dicke Kaputzenpullis
  • 1 Windjacke
  • 1 Strumpfhose
  • Schlafkleidung
  • Socken für 12 Tage
  • Unterwäsche für 12 Tage
  • Bikini
  • Wanderschuhe
  • Turnschuhe
  • leichte Sandalen

Da wir hauptsächlich mit dem Mietwagen von einer Station zur nächsten unterwegs waren, habe ich einen Rollkoffer mitgenommen statt meinen Backpacker-Rucksack, der mir sonst auf Fernreisen gute Dienste erweist. Auf dem Rückweg haben auch noch einige Mitbringsel hinein gepasst. 


Chapman's Peak


Zum Gepäck gehörten natürlich auch Kosmetik und Reiseapotheke, vor allem Sonnencreme und Mückenspray nicht vergessen (ich empfehle No Bite oder ihr kauft in Südafrika Peaceful Sleep, das auch sehr gut helfen soll). Wir hatten aber Glück und wurden von Mücken weitestgehend verschont, da es noch relativ kalt war und kaum geregnet hat. Phinda ist eigentlich mittleres Malaria-Risikogebiet - in die Reiseapotheke gehört also auch ein Malaria-Medikament! Im Zweifelsfall bei Symptomen bitte trotzdem vor Ort sofort zum Arzt gehen.

Ansonsten hatte ich mein Kameraequipment im Handgepäck dabei, das waren etwa fünf Kilo. Ich würde wertvolle und wichtige Dinge immer als Handgepäck mitnehmen - damit es nicht geklaut wird und weil die Koffer auf dem Gepäckband oft recht grob herumgeschleudert werden. 


Kapstadt


Meine travel must haves für Südafrika


Das oben erwähnte XOXO Wifi** durfte ich in Südafrika testen, die Firma hat es mir für die Reise kostenlos zur Verfügung gestellt (danach habe ich es zurück geschickt). Ich kannte es zuvor nicht, war aber sofort begeistert, als ich davon gehört habe. Es ist ein kleines Gerät, etwa so groß wie ein Handy, das als mobiler Wlan-Router dient. Bis zu fünf Geräte (Smartphones, Laptop etc.) können sich damit gleichzeitig verbinden und superschnelles Internet nutzen. Wohlgemerkt bei unbegrenztem Datenvolumen. Ein Traum! Keine lästigen lokalen Sim Karten mit begrenztem Datenvolumen, das bei ein paar Instastories direkt aufgebraucht ist. Kein teures Navigationsgerät im Mietwagen sondern einfach die Navi-App am Handy. 

Ich habe das XOXO Wifi zehn Tage lang ausgiebig getestet und finde es wirklich genial. Der Akku hält laut Herstellerangabe ca. acht Stunden (bei uns war es sogar mehr), das hat perfekt für einen Tag unterwegs gereicht. Vor allem wenn man in Gruppen reist, lohnt es sich im Vergleich zu lokalen Sim Karten. Das XOXO Wifi kostet 9,95 Euro am Tag, was ich okay finde wenn man sich die Kosten teilen kann. Zuverlässiges, unbegrenztes Datenvolumen ist perfekt für Reiseblogger oder Social Media Addicts! Mir hat es die Reise wirklich sehr erleichtert, auch weil wir in Südafrika häufig Uber genutzt haben um in Kapstadt von A nach B zu kommen (da es im Vergleich zu Taxis viel sicherer ist) oder die Navigationsapp am Handy beim Autofahren und zu Fuß. 


XOXO Wifi Transglobalpanparty


Ein weiteres travel must have war für mich mein aufblasbares Nackenkissen*. Ihr werdet jetzt wahrscheinlich sagen, das kennt man doch. Ja, aber ich hab ein ganz besonderes Modell gefunden ;) Und zwar hat es zwei kleine "Hörner" hinten, die verhindern, dass der Kopf trotz Kissen umkippt. Ich kann es euch schwer beschreiben, aber es ist völlig anders als die üblichen Reisekissen, die ich bisher kannte. Mit dabei im Set sind außerdem Schlafbrille und Ohrenstöpsel, ziemlich praktisch wenn der Sitznachbar im Flugzeug einen Action-Film guckt. Das Kissen ist ab jetzt auf jeder Fernreise dabei, auch weil es kaum Platz wegnimmt!

Mein drittes must have für die Südafrika-Reise war das Buch Frühstück mit Elefanten von Gesa Neitzel*.  Gesa lebt seit einiger Zeit in Südafrika, wo sie als Rangerin arbeitet. In ihrem Buch erzählt sie, wie sie darauf gekommen ist, die Ausbildung zur Rangerin zu machen und wie das abläuft. Ganz nebenbei lernt man eine Menge! Da wir direkt am Anfang unserer Reise zwei Tage lang mit andbeyond Südafrikas Tier- und Pflanzenwelt im Phinda Private Game Reserve kennenlernen durften, war dieses Buch auf dem Flug und an den gemütlichen Abenden in unserer Lodge die perfekte Lektüre. Es hat mir geholfen, die Hintergründe vor Ort besser zu verstehen, denn Gesa hat die gleiche Ausbildung gemacht wie unser Guide in Phinda!


Frühstück mit Elefanten & Lonely Planet Südafrika


Das waren meine Tipps zur Südafrika-Reiseplanung, unsere Reiseroute und drei Travel Must Haves, die ich euch sehr ans Herz lege. Ich hoffe, ihr habt Lust bekommen auf viele weitere Beiträge über Südafrika, die in den nächsten Wochen folgen werden! 


Stellenbosch

*Amazon Affiliate: wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision - für euch bleibt der Preis gleich!

**Werbung - ich habe das XOXO Wifi für meine Reise kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen und anschließend zurück geschickt.
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