Montag, 27. Februar 2017

COLOMBO & NEGOMBO

Die erste und letzte Station unserer Sri-Lanka-Reise lag natürlich in der Nähe des Flughafens von Colombo. Da wir weder von Colombo noch von Negombo so viel Gutes gehört haben, wollten wir uns dort nur kurz aufhalten. Ich finde Sri Lanka hat schönere Orte als diese beiden, deshalb würde ich es auch im Nachhinein nicht anders planen. Trotzdem habe ich natürlich ein paar Tipps für euch!


Katamaran in Negombo
Katamaran in Negombo

1. Colombo


kommt ihr am Flughafen Colombo an, wenn ihr nach Sri Lanka fliegt. Von dort aus habt ihr mehrere Möglichkeiten, um ins Stadtzentrum zu gelangen. Ihr könnt eines der vielen Taxis (oder Uber-Fahrer) nehmen, die vor dem Flughafen warten. Wir haben das gemacht, weil es die schnellste und unkomplizierteste Methode war, zu unserem Hotel zu kommen. Die Kosten für die etwa 45 Fahrt ins Viertel Fort sind etwa bei 20 Euro, dazu kommt die Gebühr für den Express-Highway die ihr auch übernehmen müsst (ca. 1,30 Euro). Bitte versucht nicht, bei dieser kleinen Mehrausgabe zu sparen - wenn ihr nicht den Express-Highway nehmt, kann es sein, dass ihr eine Stunde länger braucht, vor allem zur Rush Hour!

Es gibt außerdem öffentliche Busse, die ins Stadtzentrum von Colombo fahren. Diese sind sehr billig, fahren aber nicht so oft und sind brutal voll. Außerdem solltet ihr auch hier versuchen einen zu erwischen, der den Express Highway fährt, sonst seid ihr locker 2 Stunden unterwegs. Eine Zugstation direkt am Flughafen gibt es nicht, das ist also keine besonders gute Option da ihr dann nochmal mit TukTuk oder Taxi fahren müsstet und das lohnt sich einfach nicht.


City Beds - The Regent
City Beds - The Regent


Wir haben im Hotel "City Beds - The Regent" übernachtet. Es ist etwas hochpreisiger (ca. 40 - 60 Euro pro Nacht), da es im sauberen und schönen Viertel Fort in Fußweite zum Bahnhof liegt. In der näheren Umgebung sind Hilton & Co... Ihr könnt sicherlich günstiger übernachten, aber ich habe dieses Hotel aus mehreren Gründen gewählt: es ist sauber und schön, was ich mir einfach nach einem ganzen Tag Fluganreise gönnen möchte. Es ist zu Fuß fünf Minuten vom Bahnhof Fort enfernt, von wo aus der Zug nach Kandy startet. Und das City Beds - The Regent hat einen sehr guten Service, für einen Dollar Gebühr besorgt euch das Team Vorverkaufs-Zugfahrkarten eurer Wahl! 

Für uns war das super, weil wir gegen halb neun abends angekommen sind und am nächsten Morgen um 7 mit dem Zug nach Kandy weiterfahren wollten. Man bekommt auch am gleichen Tag Zugtickets, bei sehr beliebten Strecken sollte man dann aber eine Stunde vor Abfahrt da sein um ein Ticket zu bekommen und muss dann evtl im Zug stehen, wenn man keine Platzreservierung mehr bekommt. Am Bahnhof holt ihr euch am besten ein paar Samosas oder Parathas für die Fahrt, das sind gefüllte und/oder frittierte Teigtaschen - diese vegetarisch oder sogar vegan zu bekommen ist kein Problem, da sie meistens sowieso mit einer scharfen Gemüsefüllung sind. 


Street Food im Nanas, Colombo Fort
Street Food im Nana, Colombo Fort


Abends sind wir im Viertel Fort zum Strand gelaufen und haben richtig leckeres und extrem günstiges Streetfood bei Nana gegessen, eine kleine Hütte am Strand. Ein Tipp aus dem City Beds ;) Ich kann es euch sehr empfehlen und der Spaziergang am Strand zurück ist auch nett nach der langen Sitzerei im Flugzeug.


2. Negombo


Die letzte Station unserer Reise war Negombo. Wir sind von Galle über Colombo mit dem Zug dorthin gefahren - der Zug braucht von Colombo für die 14 km Strecke unfassbare 1,5 Stunden. Und es ist kein bequemer Langstreckenzug sondern eine Art "Sbahn" mit wenigen, steinharten Sitzbänken ohne Federung und ist vollgestopft mit Pendlern. Diese Anreise ist also nur bedingt zu empfehlen..

Unser Flug ging sehr früh morgens, wir mussten um halb 5 am Flughafen sein - deshalb haben wir ein Airbnb gewählt, das einen Fahrservice anbietet und nur 15 Minuten vom Flughafen entfernt liegt. Das war eine gute Wahl - von Colombo aus hätte man ja fast eine Stunde Fahrtzeit einplanen müssen und ich war so schon müde genug. Außerdem hat Negombo einen Strand und man kann den letzten Tag noch in der Sonne liegen.


Katamaran in Negombo, Sri Lanka


Mehr als zwei Nächte braucht man dort meiner Ansicht nach aber nicht verbringen. Der Strand ist nicht besonders schön und ziemlich verlassen, es gibt fast keine Restaurants oder Bars - nur Hotels, die eine Gebühr verlangen, wenn man eine der Liegen benutzen möchte (und sonst gibt es nirgendwo Schatten). Das einzig sehenswerte an Negombo sind eigentlich die schönen Katamarane am Strand. Ob ich mit so einem rausfahren würde, naja... Wohl eher nicht ;) Sie sind sehr schmal und das Meer rauh. Aber sie sind ein toller Farbtupfer am sonst eintönig gelben Strand. 


Icebair Restaurant in Negombo
Icebair Restaurant in Negombo


Das schönste Lokal von ganz Negombo ist bestimmt das Eisbair Restaurant - es gehört zum Eisbear Hotel, das von einem Schweizer Auswanderer betrieben wird (Gerry). Es hat einen direkten Zugang zum Strand und den wohl schönsten Garten, den ich in ganz Sri Lanka gesehen habe. Außerdem gibt es ein freilaufendes Huhn, viel Schatten und man kann Ayurveda-Behandlungen buchen. Die Zimmer kosten um die 50 Euro pro Nacht, wenn ihr spontan seid kann es aber auch sein, dass ihr über Plattformen wie booking ein Schnäppchen macht und für 18 Euro dort übernachtet.


Garten im Icebear, Negombo


Wir konnten unseren Augen kaum trauen, als wir die Speisekarte vom Icebair angeschaut haben! Rösti und Schweizer Käse? Der Beste hat sich trotzdem ein Curry mit Reis bestellt, ich habe mich an die Gazpacho gewagt - die eiskalte Tomatensuppe klang für mich bei 34 Grad zu verlockend. Beides war absolut hervorragend, ich habe ja schon viele Gazpachos gegessen (und zwar in Spanien, wo sie herkommen) aber das war eine der besten. Abends gibt es dort übrigens ein Captain's Dinner mit 5 Gängen - dafür müsst ihr euch vorab anmelden. Es kostet ca. neun Euro pro Person, was ich sehr fair finde (vor allem wenn man die hervorragende Qualität der Küche bedenkt). Was ich total amüsant fand: es war das einzige Lokal in drei Wochen Sri Lanka, in dem wir Salz und Pfeffer zum Essen bekamen ;)


Reis und Curry im Icebair Restaurant, NegomboGazpacho im Icebair Restaurant, Negombo


Ansonsten hat Negombo praktisch nichts zu bieten. Lasst euch nicht von aufdringlichen TukTuk-Fahrern zu Rundfahrten überreden! Es gibt eine Kirche (St. Sebastian) im gothischen Stil, die ihr euch anschauen könnt wenn ihr zufällig dort vorbeikommt - sie ist nicht so weit weg vom Icebair. Uns hat sie nicht besonders überzeugt.


St. Sebastian Kirche in Negombo


Von dort aus sind es zu Fuß fünf Minuten zu den von allen Einwohnern Negombos angepriesenen Kanälen - ein Überbleibsel der niederländischen Kolonialherrschaft. Es sieht auch wirklich ein klein bisschen aus wie in Amsterdam, wenn man sich die Nase zuhält (die Kanäle stinken nämlich nach Fisch und Abwasser). Wenn ihr sie nicht seht, habt ihr auch nichts verpasst...


Kanal in Negombo, Sri Lanka



Die nächste Station unserer Reise (Kandy) wird dann ein bisschen spannender, versprochen!

Freitag, 24. Februar 2017

KOKOS PORRIDGE

Im Winter frühstücke ich gern etwas Warmes. Vor allem wenn es früh morgens draußen noch dunkel und kalt ist, wärmt mich der Porridge schön auf! Außerdem macht er richtig satt, denn wenn ich nur Toast frühstücke bin ich zwei Stunden später schon wieder hungrig. Mein Favorit ist Porridge aus gemahlenem Dinkel, ihr könnt aber natürlich auch kernige Haferflocken oder Dinkelflocken nehmen. Meistens vermische ich den Porridge mit Nuss-Nougat-Creme und Kakaonibs, aber momentan ist diese Kokos-Variante mein Favorit.


Kokos-Porridge mit Bananen
Kokos Porridge mit Bananen


Zutaten für 1 Schüssel:
150 ml Kokos-Mandel-Drink oder leichte Kokosmilch
5 EL gemahlener Dinkel oder kernige Haferflocken/Dinkelflocken
3 EL Kokosraspeln
1 EL Kokosmus
1 Banane

Kokos-Mandel-Drink in einem Topf erwärmen. Den gemahlenen Dinkel und die Kokosflocken dazugeben und auf niedriger Hitze köcheln lassen, bis es eindickt. Das Kokosmus unterrühren und den Porridge in eine Schale füllen. Bananescheiben dazugeben und wer mag kann den Porridge noch mit Kokosraspeln bestreuen. 


Kokos-Porridge mit Bananen

Dienstag, 21. Februar 2017

SRI LANKA: REISEPLANUNG UND ROUTE

Wie die meisten von euch wahrscheinlich schon über Social Media mitbekommen haben, bin ich vor ein paar Tagen aus Sri Lanka zurück gekommen. Der Beste und ich sind drei Wochen durch das zentrale Hochland und den Süden gereist und hatten eine wunderschöne Zeit in diesem atemberaubenden Land. Da Sri Lanka als Reiseziel gerade immer beliebter wird, werde ich über die einzelnen Stationen unserer Reise hier auf dem Blog berichten - zusätzlich gibt es diesmal aber auch einen allgemeinen Beitrag zur Reiseplanung und unserer Route, mit vielen praktischen Tipps!


Sri Lanka Hochland


1. Unsere Reiseroute für Sri Lanka


In Sri Lanka könnte man locker zwei Monate verbringen und hätte wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen, was die Insel zu bieten hat! Es ist unglaublich, wieviele wunderschöne Orte man dort finden kann. Es ist für jede*n etwas dabei, Kultur, Strand, Berge, Städte... Es war also richtig schwer, sich für bestimmte Orte zu entscheiden, die wir in drei Wochen besuchen wollen. Die Regenzeit im Norden und Westen hat zumindest grob das Gebiet eingeschränkt. Wir waren nur im Westen, Hochland und Süden unterwegs:

Colombo - Kandy - Ella - Udawalawe Nationalpark - Tangalle - Dikwella - Mirissa - Galle - Negombo


Sri Lanka - Hiriketiya
Hiriketiya Beach


Diese Route war in drei Wochen gut zu schaffen. Wir sind zwischen den einzelnen Stationen unserer Reise immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, wer einen eigenen Fahrer engagiert schafft natürlich noch mehr Stops (wobei das eventuell in Stress ausarten könnte).

Für unsere Reiseroute habe ich eine Karte angelegt, die ihr hier findet: Sri Lanka Reiseroute

2. Packliste & Gepäck


Ich hatte einen großen Backpacker-Rucksack mit 7,5 kg Gepäck dabei sowie eine kleine Handtasche fürs Handgepäck. Wenn man zwei bis drei Mal während der Reise wäscht, reicht folgende Kleidung locker aus:
  • 1 langer Rock (mindestens knielang)
  • 2 dünne Stoffhosen
  • 5 Tshirts
  • 1 dünnes Langarm-Shirt
  • 1 Funktions-Kaputzenpulli
  • 7 x Unterwäsche
  • Schlafshorts & -Shirt
  • Bikini
  • (wer möchte: dünnes Regencape)
Ich hatte auf dem Flug ein paar Laufschuhe* an (die absolut perfekt waren weil atmungsaktiv, sehr leicht, bequem und somit auch bei großer Hitze in Sri Lanka gut zu tragen) und ein paar Birkenstock-Sandalen* im Gepäck. Während dem Hinflug hatte ich eine Thermo-Strumpfhose an, darüber eine der Stoffhosen, ein Tshirt und darüber den Funktions-Kaputzenpulli. Da wir zum Flughafen gefahren wurden, hatte ich keine Jacke, Mütze etc. dabei - sehr praktisch, denn diese wochenlang herumzutragen wäre ärgerlich gewesen. Während unserer gesamten Reise hat es nur zweimal geregnet, extra Regenjacken oder Regenschirm im Gepäck halte ich deshalb für unnötig, ein dünnes Regencape reicht.


Bahnhof Kandy
Bahnhof Kandy


Zum Thema Kleidung: der Tourismus in Sri Lanka ist noch sehr jung, erst 2009 endete der Bürgerkrieg und mehr Touristen kamen ins Land. In den letzten Jahren hat das Land eine rasante Entwicklung durchgemacht, trotzdem sollte die Kleidung definitiv nicht so freizügig sein wie beispielsweise in Thailand. Für Frauen ist es ratsam, Tshirts mit Ärmeln zu tragen die die Schultern bedecken und keinen weiten Ausschnitt haben, außerdem Röcke oder Hosen die mindestens bis zu den Knien gehen. Am Strand könnt ihr selbstverständlich einen Bikini tragen, dort sind die Einheimischen daran inzwischen gewohnt. Für Tempelbesuche gilt Schultern und Beine bis zu den Knien bedecken, Hüte abnehmen, keine Selfies vor Buddhas machen!

Zum restlichen Gepäck: Steckdosenadapter, Moskitonetze, Klopapier und Handtücher gab es eigentlich überall, wenn nicht haben wir danach gefragt und es bekommen. Diese Dinge könnt ihr euch also im Gepäck sparen! In meinem Gepäck waren außerdem noch:
  • Kamera mit Standardobjektiv, Weitwinkelobjektiv (zur Landschaftsfotografie), Teleobjektiv (zur Tierfotografie)
  • Ersatzakku und Ersatz-Speicherkarte
  • Ladegerät für Kamerakku
  • Ladegerät fürs Handy
  • Wasserdichter Packsack für Kamera & Objektive
  • Kosmetikbeutel (Shampoo, Duschgel, Deo, Zahnbürste, Zahnseide, Zahnpasta, Taschentücher, Nagelschere, Pinzette, Rasierer, Sonnencreme, After Sun Creme, No Bite Moskitospray)
  • Reiseapotheke (darunter auf jeden Fall Ibuprofen, Fenistil gegen Sonnenbrand und Mückenstiche, Nasenspray, Kohle- und Durchfalltabletten, Breitbandantibiotikum, Pflaster & Blasenpflaster, Lutschtabletten gegen Halsweh)
  • Stoffbeutel zum Einkaufen um auf Plastiktüten zu verzichten
  • Reisetagebuch und Stifte
  • Reiseführer (z.B. Lonely Planet*)
  • Reisepass, Kreditkarte, Krankenversicherungskarte (+ Auslandskrankenversicherungs-Bescheinigung)
  • Romane oder E-Reader
Ihr seht, wir sind sehr minimalistisch gereist aber haben nichts vermisst. Einzig das Lesematerial ist uns ausgegangen, das nächste Mal würde ich wohl einen E-Reader mitnehmen weil das Herumschleppen der Romane lästig ist und man nie genug dabei hat. 


Ela am Strand


3. Reisebudget für Sri Lanka


Inklusive Flug haben wir 1080 Euro pro Person für drei Wochen Urlaub in Sri Lanka ausgegeben. Das bedeutet mit Flug 51,50 Euro p.P./Tag, ohne Flug 32,50 Euro p.P./Tag.

Darin sind alle Ausgaben enthalten, die wir hatten seit wir den Flughafen Colombo erreicht/verlassen haben, also auch kleine Mitbringsel, Taxifahrt nach Colombo, Essen und Übernachtungen, jegliche Unternehmungen etc! Diesen Punkt finde ich aber sehr schwierig, weil man immer billiger oder teurer reisen kann als andere. Es soll also nur ein Anhaltspunkt für euch sein, kann aber vor Ort ganz anders laufen wenn eure Bedürfnisse anders sind! Ich trinke beispielsweise keinen Alkohol und wenig Kaffee (beides kann in Asien recht teuer sein). Wir sind zu zweit gereist, haben uns also immer ein Doppelzimmer mit eigenem Bad geteilt, wobei wir oft in Homestays bei Privatleuten untergekommen sind statt in großen Hotelketten. Wir waren dreimal am Tag essen, wobei manchmal mittags ein paar Samosas oder Rotti gereicht haben, die an Straßenständen günstig sind.


Kotthu, Brotsalat mit Rotti
Kotthu (Brotsalat mit Chili und Rotti)


Teure Ausflüge oder Unternehmen haben wir bis auf die Nationalpark-Safari nicht gemacht (das waren ca. 50 Euro für uns beide zusammen). Mal ein Surfbrett ausleihen oder einen Tempel besichtigen, aber das war nie besonders teuer. Wer also Tauchkurse machen möchte oder einen eigenen Fahrer engagiert, wird mehr bezahlen als wir. Fast alle Strecken haben wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Zug oder Bus zurück gelegt und nie mit einem eigenen Fahrer oder Taxis, was viel teurer gewesen wäre.

Unser Flug mit Oman Air hat 400 Euro pro Person gekostet, wobei wir etwa 18 Stunden unterwegs waren. Wir sind von München über Muscat (ca. 6 Stunden Aufenthalt) nach Colombo und die gleiche Strecke zurück geflogen und haben den Flug etwa 2,5 Monate vor Abflug gebucht mit einem speziellen Rabattcode von Oman Air. Die Flugzeiten waren aber nicht sehr komfortabel (Hinflug um 21.30 Uhr, Rückflug um 7 Uhr morgens). Ich würde beim nächsten Mal außerdem Qatar Airways oder Emirates vorziehen, weil ich diese beiden hochwertiger fand (Essen, Zustand des Flugzeuges, mehr Platz). Der Preis ist aber natürlich unschlagbar günstig gewesen!


Strand von Mirissa
Strand von Mirissa


4. Visum


Das Visum könnt ihr einfach ein paar Wochen vor der Reise online beantragen. Es kostet 35 US Dollar. Ihr erhaltet sehr zeitnah eine Bestätigungsemail, die ihr ausdrucken und mitnehmen solltet. Bei der Immigration am Flughafen müsst ihr trotzdem nochmal ein kurzes Formular ausfüllen und euch erst dann am Schalter anstellen! Solltet ihr ganz spontan reisen und keine Zeit für die Online-Beantragung haben, könnt ihr auch Visa on arrival machen, das kostet 5 Dollar mehr.


5. Hilfe bei der Reiseplanung


Wir hatten den aktuellen Lonely Planet* dabei, den ich hilfreich fand (wobei die Preisinformationen nie gestimmt haben, obwohl er erst 2015 erschienen ist). Die Informationen darin sind knapp aber ausreichend. Unterkünfte würde ich niemals die aus dem Lonely Planet auswählen sondern immer selbst auf Airbnb, Blogs, Booking, Tripadvisor & Co recherchieren. 

Folgende Blogs haben tolle Beiträge zu Sri Lanka, die mir sehr geholfen haben:

Zugfahrt nach Ella


Außerdem gibt es zwei tolle Facebook-Gruppen, in denen jede noch so dämliche Frage beantwortet wird, ihr jede Menge Geheimtipps bekommt und auch Reisepartner finden könnt (um euch zum Beispiel ein Langstrecken-Taxi zu teilen oder gemeinsam einen Safari-Jeep):

Der Betreiber unserer Unterkunft für die erste Nacht in Colombo (City Beds - The Regent) hat einen umfangreichen Service - er hat uns beispielsweise schon vorab Zugtickets für die Strecke Colombo-Kandy besorgt (gegen eine Gebühr von 1 US Dollar). Das kann in der Hochsaison für sehr ausgebuchte Strecken durchaus angenehm sein, denn wir kamen abends um 21 Uhr in Colombo an und unser Zug ging am nächsten Morgen um 7 Uhr früh! So mussten wir nicht Stunden vorher da sein um ein Ticket zu ergattern.


6. Unterwegs in Sri Lanka


Wir sind wenn möglich Zug gefahren. Das ist einfach das schönste und bequemste Fortbewegungsmittel, und gefühlt auch das sicherste. Man hat einen tollen Blick aus dem Fenster, relativ viel Platz im Vergleich zum Bus und es ist unschlagbar günstig. Ein Langstreckenticket (z.B. Colombo-Kandy oder Kandy-Ella) kostet nur ein paar Euro in der 2. Klasse. Beim Zug gilt, immer 2. oder 3. Klasse buchen (wenn ihr wollt, mit Sitzplatzreservierung) - die Wagen der 1. Klasse sind überteuert und man kann teilweise die Fenster nicht öffnen. Das ist zum Fotos machen und auch bei der Hitze doof :) Die Einheimischen fahren meist 3. Klasse, manche auch 2. Klasse. 


Nine Arches Bridge, Zugfahren in Sri Lanka
Nine Arches Bridge, Zugfahren in Sri Lanka


Busse lassen sich auf manchen Strecken leider nicht vermeiden, zum Beispiel wenn man vom Hochland Richtung Süden möchte. Dort gibt es keine Zugstrecken. Auch Busse sind günstig, die Fahrer sind jedoch allesamt völlig irre und haben einen mörderischen Fahrstil. Außerdem sind die Busse sehr eng und voll, gerade als Frau kann das unangenehm sein wenn man zwischen Männer gequetscht im Mittelgang stehen muss und sich der Fahrkartenverkäufer alle paar Minuten an dir vorbeiquetscht. Busfahrpläne gibt es nicht, fragt einfach im Zentrum des Ortes oder in eurer Unterkunft wann die Busse fahren. Wir sind meist auf gut Glück zur Bushaltestelle und mussten nie lang warten. Nicht zögern und einfach Einheimische fragen, sie zeigen euch den richtigen Bus den ihr nehmen müsst und wissen auch, wo ihr umsteigen sollt. Uns hat im Bus dann immer der Fahrkartenkontrolleur benachrichtigt, wenn wir an der gewünschten Station angekommen sind.


Busse in Sri Lanka


TukTuks sind praktisch für kurze Strecken, beispielsweise von der Unterkunft zum Stadtzentrum oder Strand. Als Faustregel gilt, nicht mehr als 100 Rupies pro Kilometer zahlen, wenn ihr gut handeln könnt zahlt ihr aber durchaus weniger. Wenn die Strecke länger als ein paar Kilometer ist, wird der Preis natürlich auch entsprechend billiger. 

Taxis sind eher selten und relativ teuer. Wir haben nur einmal eines genutzt, und zwar vom Flughafen nach Colombo Fort. Die Kosten dafür sind ca. 22 Euro (sagt dazu, dass ihr den Express-Highway nehmen wollt, der kostet 200 Rupies extra aber ihr seid sehr viel schneller!). Viele Unterkünfte bieten auch eine Abholung an, die nicht wesentlich teurer ist, also nehmt das ruhig an. 

Manche Reisenden mieten sich einen privaten Fahrer, der euch dauerhaft begleitet und auch in eurer Unterkunft in speziellen Fahrer-Zimmern schläft. Diese Reiseart ist durchaus üblich auf Sri Lanka, war uns aber viel zu teuer und unflexibel. Es lohnt sich wenn ihr viele verschiedene und abgelegene Orte in kurzer Zeit besuchen wollt. Ihr bucht den Fahrer dann tageweise. 


7. Unterkünfte: Hotel vs. Homestay


Für die ersten Nächte könnt ihr ruhig schon vor der Reise buchen. Das ist bequemer und einfacher. Wenn ihr angekommen seid, empfehle ich allerdings, einfach in den jeweiligen Ort zu fahren und dort eine Unterkunft auszuwählen. So habt ihr die Möglichkeit zu handeln (es wird billiger, wenn ihr drei Nächte bleibt statt einer) und die Anbieter zahlen keine Gebühr an Booking, Airbnb oder sonstige Anbieter! Diese ist bei Booking z.B. 10 - 15 Prozent, was durchaus ein paar Euro ausmachen kann. Außerdem könnt ihr so vorab sehen, wie die Unterkunft wirklich ist. Wir hatten einmal den Fall, eine scheinbar schicke Unterkunft über Booking gebucht zu haben die sich als furchtbar überteuertes Drecksloch erwiesen hat. Dann mussten wir mühsam verhandeln um nur eine statt drei Nächte zu bleiben und haben viel zu viel bezahlt. 

Wenn ihr vorab schon bestimmte Unterkünfte wisst, die ihr unbedingt möchtet, kontaktiert sie per Email oder Facebook. So könnt ihr ebenfalls die Buchungsgebühren umgehen und verhandeln. Die Portale eignen sich aber gut, um Bewertungen zu lesen und zu recherchieren was es so vor Ort gibt.

Wir waren fast immer in Homestays bei Familien, die nur ein bis vier Zimmer anbieten. Das ist günstig, nicht so laut wie Hostels und nicht so unpersönlich wie Hotels. Im Durchschnitt kosten Doppelzimmer mit eigenem Bad dort 17 - 35 Euro pro Nacht. Das Frühstück muss man oft extra bezahlen, manche bieten auch keines an.


Frühstück mit Blick auf Ella Gap
Frühstück mit Blick auf Ella Gap

8. Nachhaltig Reisen in Sri Lanka


Ganz klar, öffentliche Verkehrsmittel sind Privatautos (egal ob Mietwagen oder Fahrer) vorzuziehen, wenn ihr nachhaltig reisen möchtet. Außerdem unterstützt ihr mit den oben erwähnten Homestays lokale Familien im Gegensatz zu internationalen oder ausländischen Hotelketten. In Galle Fort sind beispielsweise extrem viele Häuser und Hotels nicht von Einheimischen geführt, das Geld, das ihr dort lasst, wandert also zumindest teilweise ins Ausland statt in die lokale Wirtschaft. Auch in Sri Lanka gibt es einige Eco Resorts oder Biohotels, diese sind aber meist sehr hochpreisig. Sie achten jedoch mehr auf Mülltrennung, Abwasserentsorgung etc. als kleine Hotels oder Homestays. Was besser ist kann ich nicht genau sagen, für uns persönlich waren Homestays die beste Wahl.

Sri Lanka ist für die große Tiervielfalt bekannt - Elefanten, Wale, Leoparden, Rehe, Krokodile, Büffel, Echsen und Warane, Schildkröten, Palmenhörnchen, exotische Vögel... Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir kein besonderes Tier entdeckt haben, das es bei uns nicht gibt. Doch in Sri Lanka hat die Nachfrage durch Touristen teilweise furchtbare Dinge bewirkt, wie die vielen Elefanten-"Waisenhäuser" die absolut nicht artgerecht sind oder Schildkröten-Aufzuchtstationen bei denen die Eier vom Strand geklaut werden damit die Touristen den Babyschildkröten beim Schlüpfen zusehen und sie "aussetzen" können. 


Babyelefant im Elephant Transit Home
Babyelefant im Elephant Transit Home


Bitte besucht keine derartigen Anbieter, bei denen ihr Elefanten waschen oder auf ihnen reiten könnt oder Schildkrötenbabys in die Hand nehmen dürft. Das ist einfach nicht artgerecht sondern pure Tierquälerei (darüber habe ich hier schon mal geschrieben). Das einzige halbwegs empfehlenswerte Elefanten-Waisenhaus in Sri Lanka ist das Elephant Transit Home, das ich euch hier noch vorstellen werde. 

Leider werden auch Affen an der Leine gehalten und Touristen auf der Straße vorgeführt - ignoriert sie entweder komplett um nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sie zu lenken oder sprecht sie höflich darauf an, dass ihr das nicht gut findet. 


Teepflückerinnen in Sri Lanka
Teepflückerinnen in Sri Lanka


Sri Lanka ist bekannt für seine wunderschönen Teeplantagen - inzwischen gibt es auch einige Teefabriken, die soziale Projekte unterstützen oder sogar fair gehandelten Tee anbieten. Wenn ihr Mitbringsel kauft, könnt ihr beispielsweise darauf achten. Generell gilt bei Mitbringseln - besser ihr macht euch eine Liste, wem ihr was schenken möchtet und kauft auch wirklich nur das. Willkürliche Spontankäufe enden nur in einem Haufen Dinge, die ihr mit herumschleppen müsst und zuhause wisst ihr gar nicht, was ihr damit anfangen sollt. Kauft euch lieber ein, zwei hochwertige Erinnerungsstücke die ihr zu schätzen wisst als billigen Kleinkram die zu Staubfängern werden. Gute Mitbringsel sind zum Beispiel Gewürze wie Ceylon-Zimt oder Curryblätter, Tee von lokalen Teefabriken (am besten fair) oder vor Ort gefertigtes Kunsthandwerk (in manchen Art Centres bekommt ihr handgemalte Bilder lokaler Künstler, Schmuck oder Holzschnitzereien).


Das waren meine Tipps für Sri Lanka! Bald folgen hier viele spannende Beiträge über die einzelnen Stationen unserer Reise. 


Ela auf dem Little Adams Peak
Little Adams Peak


*Amazon Affiliate: wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, bekomme ich eine kleine Provision - für euch bleibt der Preis gleich!

Sonntag, 19. Februar 2017

WEIZEN-SALAT MIT MANGO

Ich werde öfters mal nach einfachen Rezepten zum Mitnehmen gefragt. Also Gerichte, die man schon am Vorabend zubereiten und dann in die Arbeit, Uni oder auf eine Zugfahrt mitnehmen kann, in einem Glas oder einer Metall-Brotbox zum Beispiel. Bestenfalls etwas, das man auch gar nicht aufwärmen muss. Dieser Weizen-Salat mit Mango ist so ein Rezept, er schmeckt am nächsten Tag genauso gut wie frisch, man muss ihn nicht aufwärmen und er lässt sich unkompliziert transportieren. Am Vorabend ist er in 15 Minuten zubereitet, ganz locker nebenbei ohne aufwendige Kochaktionen. Ein bisschen Schnibbeln, den Weizen kochen und das wars! Diese Art unkomplizierte Gerichte gibt es bei mir wirklich oft und je nach Saison wandle ich sie auch mal etwas ab.

Ich kombiniere herzhafte Salate gern mit fruchtigen/süßen Zutaten, also zum Beispiel Mango, Cranberries, Ananas oder Orangen. Statt dem Mozzarella kann man auch Räuchertofu verwenden, dann ist der Salat vegan.


Weizen-Salat mit Mango
Weizen-Salat mit Mango

Zutaten für 2 Personen:
200 g Zartweizen
3 EL Sesamöl
1 kleine Gurke
1/2 Mango
1 Packung Mozzarella oder Räuchertofu
3 EL Sesamöl
1/2 Zitrone oder Limette
Salz
Pfeffer oder Rote Pfefferbeeren

Zartweizen nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen. Wenn er gar ist in ein Sieb gießen und abkühlen lassen. Sesamöl mit Salz, Pfeffer und Zitronen-/Limettensaft vermischen. Gurke, Mozzarella/Räuchertofu und Mango in Würfel schneiden und in einer großen Schüssel mit dem Zartweizen und dem Dressing vermischen. Ca. 15 Minuten durchziehen lassen.

Donnerstag, 16. Februar 2017

PIZZA MIT KÜRBIS, CHILI UND RUCOLA

Es war schon lang mal wieder Zeit für ein leckeres Pizza-Rezept - zwar findet ihr auf dem Blog schon recht viele Ideen für alle möglichen Pizzen, je nach Jahreszeit, mal mit süßen Komponenten und mal richtig deftig. Pizza gibt es bei uns praktisch jede Woche und wir lieben es, immer wieder neue Beläge zu finden. Diese Kombination mit Kürbis, Chili und Rucola hat mich so überzeugt, dass ich sie mit euch teilen möchte.  Mein liebstes Winter-Soulfood momentan!

Wir haben Hokkaido verwendet, aber wahrscheinlich klappt es auch mit anderen Kürbis-Sorten wenn ihr sie in dünne Spalten schneidet und vorbackt. Wie immer empfehle ich euch, die Pizza auf Holzbrettchen zu servieren, weil das Holz besser atmen kann und sich so kein Kondenswasser unter dem Pizzateig bildet.



Pizza mit Kürbis, Chili und Rucola

 

Zutaten für 2 Personen (1 Blech):
8 - 10 EL Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Olivenöl
ca. 100 ml lauwarmes Wasser 
1 TL Zucker
Prise Salz
Belag:
200 g geriebener Mozzarella
1/2 Hokkaido-Kürbis
2 Frühlingszwiebeln
1 - 2 rote frische rote Chilischoten
1 Handvoll Rucola
Salz
Olivenöl
Backofen auf 180 °C vorheizen. Hokkaido halbieren, die Kerne entfernen und ihn in dünne Spalten schneiden. Mit Olivenöl bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ca. 15 Minuten backen, bis der Kürbis gar ist. Aus dem Ofen holen und beiseite stellen. In der Zwischenzeit den Teig zubereiten:
Trockenhefe und Zucker mit 50 ml lauwarmem Wasser vermischen bis es schäumt. Mehl und Salz mischen, die Hefemischung dazugeben und verrühren. Nach und nach lauwarmes Wasser dazugeben, bis sich alles zu einem homogenen Teig verkneten lässt. Wenn er zu trocken ist, muss noch etwas Wasser dazu - wenn es zu feucht ist, einfach noch mehr Mehl dazugeben. Teig mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt gehen lassen. 
 
Den Teig dünn ausrollen und auf das mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Tomatensauce auf dem Teig verteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und dann den geriebenen Mozzarella darüber streuen. Frühlingszwiebeln und Chilis in Ringe schneiden und auf der Pizza verteilen. Dann die Kürbisspalten darauf verteilen. Im heißen Ofen 10 - 12 Minuten backen, bis die Pizza am Rand knusprig ist und der Käse Blasen wirft. Aus dem Ofen holen und den Rucola darauf verteilen. Sofort servieren.

Pizza mit Kürbis, Chili und Rucola

Montag, 13. Februar 2017

SPAGETTHI MIT KOKOS-ERDNUSS-SAUCE

Das Gericht ist absolute Feierabendküche und steht in 20 Minuten auf dem Tisch! Bis auf frischen Koriander und Chili habe ich das meiste sowieso immer daheim, das Gemüse lässt sich ersetzen mit anderen Zutaten die man gerade da hat (zum Beispiel grüne Bohnen oder Tofu). Statt Spagetthi kann man natürlich auch asiatische Nudeln verwenden. Die Sauce ist wunderbar cremig und macht richtig gut satt. Diese leckeren Spagetthi mit Kokos-Erdnuss-Sauce gibt es bei mir jetzt sicher öfters mal!


Spagetthi mit Kokos-Erdnuss-Sauce
Spagetthi mit Kokos-Erdnuss-Sauce


Der hübsche Suppenteller ist übrigens von Kahla Porzellan aus der Reihe Leaf of Gold und passt mit seinem Goldmuster am Rand ziemlich gut zu diesem Gericht.


Zutaten für 2 Personen:
Spagetthi
400 ml Kokosmilch
100 g Zuckerschoten
1/2 Brokkoli
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 frische rote Chili
1 cm frischer Ingwer
1 EL Erdnussbutter
1 Handvoll Erdnüsse
2 - 3 Kaffir Limettenblätter
1/2 frische Limette
frischer Koriander
Salz
Öl

Eine Pfanne erhitzen. Erdnüsse hacken, dann in der Pfanne ohne fett anrösten, wenn sie Farbe bekommen aus der Pfanne in eine kleine Schüssel schütten. In der Zwischenzeit Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Chili halbieren, entkernen und in Ringe schneiden. In der Pfanne Öl erhitzen, darin zuerst Schalotten und Ingwer, dann den Knoblauch und die Kaffir-Limettenblätter anrösten. Chili, Zuckerschoten und Brokkoli sowie etwas Wasser hinzugeben und bei geschlossenem Deckel 3 - 4 Minuten garen.

Spagetthi nach Packungsanweisung zubereiten. Das Gemüse in der Pfanne mit Kokosmilch aufgießen, einen Esslöffel Erdnussbutter dazugeben und einköcheln lassen. In der Zwischenzeit den Koriander waschen, von den Stielen zupfen und hacken. Wenn die Sauce sämig ist, die Spagetthi hinzugeben, mit Salz abschmecken, etwas Limettensaft dazugeben und nochmal kurz erhitzen. Auf Tellern anrichten, mit Erdnüssen und Koriander garnieren.

Freitag, 10. Februar 2017

CITYGUIDE MERAN

Im letzten Sommer haben der Beste und ich Südtirol erkundet - einen Tag haben wir auch in der zauberhaften Stadt Meran verbracht, die uns sehr gut gefallen hat. Die Landeshauptstadt von Bozen ist eine Mischung aus mediterran und alpin, man sieht Palmen vor einem Bergpanorama, einen Gebirgsfluss direkt an historischen Gebäuden. Eine ungewöhnliche Stadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist!


Meran in Südtirol

Altstadt von Meran


Die Altstadt von Meran hat gleich mehrere Kirchen, die man bei einem Spaziergang durch die Innenstadt nicht verpassen kann. Vor allem die Pfarrkirche mit ihrem hohen Turm sieht man praktisch von überall und kann sich daran auch gut orientieren. Die Altstadt ist eher klein, verwinkelte Gassen und viele Cafes und Geschäfte sind dort zu finden. Am besten parkt ihr an einem Parkplatz etwas ausserhalb und lauft dann zur Altstadt. 


Meran Altstadt mit Kirchen


Geht nach der Besichtigung der Altstadt unbedingt auch an der Passer spazieren. Dort befindet sich zum Beispiel das Kurhaus, das 1873 erbaut wurde. Später folgten weitere Anbauten. Direkt vor dem Kurhaus ist eine weitläufige Promenade, mit Sitzgelegenheiten, Ausstellungen und moderner Kunst. 


Kurhaus Meran


Wenn ihr weiter am Ufer entlang lauft, kauft euch ein Eis und setzt euch ans Wasser - gegenüber befindet sich auch ein kleiner schattiger Park, was im Hochsommer schon angenehm sein kann. 


Park in Meran


Ein weiteres Highlight von Meran sind übrigens die Gärten von Schloss Trauttmannsdorff - leider konnten wir sie nicht besuchen, weil wir den Hund dabei hatten und Hunde sind in der Parkanlage verboten. Den Fotos nach zu urteilen sind sie aber wirklich wunderschön!


Passer in Meran


Kulinarik & Shopping


Samstags findet im Zentrum von Meran immer der Markt mit einheimischen Produkten statt. Leider haben wir ihn verpasst, aber wer an einem Wochenende die Stadt besucht sollte dort mal vorbeischauen. 

Ein kulinarisches Highlight war für mich Pur Südtirol. Ich habe dort locker 80 Euro gelassen, weil ich eine grandiose Spezialität nach der anderen entdeckt habe.. Ob das Südtiroler Vollkornnudeln waren, Schokolade mit Schüttelbrot oder die herrlichen Säfte von Kohl. Außerdem gibt es wunderschöne "Speckbretter" aus Holz. Man kann auch einfach auf der Terrasse sitzen und eine Brotzeit essen. Nehmt euch dafür ein bisschen Zeit (und jede Menge Geld) mit ;)

Pur Südtirol, Freiheitsstr. 35, 39012 Meran


Pur Südtirol


Wenn ihr in Meran essen geht, haltet euch an die typischen Südtiroler Spezialitäten, die teilweise sowieso vegetarisch sind. Dazu gehören neben dem klassischen Schüttelbrot zur Brotzeit außerdem die berühmten Schlutzkrapfen (meist gefüllt mit Ricotta und Spinat) sowie Knödel in unzähligen Variationen. Zum Beispiel gibt es sie mit Käse, Spinat, Roter Bete, aus Buchweizenmehl oder süß mit Topfen, Zimt, Marillen oder Zwetschgen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte dem Restaurant Zur Goldenen Rose im Schnalstal einen Besuch abstatten, dort kann man ein Knödelmenü verkosten!

Zur Goldenen Rose, Certosa 29 Karthaus, 39020 Senales/Schnals


Tomatensalat im Nutris
Tomatensalat im nutris


Von Südtirols einzigem vegetarisch/veganem Gourmet-Restaurant nutris hatte ich euch ja schon erzählt. Es liegt nicht weit von Meran entfernt und ist definitiv ein kulinarisches Highlight!

Meraner Land

 
Auch das Meraner Land hat eine Menge zu bieten, zum Beispiel den berühmten Meraner Höhenweg oder andere tolle Wandergelegenheiten wie zu den Stoanernen Mandln. Wer nicht den gesamten Meraner Höhenweg laufen will sondern nur eine kleine Tagestour machen möchte, kann mit der Seilbahn zum  Dorf Tirol hinauf fahren. Von dort aus läuft man gemütlich zum Gasthaus Talbauer mit wunderbarer Aussicht oder in die andere Richtung bis zum Gasthaus Leiteralm.


Meraner Land Abendstimmung


Überall in der Region wird Wein angebaut, den ihr auf den jeweiligen Höfen direkt erwerben könnt. Und natürlich die berühmten Südtiroler Äpfel, die man auch als hervorragenden Bergapfelsaft direkt im Genussladen von Kohl verkosten und erwerben kann. Mein Favorit war der Saft gemischt mit Marillen..! Ein absoluter Traum, davon hätten wir am liebsten ein paar Kästen voll mit nach Hause genommen.


Ich möchte unbedingt wieder nach Meran reisen, diesmal mit etwas mehr Zeit im Gepäck. Einen Besuch dort kann ich euch sehr ans Herz legen!


Uferpromenade in Meran
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Printfriendly